Herdenschutzhunde an der Herde und technischer Herdenschutz

  • Ich finde es ganz grauselig, das zu lesen. Ich komme ja nun auch vom Land und für mich persönlich ist es völlig normal, dass Hähne krähen, Hunde bellen, Feldwege mit Traktor oder Auto befahren werden und hinter unserem Haus der Schäfer seine Schafe hat. Die Liste ist beliebig erweiterbar.

    Ich bin jedesmal völlig von den Socken, wenn ich dann von anderen ortsansässigen erzählt bekomme, wie störend das alles für sie ist. Ich kann das nicht verstehen. Für mich gehört Landwirtschaft zum Landleben dazu.

  • Ich komme ursprünglich nicht vom Dorf, sondern aus HH, aber selbst da (Randbezirk) war es normal, dass Hunde bellen und die Ponies auf der Weide hoch eingezäunt waren. Dauerbellende Hunde können tatsächlich ein Nerv sein - kommt dann auch sehr auf die Stimmlage an. Aber ehrlich, würde bei mir hinterm Haus eine Schafherde mit Hunden sein, würd ich vermutlich mitten in der Nacht raustapern und gucken, was die Hunde so alarmiert - und ganz bestimmt nicht wegen Ruhestörung schimpfen. (Ok, ich wär nicht begeistert, aber ich weiß doch, dass die Hunde nicht aus lauter Spaß mitten in der Nacht Alarm schlagen.) Aber ich bin auch vermutlich einfach zu alt - bei mir kommt die Milch von der Kuh, das Steak vom Ochsen/Bullen/Kalb und nicht von Aldi. (Jaaa, ich kauf da auch :shushing_face:, aber mir gings jetzt um die tatsächliche Herkunft.)

  • Wir werden nach wie vor Nacht für Nacht vom vermutlich Luchs "tyrannisiert", ich weiß nicht, warum die beiden hier so stationär bleiben oder könnte es doch am Wintersport liegen, dass es woanders NOCH unruhiger fürs Wild inklusive Beutegreifer ist?

    Hier werden sich einige noch dumm umschauen - denn auf unserem Grund wird es keine Loipe mehr geben. Die "umzingelt" meine Flächen sonst komplett und das mache ich unter der Präsenz von großen Beutegreifern nicht mehr mit, denen auch noch einen bequemen Fussweg zu uns zu verschaffen. Auch das Rehwild nutzt die Loipen gern, es ist halt kräfteschonender auf den gespurten Wegen zu laufen. Entsprechend finden auch viele Risse auf den Loipen statt. Sowas will man nicht unmittelbar an den Flächen, wenn man die HSH nachts in die Scheune sperren muss.

  • Heute hat man so richtig gemerkt, dass diese andauernde Beutegreifer-Präsenz grad hier auch was mit den Rindern macht. Dabei sind die, seit sie die Mc`s als Bodyguards haben, wirklich entspannt gewesen.

    Skifahrer mit freilaufenden Hunden nah bei uns am Zaun, bis vor zum Auslauf, kurz nach Dämmerungsbeginn. Die Mc`s haben ihren Job gemacht und ich hab sie den auch machen lassen, denn da hat niemand was zu suchen, weil das zur nachbarlichen Hoffläche gehört.

    Die Rinder haben mich fast über den Haufen gerannt vor Nervösität. McGyver als Herdenhund hatte alle Pfoten voll zu tun, seine Rinder zu beruhigen.

    Auch die Hunde sind nach den Nächten voller Beutegreifer-Präsenz weit vehementer zugange gewesen, als sie es sonst bei Hunden sind. Die machen bei freilaufenden Hunden so dicht am Zaun durchaus immer Druck, aber heute wars einige Tacken über dem normalen Level.

    Sowas macht ein, bzw. 1 1/2 popeliger Luchs, der sich noch nicht einmal für die Rinder interessiert, sondern einfach "nur" im unmittelbaren Umfeld präsent und für die Tiere wahrnehmbar ist.
    Da braucht man sich doch nicht wundern, dass Almvieh ohne Zaun und absolut schutzlos auf mitgeführte Hunde aggressiv reagiert.

    Ich tauge leider nicht als Influencer - bei sowas denke ich an alles mögliche, aber gewiß nicht daran, das zu filmen. Manchmal ist das schade, das wären oft gute Lehrvideos.

  • Dann lass doch jemand bei dir Praktikum oder Schnuppertage machen, der dann solche Sachverhalte filmt. Hat mit den Kiddies aus der Nachbarschaft um die Pferdefarm gut geklappt. Zur Not kann man auch nachvertonen. :-)

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