Ich mag meinen Hund nicht?
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in ein Tier stecken, das einem irgendwie nichts gibt.
Der Hund würde Dir alles geben, wenn Du ihn lässt.
Vielleicht hab ich ja zu rational entschieden, ohne auf mein Herz zu hören?
Vielleicht hast Du eine zu romantische Vorstellung von Hundehaltung.

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Ich habe schon kurz überlegt, ob das ein Scherzthread ist, denn ich kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand sich aus "rationalen" Gründen ein Tier anschafft und dann feststellt: Gefällt mir eigentlich gar nicht.
Ich bin mir auch gar nicht sicher, was ich raten soll.Zitat
Meiner Meinung nach hat jeder Hund Liebe verdient.Ja, aber angesichts der vielen tausenden und abertausenden Hunde, die ein Zuhause suchen, ist es auch in Ordnung, dass manche Hunde nur ein halbwegs gutes statt optimales Zuhause haben.
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Ja, aber angesichts der vielen tausenden und abertausenden Hunde, die ein Zuhause suchen, ist es auch in Ordnung, dass manche Hunde nur ein halbwegs gutes statt optimales Zuhause haben.
Wenn der Hund aber so lieb ist, hat er die Chance auf ein optimales.
Und falls die TS wirklich nie was empfinden wird für diesen Hund. Vielleicht stellt sie ihm nur sein Futter hin, geht mit ihm raus. Dann wär es im Tierheim nicht viel anders für ihn. Denn ich glaube, einem Hund ist es ziemlich egal, ob der in der Zeit, wo er ignoriert wird, auf einem Zwingerboden schläft oder einen Couch.
Ein Hund ohne Liebe seiner Menschen. Der kann auch gleich im Tierheim bleiben. Gut versorgt wird er da nämlich auch. -
Hmmm ... also ich persönlich bin ein Mensch, der sehr lange braucht, bis er sich auf ein Lebewesen von Herzen einlassen und Vertrauen in die Bindung haben kann, - egal ob Mensch oder Tier. Ich bin halt das zurückhaltende Modell Mensch - schaue, wie sich die Dinge entwickeln, überstürze nichts ...
Menschen, die sich in zig Tiere verlieben könnten, die jedes Viech süß finden und haben wollen, sind mir suspekt. Bin eher das Modell Einzelgänger und brauch im Grunde niemanden mit dem ich mein Leben teile, auch kein Tier als Ersatzpartner. Natürlich bin ich glücklich, in meinem Mann vor einigen Jahren einen Menschen gefunden zu haben, der zu mir passt und mit dem ich nicht nur gut auskomme, sondern der wirklich mein Herz berührt ... immerhin musste ich fast 50 werden, um das Gefühl überhaupt gegenüber einem Menschen empfinden zu können - in den Beziehungen davor war mir gar nicht aufgefallen, dass da was "fehlt" - ich war da eigentlich auch ganz zufrieden, wobei mir schon eine gewisse Distanzhaltung meinerseits aufgefallen ist. Damit konnte ich aber leben.
Aber zurück zu Haustieren.
Ich hatte schon viele Katzen in meinem Leben - seit Kind, aber ... nur fünfen gehört mein Herz und ich werde wohl auch bei meinem letzten Atemzug an diese fünf Zauberwesen denken, mit denen ich eine besondere Innigkeit teilte. In zwei verliebte ich mich auf den ersten Blick, bei den drei anderen hat es Jahre gebraucht.
Aber für alle meine bisherigen Tiere sorgte ich vor allem aufgrund von Tierliebe und Verantwortungsbewusstsein - ich mag Tiere, ich finde sie spannend - es ist aufregend mit ihnen zu leben, man hat viel zu lachen und optisch finde ich die meisten Tiere wunderschön - es macht Freude sie zu herzen, es tut gut, ihr Vertrauen ist eine große Ehre. War aber auch keins dabei, das ich verabscheut oder gehasst oder vor dem ich Angst gehabt hätte - manche haben einfach mein Herz nicht ganz erreicht, was aber körperlichen Schmusestunden nicht ausschloss. Aber ich empfand das noch nie als schlimm, eher als ein bisschen schade. Aber Liebe lässt sich nicht erzwingen oder als selbstverständlich voraussetzen. egal wie optimal die Bedingungen auch sind. Das ist meine Erfahrung und ich bin da gelassen. Ein Tier, das ich zu mir hole, bleibt dort auch, es wird ihm an nichts fehlen oder ich lasse es dort zurück, wo ich weiß, dass es ihm gut geht, wenn ich es nicht mehr halten kann. Musste ich leider auch schon mehrmals tun - war nicht immer leicht.
Ich hab nur langjährige Erfahrung mit Katzen und kann zu dieser Spezies sagen, dass es im Schnitt etwa zwei Jahre dauerte, bis ich und das Tier unsere Persönlichkeiten so weit geöffnet und offenbart hatten, dass der Weg zum Herz überhaupt erst frei für innige Liebe war. Das der Funke dann doch relativ selten übersprang, hat wohl was mit dem Geheimis der Liebe zu tun ... sie ist unergründlich überraschend - entweder da, sich langsam anschleichend oder niemals in Gänze möglich.
Meinen ersten und einzigen Hund bisher stehe ich diesbezüglich immer noch zwiegespalten gegenüber. Er ist ein hübscher und im Wesen toller Hund, jeder mag ihn, mein Mann vergöttert ihn, meine geliebten Katzen mögen ihn. Wir kommen gut miteinander aus, er ist ein braver Hundebub, auf den ich stolz bin, der unserer Familie viel Freude macht und es gibt eigentlich nichts, was ich für ihn nicht tun würde. Er bestimmt mein Leben mehr als jedes Lebenwesen es bisher tat - von morgens bis nachts. Liegt wohl in der Natur der aufwendigeren Haltung eines Hundes im Verhältnis zu Katzenhaltung und das er zeitweise wirklich pur und vollkommen auf den Menschen angewiesen ist.
Ich würde ihn vermissen, wäre er nicht mehr da und ich gebe uns noch Zeit - wer weiß, vielleicht wird er die große Hundeliebe meines Lebens? Er ist ja grad mal zwei Jahre und drei Monate jung. Wenn nicht, werden wir trotzdem eine tolle Zeit miteinander haben, denn meine Tierliebe wird immer dafür sorgen, dass es ihm gut geht und er mir deshalb gerne zugetan ist. Ich glaube nicht, dass er was vermissen wird, wenn er nicht mein ganzes Herz besitzt, sondern nur ein Eckchen darin.
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Ich denke, der Mensch wünscht sich diesen emotionalen Aspekt viel mehr als das Tier. Es müsste eigentlich heißen: "Ich möchte das Tier (mehr) lieben" und nicht "Das Tier muss (mehr) geliebt werden".
Ich glaube, dass auch Hunde so wie hier im Eingangspost beschrieben gut klarkommen können. Ich lese da nicht heraus, dass es dem Hund an etwas fehlt. Da gibt es viel neurotischere Hunde nehme ich an, die aber sicherlich alle voll und ganz geliebt werden!Ich würde mir nochmal genau überlegen, weshalb ich den Hund wollte. Er ist rational angeschafft worden und das spiegelt sich auch jetzt zu Beginn in der Beziehung und ist -so denke ich- im Grunde überhaupt nicht schlimm.
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Ich glaube nicht, dass er was vermissen wird, wenn er nicht mein ganzes Herz besitzt, sondern nur ein Eckchen darin.
Das ist der Unterschied. Bei der TS klingt es so, als würde sie ihn null mögen und alles nur aus Pflichtbewusstsein machen.
Und wenn Du stolz bist auf den Hund, dann liebst Du ihn auch:-) Wenn Du ihn vermissen würdest, dann liebst Du ihn ebenfalls:-)Das kannst Du nicht vergleichen mit der TS, die schreibt, dass der Hund ihr nichts gibt und sie nicht mal Sympathie empfindet.
Du liebst Deinen Hund. Vielleicht nicht so, wie erwartet. Aber Du liebst ihn. Vielleicht anders als die anderen, aber Du liebst ihn. Sonst wärst Du nicht stolz und würdest ihn vermissen.
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Winkehund: auf Dauer?
Unser Hund: ein Terrier. Die ja als recht stur, selbständig etc. gelten. Neulich ging bei meiner Mutter der Herd kaputt. Sie war traurig, weil das ja viel Geld kostet. Der Hund fraß nix mehr und lag nur noch traurig rum.
Kann mir keiner erzählen, dass es Hunden egal ist, ob sie geliebt werden. Die spüren ja schon, wenn ihre sie liebenden Besitzer traurig sind und leiden dann mit.
Ein Hund braucht ein Herrchen/Frauchen, das es ehrlich liebt. Oder er lebt als Straßenhund oder so mit anderen Tieren, die seine Freunde sind.Aber kann mir keiner erzählen, dass ein Hund, der so sensibel reagiert auf die Gefühle seine Halter, dass der glücklich ist mit einem Halter, der ihn null liebt. Noch nicht mal sympathisch findet.
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Du hast schon irgendwo Recht Ophelia ... aber, es kann auch sein das sich der/die TS im Moment einfach selbst überfordert. Zu selbstkritisch ist ...
Zuneigung und echte Liebe braucht Zeit - für manche Menschen und für manche Beziehungen.
Oft lohnt es sich zu warten, als zu früh aufzugeben. Zumal es in dem Fall des TS keine Veranlassung zu Eile gibt. Alles ist easy - nur das Herz ist unsicher, lässt sich eben diesmal Zeit. Soll vorkommen und scheint mir nicht unnormal - aus meiner Sicht und Selbsterfahrung.
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Ich weiß zwar, was du meinst, aber für den Hund wäre es vielleicht unkomplizierter, die Emotionen seines Menschen nicht spiegeln zu "müssen", sondern einfach sein Ding machen zu können. Dann hätte er auch gefressen ;-)
Der Mensch möchte diese emotionale Abhängigkeit, der Hund kann auch ohne. -
Winkehund: bei einem Scheidungshund gehe ich aber davon aus, dass er schon gewöhnt ist an Familienleben und das darum immer so weiter macht. Er buhlt um die Liebe der TS.
Kann man echt einen Famlienhund mit allen Komforts umgewöhnen in einen Hund, der nur noch gefüttert wird?charly: Ich gestehe, ich bin da komisch, denn ich liebe alle Tiere.
Wenn ich welche aufnehme, dann find ich sie nervig, ich verzweifel sogar manchmal. Aber niemals hab ich eins nicht gemocht. Und ja, ich finds komisch. Wenn man ein Tier warum auch immer einfach nicht mag, dann würde ich persönlich es abgeben. Zu meinem Wohl und zum Wohl dem Tieres. Oder will ich jahrelang Geld ausgeben und Freizeit opfern für ein Tier, was ich einfach nicht mag? - Hat die TS selbst so geschrieben.
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