Leine? Kenn ich nicht.

  • Das wird er meiner Erfahrung nach auch, fragt sich nur, wann. Bei und hat's bis zum Beinahe-Knall elf Jahre gedauert, aber irgendwann passiert es eben doch.

    Meine Studienfreundin hatte auch so einen Superhund, der mit ihr leinenlos in ganz Europa unterwegs war. Getötet worden ist er dann auf dem heimischen Zebrastreifen...

  • Meine Mopsdame war/ist eigentlich genauso!

    Hab mit ihr ja auch die ersten 3-4 Jahre nachdem ich sie bekommen habe mitten in Berlin gelebt und wir waren auch ziemlich viel ohne Leine unterwegs... In der Uni, im Café zum arbeiten, auch mal in der U-Bahn(da ist der Hund aber bei Treppen oder Bahnsteigen eh auf meinen Arm gesprungen)!

    Nur an den Straßen und bei großen Menachenansammlungen hab ich häufiger doch mal eine Leine dran gehabt(die hätte man wohl auch nem Kaninchen umhängen können, von der Stärke her).. Lag aber ehrlicherweise eher daran das ich Angst hatte, das sie jemand klaut!

    Leia hat und hatte halt nie Jagdtrieb, Interesse an Artgenossen oder an anderen Menschen.. Daher konnte man so ziemlich problemlos mit ihr durchs Leben gehen!

    Hat ihr in Berlin wohl auch zweimal das Leben gerettet, weil ich in einen Fahrstuhl rein bin und sie tatsächlich noch draußen stand... Mit Leine wäre sie wohl ziemlich blöd dran gewesen! So bin ich einfach in der nächsten Etage wieder ausgestiegen und habe sie unten wieder abgeholt (würde mir heute auch nicht mehr passieren)

    Heute läuft sie bei meinen Eltern ausschließlich an der Flexi, weil sie mittlerweile echt trödelt und meine Eltern wirklich gar keinen Wert auf irgendeine Erziehung legen.

    Bei mir ist sie immernoch komplett frei, aber hier am Dorfrand kann ihr auch wirklich nichts passieren! (Manchmal hat sie allerdings bei Spaziergängen keinen Bock mehr und geht dann alleine zum Haus zurück und wartet auf mich :hust:

  • Wir hatten hier im Ort auch so ein Mensch-Hund-Gespann und fand das auch immer total toll, dass der Hund einfach so mitläuft.
    Habe die Besitzerin dann gefragt, wie sie das gemacht hat und sie sagte mir, dass die Hündin schon immer so war.
    Mit ihrem neuen Hund läuft sie jetzt auch ohne durchs Ort und im Feld. Nur der "Neue" ist nicht so brav und läuft mit. Er lässt sich meistens weit zurückfallen, pinkelt in fremde Höfe und Vorgärten und auch außerhalb der Ortschaften macht er nur sein Ding.
    Ich weiß nicht, wie lange das noch gutgeht.

  • Ich glaube auch das es Hunde gibt die sowas von alleine mitbringen.

    Genauso kenne ich aber Hunde die nicht so nett dahin erzogen wurden. Das sehe ich oft in der Stadt auf meinem Weg zur Arbeit. Die Hunde laufen im größten Gewühl frei, bleiben an der Ampel stehen und folgen ... sobald ein Grünstreifen in Sicht ist lösen sie sich von ihren Besitzern. Das sieht schon toll aus. Das toll ändert sich wenn die Leutchen einen neuen jungen Hund dazu bekommen. Da wird jeder Fehltritt des Welpen an der Ampel massiv geahndet , dann geht es ignorant weiter. Das ist nicht schön.

    Hunde die das von alleine mitbringen sind dagegen anders, meist sind sie kaum erzogen und haben eine innige Beziehung zum Besitzer. Da bedarf es keiner Wort, man geht einfach zusammen. Da darf man neidisch sein.

    Vieles ist eben nicht so wie es scheint. Ich wurde auch schon oft angesprochen das mein Rüde an der Leine ja immer so brav neben mir geht und an mir klebt. Wie ich ihm das beigebracht habe ? Habe ich nicht, er tut das nur wenn er verunsichert ist und ängstlich ist.

  • Ich habe eine Freundin von mir auch immer für den genialsten Hundeflüsterer gehalten, der Hund war einfach perfekt, blieb immer nahe bei ihr, und wäre auch ohne Leine überall mitgelaufen - hat sie aus Sicherheitsgründen nicht gemacht, aber wirklich, Traumhund.

    Als er starb, kam Hund 2.
    Jagdtrieb, und auch ohne Ablenkung einfach ein größerer Radius und aktiver im Wesen. Dieser Hund ist IMMER an der Leine, oft halt ne Flexi. Eben weil meine Freundin mit Erziehung einfach nix am Hut hat - wie ich jetzt auch weiß. Der erste war einfach so, wie er war, und beim genau passenden Menschen gelandet, der ihn einfach so ließ, wie er war....

    Anerziehen kann man sowas nur mit viel mentalem Druck, ich denke da an Ulv Philipper.


  • Hunde die das von alleine mitbringen sind dagegen anders, meist sind sie kaum erzogen und haben eine innige Beziehung zum Besitzer. Da bedarf es keiner Wort, man geht einfach zusammen.

    "Innige Beziehung" oder "kaum erzogen" kann sicher noch dazu kommen, aber ich glaub nicht wirklich, dass dies ausschlaggebende Gründe sind :???:

    Ich würde eher sagen, es sind Hunde, die a) kaum Interesse an Wild/anderen Menschen/anderen Hunden haben, b) relativ wenig Drang eigenständig (auf Distanz) zu erkunden und c) sehr gelassen (vor allem nicht unsicher/ängstlich) sind. Smilla ist a) und b), mit der ginge das sehr sicher auch, sofern ihr c) nicht im Wege stehen würde :pfeif: . Aber eng bei mir mittrotten und nichts und niemanden belästigen (und im Normalfall nicht mal beachten) tut die auch, egal ob in der Innenstadt oder im Wald. Die kann ich selbst auf Campingplätzen frei lassen, da sie absolut sicher die Grenzen der Parzelle einhält, egal was um uns herum passiert... Dafür wäre sie bei einem Schreckmoment durchaus mit einem Satz auf der Straße, wenn es doof läuft :fear: . Smilla ist einfach so, für sie ist nur wichtig, dass ich existiere, das war es...

    Mit meinen Aussies ginge es dagegen nur mit seeehr viel Erziehung, dafür sind die viel zu außenorientiert (alles einschätzen müssen), auch zu selbständig und absolut keine Hunde, die sich leicht damit tun, Außenreize einfach auszublenden.

  • Meine Schwester ist ja leider auch so ein Beispiel, sie "vertraut" ihrem Hund dass er eben nicht einfach so über Straßen rennt etc obwohl er das sogar schon öfters gemacht hat....ändert nichts daran dass er so gut wie immer frei läuft.

    Bei ihr ist es denke ich der innere Anspruch, sie möchte so einen Hund haben!! Sie will, dass er wie ein Schäferhund schattenartig um sie schwänzelt, das ist ihre Idealvorstellung - so zumindest meine Theorie. Da können sich meine Eltern und ich uns die Münder fusselig reden.

    Das schlimmste was ich bisher miterleben musste war wie wir zusammen mit Hund eine vierspurige Straße mit schmalem Mittelstreifen in München überquert haben. Sie hat das Fahrrad geschoben mit Hundekorb, Leine war auch dabei. Beides kam nicht zum Einsatz...sie vorraus, Hund unter Kommando, der musste aber ganz genau laufen weder zu weit hinten noch einen Schritt vor ihr. Nach 5 Schritten konnte ichs nicht mehr anschauen und hab ihn getragen :muede:

    Ich werds nie verstehen...solange er nicht unter die Räder kommt wird sies nicht ändern.

  • Ich werds nie verstehen...solange er nicht unter die Räder kommt wird sies nicht ändern.

    Kenne ich auch, leider.
    Der eine Hund kam bereits fast unters Auto aber ist ja nix passiert :barbar:

    Schade dass wenn Dummheit bestraft werden muss, es in diesem Fall leider die Falschen trifft.
    Abgesehen vom Hund macht's den wenigstens Autofahrern Spass, einen Hund anzufahren.

  • Meine beiden Jungs und auch meine verstorbene Schäfermix-Hündin (starb an Nierenversagen im Alter von 13 Jahren) laufen zu 99% ohne Leine. Alle 3 haben/hatten keinen Jagdtrieb und fremde Menschen, Hunde, Katzen und auch andere Familienmitglieder/Freunde sind nicht so interessant, als das sie von alleine hinlaufen würden.
    Auf den bekannten Strecken halten Sie von alleine an der Straße an und warten auf meine Freigabe.

    Ich bin in der Hinsicht allerdings auch sehr konsequent. Wir bleiben an der Straße IMMER stehen. Ebenso an Ein- bzw. Ausfahrten.

    Alle meine Hunde lassen/ließen sich allein mit der Stimme führen.

    Klar kann immer was passieren, aber ich kenn auch Hunde, die an der Leine überfahren wurden.

  • Jetzt meine Frage: Wir schafft man es so seinen Hund zu erziehen?
    Finde nur ich das faszinierend?

    Das kommt auch einfach sehr auf den Typ Hund an.
    Mein Kleiner kann das mit seinen gerade mal 14 Monaten auch. Ohne dass ich da viel Erziehungsarbeit geleistet hätte.
    In Menschengruppen bleibt er bei mir, kommt einem wer entgegen ordnet er sich von selbst bei einem ein, ist die Bahn frei tingelt er herum, etc.

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