Hund in der Silvesternacht absichtlich draußen gelassen

  • Ein wesensfester Labrador (zum Beispiel) ist schussfest. Ist er das nicht, besteht er den Wesenstest nicht und ist damit raus aus der Zucht.

    Was ist das denn für ein Unsinn; selbst wenn die Labradoreltern schußfest sind und den Wesenstest bestanden haben, heißt das doch noch lange nicht, daß die Welpen auch schußfest sein müssen.

    Ein Hund, der gerade als Welpe schlecht Erfahrung mit der Knallerei gemacht hat, kann für den Rest seines Lebens in der Hinsicht versaut sein.

  • Das mag ja alles sehr wichtig und interessant sein mit der Schussfestigkeit, ist aber komplett OT.
    Wie wäre es mit einem Thread zu dem Thema, da können die Experten sich austauschen. ;)

    Hier hilft es der Te nicht weiter.

    Das verhalten des HH finde ich unmöglich, denke aber auch, dass Polizei oder OA da nix machen können oder werden, außerdem ist es eh zu spät.
    Armer Hund.

    wie du schon sagst, ist eh zu spät.
    Meinungen dazu hat der TE genug gehört. Dadurch dass jetzt noch 10 schreiben wie blöd sie das finden, ändert sich auch nix mehr.
    Ich finde da kann man sich ruhig RafiLes interessanten Thesen widmen. Ich lerne immer gerne dazu xD

  • Was ist das denn für ein Unsinn; selbst wenn die Labradoreltern schußfest sind und den Wesenstest bestanden haben, heißt das doch noch lange nicht, daß die Welpen auch schußfest sein müssen.
    Ein Hund, der gerade als Welpe schlecht Erfahrung mit der Knallerei gemacht hat, kann für den Rest seines Lebens in der Hinsicht versaut sein.

    Wesensfestigkeit hat doch nichts mit Schussfestigkeit zu tun. Nichts davon bedingt sich. Einem Hund kann ein Schuss egal sein, Silvesterknallerei jedoch nicht... Verhalten, Wahrnehmung, Einschätzungen, Wertigkeiten VERÄNDERN sich ein Leben lang. Wenn im Wesenstest steht, dass der Hund schussfest ist, dann WAR es er zu diesem Zeitpunkt unter den gegebenen Bedingungen. Das ist fernab von Allgemeingültigkeit.

  • Ich find es auch unmöglich und hätte mit Sicherheit die Polizei informiert. Wenn sie nichts unternommen hätten, dann wäre es zumindest schon mal aktenkundig. Ist nicht unbedingt vorteilhaft für den Halter, falls mal wieder irgendwas ist!

    Allerdings bin ich auch ein Freund von zügigem Handeln...

    Wenn man das verpasst gilt der Grundsatz "Hätte, hätte, Fahrradkette..."

  • Wesensfestigkeit hat doch nichts mit Schussfestigkeit zu tun. Nichts davon bedingt sich. Einem Hund kann ein Schuss egal sein, Silvesterknallerei jedoch nicht... Verhalten, Wahrnehmung, Einschätzungen, Wertigkeiten VERÄNDERN sich ein Leben lang. Wenn im Wesenstest steht, dass der Hund schussfest ist, dann WAR es er zu diesem Zeitpunkt unter den gegebenen Bedingungen. Das ist fernab von Allgemeingültigkeit.

    Auch, wenn sich die Schussfestigkeit im Laufe des Hundelebens verändern kann, wird sie dennoch beim Wesenstest der meisten Retriever verlangt. Und, wie ich schon geschrieben habe, ist der bestandene Wesenstest obligatorisch für die spätere Zuchtzulassung.

    Darum ging es.

  • Ich würde behaupten, dass die Schussfestigkeit der Elterntiere auch beim Labrador nicht im Welpenalter geprüft wird und dort genau so "auftrainiert" wurde, wie bei jedem anderen Jagdhundewelpen. Einen Hundewelpen - Jagdhund oder nicht - der von Anfang an schussfest ist, also ruhig neben mir sitzen bleibt, während ich zum allerersten Mal eine Schrotflinte abfeuere, würde ich persönlich sofort zum Tierarzt bringen und auf Taubheit oder sonstwelche neurologischen Ausfälle untersuchen lassen.

    Klaro, eine gewisse Veranlagung gehört sicher dazu. Einen total unsicheren Hund bekommt man womöglich niemals schussfest. Aber dass man die nicht mehr trainieren muss und der Welpe das einfach so von Anfang an hat, hab ich persönlich noch bei keinem Jagdhund erlebt, wobei ich jetzt zugeben muss, dass da keine Labradore dabei waren.

  • JEDER Hund sollte schußfest sein. Stell Dir vor, Du läufst im Wald mit Deinem Hund, irgendwo schießt ein Jäger (die melden ihre Jagden ja net vorher bei den Hundebesitzern an *gg), und Deiner erschrickt so sehr, daß er abhaut - herzlichen Glückwunsch.....
    Hab auch schon mal ne Rettungshundeprüfung erlebt, bei der ein nicht schußfester Aussie (ja ausgerechnet Aussie....) geprüft wurde. Wie der bis zu der Prüfung vorgedrungen war (im Einsatz gibt´s noch ganz andere Geräusche, wie zB Hubschrauber, die über einem suchenden Hund das Gelände mit der Wärmebildkamera absuchen!), ist mir ein Rätsel, aber naja.... Kam, wie´s kommen mußte: ein Schuß irgendwo im Wald während der vorgeführten Unterordnung, und der Hund war schlichtweg nicht mehr konzentriert zu kriegen vor Angst. Die konnt mit ihrem Hund wieder heimfahren......

    Und daß Schußfestigkeit angeboren ist, wage ich zu bezweifeln. Es gibt vielleicht zuchten mit nervenstarken oder -schwachen Hunden, in denen mit nervenschwachen Hunden bewußt nicht weitergezüchtet wird - das heißt aber sicher noch lang net, daß die Welpen auf die Welt kommen und beim ersten Schuß fröhlich Party feiern, weil Schußfestigkeit ja in den Genen liegt..... Da muß man schon trotzdem dran arbeiten.

    Wenn ich weiß, dass mein Hund derart schreckhaft ist, leine ich ihn nicht ab. Punkt.

    Ach - und wofür bitte brauche ich den Test der Schußfestigkeit, wenn diese doch in der Zucht oder in der Linie oder beim seriösen Züchter liegt? Dann könnte ich mir den doch sparen, weil ich weiß, das ist ein seriöser Züchter, oder der Hund kommt aus Arbeitslinie..... Allein diese Frage zeigt doch schon, daß Deine ursprüngliche Behauptung so nicht stimmen kann.

    Wie gesagt, der Wesenstest dient zur Nachzuchtkontrolle. Mangelnde Schussfestigkeit führt zum Nichtbestehen des Tests. Ein nicht bestandener Test führt dazu, dass zumindest dieser Hund aus der Zucht rausfällt. Je nachdem wie die Wesensteste der Vollgeschwister ausfallen, kann das auch Auswirkungen auf das weitere Vorgehen des Züchters haben. Ein Wurf, in dem alle Nachkommen sehr viel versprechend sind, wird eher wiederholt als ein Wurf in dem die Hälfte den Wesenstest nicht bestanden hat...

    Im FCI Standard Nr. 122 steht nichts von Schussfestigkeit.
    In der Zuchtordnung des DRC steht, daß ein bestandener Wesenstest (unter anderem) die Voraussetzung für die Zuchtzulassung ist. Bestandteil des Wesentest ist die Prüfung der Schussfestigkeit.

    Mit anderen Worten, der Wesenstest hat nichts mit der Nachzuchtkontrolle zu tun, sondern sehr wohl mit der Zuchtzulassung.

    Einen Hund in der Silvesternacht allein draußen lassen, nein, ich sag´s lieber nicht :mute:

    Kennst du die Wesenstest-Ordnung des LCD? Natürlich ist der Wesenstest auch Voraussetzung für die Zuchtzulassung. Aber im Regelwerk steht unmissverständlich drin, dass er Teil der Nachzuchtkontrolle ist. Genauso wie das HD-/ED-Röntgen übrigens...

    Sorry aber kein züchter kann mich nach dem Kauf dazu zwingen irgendeine prüfung zu machen ! Ein KAufvertrag hat nur den Zweck Lückenlos den Besitzerwechsel und die höhe des preises fest zu legen und so dem kläufer etwas in die Hand zu geben was den mündlichen Kaufvertrag bestätigt und Wasserdicht macht. MAn geht mit einem KAufvertrag keine verpflichtungen zu prüfungen etc ein. Wäre ja Wahnwitzig.
    Es sei denn du hast dich jetzt etwas unglücklich ausgedrückt und iche s falsch verstanden.

    Zu glauben das ein Hund Schussfest geboren wird finde ich sehr weit hergeholt. Auch mit Jagdhunden muss entsprechend gearbeitet werden. Einen Jagdhund irgendwann aus dem zwinger zu ziehen und dann zu sagen "Aber der ist jetzt Schussfest" ist lachhaft. Ein hund der nicht vernünftig aufgewachsen ist egal wer der Züchter ist wird nicht der Rasse wegen zwingend Schussfest sein.

    Das ist schlicht unlogisch. Und ich erwarte das auch nicht egal ob VDH Züchter what ever. Deswegen zu sagen "Unseriös" ist frech und über den Kamm geschoren.

    Sobald ich zuhause bin, schicke ich dir gerne ein Foto von der Passage im Kaufvertrag. Ich kenne keinen LCD-Hund bei dem das nicht dort verankert ist. Genauso wie das Röntgen.

    Was ist das denn für ein Unsinn; selbst wenn die Labradoreltern schußfest sind und den Wesenstest bestanden haben, heißt das doch noch lange nicht, daß die Welpen auch schußfest sein müssen.
    Ein Hund, der gerade als Welpe schlecht Erfahrung mit der Knallerei gemacht hat, kann für den Rest seines Lebens in der Hinsicht versaut sein.

    Deswegen sagte ich ja, die weitere Aufzucht spielt eine große Rolle.


    Ich kenne zumindest keinen Labardor (auch keinen der jagdlich eingesetzt wird) bei dem die Schussfestigkeit explizit trainiert wurde.

    Aber toll, dass sich alle so gut auskennen, wo doch keiner von euch einen Labrador hält...

    OT Ende. Ich bin raus.

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