Hunde tauschen in der Hundeschule

  • Mein Hund darf durchaus seine Neugierde ausleben.

    Er darf zu Menschen hingehen, mehr als eine Fingerspitze wird ihn nicht berühren, weil er anfassen lassen blöd findet. Ich halte ihn ja nicht im goldenen Käfig.

    Das hingehen ist aber doch ein grosser Unterschied zum Mitgehen und Gehorchen.

  • Meine Trainerin darf mir meine Hunde gerne abnehmen.
    Erstens hilft es mir hin und wieder, von außen das Ganze zu sehen, um es selbst umzusetzen. Zum Anderen hilft es auch dem Trainer selbst die Situation besser zu beurteilen.
    Allerdings kennt meine Trainerin den einen Hund schon seit Jahren und den anderen seit wir sie haben. Und wir sind auch privat befreundet.

    Jemand fremdes, also ein normaler anderer Kursteilnehmer, würde meinen Hund niemals in die Hand bekommen.

  • Wir HH hier im Dorf haben uns ein kleines Hundetausch- Netzwerk geschaffen. Das ist durchaus Super praktisch.
    Zum einen hat man immer eine Möglichkeit das der Hund rauskommt, wenn man krank ist oder man kann z.b. auch mal zum Friseur, wenn der Hund ein Problem mit dem alleine sein hat usw. Ich finde es echt angenehm zu wissen mein Hund kann im Fall der Notwendigkeit dann auch mit anderen HH unangeleint ganz normal laufen wie immer und fühlt sich wohl und hört. Ich kenne einige der “Netzwerker“ bisher auch nur flüchtig, aber wir treffen uns ab und zu damit sich die Hunde auch kennen lernen können. Ganz fremd ist da natürlich keiner.

  • Und das macht sie mit? Interessant.
    Meine Beiden verweigern da komplett und völlig. Nicht weil sie Angst oder Stress hätten. Das ist für sie "Schmeißzeug" am anderen Ende der Leine, welches sie daran hindert zu mir zu kommen. Sie ignorieren fremde Personen die ihre Leine halten bzw finden sie lästig. Machen tun die mit den Leuten nix. Das ist in ihren Augen völlig indiskutabel. Ich dachte, es läge an der Rasse.

    Ein bißchen OT, aber weil gefragt wurde:

    Eine Leine kommt sowieso nicht ins Spiel, das ist mir ganz wichtig. Ein Handvoll Leckerchen oder ein Ball als Belohnung schon. Es geht auch nicht um grundsätzliche Gehorsamserziehung, das ist und bleibt allein meine Sache, ist ja auch in Caras Alter kein Thema mehr, sondern um Spaß und spielerische Beschäftigung. ZB durften Kinder Cara schon mal über Hürden führen und dabei lernen, wie man einen Hund ohne Zwang und ohne Leine zum gewünschten Verhalten bringt. Dabei mußten aber durchaus Kommandos gegeben und befolgt werden, wie Sitz, Warte, Hopp.
    Cara macht es Freude, sich Belohnungen zu verdienen, dafür gibt sie sich auch bei relativ fremden Menschen Mühe. ( Um nicht zu sagen, sie bettelt profimäßig mit allen Tricks :hust: ) Sie weiß trotzdem wohin sie gehört.
    Zugegeben, es gibt charaktervollere Hunde, die alle Menschen an sich abperlen lassen außer ihrer Familie und engen Bekannten. Zu denen gehört Cara nicht, sie war von Anfang an offen gegenüber Fremden und ist es bis heute geblieben. Daran mußte ich mich auch erst gewöhnen und auch erzieherisch gegensteuern, um aufdringliches Verhalten zu verhindern. Verbiegen will ich sie aber nicht, diese Kontaktfreude gehört halt zu Cara und ist ja auch Grundlage für unsere Tätigkeit als "Helfer auf vier Pfoten", wenn wir Schulklassen besuchen. Für die Kinder ist sie kein Streichelhund, aber ein Mitmachhund. Niemals bekommt aber ein Kind die Leine in die Hand!


    Dagmar & Cara

  • Ich stell mir das in nem Notfall ein wenig ungeschickt vor. Alltag ist ja das eine, aber wenn ich mit fetter Grippe und fast 40°C Fieber nicht mit den Hunde raus muss, hab ich auch nix dagegen.


    da frag ich dann aber auch keinen Wildfremden, sondern in der regel eine Person die ich kenne und bei der ich mir sicher sein kann, dass sie den Hund gehändelt bekommt.

    Also auch kein Grund in der Hundeschule jeden x Beliebigen am Hund rumzuppeln zu lassen :ka:

  • Sowas wäre für Emil der Supergau. Fremde Menschen, die ihn an der Leine haben. Das einzige, was der sehen würde wäre ich, egal wo ich bin und das andere Ende der Leine würde er ignorieren, bzw ausweichen. Nicht, dass ihr mich falsch versteht ich finde das nicht toll, oder will das so haben, aber Emil ist so. unsere Trainerin kennt ihn seit er ein Welpe ist. Er zeigt durchaus verhaltene Freude, wenn er sie sieht. Aber anfassen ist nicht. Auch die Leine nehmen ist nicht. Letztes Mal haben wir versucht ihn um zwei nebeneinander liegende kreise zu longieren. Das Problem ist nur, dass er nicht um den Kreis laufen will in dem sie steht xD . Kapiert schon, was wir wollen, bleibt aber bei mir.
    Vllt würde sowas klappen wenn ich ihn in eine Huta bringen würde, wo er mich nicht sieht. Aber ich fürchte, die könnten ihm nicht mal das Geschirr anziehen. Oder ihn an selbigem an-, bzw ableinen.

    Grundsätzlich würde ich ansonsten meiner Trainerin meinen Hund jederzeit anvertrauen, aber niemandem anderen in der Huschu, der selber am lernen ist, vermutlich einen komplett anderen Hund hat und damit genauso überfordert wäre wie Emil. Wer soll denn davon was haben :???:

  • Also einige Antworten gehen schon etwas in die Richtung: "Mein Hund darf nur mich als Gott haben, ich bin seine ganze Welt, und ich bin ein eifersüchtiger Gott." ;)

    Wir haben auch ab und an Hunde getauscht in der Hundeschule, mit vertrauten Trainingskollegen (nicht einen Wildfremden, den ich in der betreffenden Trainingsstunde erstmals getroffen habe!), und natürlich dem Einverständnis des HH. Nicht, um Andere am Hund "rumerziehen zu lassen", wie hier so oft entsetzt geschrieben wird, sondern um gutsitzende Tricks wie Stopp, Sitz, Richtungsanweisungen, etc in einem kleinen Parcours abzurufen. Es zeigt einem den eigenen Hund mal aus einem andern Blickwinkel, erlaubt einem, mal einen andern Hundetyp zu führen - sehr interessant.

    Natürlich macht man das nicht mit jedem Hund. Sicher nicht mit den komplett auf ihren Halter fixierten Hunden, für die die Welt sich auflöst, wenn sie ihn nicht anhimmeln können. Und auch nicht mit jenen, denen jedes Grundvertrauen in die Menschheit abhanden gekommen ist. Aber mit einem gut ausgebildeten Hund mit stabilem Gemüt und freundlichem Wesen ist das machbar und keine Traumatisierung. Da müsste ich meine Ausbildung hinterfragen, wenn meine Hunde nicht auf korrekt gegebene Signale einer Fachperson reagieren würden.

  • Also einige Antworten gehen schon etwas in die Richtung: "Mein Hund darf nur mich als Gott haben, ich bin seine ganze Welt, und ich bin ein eifersüchtiger Gott."

    So ähnlich ist es bei mir :headbash:

    sondern um gutsitzende Tricks wie Stopp, Sitz, Richtungsanweisungen, etc in einem kleinen Parcours abzurufen.

    selbst das würde ich ned machen.
    Denn irgendwie lernt der Hund ja dadurch trotzdem "okay also darf auch ein anderer mir Komandos geben".
    Und das möchte ich nicht.
    Es gibt nur einer meinem Hund ein Komando, und das bin ich. Man mag mich für ein A*****loch halten wie man will. Aber da gehe ich auch keine kompromisse ein. Genauso möchte ich auch nicht einen anderen Hund "unter Komando" haben der mir nicht gehört.

  • Wir machen diese Übung auch regelmäßig aber (!) ich wähle aus welcher Hund überhaupt mitmachen darf ( wir sind halt sehr Problemhundelastig) und welcher Mensch welchen Hund übernimmt

    Bringt beiden Seiten viel

    Zudem trichtere ich meinen Leuten immer wieder ein "Es ist EUER Hund und ihr MÜSST Stop sagen wenns zuviel wird, IMMER!"

  • Bei Kalle macht es keinen Sinn. Nicht weil er nur mich als Gott haben soll, sondern weil der werte Herr den Menschen - der ihn an der Leine hat - sofort testet. Das macht in meinen Augen keinen Sinn. Weder fuer den Hund, noch fuer die andere Person oder mich.

    Bei den Maedels und Pan haette ich kein wirkliches Thema damit. Aber auch da wuesste ich keinen Grund, wieso sowas stattfinden sollte.

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