Prepper unter sich :)
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Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.
Ich hoffe das ist so - ich fürchte auch in Behörden, großen Unternehmen, sozialen Einrichtungen etc. wurde und wird das oft als "kostet nur", "braucht kein Mensch" abgetan.
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Hi,
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Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.
Jetzt geht das nicht mehr, und sollen Leute, die noch nie auch nur den Schatten einer Krise erlebt haben, auf einmal Gas- und Kartoffelvorräte anlegen.Nö.
Es hört nur in der Regel keiner hin und das schon seit sehr, sehr vielen Jahren.
"Die Broschüre Jeder hat eine Chance gab das Bundesamt für zivilen Bevölkerungs schutz 1962 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern heraus. Sie hat 19 Sei ten und wurde an alle Haushalte verteilt. In der Einleitung wird im Gegensatz zu der 1964 erscheinenden Zivilschutzfi bel noch eindeutig der Krieg als alleinige Motivation für die Herausgabe der Broschüre benannt: „Es geht um die Erhaltung des Friedens. Dieser Frieden ist bedroht. Aber wir stehen der Bedrohung nicht hilf los gegenüber: eine Verteidigungsgemeinschaft von fünfzehn Nationen ist auf unserer Seite, um den Frieden zu wahren. Doch müssen wir immer mit einem Angriff rechnen. Es kann sogar ein Angriff mit atomaren, biologischen oder che mischen Waffen sein. [...] Diese Schrift gibt Hinweise, wie Sie sich in Familie, Haus und Betrieb schützen können. Lesen Sie sie sorgfältig, im Ernstfall ist es zu spät." Und seit dem waren solche Warnungen nie weg. Wen die Geschichte des Zivil- und Bevölkerungsschutzes interessiert: Link
Der Unterschied ist, dass inzwischen auch der halbwegs normale Zeitungleser und sogar Social Media Nutzer merkt, dass auch die "westliche Welt" nicht mehr stabil und ungefährdet ist.
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Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.
Ich hoffe das ist so - ich fürchte auch in Behörden, großen Unternehmen, sozialen Einrichtungen etc. wurde und wird das oft als "kostet nur", "braucht kein Mensch" abgetan.
Je nach Unternehmen gelten schon lange unterschiedliche Vorgaben, welche Maßnahmen mindestens ergriffen werden müssen.
Stichwort hierzu ist Kritische Infrastruktur kurz KRITIS
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1962 ist aber über 60 Jahre her… ich bin ein Kind der 80er und uns wurde quasi mit Fall der UdSSR vermittelt, dass der ewige Friede angebrochen ist. Das hat sich eigentlich erst mit Beginn des Ukrainekriegs geändert, und dass so massiv auf Notwendigkeit der Vorsorge hingewiesen wird nehme ich erst seit so 2023 richtig wahr…
Sag ich als jemand, der sich früher nicht von selbst dafür interessiert hat.
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katzenpfote Exakt so ist es bei mir auch.
Und erst als es mit der Ukraine los ging war es in der Öffentlichkeit etwas präsenter. Ging dann aber eher in die Richtung "im Prinzip können wir uns nur 3 Tage verteidigen, die Bunkeranlagen sind vergammelt oder wurden rückgebaut, Warnmeldestysteme funktionieren nicht,...".
Mein Wohnhaus ist von 1923, im Nachbarhaus gab's bis vor 6 Jahren noch einen Luftschutzkeller inklusive Zeitungen aus dem 2. Weltkrieg mit denen die Wände tapeziert wurden, damit der Putz nicht abfliegt. Wurde, wie fast alle Keller saniert, inklusive Entfernung der Drucktür.
Weiß nichteinmal ob der irgendwo gelistet war. Habe es erst später mitbekommen, weiß nichteinmal ob da noch was dokumentiert wurde vor Sanierung. Spielte lange keine Rolle, ebenso bei der Infrastruktur,...
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1962 ist aber über 60 Jahre her… ich bin ein Kind der 80er und uns wurde quasi mit Fall der UdSSR vermittelt, dass der ewige Friede angebrochen ist. Das hat sich eigentlich erst mit Beginn des Ukrainekriegs geändert, und dass so massiv auf Notwendigkeit der Vorsorge hingewiesen wird nehme ich erst seit so 2023 richtig wahr…
Sag ich als jemand, der sich früher nicht von selbst dafür interessiert hat.
Anfang der 2000er mag es ruhiger gewesen sein. In den 90ern gab es die Kriege in Yugoslawien, da haben schon einige gemerkt, dass nicht immer überall in Europa Friede herrscht, die Bw war beteiligt, aber zumindest ging man nicht von einer Ausweitung aus. Ab 2014 wurden die Warnungen an die Bevölkerung definitiv lauter (Angriff auf dir Krim) und seit dem massiven Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 ist auch in der letzten Ecke der Bevölkerung angekommen, dass es erneut in Europa Krieg gibt. Die Erosion der Weltordnung trägt ihren Teil dazu bei.
Die Warnungen waren nie weg, s. Link oben ("der BVS gab ab 1981 die Broschüre Ihr Notfallpaket heraus, die wurde später in Für den Notfall vorgesorgt umbenannt und seit 1997 durch das Bundesamt für Zivilschutz herausgegeben, seit Ende der 90er Jahre auch als Webauftritt...").
katzenpfote Exakt so ist es bei mir auch.
Und erst als es mit der Ukraine los ging war es in der Öffentlichkeit etwas präsenter. Ging dann aber eher in die Richtung "im Prinzip können wir uns nur 3 Tage verteidigen, die Bunkeranlagen sind vergammelt oder wurden rückgebaut, Warnmeldestysteme funktionieren nicht,...".
Mein Wohnhaus ist von 1923, im Nachbarhaus gab's bis vor 6 Jahren noch einen Luftschutzkeller inklusive Zeitungen aus dem 2. Weltkrieg mit denen die Wände tapeziert wurden, damit der Putz nicht abfliegt. Wurde, wie fast alle Keller saniert, inklusive Entfernung der Drucktür.
Weiß nichteinmal ob der irgendwo gelistet war. Habe es erst später mitbekommen, weiß nichteinmal ob da noch was dokumentiert wurde vor Sanierung. Spielte lange keine Rolle, ebenso bei der Infrastruktur,...
Ausreichend viele Schutzräume gab es nie viele, dafür Geld investieren hätte die Politik der Bevölkerung niemals erklären können. Hat sich ja bisher bewährt.
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Warnungsbroschüren und mehr oder weniger sinnvolle Hinweise zur Krisenvorsorge hat es gegeben, seitdem ich mich erinnern kann (vielleicht kann sich noch jemand an den karikierenden Film und den Bowie-Song „When the wind blows“ erinnern, der sich mit Ratgebern im Fall eine nuklearen Katastrophe befasst
).In unsicheren Zeiten oder für unsicher gehaltenen Zeiten ploppen die stärker auf, werden mehr thematisiert und kommen mehr ins Bewusstsein. Dass war bei Mini-Stürmchen im Wasserglas so, als Reagan den netten Scherz über die Bombardierung Russlands in 5 Minuten gemacht hat (ja, Trump war nicht der erste Gruselclown im Amt des Präsidenten der USA, bisher allerdings der Schlimmste), während der Phase des Kalten Kriegs eigentlich eh. Nach Tschernobyl. Auch wenn das Bundesministerium erst seit etwas mehr als 20 Jahren existiert, gab es immer schon Aufrufe zur persönlichen Vorsorge.
Dass man das mehr wahrnimmt, wenn die Zeiten so sind, dass man selbst verunsichert ist, ist auch normal. Und wir haben aktuell auf mehreren Seiten politisch unsichere und beängstigende Verhältnisse. Dass wir das u. A. damit beantworten, die Gruselclowns im eigenen Land wieder hoch zu bringen, ist auch eine Begleiterscheinung davon.
Dass wir allerdings faktisch weder Trump noch Putin noch Covid brauchen, um uns selbst auszurotten, sondern unser „ganz normaler“ Konsum perspektivisch völlig reicht, davor schützen uns diese Ratgeber halt leider so gar nicht.
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Vielleicht ist auch ganz gut, dass wir mal wieder alles ausrotten.
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Ich bin ja auch DDR Kind und ich kann auch nur bestätigen, dass nach der Wende Krieg oder Nöte irgendwas ganz weit weg war. Meine Oma hat Vorratshaltung betrieben und wurde seit jeher eher mit einem Augenzwickern betrachtet. Nach ihrem Tod wurde der ganze Kram entsorgt. Meine Mama war heilfroh, als sie so etwa 1995 ENDLICH die ganzen Konserven aus dem Keller aufgebraucht hatte. Man kann ja schließlich überall alles kaufen.
Ich kenne daher Vorratshaltung quasi gar nicht. Wir haben auf jeden Fall deutlich mehr Sachen bei uns stehen, als meine Eltern. Irgendwelche Krisenhefte oder so habe ich das erste Mal zu Beginn des Ukrainekrieges gesehen. Kannte ich überhaupt nicht. Aber ich hab mich auch nie mit so etwas befasst.
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Ich bin ja auch DDR Kind und ich kann auch nur bestätigen, dass nach der Wende Krieg oder Nöte irgendwas ganz weit weg war. Meine Oma hat Vorratshaltung betrieben und wurde seit jeher eher mit einem Augenzwickern betrachtet. Nach ihrem Tod wurde der ganze Kram entsorgt. Meine Mama war heilfroh, als sie so etwa 1995 ENDLICH die ganzen Konserven aus dem Keller aufgebraucht hatte. Man kann ja schließlich überall alles kaufen.
Ich kenne daher Vorratshaltung quasi gar nicht. Wir haben auf jeden Fall deutlich mehr Sachen bei uns stehen, als meine Eltern. Irgendwelche Krisenhefte oder so habe ich das erste Mal zu Beginn des Ukrainekrieges gesehen. Kannte ich überhaupt nicht. Aber ich hab mich auch nie mit so etwas befasst.
Ich habe zur ersten großen Aktion in der Bundesrepublik (Aktion Eichhörnchen) was Nettes gefunden

https://www.ardmediathek.de/video/br-retro…2ZTJjZGZiZmY5YQ
Man muss sich halt auch vergegenwärtigen, dass die massenhafte Weiterverbreitung solcher Aktionen seinerzeit mit anderen Medien stattfand als heute. Und man nicht automatisch dadurch, dass man sich für ein Thema interessiert hat, immer mehr Content dazu angezeigt bekommen hat, wie e saktuell der Fall ist. Das hat natürlich auch Einfluss auf die Wahrnehmung.
Wir hatten Heftchen in der Schule ausliegen, im Gemeinschaftskundeunterricht war es Thema, es gab Infos in Zeitungen, Broschüren, bei der Gemeinde lag was aus. Aber das hatte natürlich nicht den „Merk- und Wiederholungswert“ des Internets.
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