Ich mag meinen Hund nicht?
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Noch was: ich kenn das von mir, dass ich zB neue Tiere im Haushalt nicht gleich anfassen und knuddeln mag. Ich finde dann immer, sie riechen seltsam, fassen sich komisch an. Das mag erst mal herzlos wirken, aber nach 6 Hunden/Katzen (alle erwachsen beim Einzug) weiß ich, das ist für mich normal. Wenn der Haus- und Hofgeruch dann da ist, wird geknuddelt. Den Tieren hats sicher nicht geschadet, auch wenns erst mal distanziert wirkt die ersten Wochen.
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Hi,
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Kann es sein, dass die TE ihre Entscheidung, den Hund abzugeben, schon getroffen hat? Mir kommt das zumindest so vor.
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Naja, das kann ja auch krisige Tagesverfassung sein.

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Hi,
ich finde deine Beschreibung toll.
Bei mir ist es anders. Ich genisse das, wenn ich ein neues Tier habe, es geniessen kann und die Bindung noch locker ist.WEIL! Diese tiefe Liebe bei mir immer einen ganz kleinen Schmerz ganz tief in mir deutlich werden lässt. Diesen Schmerz der Vergänglichkeit, des Abschieds, des Todes.
Ist irgendwie bescheuert und ich komm auch klar drauf, aber ich kann deshalb Tiere an die ich nicht so emotional gebunden bin geniessen.
Mein Tipp: GENIESSE diese Phase und behalte den Hund!
Und warte ab. Entweder du entwichelst zu dem Hund eine tiefe Bindung oder ihr bleibt einfach so in einer Beziehung, die leicht und froh und locker ist....ist auch gar nichts gegen zu sagen
Und du kannst deinen SEELENHUND noch ausgiebig geniessen ohne schlechtes Gewissen

Und man hat deutlich weniger SORGEN!

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Hört sich eigentlich sehr nach "Welpenblues" an.
Das kommt gar nicht so selten vor, wie man denkt.
Wir haben allgemein zu hohe Erwartungen an uns und die setzen uns unter Druck.
Aber Zuneigung kann man nicht mit Druck aufbauen, sondern damit Offen zu sein und den Dingen Zeit zu geben.
Zeit, sich kennen zu lernen. Zeit zusammen zu wachsen.Gerade weil du dir eine sehr lange Zeit einen Zweithund gewünscht hast, hast du dir eine Art Luftschloß aufgebaut, wie es sein sollte. Da hast du all deine Erwartungen, Gefühle usw reingesteckt und vermutlich willst du das, vor allem die Gefühle, 1 zu 1 auf die Realität übertragen.
Weil das nicht klappt, bist du unsicher und am zweifeln.Mach dich von dem Zweifel frei, perfekt sein zu wollen und das du so fühlen musst, wie andere, aber vor allem du selbst von dir erwartest.
Gib euch Zeit, zusammen zu wachsen
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Ich glaube im Mehrhundehalterthread kam das Thema auch letztens auf.
Für mich liest sich das völlig normal. Ich für meinen Teil kann weder zu Tieren, noch zu Menschen von 0 auf 100 die totale Liebe und Bindung empfinden. Warum auch? Man muss sich ja erstmal kennenlernen.
Ein Hund hat ja auch eine ganz eigene Persönlichkeit und die muss man erst kennen und lieben lernen.Meine Hündin und ich haben sicher ein Jahr gebraucht bevor unsere Bindung auch nur annehmbar war, davor wars einfach nur eine Katastrophe, aber gern hatte ich sie sie natürlich trotzdem und ich hätte sie auch nie mehr hergegeben.
Du kannst das ja auch nicht mit einem Hund vergleichen, den du schon jahrelang hast - Bindung und Beziehung wachsen mit gemeinsamen Erlebnissen. Mach dir keinen Stress
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Hallo Leute,
Danke für die ganzen Antworten. Klar warten wir noch ab, machen was allein zusammen und ich werde versuchen mir bewusst Zeit zu nehmen. Der arme Hund ist ja auch noch gar nicht richtig er selbst, bei den 4 Kennenlerntreffen war er ganz anders drauf. Ist ja irgendwo klar und wird wohl noch eine Weile dauern.Ich muss mir halt nut überlegen, ob ich die nächsten 10 Jahre so viel Geld und Zeit in ein Tier investieren möchte, wenn da nicht irgendwelche größeren Sympathien herrschen. Ich glaube nämlich, das werde ich nicht können bzw wollen. Der Rasco kommt wahrscheinlich überall gut klar. Er ist so ein netter Hund und es gibt ja zum Glück viele liebe Menschen mit Hundeverstand, die ihm ein noch besseres Zuhause bieten könnten und ihn dazu gern haben.
Aber nun ist er eben da und ich mache das beste draus. Immerhin bin ich verantwortlich für ihn und nach Auseinanderbrechen seiner bisherigen Welt die einzige Bezugsperson.
Ich hoffe echt, dass das nur der berühmte Babyblues ist. Ich hab mich lange drauf vorbereitet, gefreut, bin extra umgezogen, hab ewig gesucht und nun diese Leere und fehlende Empathie. Klar, es liegt an mir, nicht am Hund.
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Ein ganz rethorische Frage:
Muss man ein Tier abgeben, weil man es nicht SOOOO liebt, wie man ein anderes liebt?
Ja, wenn man es schlecht behandelt aus diesem Grund, eindeutig ja.
Ich mag alle meine Tiere. Aber auch jedes wieder anders und je nach dem auch mal unterschliedlich doll....
Beim 1. Zweithund hatte ich auch solche zwiespältigen Gefühle, beim 3. Hund gings, beim 4 wars dann weg.
Und ich liebe jeden auf seine spezielle Art und genisse mit jedem Hund "Alleine-Zeit" und denke dann auch manchmal: und der andere...
Vielleicht ist das auch ein "Frauending"?
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kenne ich! mein erster hund ist auch ein schäferhund und da er superängstlich war, entschied ich mich ein halbes jahr später, seinen langjährigen tierheimkumpel dazu zu nehmen. das ist ein labbimix und der hund machte mich fertig, klebte ständig an mir, sprang hoch und krallte sich an mir fest. ich konnte mich nicht bücken, ohne dass ich seine zunge im gesicht hatte. wenn man einen feinsinnigen, zurückhaltenden schäferhund gewohnt ist, kann man mit so einer dampfwalze nichts anfangen. ich hatte damals auch oft gesagt, dass ich ihn am liebsten abgeben würde, ich werde mit ihm nicht warm und diese belagerei nervt mich tierisch. es war aber klar, dass ich es nicht getan hätte, dem hund zuliebe.
vier monate später zogen wir dann um und er konnte dann zeigen, was für qualitäten in ihm stecken. seinen schmusebedarf hat er zwischenzeitlich nachgeholt und eigentlich ist es heute eher so, dass abends aufm sofa ICH zu IHM rüberrutsche und ihn als kopfkissen und rückenwärmer missbrauche.
soll nicht heißen, dass du umziehen sollst. es wird bei dir eine andere gelegenheit geben, wo es "klick" macht und du dich vollständig auf ihn einlassen kannst.
Ich habe aus rationalen Gründen entschieden ihn zu nehmen (Pro und Contra abwägen usw)
Ich weiß halt auch nicht, was ich gegen ihn habe. Teilweise nervt er mich, weil er so lieb und anhänglich ist. Mensch, ist das ein schlimmer Hund. Ich habe ein schlechtes Gewissen und habe das Gefühl ihn gar nicht zu verdienen.
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ist. Ich hab mich lange drauf vorbereitet, gefreut, bin extra umgezogen, hab ewig gesucht und nun diese Leere und fehlende Empathie.
Vielleicht ist es genau das: Der große Aufwand und die lange Planung und Vorbereitung. Manchmal ist der Zufallshund oder der Spontankauf gar nicht das schlechteste. Denn da fällt dann die große Vorfreude, die die Freude am konkreten Hund in den Schatten stellen könnte, einfach weg.
Will heißen: Vielleicht hat es gar nichts mit dem Hund zu tun, sondern würde dir mit jedem Hund unter den gleichen Umständen so gehen.das ist ein labbimix und der hund machte mich fertig, klebte ständig an mir, sprang hoch und krallte sich an mir fest. ich konnte mich nicht bücken, ohne dass ich seine zunge im gesicht hatte. wenn man einen feinsinnigen, zurückhaltenden schäferhund gewohnt ist, kann man mit so einer dampfwalze nichts anfangen.

Wäre bei mir genau andersrum.
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