• Hallo zusammen,

    ich bin ratlos. Vielleicht hat jemand von euch noch eine Idee?

    Newton hat sich innerhalb der vergangenen gut 30 Stunden insgesamt acht Mal (auch heftig) erbrochen. Es ging gestern Nacht um zwei Uhr los. Bis gestern, ca. 14 Uhr, erbrach er insgesamt sechsmal einzelne Häufchen Futter. Heute Nacht, also in den letzten grob acht Stunden, hatte er zwei heftige Brechanfälle. Da kam aber nur gelber Schleim.

    Vom Erbrechen abgesehen wirkt er fit. Er hat sich ganz normal gelöst. Fressen und Trinken tut er auch.

    Heute morgen habe ich ihn jetzt nicht gefüttert, weil ich ihn mal jetzt mal bis 15 Uhr fasten lassen möchte. Gefressen hätte er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit... Dann habe ich vor, ihm eine Portion Schonkost anzubieten. Hühnchen, Kartoffeln, Karotten. Ob ich zum Tierarzt gehen soll, bin ich mir ehrlich gesagt unschlüssig. Wenn man mit einem Labrador mit so einem Krankheitsbild kommt, heißt es in der Regel "Der hat sicher Unrat gefressen." 24 Stunden Fasten, dann Schonkost, wenn dann nicht ok, wiederkommen... :-/

    Natürlich habe ich mir Gedanken gemacht, was es sein könnte. Bin aber zu keinem Schluss gekommen. Ende Oktober (ich glaube es war der 30.) hatte er (unerlaubterweise) in einer alten Pfütze gespielt. Weil es ihm daraufhin nicht gut ging, bin ich zum TiNo gefahren. Diagnose: bakterielle Infektion. Antibiotikum, Schmerzmittel und "ein Mittel, das den Bauch entspannt" hat er bekommen, dann ging es ihm wieder gut. Seit vergangenen Donnerstag füttere ich ihm eine andere Futtersorte (Belcando GF Lamb statt sonst Belcando GF Ocean). Kann sein, dass es damit zusammenhängt. Allerdings hat er die letzte Portion Futter ja komplett behalten. Ansonsten hat er sich Samstag zusammen mit seiner Freundin einen menschlichen Kackhaufen genehmigt... :-/ Den hat er aber gut "vertragen", wenn man das so sagen kann. Bis Dienstag Nacht wie gesagt, war ja alles gut. Fremdkörper im Magen schließe ich eigentlich auch aus. Was an Fremdkörper als mal aus ihm raus kommt, sind Reste von Stöckchen. Da kam aber dieses Mal nichts dergleichen mit.

    Akute Dinge, wie zum Beispiel Magendrehung, Darmverschluss, Pankreatitis schließe ich eigentlich aus, weil er dafür vom Allgemeinbefinden her zu fit ist.

    Ich werde ihn jetzt mal mit in die Arbeit nehmen, damit ich die Möglichkeit habe, ihn zu beobachten. In den Unterricht wird er aber nicht mitgehen. Falls er sich nochmal erbricht, werde ich am nachmittag wohl doch zum Tierarzt gehen. Ansonsten werde ich ihm wie gesagt erstmal Schonkost anbieten nach dem 24-stündigen Fasten...

    Habt ihr noch Ideen, was das sein könnte? Wie akut schätzt ihr die Lage ein? Notfalls könnte ich auch von der Arbeit aus kurz zum TA.

    Grüße und danke,
    Rafaela

  • Zu spät für Edit: Mir fiel grad noch ein, dass einige Wildtiere (v.a. Füchse) in der Gegend in letzter Zeit mit Staupe zu tun hatten. Dagegen ist er aber 2015 geimpft worden.

    Die letzte Entwurmung war im August.

  • Wie sehen die Schleimhäute aus?

    Wie ist die Temperatur?

    Ich würde auf jeden Fall auch erst mal nicht füttern und dann Schonkost anbieten, damit sich der Magen wieder beruhigen kann. Vielleicht was Homöopathisches für den Magen dazu geben.

    Wenn er weiter erbricht, würde ich zum TA.

    Leptospirose würde ich im Hinterkopf behalten (wegen dem Pfützenwasser).

  • Wie alt ist Newton denn? Bei einem jungen Tier würde ich mir vielleicht nicht sooo die Gedanken machen. Ab einem gewissen Alter kann so schlimmes Erbrechen ja aber hinweisen auf schlimme Erkrankungen. Und dann hört das Erbrechen auch wieder auf. Und fängt wieder an.
    Bei einem jungen Tier würd ichs machen, wie Du schreibst. Nicht für jede Magenverstimmung muss man für viel Geld zum Tierarzt. Bei nem älteren Tier würd ich zum Arzt, das kann ein Hinweis auf Nierenschäden etc. sein.

  • Danke für eure Beiträge.

    Newton wird im April 3. Schleimhäute sind ok. Kot hat er abgesetzt. Temperatur bekomme ich alleine nicht gemessen. Werde mal schauen, ob ich da nen Helfer organisieren kann am Nachmittag, falls wir nicht zum TA gehen. Sonst kann es ja da gemacht werden.

    Lepto behalte ich im Hinterkopf. Er ist zwar gegen die vier häufigsten Stämme geimpft, ich weiß aber, dass es da mittlerweile eine zweistellige Anzahl gibt...

    Heute morgen waren wir nur die kleine Löserunde. Jetzt liegt er neben mir im Lehrerarbeitsraum und pennt.

  • also ich würde solange seine Temperatur normal ist, seine Schleimhäute gut aussehen und er normalen Kot absetzt, ihn erstmal weiter beobachten und wie du schon vorhast Schonkost füttern. Wenn allerdings irgendwas davon sich ins negative verändert, sofort zum ta und auch wenns "nur" erbrechen ist auf eine ordentlich Untersuchung bestehen.
    Chaco hatte vor gut einem Jahr auch mal angefangen sich zu erbrechen, nach 2 Tagen dazu Durchfall bekommen. Er war fröhlich wie immer, der erste Ta hat aufgrund des guten Allgemeinbefindens erstmal nur ein Mittel gegen den Durchfall gegeben ohne gescheite Untersuchung (sind sofort hin als der Durchfall hinzu kam). Nach 2 weiteren Tagen hat er angefangen zu saufen wie ein Loch und hat ständig gepinkelt, daraufhin bin ich zu einem anderen Ta der wirklich umfangreich untersucht hat und raus kam eine akute Nieren-Becken-Entzündung und er musste sofort 3 Tage an den Tropf. Er wäre fast dran gestorben. Ich war wirklich schockiert weil er die Schmerzen die er hatte null gezeigt hat. Seitdem nehme ich banale Sachen wie Durchfall oder Erbrechen wirklich ernst.

    Chaco und Newton sind übrigens genau gleichalt seh ich grad :D

  • Danke. Falls sich was am Allgemeinbefinden verändert, oder er auf die Schonkost nicht "anspringt", werde ich sofort zum TA gehen.

    Ich renne in der Regel eher zu früh als zu spät zum Arzt. Auch bei mir selbst.

    Den Fasten- und Schonkost-Rat bekomme ich immer als erstes, d.h. das werde ich jetzt erstmal ohne tierärztliche Untersuchung ausprobieren.

    Ich habe diese Woche ausnahmsweise weniger Unterricht und kann ihn gut beobachten. Ein Glück.

  • Wenn MEIN Hund mehrmals am Tag kotzen würde, dann würde ich persönlich zum TA gehen und ihm bis dahin nichts geben, auch keine Schonkost.
    Bei 1-2-maliger Kotzerei würde ich mir eher nichts denken und den Hund 1 Tag fasten lassen und dann wieder mit kleinen Portionen normalem Futter beginnen.
    Bei Durchfall hat es hier immer Kartoffelbrei (nicht mit Milch, sondern mit Wasser) auf mehrere Portionen verteilt, gegeben. Der war dann am nächsten Tag wieder weg und dann habe ich das Trofu unter den Kartoffelbrei gemischt und die Menge stetig erhöht.

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