Ich mag meinen Hund nicht?
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Wenn der Hund aber so lieb ist, hat er die Chance auf ein optimales.Und falls die TS wirklich nie was empfinden wird für diesen Hund. Vielleicht stellt sie ihm nur sein Futter hin, geht mit ihm raus. Dann wär es im Tierheim nicht viel anders für ihn. Denn ich glaube, einem Hund ist es ziemlich egal, ob der in der Zeit, wo er ignoriert wird, auf einem Zwingerboden schläft oder einen Couch.
Ein Hund ohne Liebe seiner Menschen. Der kann auch gleich im Tierheim bleiben. Gut versorgt wird er da nämlich auch.
Gerade ein Hund, der seine Liebe nach dem Gießkannenprinzip verteilt, ist ja sehr menschbezogen. Für den dürfte es im Tierheim schwieriger sein als bei einer Person, die ihn nur halb beachtet. Beschäftigen tut sich der TE (ich halte ihn für männlich (
) ja wohl mit ihm.
Außerdem ist die Dampfwalzenfraktion auch nicht so sensibel, dass sie so leicht mitbekommt, wer sie mag und wer nicht. Oder wie will man sonst erklären, dass sie zu allen Menschen freundlich sind? - Vor einem Moment
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Hi,
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Hier wird doch schon sehr vermenschlicht und schwarz-weiß gemalt.
Zum einen kommt für mich aus den Posts des TE nicht heraus, dass er/sie den Hund wirklich unsympathisch findet. Nach 4 Besuchen muss ja "etwas" dagewesen sein.
Was hier vielleicht fehlt, sind die noch unbekannten Ecken und Kanten, die ein andere Lebewesen noch liebenswerter macht.Zum anderen tut mir der Hund leid. Er ist wie er ist, freundlich, nett, möchte gefallen. Aber er kann die Erwartungen seines Menschen nicht erfüllen. Erwartungen, die weit über alles hinausgehen, was in der Macht des Hundes liegt. Und dafür wird er bestraft, indem er weitergereicht wird. Wer sagt denn, dass der nächste Besitzer nicht auch wieder eine unerfüllte Erwartung hat?
Für mich ist klar, dass man Tiere abgeben kann und sollte, wenn man ihnen rein aus rationeller Sicht nicht (mehr) gerecht wird. Sich die Lebensumstände zum Beispiel stark verändern und man erkennt, dass das Tier Bedürfnisse hat, die man nicht erfüllen kann. Aber ein Tier weggeben, nur weil es das menschen-eigene Gefühl nach der "großen Liebe" nicht erfüllt?
Es ist ein Hund. Er wird auch mit Zuneigung, Aufmerksamkeit und guter Versorgung ein glücklicher Hund. Die Intensität der Bindung wird zunehmen und vielleicht kommt auch noch Liebe von Seiten des TE. Vielleicht aber auch nicht. Dem Hund dürfte das egal sein.
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Winkehund: bei einem Scheidungshund gehe ich aber davon aus, dass er schon gewöhnt ist an Familienleben und das darum immer so weiter macht. Er buhlt um die Liebe der TS.
Kann man echt einen Famlienhund mit allen Komforts umgewöhnen in einen Hund, der nur noch gefüttert wird?Ich denke nicht, dass jeder Familienhund "das so macht" oder machen muss. Es geht auch ohne und diese Hunde scheinen manchmal viel lockerer und entspannter als andere. Ich finde deinen Vergleich sehr extrem. "Mit allen Komforts"- was heißt das für dich? Und auch so: hier geht es doch gar nicht um einen Hund, dem nur noch Futter hingeworfen wird
Das zeigt sich auch in den Beschreibungen. Ein Hund, der wirklich in seinen hündischen (!) Bedürfnissen nicht wahrgenommen wird, zeigt das in der Regel auch deutlich! Das ist hier aber nicht der Fall, so wie man es eben liest. -
Hallo Leute, danke für eure ganzen Posts. Die lasse ich erstmal auf mich wirken.
Keine Sorge, ich werfe dem Hund nicht nur einfach Futter hin und gut ist. Ich beschäftige mich mit ihm genauso wie mit meiner Hündin und ja, ich kuschel ihn auch. Aber er kommt mir halt vor wie ein Hund, den ich zur Pflege oder Ausbildung da habe.
Was ich nicht ganz verstehe, ist die Kritik, dass ich mir Rasco ais rationalen Gründen geholt habe. Ich wollte immer einen Hund und habe über ein Jahr gesucht nach einem Hund, der zu uns passt. Tut mir leid, dass ich nicht zur Fraktion "Oh ich will ein Hundi, schau ich mal bei ebay und hole mir heute noch einen Welpen aus einer liebevollen Hobbyzucht, weil der ist soooo süß!" gehöre. Klar, ich bin jetzt nicht verliebt und himmele Rasco an (geht mit einem Welpen wohl auch viel leichter), aber immerhin kommen wir gut klar und ich bin zumindest insoweit mit mir versöhnt, dass ich sagen kann, ich hab mir viel Mühe gemacht. Super oder? Pinne mir einen Fleißpunkt in den Kalender....
Die Barriere ist trotzdem definitiv von meiner Seite aus da. Ich schau einfach mal paar Wochen, wie es läuft mit uns und versuche mich da zu entspannen. Wobei, wenn man sich dauernd "entspann dich! Sei mal locker!" zu sich selbst sagt, ist das echt unentspannt
Kann ja sein, dass ich in paar Wochen oder Monaten drüber schmunzeln werde. -
Tut mir leid, dass ich nicht zur Fraktion "Oh ich will ein Hundi, schau ich mal bei ebay und hole mir heute noch einen Welpen aus einer liebevollen Hobbyzucht, weil der ist soooo süß!" gehöre.
Wenn es dann bei der Entscheidung bleibt, wäre das sicher besser gewesen als "ich teste mal ein paar Wochen meine Gefühle und stoße den Hund dann wieder ab."
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Also ich weiss nicht...ich lese da zwischen den Zeilen einfach ein Desinteresse am ganzen Hund.
Wenn deine Entscheidung so vernunftbegabt war, warum machst du dir dann Sorgen, dass die Arbeit die mit dem 2. Hund nunmal anfällt nicht für die nächsten Jahre durchhalten kannst?!
Ich bin da auch ganz ehrlich und sage, dass mein Ersthund wesentlich optimaler, perfekter, problemloser in unsere Familie passt also unsere Zweithündin, die wir seit 1 Jahr bei uns haben. Auch würde ich ganz klar sagen, dass ich meinen Rüde schon der Hündin bevorzuge.
Aber den Gedankengang weiterzuspinnen, dass sich nur desswegen der Hund nicht wohlfühlen könnte und ich deswegen die Verantwortung der Hundehaltung in Frage stelle...wäre völlig indiskutabel für mich.Ich sehe das so: Welche guten Seiten hat mein Hund? Ja, er macht Arbeit, ja er ist vllt. nicht 200% optimal. Aber mein Hund fühlt sich wohl, ich kann den Hund händeln und es gibt auch schöne Momente.
Wenn du nur nach einen guten Grund suchst den Hund abzugeben...dann tu es lieber gleich

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Verstehe ehrlich gesagt nicht warum du den Hund behältst. Klingt für mich nach reinem Egoismus. Einen so leicht vermittelbarem Hund (keine Probleme, hübsch usw.) kann man doch einfach ein Traumzuhause suchen, in dem das geschätzt wird. Stattdessen ein 'oooooch ich schau mal' der eventuelle Wanderpokalhund wird es dir nicht gerade danken, wenn er dadurch wirklich zum Wanderpokal wird. Immer schön gewöhnen und dann doch wieder aus der Umgebung rausreißen- nicht nett.
Und nein, ich glaube keiner hier kauft seine Hunde bei irgendwelchen Plattformen. Welpen sind im Übrigen auch nicht so meins, die Erfahrung hat mir einmal gereicht. Ich erwarte von Tierheimhunden einfach nichts, dann kann ich auch auf mein Herz hören und muss nicht rational überlegen ob das denn von Erziehung, Aussehen etc. genau der Hund ist den ich haben wollte.
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Kann ja sein, dass ich in paar Wochen oder Monaten drüber schmunzeln werde.
Oder auch nicht. Dann gibts auch für den Hund nix mehr zum schmunzeln. Das ganze hat doch meiner Meinung nach nix mehr mit "Welpenblues" zu tun.

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Meine Meinung von Seite 2 Nr. 12 vertrete ich immer noch !
Und NEIN, es war von mir KEINE Ironie, sondern völliger ernst und ich bleibe dabei
Auch wenn einigen mein Post nicht gefallen hat
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Interessant, wie unterschiedlich die Meinungen sind. Und teilweise erschreckt mich auch die Einstellung Mancher hier. Wir sprechen hier immer noch von einem Hund....
Ich hab so den Eindruck, als würde die TE sich selbst überfordern bzw als ob sie zu hohe Ansprüche an sich selbst hat. Man kann nach so einer verhältnismässig kurzen Zeit nicht so eine starke Bindung aufbauen, wie zum ersten Hund. Und meiner Meinung nach liegt da der "Fehler". Erwarte nicht zu viel von dir. Du hast ihn dir ausgesucht, das wird einen Grund gehabt haben. Du hast ihn ja schliesslich besucht und dir offenbar eine Menge Gedanken gemacht.
Jetzt hast du da einen Hund in der Wohnung sitzen, als Zweithund zu deinem Seelenhund. Ihr habt noch nichts erlebt zusammen und jetzt ist dieser Hund auch noch so unverschämt unkompliziert. Du musst scheinbar nicht viel Arbeit investieren, er läuft einfach mit. Ganz anders, als der erste Hund. Arbeiten mit dem Hund schafft Nähe und an Problemen arbeiten noch mehr, denn da wird dann auch das Ego angesprochen, schliesslich möchte man sich selbst beweisen, dass man es besser machen kann.
Ich finde deinen Plan gut. Und selbst wenn du nun am Ende nicht so viele Gefühle für ihn aufbringen kannst, wie für deinen ersten Hund, ist das doch nicht schlimm. Ihr versteht euch? Die Hunde verstehen sich? Besser kann es doch gar nicht laufen. Er hat es bei dir gut, kein Mensch macht sich SOLCHE Gedanken, wenn er kein guter Hundehalter ist.
Behalt ihn. Er hat Glück, dass er dich und deinen Hund gefunden hat.
Edit sagt noch, dass selbst mein Seelenhund mich ab und zu nervt und ich drohe ihr dann an, sie ins Tierheim zu bringen. Ich hab auch, als ich noch mit all meinen Hunden zusammengelebt hab, ganz klar eine engere Bindung zu Rita gehabt, als zu den anderen Beiden, bzw. Dreien, als der Opi noch gelebt hat. Zu dem hab ich beispielsweise nie eine besonders enge Bindung gehabt. Er lief mit und hat sich mega wohl gefühlt, wir haben gekuschelt und er hat die gleiche Aufmerksamkeit bekommen, wie die anderen drei. Ich glaube nicht, dass es ihm nicht gefallen hat bei uns. OBWOHL er eigentlich nur mitlief. Gestorben ist er glücklich. Da bin ich mir sicher.
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