Wie viel "kämpft" ihr mit euren Terriern?

  • Hallo zusammen,
    ich kann mich eigentlich nicht beklagen,über meine Beiden.

    Wenn die wirklich mal vom Weg abgehen,höchstens 1-2m,reicht es, wenn ich sage raus da und dann kommen sie auch.
    Allerdings habe ich diese Entfernung auch immer zugelassen,vielleicht liegt es daran. :ka:

    Kleinere "Diskussionen" gibt es ab und an,mit meinem Großen(fast 5 J).
    Nämlich dann,wenn ich rufe und er meint,im Schneckentempo reagieren zu müssen.
    "Ja doch Frauchen,ich hab's gehört,aber hier riecht es gerade so gut.
    Außerdem muß ich noch mal zurück,weil da ein toller Gashalm steht,den ich noch dringend bepieseln muß".

    Danach kommt er dann angeschleppt und freut sich.

    Aber damit kann ich leben.

    Für einen Terrier braucht man wahrhaftig eine gehörige Portion Humor und am besten noch,einen etwas größeren Sturkopf als er.

    Hier würde immer wieder ein Airedale einziehen!

    Na ja,seit fast 38 Jahren Airedalehaltung,kann ich gar nicht anders.

  • Auch wenn Nala eher einen terrieruntypischen Charakter hat: Ich muss auf den Spaziergängen sehr aufmerksam sein. Wenn ich mich unterhalte, ist immer ein Auge auf sie gerichtet (also ich bin kein Chamäleon, aber sprichwörtlich). Gestern erst hat sie wieder irgendwas zum Fressen gefunden, ich glaube einen Babykeks. Von mir kam also unser lange trainiertes "Nein", Nala behält den Schatz allerdings weiterhin im Mund, kaut aber zumindest nicht mehr darauf herum und sieht mich traurig an. Ich ziehe es ihr aus dem Mund und lege es beiseite, sage "Und weiter". Das Terriertier bleibt aber vor dem Keks stehen, geschätzte zwei Minuten. Sie wollte da einfach nicht weg, wohl in der Hoffnung, es schnell verspeisen zu können, wenn ich mich wieder umdrehe. Ich bin also da stehen geblieben, solange, bis sie sich endlich wieder bewegt und von der Keks anstarrenden Statue in ein lebendiges Hundchen verwandelt hat :D So sieht also eine kleine "Diskussion" bei uns aus. Geduld und den längeren Atem haben. Ich weiß, dass das bei weitem nicht vergleichbar ist mit anderen Terriern: Aber ich finde es interessant, dass sie manchmal doch so lange versucht entgegen einem Kommando zu handeln, obwohl sie eigentlich einen sehr ängstlichen Charakter hat. Das muss einfach dem Terrier in ihr zu verdanken sein :smile: Und da meine ich wirklich "danken".

  • Es steht Dir selbstverständlich frei, Begriffe auszulegen wie Du magst und Dich nach Belieben daran aufzureiben.
    Streiten um des Streits willen kann ja auch sehr befriedigend sein.

  • Hier wird auch gekämpft und zwar

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    um den Couchplatz

    und der Sieger ist

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  • Haltet mich für bekloppt, aber bei euren Beschreibungen bekomme ich Herzchen in den Augen. Ich liebe das Terrierwesen und für mich wird es ganz bestimmt irgendwann auch wieder einer werden. Klar, man braucht Humor und an manchen Tagen habe ich meinen Hund verflucht, aber wenn sie dann mit Feuereifer versucht hat alles möglich zu machen wenn wir trainiert haben und dieser kleine Wahnsinn in den Augen... hachja :herzen1:
    Abgesehen davon, dass ich sie vermisse, vermisse ich den Terrier-Wahnsinn.
    Jetzt soll es ein Collie werden. Mit der Wahl bin ich glücklich und ich freue mich auch auf diesen Typ Hund, aber in 10-15 Jahren wird es nochmal ein Terrier werden. Am liebsten der Parson Russell Terrier.

  • Hmm...also ich glaube wenn man der Meinung ist jeden Tag mit seinem Hund "kämpfen" zu müssen, ist es einfach die falsche Art Hund für denjenigen.

    Ich mag z.B. durchweg keine "will-to-please Hunde". Ich nenne sie mal so, weil da für mich zu viele Rassen drunter fallen. Für viele mag es die Erfüllung sein, für mich sind es "Arschkriecher" :lol: Deswegen sind es aber keinesfalls schlechte Hunde, aber eben Nichts für mich.

    Dagegen liebe ich Hunde mit denen ich diskutieren muss. Für mich ist das kein Kampf, sondern eine ganz intensive Verbindung zu meinem Hund. Ich finde es viel schöner, wenn ich mit meinem Hund eine Weile darüber "unterhalten" kann, was ich nun als nächste tuen möchte. Wenn ich ein Komando gebe und der Hund führt es sofort aus, wäre es mir einfach zu langweilig :roll:

    Deswegen bin ich damals bei den Molossern gelandet. Tolle Hunde und viel am Diskutieren :D Was den Dickkopf angeht, empfand ich Terrier aus dem Bekanntenkreis immer viel harmloser. Nun lebt hier seit kurzem der erste Terrier. Und mit Sanny musste ich in Litos Alter defintiv viieel mehr diskutieren.

  • als ich auf der suche war habe ich auch nach einem hund mit will-to-please gesucht... bekommen habe ich eine beagle-mix hündin mit (meiner Meinung nach) terrier Anteil; zumindest bringt sie einige terrier Eigenschaften mit sich. Übersetzt also ganz starker Charakter mit guter portion sturheit und der Tendenz stets zu hinterfragen xD würde mir heute aber nichts anderes mehr wünschen. Täglich bringt sie mich zum lachen und langweilig wirds erst recht nie :herzen1:

  • Wow, dann ist in meiner wohl echt null Terrieranteil drin.

    Oder gibts hier auch jemanden, der einen Terrier "rein positiv" erzogen hat?

    Was ist denn eigentlich "rein positiv"?
    Jeder, der zB fundiert und kompetent belohnungsbasiert trainiert, weiß, dass er nicht dran vorbei kommt, den Hund sichern zu müssen, was auch schnell einer negativen Strafe gleichkommen kann oder auch mal negative Verstärkung vorkommt, sogar ungewollt positive Strafe kann rüberkommen.
    Natürlich will man weitestgehend darauf verzichten, aber wenn unvermittelt ein Hase vor der Nase hochhüpft und ich meinen kreischend in der Leine hängenden Hund an der Leine haben und der prellt ins Leinenende, darf dem Hasen nicht nachgehen, dann ist das alles andere als angenehm und positiv für ihn und ich kanns in diesem Moment nicht ändern.
    Will ich "positiv" bleiben, setze ich aber nicht noch zusätzlich einen aversiven Reiz obendrauf, weil ich meine, ich müsste das Verhalten unterbrechen.
    Ebenso, wenn zB plötzlich der Erzfeind um die Ecke biegt und der Hund ausrastet.

    Kämpfen hat für mich schon auch einen unguten Beigeschmack. Trotzdem empfinde ich es als Kampf, einen schreienden, um sich beißenden Hund sichern zu müssen, der gerade auf Teufel komm raus versucht, sich aus dem Geschirr zu winden, weil er den Passanten tackern will.
    Mögen tu ich solche Kämpfe nicht, auch nicht absichtlich herbei führen - aber vorkommen können sie. Bei einem äusserst reaktiven Hund, in einem Umfeld, das viele Auslöser präsentiert, öfters, als bei einem gut sozialisierten, gelassenen Hund mit hoher Reizschwelle.

  • Nach mehr als einem Jahr mit Wattebäuschchen bin ich auf Holzhammer und Würstchen umgestiegen. Es gibt viel öfter Würstchen als Holzhammer - aber es reicht jetzt, dass Felix weiß, dass ich den dabei hab - sprichwörtlich natürlich.

    Hier läuft alles viel entspannter, seit ich ihm mehr Freiheiten geben, ihm da viel mehr Vertrauen entgegen bringe und ihm unter Umständen mal sehr deutliche (und negative) Grenzen setze. Er weiß jetzt viel besser, woran er ist, weil er weniger entscheiden darf als früher.

    Ich diskutiere auch nicht mehr groß. Ich frage einmal (wenn es mir wichtig ist) und dann setze ich durch. Kämpfe gibt's hier gar keine. Er hat verstanden, dass ich eh den längeren Atem hab. Manchmal versucht einfach mal, mich zu überhören... kann ja jedem mal passieren. :lol:
    Für mich das der größte Unterschied zu allen bisherigen Hunden, dass Felix mich nicht "braucht". Klar als Solitärjäger mit einem sehr eigenständigen Wesen. Der macht sein Ding, ob mit mir oder ohne mich. Mit mir macht ihm Spaß - aber ohne mich ist's auch lustig. :D

    Das stört mich auch alles nicht... momentan nervt mich seine Art eigentlich wirklich nur noch an der kurzen Leine. Er KANN NICHT langsam gehen/traben. Immer erste, immer rennen - das ist echt anstrengend.

    Immer was neues - während ich hier schreibe, hat er eine Schleich-Reiterin zerkaut. Der geht sonst nie an Spielzeug! :stock1: Bei sowas gibt's hier Donnerwetter! *Holzhammerwiedereinpack*

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