Wie viel "kämpft" ihr mit euren Terriern?

  • @Quietschie sehr treffende Beschreibung... :bindafür:

    Ja mei - ich hab meine Terrierkaufentscheidung in den letzten 1,5 Jahren gelegentlich reichlich verflucht - das Leben könnte so einfach sein! Aber eben auch langweilig...

    Mir hat sehr geholfen, dass auch meine Trainerin ihn für "speziell" hält. Und meinte, wenn der nicht bei jemanden mit sehr strikter Führung gelandet wäre, dann wäre er völlig gaga. Einerseits gut zu hören, dass die Erziehung was bringt. Andererseits ist das irre anstrengend, draußen ständig "bei ihm" zu sein.
    Er ist bestens sozialisiert, kann überall dabei sein, ist seit er 13 Wochen war bei uns. Dennoch ist er im Vergleich zu allen Hunden, die ich vorher selber oder in Pflege hatte irre anstrengend sobald man das Haus verlässt. Immer unter Strom...

    Wenn man ihn lässt, erledigt er sein ganzes Leben mit 15 km/h, um bloß nichts zu verpassen und überall der erste zu sein.

    Bloß 15km/h? :shocked: Ach komm, das kann Findus auch schneller... :lol:

    "Warum soll ich jetzt kommen? Da ist nirgends wer oder siehst du was, was ich nicht sehe? Nein? Eben. Also komm doch her, wenn du was willst!

    Ach ja.... :pfeif:

    Oder will jemand behaupten, das sei ein Terrier?

    Nee, ein kurzhaariger Mini-Neufi - Du böse Du... hast einen Vermehrer unterstützt! :ugly: :lachtot:

    Ich glaube nicht, dass hier noch mal ein Terrier einzieht... zumindest kein Parson.
    So ein Border Terrier ist kein Terrier, oder? :mute:

  • "Hallo, ich heiße Martina und ich habe einen Terrier."
    "Hallo Martinaaa"

    :D

    *lieguntermTischvorLachen"

    Hallo, ich heiße Angie und ich habe einen Terrier-Boxer-irgendwas-mix"
    "Hallo Angie"

    Nicky -äusserlich überdimensionierter Jackrussel - zog mit ca. 10 Monaten bei mir ein...............vorübergehend, zur Vermittlung. Er hat sich dann im Laufe der Zeit selber vermittelt und zwar in mein Herz hinein.
    Gerade weil er so supi diskutieren kann und nicht einfach alles als gegeben hinnimmt, was ich mir "einbilden würde", hat er es geschafft, mich, die total zuverlässige Hunde gewohnt war, total umzukrempeln und mir damit ein großes Stück zu gaaaanz viel Gelassenheit verholfen.
    Er hat mich gelehrt:
    Windmühlen sind Windmühlen und bleiben Windmühlen, egal, wie oft ich mit meinem Dickschädel dagegen donnere.
    Humor ist, wenn man trotzdem lacht.
    Bescheidenheit ist eine Zier.
    Der Weg ist das Ziel.
    Hunde sind Hunde und bleiben Hunde - und er ist der Nicky.
    Weniger ist oft mehr.
    Die leisen Töne finden besser Gehör , als die Lauten, weil die Abprallen.
    Was ich nicht will, das man mir tu, das füg ich nicht dem Nicky zu.
    Man muss nicht immer einer Meinung sein - wofür gibts Schleppleinen und Flexis?

    Nicky (hieß beim Einzug hier anders, reagierte aber auf den ursprünglichen Namen mit "ich bin dann mal weg und besorg mir Frühstück" ) ist nicht gut sozialisiert, Handaufzucht und hat nen Knall.

    Ich kenne einen Jacky, der ist nun 6, bestens erzogen, zuverlässig, seit Welpenbeinen beim Frauchen, diskutieren haben die zwei nicht nötig, die harmonieren total.......und nun hat der tolle Knirps nur noch ein paar Monate zu leben, weil er unheilbar erkrankt ist.

    Echt - daran wenn ich denke, isses mir sooooo piepsegal, ob und wieviel ich kämpfen/diskutieren/Nerven verbrauchen muss. Hauptsache gesund!

  • Wow, dann ist in meiner wohl echt null Terrieranteil drin.

    Oder gibts hier auch jemanden, der einen Terrier "rein positiv" erzogen hat?

  • Wow, dann ist in meiner wohl echt null Terrieranteil drin.

    Oder gibts hier auch jemanden, der einen Terrier "rein positiv" erzogen hat?

    Anders gehts beim Nicky sowieso nicht!
    Der war und ist für mich ein ganz intensiver Wegweiser geworden.
    Alles aversive würde bei dem sowas von kontraproduktiv wirken und positiv bringt ihn dorthin, wo es sein soll. Schließlich ist der helle Kopf super lernwillig und fähig.
    Es müssen bei ihm dabei die Emotionen auch passen - und der will sich ja gut fühlen und nicht etwa eingeschüchtert, unangenehm,ängstlich usw.
    Der ist ein Indikator total.

  • Ich arbeite auch rein positiv, abgesehen von spontanen Rüffeln bei überraschend auftretenden Aktionen (Schlafende Katzen packen zum Beispiel).
    Anders geht's hier nicht und liegt mir auch nicht.
    Da alle meine Hunde bislang Terrier waren oder zumindest einen Schuss beigemengt hatten, kenne ich keine anderen Hunde aus eigener Erfahrung. Aber das Gefühl, viel zu diskutieren, hab ich eigentlich nicht. Klar, Sunny ist stur wie ein Esel, wenn sie was nicht will, aber das bin ich auch - ist das nun Terrier oder Charakter?
    Ich mag die Lebensfreude und die "Achtung Welt, ich komme!"-Mentalität, die Terrier auszeichnet. Terrierspezifisch Negatives hingegen fällt mir eigentlich nicht ein.

  • @angiem Okay? Aber da steht doch, dass ihr kämpft und diskutiert. Wie meinst du das denn genau?

    Als Nicky bei mir einzog und ich noch nicht wusste, wie er tickt, hab ich ihn "ganz normal behandelt" - einen Tag lang. Normal heißt, einfach so, wie man im Alltag mit Hunden umgeht, ohne drüber nachzudenken. Da geht man auch mal auf einen Hund zu, der im Garten ein Loch buddelt und versucht ihn davon abzuhalten, oder man sagt ihm, er soll die anderen Hunde in Ruhe lassen, wenn er die angreift, oder auch, wenn er Wild sah und an der Leine gehalten wurde.
    Brachte mir blutige Löcher ein und dann wusste ich, der verträgt NULL Einwirkung im Sinne von: Bedrängen, verbieten,hemmen usw.
    Darauf hab ich mich eingestellt.
    Der würde diskutieren - ja , wir tun das auch, aber nur im Sinne von: Ich überzeuge ihn positiv und nicht, ich zwinge ihm meine Entscheidung auf.

  • Ich hab mich gerade auch an der negativen Belegung von diskutieren gestört - es ist ja eigentlich nur ein Meinungsaustausch und hat wenig damit zu tun, dass einer Partei der Wille der anderen aufgezwungen wird. Sowas ist ja eigentlich nur dann der Fall, wenn es keine wirkliche Diskussion ist.
    Klar muss ich beide Hunde öfter mal davon überzeugen, etwas zu tun, worin sie keinen Sinn sehen oder wozu sie gerade keine Lust haben, aber dass das mit Zwang oder Strafe erfolgen muss, sagt hier niemand.

  • Diskutieren heißt bei mir auch: "Finn, schau, du kriegst ein Stück Wiener, wenn du den ollen Rehkötel ausspuckst".

    Keine Diskussion gibt es, wenn er an der Leine zieht und herzzerreissend fiept, weil auf der anderen Straßenseite seine Freundin läuft. Das mag ja für den einen oder anderen nach Zwang und Gewalt aussehen, für mich ist es Sicherung des Hundes vor der Gefahr überfahren zu werden.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!