Herdenschutzhunde an der Herde und technischer Herdenschutz
-
-
Tja.. So aufm Dorf muss man sich halt eigene Unterhaltung schaffen.

Ins Stroh eingekruschelt hab ich den Napf auch schon aber trotzdem morgens bei deutlich unter Null alles ein Eisklotz. Ganz theoretisch ist dass nicht so wild, weil sie ja auch genug Frischfutter bekommen und dann eh nicht soviel trinken aber wohler ist es mir schon sie können, wenn sie möchten, weil sie halt bei solch Wetter doch auch deutlich mehr Heu fressen. So die Tücken der Aussenhaltung von Tieren.

Bei den Pferden funktioniert relativ lange die große Weidetränke. Wenn da 1000Liter drin sind, überstehen wir so 4-5Tage mit bis zu -8 Grad. Ab darunter bzw länger friert dann leider auch diese Wassermenge zu. Cool ist die Isobar, das hat sich als Backup wirklich bewährt, passen halt nur reell so 180 Liter rein aber frieren tut da nix, höchstens mal wenn ganz ungünstig der Schwimmer. Ich weiß nur nicht ob das auch für Rinder taugt, unzerstörbar ist sie aber grad wenn Hörner im Spiel sind wirds wahrscheinlich blöd.
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Schau mal hier: Herdenschutzhunde an der Herde und technischer Herdenschutz*
Dort wird jeder fündig!-
-
Da mussten wir bloss den Eingang vergrößern, weil HSH an der Herde da nun mal auch etwas speziell sind, die wollen ja weiterhin alles mitbekommen.
Das Problem kenn ich, wir haben dafür Unterstände gebaut, die sind natürlich nix für -20 Grad und Sturm, aber gerade bei Dauerregen oder so werden sie gut angenommen. Das Grundgerüst ist aus Stahl, die Wände aus melaminbeschichteten Kompaktplatten und drinnen haben wir Paletten mit Stallmatten drüber, und dann je nach Hund Plastikkörbchen, Pflegematrazen oder nur Decken.
Foto im Spoiler stilecht mit Kangal 😂
Spoiler anzeigen
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. -
Vorgestern Nacht ist wieder ein Rehkitz (ich weiß gar nicht, wie lange man die als Kitz bezeichnet, auf jeden Fall ein Jungtier aus 2025) gerissen worden, keine 80 Meter von meiner Waldrandweide entfernt. Die Jäger geben das hier leider nie ans LfU weiter, die Spuren im Schnee waren schon verweht, der Kadaver schon nachgenutzt, so bleibt ungewiß ob Wolf oder Luchs. Hier gibts ja seltsamerweise beides, auch wenn immer wieder behauptet wird, dass beide Tierarten auf die jeweils andere verzichten können und eher nicht gemeinsam vorkommen.
Das Muttertier hat Schreckrufe ausgestoßen, das liess sich diesmal recht gut zuordnen vom zeitlichen Rahmen, denn auf diese Rufe reagieren die Mc`s. Dazu die WK-Aufnahmen von einem Luchs mit Jungtier am Ziegenhänger in der Silvesternacht. Die sind hier gerade sehr präsent - die Hunde sind entsprechend "gestimmt". Das ist wohl so ein typischer Fall von "wenn das Wild im Winter näher an die Dörfer kommt, bringt es die Beutegreifer mit."
Tagsüber die Wintersportler, die ungemeine Unruhe in die Wälder und ins freie Feld bringen, weil die im Winter ja überall rumkrauchen und nachts die Beutegreifer. Das Wild tut mir einfach leid, das hats grad witterungsbedingt schwer genug.
-
Vergangene Nacht war der Tiefstwert -10° C - McGee und McYassi haben dann auch mal die Hundehütten genutzt, McGyver, der angezeigt hat, dass er ein wenig friert (kurze Momente, in denen er den Rücken leicht aufgezogen hat), hat den Mantel anbekommen und damit in der Hütte geschlafen. Heut morgen waren sie gut drauf und munter, das scheint also gepasst zu haben. Zur Nacht kriegen sie nochmal extra Futter, so eine Art warmer Suppe.
Womit sie alle drei ein wenig Probleme haben, ist im Rinderauslauf der plattgetrampelte, verhartschte, gefrorene Schnee, da geht ab und an die ein oder andere Pfote mal in die Höhe, da schicke ich sie in den Eingang vom Offenstall, wo sie dann auf Stroh stehen können und dann ists auch sofort wieder ok. Lockerer Schnee macht ihnen nix.
Den Rindern macht das alles überhaupt nix, die liegen noch mittenmang in ihrem absoluten Wohlfühltemperaturbereich. Die alte Kuh Brauni ist wegen ihrer Arthrose-Hüfte in ihrem Extra-Stallbereich mit einer dünnen Decke über Rücken und Hüfte eingedeckt, das hat sich über die letzten Jahre im Winter als hilfreich für die Arthrose erwiesen. Ansonsten bekommen sie ein Kilo Heu mehr als sonst, Brauni nur 1/2, weil bei Rindern die Heizung ja durchs Verdauen passiert.
Für uns Menschen besteht die Schwierigkeit nur darin, sich situativ angemessen anzuziehen. Wenn man körperlich arbeitet, sieht das anders aus, als wenn man mit den Hunden auf die eisige Freifläche zur Zaunkontrolle geht.
Die Wassernäpfe der Hunde haben mit den Hot Stones durchgehalten bis heut früh, bei den Rindern ist eine Eisschicht bis zu drei Zentimetern in den Wasserbottichen überhaupt kein Problem, die drücken sie einfach mit dem Flotzmaul durch, wenn sie was trinken wollen (man sieht dann ja die Reste der einzelnen Eisschichten am Rand). Vermutlich würden sie auch mehr schaffen. Wenns noch viel kälter wird, kommen die Wasserbottiche in den Stall - da die Rinder aber gern rumplantschen, machen wir das nur noch, wenns anders gar nicht mehr geht.
-
Im Siegerland - Wiederstein/ Neunkirchen ist der Wolf nun auch angekommen und hat 6 von 8 Schafen getötet.
-
-
Ab einer gewissen Anzahl an Wölfen haben die typisch deutschen 2 HSH dann auch keine Chance mehr:
https://www.ndr.de/nachrichten/ni…nburg-1802.html
...
Wir werden hier gerade nach wie vor vom Luchs "tyrannisiert" und es ist so dermaßen absurd, dass ich hier nächtelang draussen bin, bei den Temperaturen macht das gerade auch ganz viel Spaß, um dafür zu sorgen, dass die HSH hier bloss ja nicht ihren Job machen und vehement bellen, weil wir mit stillen Hunden mit grossen Beutegreifern klar kommen sollen..... wie bescheuert ist das?
-
Du hast die Absurdität gut zusammengefasst. Ich hoffe, der zieht bald mal bei Euch ab. Und für mich bete ich, dass so schnell kein Wolf wiederkommt. Der im letzten Winter hat sich benommen und ist nun weg. War vermutlich ein Jungwolf auf Durchreise.
-
Wie widersinnig ist das denn?
Schützt Eure Herden, aber stört dabei bloß niemanden
. Da fällt mir echt nichts zu ein. -
Schützt Eure Herden, aber stört dabei bloß niemanden
. Da fällt mir echt nichts zu ein.Das ist schlichte Realität. Meine Weiden sind alle in Ortsnähe. Und diese Orte sind großstadtnah. Ich werden schon beschimpft und angezeigt, wenn ich es wage die Feldwege mit dem Auto zu meinen Schafen zu fahren. Stell Dir mal vor, da macht ein Herdenschutzhund nachts Wau ...
-
Mein Highlight war, Zäune stören das Landschaftsbild. Nur noch einlitzig auf Kniehöhe und keine massiven Pfosten. Für Pferde...
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!