"Bleib" - unnötiges oder hilfreiches Zusatzkommando?
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...Wir machen auch keinen Sport, nur Alltag.Also, jeder, wie er will
und mir ist z.B. ein sicheres Platz im Alltag tausend mal wichtiger als das im Hundesport. Das selbstständig aufgelöste "Platz" im Hundesport führt im worst case zum DIS, im Alltag vielleicht in den Tod... ja, ich weiß, krasses Beispiel...
, aber im Feld treffen wir durchaus mal einen Traktor, da ist es echt praktisch, wenn der Hund im Platz verweilt, bis dieser wieder abgebogen ist
.Für den Hund ist es aber vergleichsweise einfach, ein eineindeutiges Hörzeichen wie zum Beispiel "Platz" zu lernen, als ein "Bleib", was mit - aus Hundesicht - verschiedenen Bildern belegt ist (also Sitz, Platz, Steh, Seite liegen etc...)
Grüße
Bea - Vor einem Moment
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Hi,
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Das selbstständig aufgelöste "Platz" im Hundesport führt im worst case zum DIS, im Alltag vielleicht in den Tod..
Wo es drauf ankommt gibt es ja kein selbstständig auflösbares Platz.
Da gibt es das Bleib.

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Im Alltag benutze ich nie Platz, aber häufig ein Bleib bzw. Stopp.
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in eineindeutiges Hörzeichen wie zum Beispiel "Platz" zu lernen,
Handzeichen sind für einen Hund noch eindeutiger zu erlernen....viele Hunde können zB. Sitz und Platz nicht eindeutig auseinander halten, da beides die gleiche Endung hat. Oft geht der Hund dann ins Platz statt ins Sitz. Manch einer löst das deshalb mit englischen Begiffen (zV Down). Man muss da einfach seinen Weg finden, ich verstärke ein Hörsignal auf Entfernung oder wenn ich leise spreche immer gerne mit einem Handzeichen.
Mein Hund hört auch auf "Ey", aber das ist dann zugegebener Maßen nicht immer eindeutig, aber die Aufmerksamkeit ist mir sicher

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Also, jeder, wie er will und mir ist z.B. ein sicheres Platz im Alltag tausend mal wichtiger als das im Hundesport.
Das stimmt wohl.
Wir wohnen ja in der Stadt, da ist das auch einfach wichtig. Hier gibt es schreiende hüpfende Kinder, Roller, Fahrräder, Lärm, Leute die dicht an einem vorbeigehen,...
Da soll sie auch einfach entspannt liegen bleiben, bis ich das eben Auflöse.
Das haben wir auch sehr aktiv trainiert, indem ich wie ein Kloppie um sie und über sie drüber gesprungen bin, an ihr vorbei gerannt bin, Sachen neben ihr lang fliegen, ich Leckerlies vor sie werfe,... Platz heißt Platz. Bei Sitz ist mir das wie gesagt eher wurscht, sie kann sich auch hinlegen, aber dann an Ort und Stelle und nicht 2 Schritte weiter laufen und dann hinlegen.
Das haben wir aber bei dem Doppelkommando (Sitz und Bleib) bei Sunny genauso trainiert.
Funktioniert beides.
Bei dem Doppelkommando musste ich dran denken, das Bleib zu geben, bei der jetzigen Lösung muss ich dran denken aufzulösen, damit ich mich nicht irgendwann umdrehe und mich wundere wo der Hund ist, der noch 30m hinter mir liegt, weil ich das "OK" vergessen habe.
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Ich lese hier im Forum ja immer wieder vom super Rückruf.
Das bedeutet doch aber, dass es ein normales ranrufen gibt (was so naja funktionieren kann) und dann den super Rückruf (der muss aber funktionieren).
Ich sehe da keinen grossen Unterschied zum Sitz/Platz (naja) und Bleib (muss).

Zwei Sachen - doppelt belegt.

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also mir geht es bei der ganzen Sache auch weniger um hundesport (beim agi darf man den Hund eh zulabern wie man möchte), sondern eher um den Alltag. Aber ich beobachte halt gerade bei Hunden, denen das "bleib", am besten noch mit Handzeichen, beigebracht wurde, dass sie eher unsicher sind und sich schnell selbst auflösen. Der Start ist da zum Beispiel mit einer hohen trieblage und großer Ablenkung verbunden. Hier muss der Hund sicher liegen bleiben. Am sichersten sind meist die Hunde, deren Besitzer ein lockeres Kommando "Platz" oder "Sitz" oder "bleib" (nur als Einzelkommando, der Hund darf sitzen, stehen oder liegen) geben und dann einfach weggehen. Kein Handzeichen, kein zweites Kommando, dass mehrmals wiederholt wird, um dem Hund versuchen klar zu machen, dass er wirklich da bleiben muss. Denn das verunsichert nur (meiner Meinung nach) und versetzt den Hund in eine angespanntere Haltung. Durch das Handzeichen, was viele beim weg gehen halten, halten sie auch die Anspannung beim Hund. Denn der wartet darauf, dass die Hand im nächsten Moment runter geht und er los rennen kann. Wie eine Fahne vor dem Auto rennen ;-)
Okay ich schweife ab...
Mir geht es darum, dass viele das "bleib" nicht falsch benutzen. Aber ich halte es als zweites Kommando für überflüssig. Dann nutze ich lieber für ein lockeres Platz ohne auflösepflicht ein "leg dich". Das mach ich öfters im Büro, wenn ich meinem Hund klar machen will, dass sie sich jetzt mal entspannen soll :-) da muss sie dann in keinem angespannten Platz liegen bleiben. Wenn sie irgendwo warten soll sag ich schon "down". Und das soll sie so lange machen, bis ich sie auflöse.
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Achso ... Ja, ein “mach es Dir gemütlich“ habe ich auch. Das heißt “Leg Dich mal hin“. Ob die Hunde sich dann legen, ist mir wurscht. Es ist eher die Ankündigung, dass ich jetzt nicht mehr verfügbar bin und eine Pause kommt.
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Mir geht es darum, dass viele das "bleib" nicht falsch benutzen. Aber ich halte es als zweites Kommando für überflüssig. Dann nutze ich lieber für ein lockeres Platz ohne auflösepflicht ein "leg dich". Das mach ich öfters im Büro, wenn ich meinem Hund klar machen will, dass sie sich jetzt mal entspannen soll :-) da muss sie dann in keinem angespannten Platz liegen bleiben. Wenn sie irgendwo warten soll sag ich schon "down". Und das soll sie so lange machen, bis ich sie auflöse.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man so ein Gewese um etwas machen muss, was jeder handhaben kann wie er möchte.
Für DICH und deinen Alltag ist Bleib überflüssig, weil du selbst im Alltag 100% konsequent Auflösungskommandos nutzt, und du konditionierst lieber ein extra Signal ohne Auflösepflicht für die lockereren Fälle. Ist doch prima, funktioniert für dich und deine Hunde.Aber warum störst du dich daran, dass andere Leute es anders machen?
Für mich zum Beispiel wäre das gar nicht alltagstauglich, und ich würde dein System nur nervig finden. Nicht weil deine Art und Weise schlecht ist, sondern weil sie nicht zu mir passt. Ich mag nicht im Alltag primär über verbales Kommando - Auflösekommando, Kommando - Auflösekommando, usw mit meinen Hunden kommunizieren. Ich krieg das auch nicht konsequent hin so. Mir ist lieber, meine Hunde tunen sich bei mir locker ein, und reagieren flexibel auf meine nicht-formellen Signale. Damit nehme ich in Kauf, dass sie eine ganze Reihe von teilweise unbewusst gegebenen Auflösungssignalen haben - das stört mich im Alltag nicht, weil sie ja auf meine Intentionen reagieren. Möchte ich das ausnahmsweise nicht, gebe ich das formelle Bleib, welches ich immer ebenso formell auflöse.
Ich hab's nicht so mit Hunden, die stundenlang vor dem gefüllten Futternapf warten, weil Herrchen das Freigabekommando vergessen hat.

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Zum Titel:
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, weswegen man sich darüber einen Kopf macht.
Die einen "verstärken" ihr "Sitz" , "Platz", "Steh" oder auch "Kopfstand" mit einem "Bleib", andere fordern das Bleiben mit dem "Ursprungskommando.
Ich persönlich denke, dass Hunde grundsätzlich intelligent genug sind, beide "Arten" der Befehlsgebung zu verstehen, bei dem einen (Hund UND Halter) passt das eine besser, beim nächsten das andere.
Keines von beidem halte ich für sinnvoller oder falscher.
Wenn der Hund weiß, was von ihm daraufhin erwartet wird!Ehrlich: Hunde bekommen soooo viele völlig sinnbefreite Kommandos ("Peng, Du bist tot" "Give me five".....) Ist da ein "Bleib" eine so große Überforderung?
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