Prepper unter sich :)
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So "ganz verrückt" gedacht, kann man sich ja auch zusammentun.
Mit Freunden, mit Nachbarn, Familie.
Es muss ja nicht jeder alles haben.
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Hallo,
hast du hier Prepper unter sich :) schon mal geschaut ?*
Dort wird jeder fündig!-
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Ich hab grad einen Bericht über die Gasmangellage in Deutschland gehört, das ist schon echt schlimm. Und es bleibt ja auch noch eine Weile kalt laut Wetterbericht.
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Wie gesagt, hier spielte das nie eine Rolle, auch bei meinen Eltern nicht. Nicht einmal meine Oma (Kriegsgeneration) hat groß bevorratet. Auch "kann man alles noch gebrauchen wird nicht weggeworfen" kenne ich aus meiner Familie zumindest nicht.
Maximal eingeweckte Bohnen und Kirschen aus dem Kleingarten, aber das lief eher unter "nice to have" und nicht unter aktiv und bewusst Vorräte anlegen.
Meine Eltern hatten auch nie groß Vorräte außer halt das übliche Saft, Dose Pfirsiche,...
Alles Berliner Pflänzchen, keine Ahnung ob das auch eine Rolle spielt. Vielleicht überträgt sich das auch innerfamilär oder man übernimmt gewisse Dinge unbewusst.
Tschernobyl war so das Letzte das groß wahrgenommen wurde. Mehr als keine Pilze,... kam da aber auch nicht an in der Wahrnehmung damals bei uns.
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Mit dem Notvorrat fühle ich mich ganz wohl, aber zumindest bei Vorräten oder wenn der Kühlschrank voller ist fühlt es sich tatsächlich nicht gut an. Ich will nicht sagen, dass es mich stresst, vielleicht ein bisschen, ich mag es nicht. Übertragen raubt es mir Flexibilität und Freiheit. Das kann auch komplett anders gesehen werden, aber in meinem Fall ist es so.
Bei einer Kollegin ist das völlig anders, die hat auch viele Vorräte und braucht das auch wirklich für ihr Wohlbefinden, obwohl nicht als bewusste Krisenvorsorge. Das kommt so bei ihr aus dem Inneren. Bei ihrer Familie ist das ähnlich. Das dürfte in etwas wie bei euch sein Phonhaus
Das führt zu interessanten Gegebenheiten wenn wir zusammen mal Wochen oder Monate auf Außentätigkeit sind, weil man gar nicht fassen kann, das der jeweils andere so tickt. Aber jeder akzeptiert und respektiert es beim anderen und man findet einen Kompromiss.
Wir sind immer davon ausgegangen, dass das auch ein Teil Prägung ist. Hat jetzt nichts mit Krisenvorsorge zu tun, sondern eher mit Vorratshaltung und dem Empfinden damit.
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Eine reine Interessensfrage. Muss Wasser wirklich am bestehen stehen oder ist die Lagerung im liegen ebenso möglich?
Geht um Glasflaschen, im Deckel ist ja auch Kunststoff an der Dichtung.
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Ach und:
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Ich hab grad einen Bericht über die Gasmangellage in Deutschland gehört, das ist schon echt schlimm. Und es bleibt ja auch noch eine Weile kalt laut Wetterbericht.
Was sagt der Bericht denn? Aktueller Tenor ist, dass wir am Ende des Winters dieses Jahr weniger übrig haben werden als letztes Jahr. Dass wir diesen Winter ein ernsthaftes Problem bekommen, erwartet momentan eigentlich niemand. Man kann sich vielleicht darüber wundern, wieso man nicht mit vollen Speichern in den Winter gestartet ist, aber es war halt auch teuer.
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Da hab ich mir gar keine Gedanken gemacht, meine liegen im Schrank, ginge sonst gar nicht. Aber ich hab auch stilles Wasser
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SanSu
Nicht ganz
Meine Großmutter hat eingekocht und bevorratet. War ein Kriegstrauma, die konnte keine Lebensmittel wegwerfen. Was zu einer sehr, sehr einprägsamen Ausmistaktion geführt hat, als sie ins Pflegeheim umgezogen ist. Gläser, die nicht mehrere Jahre, sondern Jahrzehnte auf dem Buckel hatten.Meine Eltern hatten das, was aus meiner Sicht so üblicher Vorrat ist. Einen Unterschrank neben der Spüle für Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Konserven etc. Einen meist gut gefüllten Kühlschrank und das Gefrierteil zum Kühlschrank. Direkt aufgewachsen bin ich damit also nicht.
Als ich dann zu meinem Mann gezogen bin, war ich erstmal baff, als ich den Vorratskeller gesehen habe, der locker eine Großfamilie mehrere Wochen am Leben hätte halten können.
Bei meinen Schwiegereltern resultierte das aus früherer Armut. Die hatten sich das Haus vom Mund weggespart und immer die günstigsten Angebote in großen Mengen geholt, die dann eingelagert und langsam verbraucht wurden. Was sich zu einem Zwang gesteigert hat und viel von Ängsten und Zwängen aus der Zeit hat meine Schwiegermutter lebenslang begleitet.
Mann und ich haben das ein Stück weit übernommen. Kommt dazu, dass ich viele Gerichte für ihn in großen Portionen koche und eingefroren wird. Da er chronisch krank ist, besteht halt auch immer das Risiko, dass er für länger ausfällt. Wir fühlen uns also tatsächlich wohler damit, gut für mehrere Wochen vorgesorgt zu haben. Das fällt bei uns tatsächlich nicht in den Bereich Katastrophenvorsorge, sondern Planung persönlicher Lebensrisiken und Schutz vor Unsicherheitsempfinden. Dass da auch vorgesorgt ist für längeren Ausfall von Strom oder Wasser, ist ein Bonus.
Bei dem, was ich im direkten Umfeld miterlebt habe, waren Not oder Angst bzw. Unsicherheit immer ein treibender Faktor für Bevorratung. Ich verzichte für mich daher ganz bewusst auf den Teil Vorsorge, der sich mit politischer Krisen- oder gar Kriegsvorbereitung oder fürs Überleben im Rahmen einer großflächigen Katastrophe beschäftigt. 1. Weil es meinen Hang zu Ängsten, Zwängen und Perfektionismus ungut füttern würde, 2. Weil sich mit dieser Disposition im Hintergrund mit solchen Szenarien zu beschäftigen schnell zu einem von Angst oder Misstrauen geprägtem Blick auf die Umgebung bzw. Anpassen meines Verhaltens dahingehend führen könnte. Was dann 3. Gefahr läuft, unbewusst rechte Narrative zu füttern. Und das will ich einfach nicht.
Deshalb tue ich mir persönlich einfach sehr schwer, Vorratshaltung als Muss zu empfehlen. Ich hab es einfach zu sehr als gekoppelt mit tiefgreifenden Ängsten erlebt und verstehe deshalb auch jeden, der sagt, das er sich damit nicht belasten möchte.
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Phonhaus Mal wieder hast du in Worte gebracht, was ungeordnet in meinem Kopf rumwabberte.
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Was sagt der Bericht denn? Aktueller Tenor ist, dass wir am Ende des Winters dieses Jahr weniger übrig haben werden als letztes Jahr. Dass wir diesen Winter ein ernsthaftes Problem bekommen, erwartet momentan eigentlich niemand. Man kann sich vielleicht darüber wundern, wieso man nicht mit vollen Speichern in den Winter gestartet ist, aber es war halt auch teuer.
Der Bericht hat gesagt, dass die Gasmangellage schon wahrscheinlich mit Ende Februar kommt und dann entschieden werden muss, welche Industrien zuerst abgeschalten werden müssen. Eine wirtschaftliche Katastrophe natürlich. Ich finde die Berichterstattung von Outdoor Chiemgau recht gut und fachlich gut erklärt und nachvollziehbar. Es wird noch eine Sondersendung geben mit Kai Zorn, der noch den Teil mit dem Wetter macht, darauf bin ich echt gespannt.
Was an der Gasmangellage ja eigentlich schlimm ist, ist, dass die Blackoutgefahr damit ja auch sehr stark steigt, weil viel Gas für die Stromerzeugung gebraucht wird. Die Lager sind jetzt auf 36,1 % und täglich werden ungefähr 1,3% Gas verbraucht, also schon ordentlich. Und es soll ja noch lange kalt bleiben.
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Was sagt der Bericht denn? Aktueller Tenor ist, dass wir am Ende des Winters dieses Jahr weniger übrig haben werden als letztes Jahr. Dass wir diesen Winter ein ernsthaftes Problem bekommen, erwartet momentan eigentlich niemand. Man kann sich vielleicht darüber wundern, wieso man nicht mit vollen Speichern in den Winter gestartet ist, aber es war halt auch teuer.
Der Bericht hat gesagt, dass die Gasmangellage schon wahrscheinlich mit Ende Februar kommt und dann entschieden werden muss, welche Industrien zuerst abgeschalten werden müssen. Eine wirtschaftliche Katastrophe natürlich. Ich finde die Berichterstattung von Outdoor Chiemgau recht gut und fachlich gut erklärt und nachvollziehbar. Es wird noch eine Sondersendung geben mit Kai Zorn, der noch den Teil mit dem Wetter macht, darauf bin ich echt gespannt.
Was an der Gasmangellage ja eigentlich schlimm ist, ist, dass die Blackoutgefahr damit ja auch sehr stark steigt, weil viel Gas für die Stromerzeugung gebraucht wird. Die Lager sind jetzt auf 36,1 % und täglich werden ungefähr 1,3% Gas verbraucht, also schon ordentlich. Und es soll ja noch lange kalt bleiben.
Das Thema "Gasmangellage" ist nicht neu und wurde schon vor Jahren fachlich durchgekaut. Dass diese beiden Protagonisten die aktuelle Situation dramatisieren, liegt wohl eher an deren nachweisbarer Nähe zur AfD, die regelmäßig russische Positionen ("ihr braucht unser Gas") unterstützt.
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