• Komme ja aus dem Berliner Süden, war aber nicht betroffen. Ich denke auch das kommt stark auf die eigenen Lebensumstände an, trägt man noch Verantwortung für andere (Kinder, Ältere,...) in welcher Lebensphase befindet man sich selbst, wie und wo wohnt man (Lagermöglichkeiten, Ausweichmöglichkeiten bei der Beschaffung von Gütern,...). Wäre man selbst auf die Hilfe anderer angewiesen oder kann noch völlig selbständig agieren. Welches Szenario hat man im Kopf,... Lokaler Stromausfall/Wasserausfall ist etwas anderes als die ganze Stadt,...

    Essentechnisch wäre die Broschüre nun auch nicht meins und ganz ehrlich bei 10 Tagen Krisenvorsorge wären Vitamine das letzte worüber ich mir Gedanken machen würde und ob das ausgewogen ist.

    Die Leute die ich kenne die betroffen waren, waren nach Informationsfluss auch eher Kategorie (blöd, aber ist dann wohl so). Das ältere Ehepaar wurde von der Familie abgeholt, die anderen blieben. Das Gebiet war zwar groß, aber man ist mit Auto, Bus, Fahrrad oder zu Fuß noch zu Kaufhallen,... gekommen. Ich sag mal Midager ohne Verantwortung für Kinder,... Eine Generation die auch noch Beschäftigung ohne Elektrogeräte kennt und vom Typ äußerst resilient, kein Problem mit Stille und dem sein mit sich allein.

    Für mich persönlich wäre das auch kein Thema gewesen, auch die Kälte nicht.

    Ich bin seit 2022 dran. Das mit den Müsliriegeln von damals hab ich wieder aufheben, hab die einfach immer aufgegessen und dann vergessen neue zu kaufen. 🙃

    Wasser war hier auch die größte Überwindung, ich trink wenn überhaupt Leitungswasser und es kam mir immer blöd vor Wasser zu kaufen, was ich nach Ablauf zum Kochen oder Blumen gießen benutzen müsste.

    2l am Tag bräuchte ich persönlich bei Krise allerdings auch nicht.

    Ansonsten gibt's

    • Campingkocher
    • zwei Kartuschen
    • 3 Pack Suppennudeln (wegen kurzer Garzeit)
    • 1 Dose Veggie Chili
    • 1 baked Beans
    • 2x Pesto
    • 1 Glas Apfelmus
    • paar Kerzen
    • Streichhölzer
    • nen 25 Jahre altes Batterieradio
    • Batterien
    • Taschenlampe
    • Tabak, Blättchen, Filter 😁🤪
    • Kaffee und Milchpulver (die zwei letzten Punkte dienen eher dem Schutz meiner Mitmenschen)
    • Powerbank ist eh immer aufgeladen
    • 9l Liter Wasser unter der Küchenspühle (6 Glasflaschen 1,5l hinten an der Wand des Schrankes raubt dann auch kaum Platz)
    • schwarze Müllbeutel sollte was mit der Toilette sein 🙈 zwei Rollen Klopapier

    8 Tage käme ich hin, vielleicht 9 - Krise - nicht Menüschlemmen mit Duscheinheiten.

    In der Küche steht ein alter Ofen, da ist das drin, es ist da um es zu vergessen, dunkel, kühl, trocken. Ich weiß dass ist bis Ende 2027 haltbar, also das Essen. Das sind vielleicht 14€ und wird bis es soweit ist auf Schlag ersetzt. Rotation ist nicht meins, ich vergesse dann eh nur das neu zu kaufen, wenn ich da nenn packen Nudeln rausnehmen würde.

    ***

    Alles was ich gerne esse hält sich eh nicht und weil ich in Berlin wohne ist der Kühlschrank auch Kategorie "Tomatenmark und 2cm Brierest". Ich kaufe im Winter alle 4 Tage so ein, wie ich halt esse. Da ist dann auch wirklich nix mehr da. Bzw. halt der üblichen "Trockenkram" Tee, angebrochene Packung Gries, Mehl, Zucker,... Im Sommer gehe ich sogar meist jeden Tag.

    Bei 10 Tagen staatliche Krisenvorsorge wäre mir ein Menü egal, Geschmack auch. Da geht's nur um Energie. Da ist das was ich habe noch das was ich vor Ablaufdatum dann tatsächlich essen würde, auch wenn's bei 2 der Dosen Überwindung bräuchte.

    Theoretisch hätte ich genug Freunde bei denen ich unter kommen könnte, wurde im Januar auch von vielen gefragt, die dachten ich könnte betroffen sein, aber das wäre mir persönlich nix, ich brauche schon "Raum" für mich, bin ungern auf andere angewiesen und passe mich ungern an.



  • Ich kann es irgendwie nicht nachvollziehen, wenn man sich dem Thema komplett verweigert. Es ist einfach so naheliegend, für sich selbst in dem Maß so wie es einem möglich ist, vorzusorgen.

    Ich habe viel mit Menschen mit psychischen und chronischen Erkrankungen zu tun sowie mit Menschen mit Behinderungen in unterschiedlichen Ausführungen. Genauso mit Menschen in anders anstrengenden Lebenssituationen.

    Und für viele ist der „normale“ Alltag schon so anstrengend/fordernd, da bleiben einfach keine Ressourcen um sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
    da hat aktuelles (über)Leben einfach die höhere Priotät.

    Ich schrieb ja „in dem Maß, wie es einem selbst möglich ist“ vorsorgen.

    Für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dann hoffentlich genug Hilfsangebote von verschiedenen Seiten vorhanden (die dann hoffentlich auch genug Kapazitäten haben, weil der nicht erkrankte/sonstig eingeschränkte Teil der Allgemeinheit für ein paar Tage für sich selbst sorgen kann).

    Ich selber habe natürlich auch für unsere alten Nachbarn mitgedacht und bevorrate nicht nur für mich selbst und meine Familie.



    Ich erinnere mich an einen Bericht online zum Hurrikan Katrina. Da hatte jemand einen richtigen Prepperkeller, es strandeten wegen des Sturms und Überschwemmungen immer mehr Menschen auf ihrer Flucht bei ihm, die mit Wohnwagen, Wohnmobilen oder dem Auto bei ihm um seinen Hof herum parkten. Anfangs hat er sie noch mitversorgt, aber irgendwann gingen seine Vorräte zur Neige, und die Stimmung drehte sich.

    Am Ende saß der Autor des Berichts mit der Flinte vor seiner Haustür wie in einem Western und hat sein Haus bewachen müssen. Dieser Bericht hat sich mir ziemlich eingebrannt, muss ich gestehen.

  • Achso, ich habe das ziemlich lose zusammen gesammelt.

    Bei einem Einkauf mal ne Flasche Wasser, beim nächsten eine Kerze,... Ich hatte Monate den Campingkocher ohne Kartuschen. Die Überwindung hat recht lange gedauert.

    Rational ist das ohne Kartuschen alles Schwachsinn (Nudeln, Kaffee,...) - irrational -ich hatte mehr Schiss davor die in der Butze zu haben, als vor Wasser- oder Stromausfall. Seit 1,5 Jahren sind die nun da und werden auch vergessen, wie der Rest.

    Von der Investition waren das die beiden größten Posten (ich denk 30-40€ für beides). Spielte bei mir jetzt nicht die Rolle, das war eher so ein Kopf Ding und tief im Inneren mag ich es immer noch nicht. Deshalb denk ich einfach nicht dran. 🙃

  • Ich hab mir jetzt ein kleines Notfall Radio angeschafft, mit dem man auch das Handy laden könnte und mit integrierter Taschenlampe. Man kann es durch Solar laden, mit Batterie oder mit Kurbel.

    Als Nächstes steht ein kleiner Campingkocher auf dem Plan, damit man mal irgendwas warm machen oder abkochen könnte. Es soll so Tabletten id Apotheke geben, mit denen man Wasser reinigen kann, das wollte ich mir auch holen, das fände ich interessant. Ansonsten hab ich ein wenig Vorrat, bin aber auch nur eine Person.

    Was ist das denn für ein Radio?

    Ich hab hier einen Kamin, im Carport ist Holz dafür. Irgendwo ist auch noch so eine Kurbel-Taschenlampe, die muss ich zeitnah hinlegen, wo ich sie auch wieder finde im Fall der Fälle.

    Powerbanks sind immer zwei geladen und an Vorräten hab ich auch Einiges. Da ich alleine bin, nicht zuviel, aber bisschen Knäckebrot, Marmelade, Honig, Obst- und Gemüsekonserven... Sprudel einige Kästen.

    Falls es einen Stromausfall geben sollte, müsste ich zuerst den Tiefkühler leermachen.

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