• Hier ergibt es sich aus der Lebensführung und den einzelnen Interessen. SchwieMu braucht einen gewissen Vorrat zum Wohlbehagen und kauft Angebote. Mann kauft gezielt mehr, wenn etwas im Angebot ist und ist unglücklich, wenn weniger als eine Mahne (hessisch Wäschekorb) Nudeln im Haus ist. Ich will immer ein paar Obstkonserven und Dosentomaten dahaben und werde nervös, wenn die Gefriertruhe nicht mit so guter Auswahl gefüllt ist, dass der Mann im Notfall ein paar Tage gut und abwechslungsreich daraus essen kann.

    Das ist keine bewusste Vorsorge für Krisenfälle, sondern die Art, wie wir leben. Und die kommt halt auch daraus, dass wir zu dritt in einem Zweifamilienhaus mit großem Keller leben (ethisch betrachtet eigentlich ein Unding), ländlich ohne großartige Einkaufsmöglichkeit leben und jede nicht wirklich recht nötige Autofahrt vermeiden. Das sind nunmal ganz andere Voraussetzungen als bei Jemandem, der srädtisch in einer kleineren Wohnung lebt und den Supermarkt direkt um die Ecke hat.

    Wir haben keinen Dokumentenordner oder Ähnliches. Hält keiner von uns für nötig, weil wir uns auf Flucht oder z. B. abgebranntes Haus nicht vorbereiten wollen.

  • Ich kenne ja so ein wenig beide Seiten. Einmal Studentenleben in der Stadt mit wenig Platz, wenig Geld, dafür Supermarkt und selbst Sonntags noch Einkaufsmöglichkeiten direkt vor der Nase und jetzt auf dem Land in der Pampa ist der Weg zum Supermarkt so weit, dass man schaut mit Planung einzukaufen (eigentlich nur einen Grosseinkauf die Woche, manchmal noch zwischendrin mal frisches Gemüse) und Platz für Vorräte ist ebenfalls ausreichend vorhanden. Aber selbst zu Studentenzeiten hatte ich eigentlich zumindest Nudeln, Reis, paar Konserven, passierte Tomaten und Dosenbrot immer da. Klar wäre das keine tolle ausgewogene Ernährung und wochenlang hätte das sicher nicht gereicht, aber paar Tage hätte ich damit auch problemlos überstanden.

    Wobei man ja auch ehrlich sein muss, die allermeisten Menschen hier bei uns bekommen ja auch noch keine existenziellen Probleme wenn sie mal einige Tage rein gar nix zu essen hätten, schön ist das sicher nicht, aber so schnell dürfte der durchschnittliche Mitteleuropäer da nicht in einen kritischen Ernährungszustand geraten. Bei Wasser/Getränken sieht das dann ja schon ganz anders aus. Und der Laune dürfte es auch zugute kommen, wenn man was halbwegs leckeres zu Essen hat.

  • Für mich sind Dinge aus dem Garten und vorbereitet sein, zwei unterschiedliche Sachen. Natürlich gibt es da Überschneidungen, aber allein wenn ich an sowas wie Lageräpfel denke. Wenn leer, dann leer. Sobald es irgendwie zeitabhängig ist, wann was passieren darf wird es für mich zur glücklichen Fügung. Anderer Ansatz wäre mehr Apfelbäume, damit immer genug da ist. Dann braucht man aber eine Lösung für den Überschuss, die neue Ernte kommt schließlich.

    Bei Vielem plant man aber tatsächlich so, dass es bis zur nächsten Erntezeit reicht. Hier bei uns ist der Gemüsegarten schon ein zentraler Bestandteil unserer Ernährung.
    Ich hab z. B. in Sachen Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Trockenbohnen, Wal- und Haselnüsse als Beispiele eine Selbstversorger-Quote von 100%, heisst ich kann unseren Jahresbedarf damit decken.
    Mit Deinem Beispiel "Äpfel" schaffe ich das nicht (da fressen aber auch die Rinder mit :lol:), komme da aber auch bis in den März mit hin, jeden Tag frische Äpfel zu haben. Das, was nicht für eine ganzjährige Versorgung genügt, sehe ich in Sachen Vorratshaltung als Bonus. Wobei ich Vieles auch kontinuierlich "ausbaue", tatsächlich vor allem beim Obst, ich bin ein Riesenfan davon, Bäume zu pflanzen, die auch zur Ernährung beitragen.
    Wo im Winter dann Obst und manche Gemüsearten knapp werden, bis fehlen, gibts dann neben eingemachtem die klassischen Wintergemüse, entweder im Lager (da gibts neben oben genannten immer noch Kürbis und Weißkohl) oder auf dem Beet. Momentan hab ich noch Porree, Grün- und Rosenkohl im Beet (gut, die müsste ich derzeit mit der Axt ernten |)), frische Kresse und Asia-Salate in der Hausanzucht.

    Der entscheidende Vorteil, den ich beim mitkalkulierten Gemüse-/Obst-Garten sehe, ist, dass man bei längerfristigem Geschehen eben auch selbst nachproduzieren kann und mit einem guten Anbauplan rund ums Jahr was Frisches zur Verfügung haben kann.

  • Für mich sind Dinge aus dem Garten und vorbereitet sein, zwei unterschiedliche Sachen. Natürlich gibt es da Überschneidungen, aber allein wenn ich an sowas wie Lageräpfel denke. Wenn leer, dann leer. Sobald es irgendwie zeitabhängig ist, wann was passieren darf wird es für mich zur glücklichen Fügung. Anderer Ansatz wäre mehr Apfelbäume, damit immer genug da ist. Dann braucht man aber eine Lösung für den Überschuss, die neue Ernte kommt schließlich.

    Wir letzte Saison Apfelsaft gemacht. Und Quittensaft. Flüssige Vitaminbomben.

  • Ich denke immer noch dran rum - mehr für mich, als mit wirklich praktischem Nutzen - wie man mehr Bürger dazu bringen könnte, sich gezielt auf Krisenfälle vorzubereiten.

    In diesem Video spricht die Leiterin des Projekts LifeGrid es direkt aus: es wird so sein, zwangsläufig, dass die Bürgerinnen und Bürger anfangs auf sich allein gestellt sind. Es funktioniert einfach gar nichts mehr. Jeder Bürger ist verpflichtet, sich für diese erste Zeit sinnvoll vorzubereiten. Für sich selbst, aber vor allem auch, um die kritische Infrastruktur nicht unnötig zu belasten. Letztere braucht einfach eine gewisse Vorlaufzeit, so dass Hilfe sofort fast nicht zu erwarten ist.

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    Und das gefällt mir deshalb, weil es diese "Prepper"-Vorurteile etwas aufräumt :lol:

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  • Ich denke immer noch dran rum - mehr für mich, als mit wirklich praktischem Nutzen - wie man mehr Bürger dazu bringen könnte, sich gezielt auf Krisenfälle vorzubereiten.

    Ich frage mich manchmal, ob es helfen würde, wenn wir mehr mitbekämen, wie sich die öffentliche/unternehmerische Ebene vorbereitet. Was macht ein Kindergarten bei Stromausfall? Was ein Pflegeheim? Was ist der Plan, wenn die Server im Unternehmen ausfallen?

    Vielleicht wäre das so eine Brücke zwischen: "oh, wäre ich jetzt in Berlin, hätte ich ein Problem" und "aber mein Alltag fühlt sich völlig normal/ungefährdet an".

    Und bevor das jetzt kommt: Damit meine ich nicht ein Verschieben von Verantwortung - sondern den Gesprächsanlass, den das schaffen würde.

  • Wo die Dame im Video erwähnte, falls auch Klospülung nicht geht:

    Wir haben ein Trockentrennklo :D

    Wir haben schon viel als Vorrat gesammelt, müssten jedoch noch ein paar mehr Wasserflachen besorgen.

    Ansonsten einige unterschiedliche Dosengerichte, allgemein allerlei in Dosen, Nudeln, Nüsse, Öl etc. wir bauen das gerade noch etwas aus und schauen, was wir nachkaufen können.

    Haben ein paar Taschenlampen, Batterien, diverse Kerzen, Streichhölzer, Seife, Zahnpasta, zwei campingkocker, Gas, Hobokocher, im Haus Kamin, viel Holzvorrat, die wichtigsten Medikamente, Mann hat ein notstromaggregat gekauft, Wasserkanister, für Hunde habe ich auch Trockenfuttervorrat angelegt.

    Haben einen sporadisch ausgebauten Bulli mit Bett und Küchenecke, da könnte man zumindest mit los und hat erst mal eine "Bleibe"

    Aber einen Notfallrucksack haben wir nicht parat, es ist alles etwas verteilt in unserem Mini Haus, und an die Dokumente habe ich bisher nicht so gedacht, die könnten wir auch besser sichern...

    So ca. vor 10 Jahren habe ich auch bushcraft Videos gesuchtet xD

  • Ich glaube einfach, die Politik hat einfach ewig auf Bevölkerungsberuhigung gesetzt, im „Geheimen“ vorbereitet und geplant, damit die Menschen sich in entspannter Sicherheit sonnen.


    Jetzt geht das nicht mehr, und sollen Leute, die noch nie auch nur den Schatten einer Krise erlebt haben, auf einmal Gas- und Kartoffelvorräte anlegen.

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