In der Freizeit "ganz für den Hund da sein" - was bedeutet das für euch?

  • Bei uns sieht es so aus, dass der Hund vor und nach der Arbeit unter der Woche nicht alleinbleiben muss.
    Gehen wir essen, treffen Freunde oder ähnliches dann kommt der Hund mit, geht das nicht bleiben wir zu Hause.
    Einer von uns ist unter der Woche nach der Arbeit immer beim Hund.
    Die Hauptrunde mit Auslastung und so weiter findet bei uns allerdings morgens statt, da ich recht spät zur Arbeit muss, stehe ich eben trotzdem früh auf. Dann nach der Arbeit gibts auch noch eine lockere Runde und etwas Blödeln oder Clickern. Natürlich kommt der Haushalt mit seinen Verpflichtungen auch noch dran aber erst nach der zweiten Runde und für den Hund sind wir dann ja trotzdem da.

  • Hier heißt das, dass ich mir den Tag so einrichte, das meine Hunde wenn sie schon lang alleine waren, nicht noch länger alleine sein müssen.
    Das heißt nicht, dass ich sie dann stundenlang bespaße. Es heißt nur, dass ich eben zu Hause bin.

    Ich finde das meinen Hundengegenüber nur fair, wenn ich schon 8-9 Stunden weg war, dass sie nicht nochmal 3-4 Stunden alleine rumhocken müssen. Das kommt in Ausnahmefällen mal vor, ist aber wirklich die Ausnahme. Möchte ich unbedingt noch ausgehen, dann muss es eben wohin sein, wo die Hunde mit können.

    Ich muss auf sonst niemanden Rücksicht nehmen, weil ich Singel bin.

    So halte ich es auch, war ich den ganzen Tag arbeiten fahren ich abends oder direkt nach der Arbeit höchstens noch einkaufen, dann bleibe ich aber zu hause, ob ich mit denen etwas mache oder einfach nur da bin und wir kuscheln.
    Mein Mann geht auch nach der Arbeit oder morgens eine Runde, aber trotzdem bin ich abends lieber zu hause, es gibt ja noch den Samstag um Abends weg zu gehen ;)

  • Bei uns dreht sich fast gar nichts um den Hund, außer die 2-3 längeren Gassigänge pro Tag. Ansonsten ist unser Hund einfach immer dabei wo es möglich ist, oder er muss halt mal alleine zuhause bleiben. Unser Hund ist quasi ein "Mitläufer", ich mach weder irgendwelche Übungen, noch Tricks, noch sonstige "Arbeiten" mit ihr.
    Tamy reichen die abwechslungsreichen Gassigänge vollkommen aus, zuhause ist sie superbrav, ruhig und angenehm und auch wenn wir sie irgendwo mit hinnehmen, fällt sie überhaupt nicht auf - sie ist es ja so gewöhnt, dass sich nicht alles um sie dreht.

  • Ich bin nicht ausschließlich für den Hund da in der Freizeit, weil da einfach noch andere Ansprüche haben. Dafür arbeite ich bewusst Halbtags (ja, ich bin der extrem glücklichen Lage, mir das leisten zu können), stehe morgens sehr früh auf, um vor der Arbeit schon eine Stunde mit den Hunden spazieren zu gehen und ich sehe es schon so: ich habe mich für die Hunde entschieden, nicht die Hunde sich für mich. Ich bin dafür verantwortlich, dass sie glücklich und ausgelastet sind und das tue ich gerne. Aber reine Mitläufer, die irgendwie da sind und bei Lust meinerseits auch mal was mehr Beschäftigung bekommen und sonst die Wand anstarren dürfen... nö! Und wenn man ganztags arbeiten geht und die Hunde verbringen eh den Großteil des Tages mit Warten... dann nimmt man sich gerne jeden Tag die Zeit für den Hund oder lässt das halt mit der Hundehaltung. Zwingt einen ja niemand einen Hund zu halten und wie gesagt, der Hund ja nun leider keine Wahl.

  • Hatte vergessen zu erwähnen, dass ich den ganzen Tag zuhause bin und meine Hündin entsprechend mit mir unterwegs ist, wenn ich was unternehme. Sie liegt also nicht tagein und tagaus außerhalb der Gassigänge nur auf der Couch und schläft. Wenn ich in die Stadt zum Einkaufen muss, dann darf sie mit, wenn ich zu Bekannten fahre, dann darf sie mit, wenn wir unseren Sohn zum Bahnhof bringen, darf sie mit, wenn wir Essen gehen darf sie mit usw. usw.
    Das meinte ich mit "Mitläufer" - einfach in den Alltag eingebunden sein wie ein Familienmitglied.

  • Unter der Woche gibt's für mich abends nur Unternehmungen, zu denen Hunde mitkommen können.
    Oder ich organisiere eine Betreuung, bei meinen Eltern zum Beispiel.

    Ich würde nicht sagen, dass sich alles um den Hund dreht, aber man hat Eben die Verantwortung für dieses Lebewesen , dieses Familienmitglied, für das man sich selbst entschieden hat (der Hund hat sich das ja nicht ausgesucht) und dementsprechend muss man handeln, auch wenn man sich selbst dadurch mal einschränken muss.

  • Wir verbringe viel Zeit mit Leia. Wenn wir das nicht wollen würde, hätten wir keinen Hund. :ka: Trotzdem dreht sich unser Leben nicht nur um sie. Ich könnte mir z.B. nicht vorstellen, nur wegen dem Hund später Teilzeit zu arbeiten oder sogar einen guten Job nicht anzunehmen - irgendwie findet sich da sicher auch eine andere Lösung ;)
    Wir haben ja auch andere Hobbys, die sich mal mehr und mal weniger mit dem Thema Hund verbinden lassen.

    Wir nehme Rücksicht auf den Hund und integrieren ihn in unser Leben. Das heißt: Wenn wir Leia nun schon tagsüber mehrere Stunden allein lassen mussten (wg. Job/Uni/was auch immer), dann gehen wir abends nicht noch ins Kino oder so. Das wird dann halt auf einen anderen Tag verschoben, an dem sie noch nicht so lange alleine bleiben musste.
    Urlaub/Tagesausflüge werden auch meistens so geplant, dass sie mitkommen kann.
    Leia macht das aber auch alles super mit. Sie ist einfach super anpassungsfähig. Ein paar Tage ohne längere Spaiziergänge, steckt sie super weg. Sie kann auch überall mit hin: Uni, Restaurant, shoppen, Zoobesuch, Freizeitpark, Trödelmarkt, Weihnachtsmarkt, Kirmes, Zugfahrt alles kein Problem für sie.... Nur eben da wo es verboten ist, muss sie zuhause bleiben und das benötigt dann eben bisschen Organisation. Darauf verzichten nur wegen dem Hund, würden wir aber wohl nicht.

    Merkwürdig finde ich immer, dass Bekannte und teilweise auch die Familie (alles keine "Hundemenschen") immer meinen, ich würde durch den Hund ja so viel zurückstecken müssen. Ich könnte nicht mehr reisen, nicht mehr feiern gehen, nicht mehr spontan sein. Aber ganz ehrlich? Vor dem Hund bin ich auch nicht durch die Welt gereist. Feiern und spontan sein kann ich immer noch. Ich bin aber eh nicht der Typ, der jede Uniparty mitnehmen muss ;)
    Ich weiß nicht, ob das nur Vorurteile sind oder ob es von außen wirklich so wirkt, dass sich mein Leben sehr nach dem Hund richtet. Vielleicht ist mir das auch einfach nicht so bewusst, weil ich es eben gerne mache.

  • Ich liebe es, mit meinen Hunden Zeit zu verbringen. Deshalb gibt es schon Hundezeiten, in denen ich mich ihnen und ihren Bedürfnissen voll widme. Training, Spiel, kuscheln, Rausgehen, Hundeplatz... Wenn ich etwas mit ihnen tue, dann auch 100%. Aber das macht ganz sicher nicht meine gesamte Freizeit aus. Ich habe ja auch Freunde und andere Hobbys (darunter ein paar richtige Zeitfresser wie das Schreiben oder Larpen). Und die trenne ich zB ganz klar von der "Hundezeit". Ich nehme meine Hunde dann auch nicht mit zu meiner Freundin zB. Könnte ich, aber möchte ich nicht.

  • Meine Hunde sind mein größtes hobby und sie sind vollwertige Familienmitglieder.

    Unser Leben richtet sich viel nach den Hunden, weil wir es so wollen und es uns gefällt.

    Unternehmungen und Ausflüge sind fast immer mit Hund bzw. für Kinobesuche wählen wir die Mitternacht-Vorführung, wenn sie sowieso schlafen.

    Wir verzichten auf nichts und unsere Hunde auch nicht.

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