Hundeerziehung "Lass uns drüber reden" vs. "Strafe"
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Manno, ich bin wohl nicht so gut im Schreiben...
ich zwicke keinen mehr in die Seite. Das wurde ein einziges mal gemacht, um einen Befehl aufzubauen und wurde direkt mit Leberwurst belohnt. Der verbindliche Rückruf.
Ich kann noch den Leckerli Rückruf (klappt oft) mit Pfiff bzw. Jodler
den Hier Ruf (dann läuft der Hund neben mir)
Sitz (heißt nicht bewegen in der Position die der Hund gerade will)
Nein (verbindlicher Rückruf ohne wenn und aber) ist der mit 1 x zwicken im Leben
Hopp (ins Auto springen)That´s it.
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Dein Hund ist 5 Monate alt. Dass du da überhaupt zwicken 'musstest'. Was meinst du was da noch kommt! Und dann?
Ich verstehe dich schon, finde es aber Mist. Erstrecht wenn man sich über ähnliche Methoden pikiert. Augen verschließen irgendwie....
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Was soll ich euch sagen die ersten Trainings also bei den ersten Trainern waren eher so "lass mal drüber reden". Hund alleine lassen in 1 Mio Schritten aufbauen. Das dauert ewig und bringt wenig Erfolge.
Die andere Methode war mit einer Strafe. Also nicht Gewalt sondern ein Befehl mit Knuff und Lob + Leberwurst dahinter. Alles andere Leberwurst Training - pro Woche 1 Kommando. Ich habe einen Terrier und der kommt mit 5 Monaten nach nur 4 Stunden Unterricht aus 4-5 Hunden im Wald vom Spielen bei Rückruf zu mir. Klasse oder ? Und zwar hüpfend und schwanzwedelnd und mit Karacho. Also gerne. Krass.
Wie seht ihr das ? Welche Methode wendet ihr so an ? Wie sind eure Erfolge ?
Kleinschrittiger Aufbau bringt erwiesenermaßen deutlich bessere Erfolge, zumindest auf lange Sicht betrachtet. Strafen muss man ebenso häufig wiederholen wie Belohnungen, es sei denn, man korrigiert so heftig, dass die Hemmung größer ist als das Bedürfnis des Hundes, dann bewegt man sich jedoch meist im tierschutzwidrigen Bereich.
Du hast einen Junghund, es ist kein Wunder, dass er erst mal gut hört - das ändert sich noch und genau das ist normal: Der Hund wird erwachsen, seine Hormone "spielen verrückt", er "testet aus".
Positive Strafe und positive Verstärkung in Kombination mildert auf Dauer die Strafe ab, außerdem erzeugt man ohne sauberen Aufbau (kleinschrittig!) kein sicheres Kommando; irgendwann kommt der Moment, in welchem dem Hund sein Bedürfnis wichtiger ist als die Strafe und er ignoriert das Kommando. Dann muss man, will man den Weg der Strafe weiter gehen, noch heftiger strafen, um das beim nächsten Mal zu verhindern. Ein sicheres Kommando (solange geübt, bis es in jeder Situation ohne Strafe sitzt) wird vermutlich befolgt werden - in diesem Fall muss man aber auch dafür Sorge tragen, dass der Hund das Kommando nicht missachten kann (mittels Leine) und das Kommando nur dann geben, wenn man sicher ist, dass es befolgt wird oder man eingreifen kann. -
Yepp - dein Hund ist noch sehr jung. Wobei mir der Zusammenhang zwischen Rückruf und Zwicken noch schleierhaft ist - wie kann ich einen Hund zwicken wenn er nicht zu mir kommt?
- ich gehe hin und zwicke...... was soll er daraus lernen??
- ich warte bis er eeeendlich kommt und zwicke...... was soll er daraus lernen??
- ich angel ihn mit der Leine ran und zwicke........ was soll er daraus lernen??Was ein 5-monatiger Hund kann, sagt noch nichts aus. Warte mal ab, Pubertät und die Zeit des bunten Kaugummis im Kopf und Hormonen in allen Körperteilen kommt noch. DANN wirst du gefordert - wie hast du vor, dann auftretende Erziehungsprobleme zu lösen?
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Du liebe Güte sind hier wieder viele perfekte Hundehalter unterwegs.
Hier beschreibt eine Ersthundhalterin ihre Erfahrungen in mehreren Hundeschulen/mit mehreren Hundetrainern und schon wird schön drauf los kritisiert und belehrt (wem der Schuh passt soll ihn anziehen - die anderen mögen den voran gegangenen Satz einfach ignorieren :-). Im Ernst, allein die Tatsache dass die TE sich von Anfang an durch "eigentlich Wissende" begleiten lässt finde ich schon lobenswert und ist so viel mehr als das was ich hier so sehe.
Sie misshandelt ihre Hunde nicht, sondern sammelt mit Unterstützung von "Professionellen " ihre Erfahrung. Wie wir alle wissen, tummeln sich überall schwarze und halb schwarze Schäfchen, und Anfängerfehler haben wir alle zu hauf gemacht.Liebe TE, ich wünsche Dir weiterhin viel Motivation, Nervenstärke und liebevolle Konsequenz bei der Erziehung Deiner Hunde. Ich für meinen Teil finde Deine Herangehensweise gut. Höre auf Dein Bauchgefühl, beibe offen für Sachkundigkeit und achte auf Deine Hunde. Jeder Hund ist anders und sie alle brauchen im Detail individuelle Führung und Erziehung. Der eine ist so weich und sensibel, dass ein zu lautes Flüstern schon zu viel ist. Der nächstes benötigt tatsächlich körperliche Unterstützung, wenn seine Aufmerksamkeit bei entsprechender Reizlage zu weit weg driftet.
Ich habe die Erfahrung bei meinem unsensiblen Bollerkopp gemacht, dass ein festes aber sanftes Berühren der Flanke schon ausreichend ist (wenn dieses Körperkommando entsprechend aufgebaut wird) um die Aufmerksamkeit auch bei hoher Reizlage zurück zu holen. Halte Dir stets vor Augen dass Du Hundekinder hast, und dass diese liebevoll konsequent durchs Leben geführt werden wollen.
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Niemand erhebt hier den Anspruch, perfekt zu sein. Es wird lediglich (aus Erfahrung) geschrieben, warum der Weg, den die TE geht, nicht optimal respektive nicht einmal gut ist.
Dass nicht jede Hundeschule gute Arbeit leistet, ist lange bekannt. Es ist nichts Falsches daran, wenn man darüber aufklärt und mitteilt, dass positive Strafe eher nicht geeignet ist, um einen Hund zu erziehen. Es passiert doch häufig genug, dass Hundetrainer abenteuerliche Trainingsmethoden propagieren und an ihre Kunden weitergeben, das wurde hier in vielen Threads hinreichend diskutiert.Unter liebevoller(!) Konsequenz verstehe ich in keinster Weise, dass der Hund gezwickt wird, schon gar nicht, wenn er das Kommando nicht einmal beherrscht.
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Das EP klang aber so, als ob die TE die "Straf-Fraktion" verteidigen wolle à la "nur über Strafe werden Hunde perfekt erzogen".
Und gleichzeitig die "Wattebauscher" in Frage stellt "Das dauert ewig und bringt wenig Erfolge"Und nein, ich bin keine perfekte HHin, aber ich halte mich in meiner Erziehungsmethode an die Lerngesetze von Säugetieren. Und das beinhaltet erstmal nicht Flankenzwicken als wissenschaftlich erwiesenen Weg, sondern die Erhöhung von Motivation und die geschickte Lenkung der Bedürfnisse des Hundes.
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Das ist Interpretationssache. Ich führe seit > 20 jahren Hunde > 35kg. Davon einer der voll ausgewachsen zu mir kam und einer mitten in der Pubertätsphase - beide mit schlechter Auslandsvergangenheit. Wenn ich sage liebevoll konsequent, gehört dazu trotzdem, dass ich körperlich einwirke wenn mir die Aufmerksamkeit von einem der Buben ansonsten vollends entgleitet. Das widerspricht dem Erziehungskonzept "liebevoll konsequent" meines Erachtens kein Stück.
Und mal ernsthaft, wenn hier eine Userin schreibt sie hätte 1x (!) ihren Junghund in die Seite gezwickt und weiß heute - das reichte bzw. ist nicht notwendig - dann ist das für mich weder Erziehungsfehler noch Anlass genug in insgesamt mehreren Beiträgen in einem Forum drauf herumzureiten. Das sehen andere aber ganz offensichtlich anders - geschenkt.
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Nun, mir kommen diese Beiträge so rüber, als ob die TS uns erklären will, wie leicht es doch ist, mit nur einem Kniff, einen Junghund von 5 Monaten zum Gehorsam zu bringen.
Ich habe hier einen 5 Monate alten Jungrüden und da wird nicht gekniffen, gebufft oder dergleichen.
Da wird gezeigt und geübt, gelockt und belohnt, solange bis Hundekind verstanden hat, was ich von ihm will.Und in 3 Monaten werden wir das Ganze noch einmal von vorn beginnen

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Nun, mir kommen diese Beiträge so rüber, als ob die TS uns erklären will, wie leicht es doch ist, mit nur einem Kniff, einen Junghund von 5 Monaten zum Gehorsam zu bringen.
Ich habe hier einen 5 Monate alten Jungrüden und da wird nicht gekniffen, gebufft oder dergleichen.
Da wird gezeigt und geübt, gelockt und belohnt, solange bis Hundekind verstanden hat, was ich von ihm will.Und in 3 Monaten werden wir das Ganze noch einmal von vorn beginnen

Gaby, und ich bin mir sicher, zu dieser Erkenntnis wird sie ganz schnell kommen - das alles was jetzt scheinbar einigermassen funktioniert den Rest des Hundelebens noch mehrere zigtausend Male wiederholt werden muss

Und ich habe die TE eher so verstanden, dass von den Trainingsinhalten die sie bisher hatte es die bisher wirkungsvollste war. Dies wiederum ist meines Erachtens einer schlechten Qualität der bisher kennengelernten Hundetrainer geschuldet. Nur, was willst Du machen als Anfängerin auf der Suche nach Hilfe? Immerhin sucht sie nach Hilfe - von Anfang an. Im Leben selbst, hier im Dogforum. Das ist für mich Engagement und echtes Interesse am Hund - der Wille es gut und richtig zu machen. Aber anstatt das mal positiv zu erwähnen schiessen sich hier schon wieder zu viele auf "Fehler" ein. Ist es nicht möglich einen Anfängerthread mal so zu behandeln und kommentieren wie die Kritiker hier Hunde erziehen wollen? Nämlich positiv verstärkend und wohlwollend? Hört dieses Einstellung bei Menschen auf?
- Vor einem Moment
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