Wie viel "kämpft" ihr mit euren Terriern?
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Ich habe ja nun nur einen halben Terrier - und ich bin gar nicht so traurig darüber, dass es nur ein halber Jack Russell ist.
Terrier ist nicht gleich Terrier. Ein Yorkie ist nicht zu vergleichen mit einem Jacky, ein Kerry Blue nicht zu vergleichen mit einem Staff oder einem Beddie.
Innerhalb dieser Gruppe gibt es so viele Unterschiede in Charakter, Aussehen und Größe, dass es mir schwer fällt eine allgemeingültige Aussage zu treffen.Meine Kleine ist sehr intelligent, hat mich in jungen Jahren verars***, wo es möglich war. Sie denkt, vielleicht im Gegensatz zu anderen Hunden, die schneller bei 180 sind, ganz genau nach, bevor sie handelt.
Sie jagt keine Mäuse oder sonstiges Getier, hetzt aber andere rennende Hunde. Durch viel Üben kann ich sie abrufen, solange sie noch nicht "im Tunnel" ist.
Und stur ist sie. Sie ist eher schwer zu motivieren und sie muss einen Sinn darin erkennen. Will to please hat sie gar keinen. Nur, wenn man die überzeugenden Argumente hat.Als jüngerer Hund hat sie mich sehr gefordert, sie wollte lernen, Dinge beigebracht kriegen. Inzwischen unterscheidet sie, worauf sie Lust hat und worauf nicht.
Es ist auch erst entspannter geworden, seitdem ich ihr ihren Willen auch ein stückweit lasse. Warum auch nicht? Seitdem gibt es deutlich weniger Kampf. Ich habe meine Prioritäten durchdacht und much öfter gefragt: ist dir das jetzt wichtig?Was ich bei meinem Terrier absolut schätze, ist ihre unerschütterliche Art. Sie ist so ein souveräner und trotzdem sensibler Hund und sie hat es geschafft, mir als "blindem Anfänger" so klar zu zeigen, was ihre Bedürfnisse sind.
Ich finde ein großer Vorteil dieser Hunde bei allen Unterschieden ist, dass sie eine sehr klare Körpersprache und einen eigenen Kopf haben, um zu zeigen, was sie wollen und brauchen.Deswegen gibt es eigentlich gar nicht so viel Kampf
Ich schätze einfach diese Art so sehr einen Begleiter zu haben, der alleine zurecht kommt, den ich auf einer Veranstaltung mit 400 Leuten entspannt aus den Augen lassen kann und der mir zeigt, wann es zu viel wird.Aber es ist eindeutig ein Miteinander. Ich kann nicht verlangen, ich kann nicht erwarten, ich brauche gar nicht erst mit Druck zu kommen.
Dinge, die bei anderen Hunden funktionieren (Motzen, starkes körperliches Auftreten, aber auch Bestechung oder sehr sanfte Art), gehen zumindest bei meiner Hündin nicht. Und da kann ich mir schon vorstellen, dass andere Leute, die eine andere Art Hund gewohnt sind oder bestimmte Ansprüche an ihren Hund haben, das anstrengend finden
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Hi,
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Ein Punkt zum Thema: Körperliche Gewalt...

Habe vor zwei Tagen am Couchtisch gesessen und Schreibkram erledigt. Benni lag auf der Couch und hat mit Lecken angefangen (die Couchdecke).
Ich: Benni aus!
Benni: Schmatzleckschmatz
Ich: BENNI AUS!
Benni: Schmatzschmatzleck
Ich: BENNI, Schlussjetzt!
Benni: Schmatzleckschleck.
Ich: AUS!!!! Und wollte dannmit der Hand auf den Tisch hauen zur Verdeutlichung (war gerade etwas genervt weil der Schreibkram echt wichtig war) und weil ich gedanklich völlig im Schreiben war habe ich nicht die "Schreibhand" genommen sondern die linke Hand und Benni recht unsanft auf den Brustkorb gehauen. Bevor ich noch irgendwas machen konnte (mich entschuldigen zum Bespiel xD) hat Benni wohlig geknurr-grunzt, sich auf den Rücken gedreht, meinen Arm ins Maul genommen und drauf gekaut und mich zum spielen aufgefordert, so nach dem Motto: na endlich, das wollte ich doch die ganze Zeit!
Habe dann den Stift beiseite gelegt und 10 Minuten gezergelt und danach hat er friedlich geschlafen. Er hat mich auf jeden Fall gut erzogen.
Terrier ist einfach auch nicht gleich Terrier. Der Westi meiner Tante hat mich erschrocken angequitscht und hat Meideverhalten gezeigt, als ich ihn gestreichelt habe. Er fand das ganz fürchterlich unsanft. Wenn man Benni einfach nur sanft streichelt kann man es auch bleiben lassen. Er möchte gerne richtig durchgeknetet werden, der feine Herr.
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Umweltbelohnungen einsetzen ist das Zauberwort - auch bei Hetzhunden.
Liest du eigentlich was andere schreiben?
Okay, du kennst offensichtlich meinen Hund besser als ich, aber es wär dennoch nett wenn du die Umweltbelohnungen ein wenig präzisieren würdest.
Halt den Unwissenden ein bisschen an Infos spenden.Edit: @Ocarina: Arren auch. Typisch halt. Wenn ich den durchklopfe so wie er das toll findet würden andere glauben ich schlage ihn...
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@Aoleon
Umweltbelohnungen sind im Normalfall das, was der Hund gerade gerne tun würde. Was das ist, ist vom Hund und der Situation abhängig.
Das kann vieles sein: schnüffeln, nach Mäuse buddeln, rennen, einem Ball nachjagen, Hasen hetzen, einer Spur folgen, schwimmen gehen, sich im Dreck wälzen, fremde Menschen/Hunde begrüßen dürfen, mit anderen Hunden spielen, Wild gucken, mehr Abstand zu einem Angstauslöser, usw.
Die Liste ist wohl unendlich lang. -
@oregano: Mal provokativ: Wenn ich den Hund also eh den Hasen hetzen lasse, wozu dann noch Training? Damit er irgendwann wartet bis ich mit der Leine da bin und wieviel schwund bei der Hasenpopulation ist, ach naja, ein bisschen Schwund ist ja immer?
Käm mir im Leben nicht in den Sinn dem Tier den Stress auszusetzen nur um meinen Hund zu belohnen.
Jogger sind auch nicht erfreut wenn sie plötzlich Belohnung sein sollen. (Und so selten zur Hand wenn ich sie brauche)Und, wie ich ja schrieb (darum auch die Nachfrage ob sie überhaupt liest auf was sie antwortet) hat Hamilton an allem anderen kein Interesse.
Ich selbst weiß ja was mit Umweltbelohnungen gemeint ist. Hab ich bei anderen Hunden schon sehr erfolgreich angewendet. Aber ich könnt im Strahl kotzen wenn immer wieder nur "Man kriegt die Hunde, alle Hunde, mit XY" kommt, ohne das auf die (mehrfach) beschriebene Problematik eingegangen wird.
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@Aoleon
Ich kenne niemanden, der seinen Hund Hasen in dem Sinn hetzen lässt
Was meine Hündin allerdings darf, wenn sie gut anzeigt und ruhig und konzentriert bleibt - der Spur folgen, wenn der Hase gut Abstand hat. Das juckt den dann ja nicht mehr.
Sie hatte eigentlich kein Interesse an Spuren und findet die im Normalfall immer noch uninteressant (im Gegensatz zum Pudel), aber wenn der Hase quasi erst eine Minute oder zwei weg ist, ist ihr die Spur inzwischen noch frisch genug, dass sie es toll findet da hinterher zu gehen. Irgendwann stoppe ich sie dann, sie bekommt ihren Runterfahrkeks und wir machen eine kurze Pause. Danach gehen wir ganz normal weiter.Ich kenne deinen Hund nicht. Ich habe keine Ahnung mit was man den kriegen könnte und weiß auch nicht, inwiefern man den umlenken kann.
Mitunter dauert es halt eine ganze Weile bis man für den einen Hund den richtigen Weg gefunden hat.
Ich könnte Finya zB auch nie auf einen Felldummy umtrainieren. Das interessiert sie einfach nicht, also musste ich halt einen anderen Weg finden. Ist dann halt so
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Liest du eigentlich was andere schreiben?
Okay, du kennst offensichtlich meinen Hund besser als ich, aber es wär dennoch nett wenn du die Umweltbelohnungen ein wenig präzisieren würdest.
Halt den Unwissenden ein bisschen an Infos spenden.Edit: @Ocarina: Arren auch. Typisch halt. Wenn ich den durchklopfe so wie er das toll findet würden andere glauben ich schlage ihn...
Wenns so einfach wäre und man dazu nicht auch wesentliche Zusammenhänge begreifen lernen müsste, wie man zB. für den Hund etwas NOCH nicht hochwertiges, hochwertig für ihn macht, welche kreativen Möglichkeiten man hat, was ganz individuell der eine Hund brauchen könnte usw., dann könnte man Dir tatsächlich ne Sofortlösung im Forum präsentieren.
So einfach ist es aber nicht.
Ich kenne Deinen Hund nicht - stimmt.
Trotzdem ist er nicht davon befreit, dass die Lerngesetze bei ihm greifen.
Dass sie es tun, zeigt sich ja deutlich daran, dass er weiß, was er will und auch Strategien entwickelt hat, zum Erfolg zu kommen.Und aversiv ist immer nur aversiv, wenns das Individuum als solches empfindet.
Mir hat mal eine Stallbetreiberin empört zugerufen, ich soll sofort aufhören, mein Pferd zu schlagen, sonst würde sie schnell mal zu mir rüberkommen und dasselbe mit mir machen, was ich gerade tue.
Ich musste erst fertig lachen, bis ich ihr erklären konnte, WAS ich gerade machte:
Wenn mein Pferd von Bremsen und anderen Stechdingern belästigt wird, kommt er zu mir angelaufen und erwartet, dass ich ihm die ab mache.
Die großen Pferdbremsen mag ich nicht mit der Hand zerdatschen, also hatte ich meinen Schuh ausgezogen, als Robin zu mir ankam, mir blitzschnell den Hintern zudrehte, wo auf der Kruppe mehrere so fette Teile saßen. Und da hab ich drauf geschlagen. Der kennt das und steht dösend da, wenn ich ihn mit dem Schuh bearbeite und ist froh, dass ich ihm die Dinger weg mache.
Die SB hatte gemeint, ich will ihn mit dem Schuh auf ihn einprügelnd für das "Hintern zudrehen" strafen und ich hatte mehrmals "zugeschlagen, weil da mehrere Bremsen saßen.
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