Hundeerziehung "Lass uns drüber reden" vs. "Strafe"
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Moin,
ich bin neu hier, Ersthundebesitzerin und über 1.000 EUR los, um festzustellen, dass es die unterschiedlichsten Methoden für die Hundeerziehung gibt. Begonnen habe ich mit Welpenschule in der der ich lernte dem Hund Zirkustricks beizubringen wie Sitz, Platz, Hier, Lauf, ach ja und den Namen lernten wir. In der Junghundeschule dann lernten wir noch Decke dazu. Prima. Wir lernten auch über Gitter zu gehen und mit anderen Hunden zu spielen. Aber hören wollten wir nicht. Kein Rückruf, keine Bindung, kein Stop an der Straße.Gut, jetzt konnte ich den Hund an die Flexileine nehmen und gut ist aber das ist mir zu blöde. Also nächster Trainer her. Wieder 500 EUR weg. Dieser aber sagt, in 10 Stunden habe ich einen 1+ Hund ansonsten gibt es das Geld zurück. Toll sagte ich. Was bedeutet 1+ Hunde ? Wir lernen 5 Kommandos. Mehr nicht. Danach kann der Hund zurück kommen, ohne Leine und Halsband in der City laufen, vor dem Cafe warten wenn ich reingehe (nicht angebunden) und liebt mich heiß und fettig. Cool, das will ich haben. 10 Wochen ? Super. Her damit.
Was soll ich euch sagen die ersten Trainings also bei den ersten Trainern waren eher so "lass mal drüber reden". Hund alleine lassen in 1 Mio Schritten aufbauen. Das dauert ewig und bringt wenig Erfolge.
Die andere Methode war mit einer Strafe. Also nicht Gewalt sondern ein Befehl mit Knuff und Lob + Leberwurst dahinter. Alles andere Leberwurst Training - pro Woche 1 Kommando. Ich habe einen Terrier und der kommt mit 5 Monaten nach nur 4 Stunden Unterricht aus 4-5 Hunden im Wald vom Spielen bei Rückruf zu mir. Klasse oder ? Und zwar hüpfend und schwanzwedelnd und mit Karacho. Also gerne. Krass.
Wie seht ihr das ? Welche Methode wendet ihr so an ? Wie sind eure Erfolge ?
Wenn man genau nachfragt, so wenden die Hundehalter, deren Hunde wirklich ohne Halsband hören auch eine Strafe an beim Aufbau der Kommandos auch wenn das in D verpönt ist. Ebenso wie Boxenhaltung beim Alleine Bleiben.
Ich bin gespannt was ihr so sagt.
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Hi,
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Kannst du hier nachlesen: Wie wird mein Hund erzogen und warum genau so?
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Wenn man genau nachfragt, so wenden die Hundehalter, deren Hunde wirklich ohne Halsband hören auch eine Strafe an beim Aufbau der Kommandos auch wenn das in D verpönt ist.
Also, meine hören mit und ohne Halsband genauso gut. Kann da keinen Unterschied feststellen in der Hörfähigkeit. Außer bei der tauben Hundeuroma. Oder sitzt das auf den Ohren?
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Naja, was soll man dazu sagen?
Wenn man bei einem jungen Hund über Strafe aufbauen möchte. Vor allem, finde ich schlimm, dass er das bei allen Hunden gleich macht. Würde ich hier zuhause genau gleich erziehen oh je.Und nein, ich halte nichts davon. Überleg dir doch mal, du sollst schreiben lernen. Jedes Mal wenn du was falsch machst, dann haut dir jemand auf die Finger, hast du etwas richtig bekommst du einen Keks. Was das ein krasser Druck ist.
Ach ja, mein Hund kann ohne Halsband und alles laufen, musste nie zu Gewalt greifen. Also tut mir Leid deine Theorie widerlegen zu müssen. Es kommt einfach auch auf den Hund drauf an, ob er ganz frei laufen kann. Da sind nich Aspekte wie Verträglichkeit, Jagdtrieb etc. zu beachten. Aber pauschalisieren ist sicherlich einfacher. Bzw. schau dir doch mal die Hunde an die es können.
Vergessen, unser alter Hund, da hatten wir tatsächlich nie was dabei (manchmal ein Halsband, je nachdem mit wem er gelaufen ist). Der wurde auch nie geknufft oder so ein Mist.
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Mit 5 Monaten habe ich bei meinem Hund noch keine Perfektion erwartet, sondern alles langsam und in Ruhe aufgebaut. Ohne Knuff.
Ich kann Cara überall ohne Leine führen und behaupte mal, daß sie sehr gut erzogen ist.
Dagmar & Cara
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Ich habe 4 Hunde und alle sind eigentlich unterschiedlich erzogen.
Meine Alte ist immer schon sehr sensibel gewesen (BC-Hälfte in ihr
) eine deutliche Korrektur (Und sei es nur ein Fußaufstampfen) wäre für sie ein Weltuntergang gewesen.Allerding brauchte sie eigentlich auch gar keine Erziehung, sie ist mir und meiner damaligen Ersthündin sowieso immer und überall hin gefolgt, nachdem sie mit 7 Monaten einen schweren Unfall hatte, habe ich bis zum heutigen Tag (sie ist jetzt 12,5 Jahre) auch auf die üblichen "Tricks" wie Sitz, Platz... verzichtet.
Sie läuft halt mit und ist immer dabei.Meine "Rote Hexe" braucht deutliche Grenzen, sonst überlegt sie sich ständig, wie sie ihren Lebensbereich ausdehnen kann.
Es kann schon mal vorkommen, dass ihr eine Leine vor die Füße fällt oder sie lauter angemeckert wird, im Zusammenhang mit einem sehr energischen Befehl.
Sie ist aber auch gänzlich unsensibel was das angeht, akzeptiert dann die gesetzte Grenze und macht innerhalb ihres Bereiches ihr Ding (bevorzugt im Wald Fährten von Wild auslesen
)Die beiden anderen liegen dazwischen, der Rüde will einfach nur mein Liebling sein und tut alles, was er kann und versteht, die Mutter der beiden will auch gefallen und mitarbeiten ohne Ende, mitunter geht ihr etwas schräger Humor mit ihr durch

Alle 4 machen absolut keinen Unterschied ob sie Halsband tragen oder nicht, warum auch?
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Ich bin mir nicht sicher, ob dein Erlebnis aussagekräftig ist.
Problem 1:
Wenn dein Hund *jetzt* erst 5 Monate alt ist, dann war er während deiner ersten Hundeschule vielleicht einfach noch zu jung,
und es klappt jetzt so gut, weil es einfach am Alter gelegen hat.Meiner ist jetzt 6 Monate und lernt mit jedem Monat den er älter wird besser. Er kann sich besser konzentrieren und besser erinnern.
Problem 2:
Hast du den Rückruf schon immer mit Leberwurst bestärkt, oder erst jetzt?Ich glaube es war am Anfang Unfähigkeit und nicht Unwilligkeit, dass er gar nicht mitbekommen hat, das da gerade jemand ruft.
Kleine Kinder haben auch verglichen zu Erwachsenen eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit und "träumen" =kriegen das Wichtigste nicht mit, weil sie eine Kleinigkeit völlig fesselt.Er später hat man den Überblick verschiedene Dinge gleichzeitig im Blick zu haben.
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Öh, der Hund ist 5 Monate, oder? Na, ich würde die Pubertät abwarten, wovor ich in Punkte Erziehung die Füße hochlege. So einfach ist das meist nicht ...
Zur Frage: Es gibt Kommandos und es gibt Erziehung. Ich würde nie versuchen, meinem Hund ein neues Kommando, einen neuen Trick gezielt mit Strafen beizubringen. Der darf das erst in Ruhe kapieren und sich drüber freuen, dass er etwas Neues gelernt hat.
Erst wenn ein Kommando gut sitzt, der Hund aber Besseres zu tun hat, als zu Hören, forde ich das auch mit Nachdruck ein. Und je nach Hund kann man da doch schonmal die Stimme heben, sich ihm in den weg stellen, ihn wegdrängeln oder -schicken oder ihm beherzt in die Seite greifen. Hab ich kein Problem mit und weh tut es auch nicht.
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Hallo,
bei einem (so jungen) Hund mache ich mir nur Gedanken darüber, "wie erkläre ich ihm, was er machen soll" anstatt "falsches" Verhalten zu bestrafen.
Die Boxenhaltung ist beim Alleine bleiben in Deutschland verpönt?
Ich empfinde einen anderen Trend, wobei ich das für tierschutzrelevant halte.LG Themis
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Ich frage mich, was du eigentlich erwartest?
Du gehst 1x die Woche in die Hundeschule und erwartest, dass das im Alltag auch einfach so klappt?
Du erwartest, dass ein Hund nach 10 Stunden perfekt funktioniert?
Ich sage dir, was meine Erziehungsgrundsätze sind:
1. Man muss immer im Kopf haben, was für einen Hund man da hat: Alter, Vorerfahrung, Veranlagung.
2. Man braucht Zeit, Geduld und Einfühlungsvermögen
3. Es ist IMMER der Mensch schuld, nie der Hund.
Wenn ein Hund nicht tut, was du willst, dann kann das einen von drei Gründen haben:
1. Er versteht dich nicht - 100% Halterfehler, Strafe sinnlos.
2. Er kann nicht tun, was du willst - zu aufgeregt, gestresst, zu hohe Ablenkung, nicht ansprechbar. In diesem Zustand kein Lernen möglich - Strafe sinnlos.
3. Er will nicht. Kommt vor, aber viel seltener als 1) und 2). In diesem Fall, und nur in diesem Fall, kann eine Strafe das gewünschte Ergebnis bringen. Aber nur, wenn du deine Emotionen unter Kontrolle hast und dein Timing perfekt ist.
Besser: die Motivation des Hundes erhöhen.Freilich kann man mal die berühmten "Grenzen setzen" unter bestimmten Umständen, das will ich gar nicht bestreiten (da gibts auch die verschiedensten Wege). Dadurch lernt der Hund aber nicht Dinge wie Rückruf, Warten usw.Dafür muss er lernen, und nicht nur gedeckelt werden.
Bei einem 5 Monate alten Hund hast du es zu 50% mit 1) zu tun und zu 50% mit 2). Die restlichenProzent sind dann 3)

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