Leine? Kenn ich nicht.

  • Aber gut, das weiß man bei nem Kind auch nicht, trotzdem haben die wenigsten ihres an der Leine

    Ich war laaaaange angeleint :D :lol:
    Hatte ein blaues Geschirr mit blauer Leine :lol:

    Meine Hunde sind nicht überfahren worden aber das macht's definitiv nicht besser.
    Ich würd's mit der Vernunft des Alters nicht mehr machen.
    Ich find's auch den Autofahrern gegenüber unfair, Hund leinenlos an der Strasse latschen zu lassen.
    Von den Angstmeschen ganz zu schweigen.

    An meinem vorherigen Wohnort war eine ältere Dame mit älterem Hund der war nie an der Leine. Tüddelte noch auf dieser Seite der Strasse rum wenn Frauchen schon auf der andern Seite war... ich hab' mich da nie so ganz wohlgefühlt.
    Man erwartet halt einfach, dass der Motorisierte aufpasst :ka:
    Ich könnt's nicht.

  • Es muß wirklich vom Hund ausgehen. Du kannst als Besitzer eines solchen Tieres zwar die Kommunikation verfeinern, bis du wirklich fast nur noch denken mußt, aber der Hund muß von sich darauf eingehen wollen.

    Ich hatte nach dieser Hündin noch vier Hunde, und mit keinem wäre so etwas möglich gewesen. Der Rüde, ihr Sohn, war schlicht nicht schlau genug, der Airedalehündin fehlte das ausgeprägte Selbstbewußtsein, und die Russells würden mir was husten. Die sind zwar noch ein Stück schlauer als meine erste Hündin es war, würden aber ihre Cleverness nutzen, um im Zweifelsfall eigene Wege zu gehen.

    Es gehört also schon ein besonderer Hund dazu - aber selbst den würde ich heute per Leine absichern.

  • Bei allen, die ich bisher so erlebt habe gab es gar kein Training und keine Erziehung. Der Hund "funktionierte" halt so. Oder wird eben früher als später überfahren.

    Für einen kurzen Moment find ich sowas auch beeindruckend aber dennoch rundum verantwortungslos und vor allem übertrieben bequem. Kann auch 99.999 von 100.000 Mal gut gehen. Es gibt auch Hunde, die fahren alleine U-Bahn. Es gibt Hunde, die führen Menschen. Unfehlbar sind die aber ebenso wenig und die haben ne ganz andere Ausbildung als der Otto-Normalverbraucher-Hund. Und wenn der Hund schon so nah dranbleibt - wo wäre da das Problem, eine Leine dran zumachen?! Sieht es dann für das Umfeld nicht mehr so beeindruckend aus? Ist die Leine so schwer und umständlich festzuhalten? Hat für mich mittlerweile auch was arg Albernes.

    Ich mag es auch nicht, wenn ein Kleinkind nicht an der Hand des Erwachsenen auf dem Bürgersteig läuft und ich gerade mit dem Auto vorbeifahre. Einmal stolpern, einmal abgelenkt sein - das passiert bei nem Dreikäsehoch oder einem Hund eben schneller, als sagen wir mal bei einem 12/13-Jährigen, der die Straßenregeln kennt und begreift.

  • Ich denke, sowas wie "leinenlos" war früher auch noch leichter. Der Verkehr in der Stadt war zwar auch schon knüppeldick, aber vieles mit Hunden wurde noch lockerer gesehen. Ich hab meine Hündin zum Beispiel, wenn im Bus Leinenzwang war, angeleint und ihr dann die Leine gefaltet zum Tragen ins Maul gegeben. Ein schwarzer Hund brav "bei Fuß", der seine orangefarbene Leine stolz jedem präsentiert, der ihn ansieht - das erweichte selbst das Herz des härtesten Busfahrers.

    Ähnlich in Unigebäuden, die eigentlich Hundeverbot hatte: da hab ich ihr meine Aktentasche zu tragen gegeben, und auch da sind wir mit einem freundlichen Lachen überall durchgekommen.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass das heute noch so easy wäre!

  • frühere Nachbarn von mir hatten auch solche Hunde. Zwei Stück. Irgendwann wurde der Erste überfahren, weil dann einmal doch der Reiz auf der anderen Straßenseite zu groß war. Gelernt daraus haben sie leider nichts. Wenige Monate später lief dann der Zweite vor ein Auto.
    Und ihr dürft raten, beim nächsten Hund lief es genauso.

  • "Und wenn der Hund schon so nah dranbleibt - wo wäre da das Problem, eine Leine dran zumachen?! Sieht es dann für das Umfeld nicht mehr so beeindruckend aus? Ist die Leine so schwer und umständlich festzuhalten? Hat für mich mittlerweile auch was arg Albernes."

    Sehe ich heute ganz genauso. Damals war ich neunzehn und so dermaßen zum Platzen stolz auf das "unsichtbare Band" zwischen mir und diesem meinem ersten Hund, dass ich es einfach genießen und - ja! - auch vorführen wollte. Natürlich war es nüchtern betrachtet die absolute jugendliche Torheit.

  • Eine Straße weiter von uns wohnt auch so ein Mensch-Hund Team. Die Hündin stammt aus dem Tierschutz, andere Hunde sind ihr Suspekt, Lio durfte sie schon mal begrüßen, aber sie hatte Angst bzw war unsicher und ist ihm aus demWeg gegangen, danach hat Lio verstanden und sie in Ruhe gelassen. Das Herrchen ist ein pensionierter Lehrer, der die Autorität wahrscheinlich nur ausstrahlt. Ganz netter lieber Mann.
    Ich habe noch nie eine Leine bei ihm gesehen. Der Hund läuft immer so so 2-3 Meter neben oder hinter ihm.An der Straße automatisch dicht neben/hinter ihm. Habe letztens auch gesehen, dass sein Haus direkt an der Straße ist. Die gehen so zusammen zum Bäcker,über die Straße, vor dem Bäcker bleibt die Hündin automatisch stehen und wartet. Er geht rein , ohne was zu sagen. Ich habe gehört, dass er davor auch schon Hunde hatte und mit allen war das so harmonisch. Ob es stimmt, weiß ich nicht. Aber baff war ich schon, als ich sie das erste Mal sah

  • Ich kann mir kaum vorstellen, dass das heute noch so easy wäre!

    Wir lesen es ehrlich gesagt in der Zeitung wenn ein Hund überfahren wird.
    Mich dünkt was das betrifft, sind die Ansprüche an die Autofahrer (und die andern motorisierten Verkehrsteilnehmer natürlich) enorm gestiegen und Hund auf die Strasse rennen lassen, ist bar jeder Kritik :ka:
    Aktuell wird grad ein Automobilist gesucht von der Polizei, der einen Chi überfahren hat der leinenlos auf die Strasse gerannt ist.
    Fahrerflucht (laut Zeitungsbericht).
    Ich find's natürlich gut dass die Tiere ernstgenommen und wahrgenommen werden (gerade von der Presse) - ob jetzt ein Telefonzombie auf die Strasse torkelt oder ein Tier... :ka:
    Es sollten beide heil drüben ankommen.

  • Ich wollte damit weder dich @terriers4me noch irgendjemand anderes hier angreifen. Man lernt ja auch selbst immer was dazu (hoffentlich) und verändert seine Ansichten. Fands halt auch selbst mal "boah, krass, ich würde mich das nicht trauen"-beeindruckend. Dabei hätte ich das mit meiner Hündin locker machen können und könnte es mit der aktuellen Chefin auch.

    Mich ärgert es aber tatsächlich sehr und auch zunehmend, wenn derjenige nix dazulernt, der Hund gar nicht mal so gut dranbleibt und man echt das Gefühl hat, das ist alles nur Angeben. Also Coolness über die Sicherheit des Hundes gestellt wird. (was hier ja nicht der Fall ist)

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