Hundeerziehung "Lass uns drüber reden" vs. "Strafe"

  • Meiner Meinung nach darf man Strafen aber eben nicht in einen Topf werfen.
    Ich 'strafe', also korrigiere auch, aber würde nie auf die Idee kommen so körperlich zu werden und den Hund zu 'knuffen'. Zudem der Hund mit fünf Monaten wie mehrfach erwähnt vermutlich noch nicht sicher in den Kommandos ist.

    Klar gibt es Hunde, die wollen gefallen, aber ich finde genau bei denen kommt man sehr gut ohne Körperliches aus.

  • Da die Fragen der TE sich auf Grundsätzliches bezogen, ihre Schilderungen sich jedoch auf ihren Hund beschränkten, bleibt m.E. gar keine andere Möglichkeit als beides zu vermischen, wenn man auf ihren Post in seiner Gesamtheit eingehen möchte.

    Eine korrekte Strafe ist hier, soweit ich das vom Lesen beurteilen kann, nicht gegeben, diese wäre daran gebunden, dass das Kommando grundsätzlich zuverlässig ausgeführt wird und dass der Hund direkt bei Missachtung bestraft wird.
    Genau darum finde ich es in diesem konkreten Fall, aber auch generell bei Ersthundehaltern, sinnvoll, so positiv wie möglich zu arbeiten. Bei korrekter positiver Verstärkung ist es nach meinem Empfinden sehr viel leichter, richtig zu erziehen und keine Nebenwirkungen herbeizurufen als bei Strafanwendung. Wenn man ein Gefühl für den Hund entwickelt hat und die Kommandos soweit sitzen, kann man noch immer (korrekt) strafen oder eben nicht, aber im Aufbau zu strafen ist einfach ein Fehler.

  • Wenn es nicht gut läuft kann man immer noch schauen, ob man tatächlich Fehler gemacht hat.

    Es wird doch immer schwieriger Fehlverhalten, zu korrigieren, grade für einen Anfänger. Sowohl beim Hund, als auch bei sich selber. Wenn ich dich falsch verstehe, dann bitte entschuldige.

  • Es wird doch immer schwieriger Fehlverhalten, zu korrigieren, grade für einen Anfänger. Sowohl beim Hund, als auch bei sich selber. Wenn ich dich falsch verstehe, dann bitte entschuldige.

    Ich glaube tatsächlich, dass du mich da falsch verstanden hast.

    Die TS schrieb happy, dass es nach anfänglichen Versuchen unter Traineranleitung, die nicht funktioniert haben, jetzt gut funktioniert. Und zwar so, dass ihr Hund hört, aber fröhlich und frei dabei ist. Und genau darauf war es gemünzt: Wenn das irgendwann nicht mehr der Fall ist, muss man halt gucken, wo man sich nen Fehler reingearbeitet hat. Nicht jetzt schon sagen, dass es falsch ist.

    (Wenn es andersrum gewesen wäre, hätte es glaube ich, hier nur Beifall gegeben. Also wenn sie gesagt hätte: unser erster Trainer hat uns gezeigt, wo wir strafen. Alles nach hinten losgegangen. Hund total meidig und misstrauisch. Jetzt arbeiten wir nur positiv. Und es klappt! Hund total happy! - Ich glaube nicht, dass es dann ähnliche Reaktionen gegeben hätte a la "warte mal ab! Das ist falsch und funktioniert nicht." oder ähnliches.)

  • Wenn es andersrum gewesen wäre, hätte es glaube ich, hier nur Beifall gegeben. Also wenn sie gesagt hätte: unser erster Trainer hat uns gezeigt, wo wir strafen. Alles nach hinten losgegangen. Hund total meidig und misstrauisch. Jetzt arbeiten wir nur positiv. Und es klappt! Hund total happy! - Ich glaube nicht, dass es dann ähnliche Reaktionen gegeben hätte a la "warte mal ab! Das ist falsch und funktioniert nicht." oder ähnliches.

    Das denke ich auch, aber nicht, weil positive Erziehung ein Allheilmittel ist, sondern weil das nun mal mögliche Konsequenzen bei falscher Strafe sind. (Dass es auch beim Markern und Belohnen negative Nebeneffekte geben kann, ist mir klar, dennoch sind diese meist deutlich geringer und man muss m.E. einiges dafür falsch machen)
    Würde die TE schreiben, dass sie ihren 5-jährigen Hund abstraft, wenn er die sichere Ablage, die er seit 4 Jahren zuverlässig ausführt, sausen lässt, damit er zu einem anderen Hund rennen kann und sie mittels angemessener Strafe erreicht hat, dass er nun verweilt, wohingegen er bei reiner Belohnung des erwünschten Verhaltens dennoch aufgestanden ist, hätte kaum jemand was kritisiert.

    (Darüber hinaus glaube ich nicht, dass der Hund so happy ist, wenn man ihn zwickt)

  • Aber der Hund ist erst 5 Monate alt. Wenn sie ihn im Alter von 8 Wochen bekommen hat, hat sie ihn 3 Monate und da hat sie schon zwei Trainer durch und 1.000.-- Euro dafür ausgegeben?

    Sie kann doch mit dem ersten Trainer, der ihr zu langwierig vorging, noch gar nichts erreicht haben. Das Tier ist doch viel zu jung.

    Mir kommt es halt so vor, als ob da wieder jemand ganz schnell, auch über rigide Maßnahmen, einen Junghund erziehen möchte. Liebevoll konsequent und geduldig sieht anders aus.

  • ich zwicke keinen mehr in die Seite. Das wurde ein einziges mal gemacht, um einen Befehl aufzubauen und wurde direkt mit Leberwurst belohnt. Der verbindliche Rückruf.

    Entweder war das ein sehr einflussnehmendes Zwicken das einmal anwenden gereicht hat oder hier wurde schlicht eine Übung falsch aufgebaut.
    So oder so erschließt sich mir nicht der Sinn eines einmaligen Zwickens in der Hundeerziehung.

    Liebe Te, unsere beiden Hunde unterscheiden sich sicherlich wie Tag und Nacht und zwar in allen Bereichen. Ich gebe dir recht, Schnauzengriff und anbrüllen muß beim Hund nicht sein. Aber wenn das Zwicken nur einmalig war, vermut ich mal das es sowieso total unnötig war. Als Ted 5 Monate alt war, war ich auch der Meinung, die Erziehung flutscht ja wie von selbst, der Hund ist so easy... dann kam die Pubertät. :roll: Mittnerweile beherrscht er nur noch sitz und platz gut (nicht perfekt) und der Rückruf..na ja-schweigen wir mal lieber :hust: Also ohne Ablenkung funktioniert er wieder...

  • Ich finde die Überschrift etwas unglücklich gewählt , hört sich wie eine Lobrede auf die strafe an.

    So ganz verstehe ich auch nicht wie hier trainiert wurde .... Hund wird in die Seite geknufft - er kommt - bekommt Leberwurst. Das war nur einmal nötig und der Hund hat es kapiert ?
    Das wäre für mich ein Weltwunder oder ein Hund der sich extrem leicht beeindrucken lässt.

    Ich denke das ein Hund mit 5 Monaten noch nicht erzogen sein kann ist auch der Threaderstellerin klar. Es funktioniert im Moment halt recht gut und daran kann man sich freuen ( wobei ich mir nicht vorstellen kann, das ein einziger Knuff dies bewirkt hat ).

    Meine Hunde waren in dem Alter immer großartig, Rückruf kannten sie noch nicht, aber war auch nicht nötig, sie tappelten einem immer hinterher. Mit 7 Monaten wollte ich sie verkaufen :D . Ich habe auch immer wieder Pflegies in dem Alter hier, das ist so einfach und man sollte es genießen. Ein positiver Trainingsaufbau braucht Geduld, aber es lohnt sich.

    Wobei mich eine Aufklärung der Trainingsmethode doch interessieren würde. Schließlich lesen auch viele Anfänger hier und die könnte das auch verwirren.

  • Warum darf nicht jeder nach seiner Fasson glücklich werden und wenn es doch gut läuft, ist doch alles okay.

    Wenn man in ein Forum schreibt, dass man Meinungen hören möchte, was ist dann bitte das Problem, wenn man Meinungen zu lesen bekommt??

    Soll man einem Post wie den Anfangspost applaudieren?
    sicher nicht... :hust:

    einfach ignorieren? Ja, klar - aber dann wäre das doch hier kein Forum. Wozu dann überhaupt hier schreiben, wenn man ignoriert werden möchte?

    Ich bin sehr glücklich mit meinem Hund, und ich trete unser Zusammenleben hier nicht breit - dann muss ich mich nicht drüber ärgern, wenn jemanden was an mir nicht passt.

    Wenn ich frage, dann möchte ich aber auch Antworten, und dann nehme ich es nicht übel, wenn mir jemand sagt, dass ich - seiner Meinung nach - auf dem Holzweg bin. Im Gegenteil.

    Ich frage eher Leute im realen Leben als hier, und dann bin ich sehr dankbar für klare Worte. Das hilft mir oft sehr weiter.

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