• Ich habe einen guten Vorrat für zwei bis drei Monate und könnte im Ernstfall auch die engsten Nachbarn ein bisschen mit durchfüttern. Allerdings arbeite ich seit Jahren dran, denen einzubläuen, dass "man für den Krankheitsfall" genug zu Essen daheim haben soll, also für 3-7 Tage. Damit habe ich eigentlich guten Erfolg gehabt und meine Freunde und Nachbarn wissen, dass sie sich im Notfall bei mir am Holzofen Wasser und Essen wärmen können und sich selbst natürlich auch. Holzvorrat habe ich im Keller für ungefähr 10 Wochen.

    Ist hier ähnlich. Unsere Gefriertruhe müsste im Ernstfall ohne Strom eh schnell geleert werden und da können unsere sämtlichen Nachbarn rundherum etwa 4 Tage völlig problemlos mitversorgt werden, ohne dass es ein Nachteil für uns wäre.



  • Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

  • Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

    Ich kenne auch Menschen, für die der normale Alltag schon die totale Herausforderung ist und die hab ich mit "Für den Krankheitsfall" gekriegt. Und es muss ja auch keiner nach einer BBK-Liste einkaufen, einfach zwei Packungen Nudeln und Reis mehr, ein paar Dosen mit Bohnen und Mais und Tomaten und fertig. Mehr braucht es ja auch für den Notfall auch nicht.

  • Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

    Ich kenne auch Menschen, für die der normale Alltag schon die totale Herausforderung ist und die hab ich mit "Für den Krankheitsfall" gekriegt. Und es muss ja auch keiner nach einer BBK-Liste einkaufen, einfach zwei Packungen Nudeln und Reis mehr, ein paar Dosen mit Bohnen und Mais und Tomaten und fertig. Mehr braucht es ja auch für den Notfall auch nicht.

    Das wäre vllt dann die bessere Art der „Vermarktung“.

  • Gibt unterschiedliche Wege, wie man dazu beitragen kann, die Gesellschaft insgesamt zu entlasten.

    Das ist mir für den Fall der Krisenvorsorge einfach zu theoretisch. Da kann man drüber diskutieren und sicher wunderbare und anregende Stunden damit verbringen, praktischen Nutzen dabei, im Fall X die knappen personellen Ressourcen sinnvoll einsetzen zu können, gewinnt man dadurch nicht.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Genau diese Menschen gehören für mich zu denjenigen für die die knappen personellen Ressourcen im Fall X dann da sein sollten. Nämlich denen, die sich nicht selbst helfen können.

    Wer es aber KANN, der sollte es tun. Und da erst kommt für mich das Wörtchen "individuell" ins Spiel. Nämlich bei der Frage, ob ich die empfohlenen 10 Tage Krisenvorsorge mit Wasser und Müsliriegel satt bei Kerzenschein verbringen möchte oder mit kochbarem Essen, Dosenkuchen und Espresso zum Nachtisch und Stricken bei Campinglaternenlicht oder mit Notriegeln am Lagerfeuer oder oder oder...Hauptsache, man kriegt die empfohlenen 10 Tage irgendwie leidlich rum.

  • Absolut nicht wertend gemeinte Frage, ihr, die hier schreibt, ihr hättet aus Grund X keine Vorräte im Haus? Geht ihr immer auswärts essen oder geht ihr jeden Tag einkaufen?

    Ich bin wie geschrieben nicht so eine Person :D Aber ich kenne es z. B. von Frankfurter Kolleg*innen, die das HO nicht nutzen. Die essen täglich in der Kantine, haben für abends Toast da, noch ein wenig was für drauf und viel Kaffee. Wochenends wird eingekauft oder auswärts gegessen. Oder bestellt.

    Wäre für mich schlecht vorstellbar. Ich verzichte bewusst auf Führerschein und Auto, koche gerne, finde das Kantinenessen oft nicht gut und mag auch nicht darauf angewiesen sein, das zu essen, was woanders auf dem Plan steht. Ergo brauche ich Vorräte. Aber das ist meine persönliche Lebensplanung.

    Wie abwegig und auch völlig unverantwortlich die in Augen anderer Leute ist, kriege ich z. B. hier im Forum regelmäßig zu lesen, wenn es z. B. um Hundehaltung ohne Auto und „was ist, wenn der Hund mal dringend zum Tierarzt muss !“ geht - oder ums Anbinden der Hunde vorm Lädchen, wenn man zu Fuß einkaufen geht. Nach meiner persönlichen Risiko- und Folgenabwägung von „Auto haben/nicht Auto haben“ sehe ich das zwar anders, aber bin damit scheinbar eher ein Exot.

  • Geht ihr immer auswärts essen oder geht ihr jeden Tag einkaufen?

    In der innenstädtischen Hälfte meines Lebens gehe ich fast jeden Tag einkaufen - das was ich an dem Tag Essen möchte. Der Supermarkt ist direkt vor der Tür. Zwei oder drei Dosen Erbsensuppe gibt es hier - aber Trinkwasser beispielsweise kaufe ich für den täglichen Bedarf oder trinke Leitungswasser. Ich muss ein paar Stockwerke gehen, habe ich mal Wasser auf Vorrat, bin ich so undiszipliniert und bequem, dass ich das leer trinke - und dann bin ich wieder blank.

    Ehrlicherweise vor allem der Bequemlichkeit geschuldet. Aber in meinem Fall habe ich immer ausreichend Benzin im Tank und müsste/wollte/sollte/würde eh im Krisenfall in die ländliche Hälfte des Lebens wechseln. Und der mind. halbvolle Tank ist wirklich etwas, auf das ich achte.

  • Absolut nicht wertend gemeinte Frage, ihr, die hier schreibt, ihr hättet aus Grund X keine Vorräte im Haus? Geht ihr immer auswärts essen oder geht ihr jeden Tag einkaufen?

    In der Zeit in der das bei mir so war, hatte ich a.) kein Geld und b.) keine Energie um einkaufen zu gehen. Ich hab basically nicht gegessen (ohne Geld logischerweise auch nicht auswärts).

  • Ich gehe definitiv nicht täglich einkaufen, alleine schon, weil einkaufen ja nicht wirklich Spaß macht. Mir nicht. Mich nervt das. Wir wohnen auf dem Land und alleine schon deshalb, weil ich zum einkaufen jedesmal ins Auto steigen und in den nächsten Ort fahren muss, kaufe ich grundsätzlich für mehrere Tage ein. Meistens nur 1x die Woche.
    Also hätten wir im Notfall schon mindestens für 1 Woche zu essen und zu trinken. Aber im Haus und im Kühlschrank findet sich für weit mehr als eine Woche was zu essen. Einfach weil das so ist.
    Ich hatte es irgendwann schonmal geschrieben, ich seh das ganz entspannt. Bisserl improvisieren, bisserl weniger schlemmen und das reicht alles eine ganze Weile.

    Zudem wohnt die komplette Familie fussläufig entfernt, quasi nebenan. Da können wir uns wunderbar zusammen tun und gegenseitig helfen. Die unmittelbaren Nachbarn sind auch alle sehr nett und wir haben ein nettes Verhältnis zueinander, da würde man sich auch helfen.
    Ne, ich seh das entspannt.

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