Oma schafft sich ahnungslos einen Kinder Problemhund an
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robert113 -
6. Juli 2015 um 06:49 -
Geschlossen
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Aber Ihr könnt doch sicher davon ausgehen, dass Deine Mutter die Gefahr auch sieht und aus eigenem Antrieb an einer "Lösung" mitarbeitet? Am sichersten und konfliktvermeidendsten wohl tatsächlich so, dass sie in Zukunft zu Euch nach Hause kommt. Die wird ja auch in größter Sorge um ihr Enkelkind sein und es nicht "drauf ankommen lassen". Egal, ob sie sich ihrem Lebensgefährten unterordnet oder nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Mutter Euer Kind sehenden Auges einer Gefährdung aussetzt – oder dass das Vorhandensein des Hundes Euer Verhältnis zerrüttet. Es wird in Zukunft vermutlich nur etwas mehr Koordination erfordern.
Das Wohl des Hundes ist nochmal ein anderes, großes Problem. Aber das soll hier nicht im Vordergrund stehen.
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Ganz ehrlich, ich war ziemlich geschockt beim Lesen:
Da stehen 4 Erwachsene, von denen zumindest 3 Hundeerfahrung für sich in Anspruch nehmen, dumm rum, während ein Hund, der gerade mal 2 (!) Wochen im neuen Zuhause ist und sich noch gar nicht eingelebt haben KANN, ein Kleinkind anblafft, lediglich die Mutter reagiert und nimmt ihr Kind hoch, und dann wird auch noch mit Futter hantiert!
Mal abgesehen von dem Lebensgefährten, auch die Oma hätte auf die glorreiche Idee kommen können, den neuen Hund erst mal an die Leine zu nehmen, erst recht nach dem ersten Verbellen, und aus einiger Entfernung, d. h. ohne direkte Kontaktmöglichkeit zum Kind, zu gucken, was passiert, es ist schließlich ihr Enkel.
Und wer auf die glorreiche Idee mit dem Futter kam, will ich gar nicht wissen. Warum habt Ihr als Eltern dem überhaupt zugestimmt? Den Schuh könnt Ihr Euch selber anziehen.
Und was die Kontaktaufnahme mit der Trainerin soll, erschließt sich mir auch nicht. Was soll die denn zu einem Hund, den zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand der Beteiligten richtig kennen kann, überhaupt sagen?
Genau durch solche blauäugigen Aktionen unbedarfter Menschen entstehen Beißer- und Problemhundkarrieren, und Kindern wird vielleicht auf ewig Angst vor Hunden eingeimpft.
Mit etwas gesundem Menschenverstand, mit Ruhe, Umsicht und Vorsicht, d. h. einen noch relativ fremden Hund durch eine Leine sichern, wäre es erst gar nicht so weit gekommen.
Caterina
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So ein Quatsch!
Nein, so großartiger Quatsch ist das nicht. Ich sage nicht, dass es für Aussies normal ist, dass sie Kinder angreifen :)
Ich schrieb bewusst "absolut unproblematisch".Aussies sind nunmal recht reizempfänglich und sind gerne mal schneller gestresst durch schnelle Bewegungen, Kreischen, etc. denn diese schnelle Reaktion auf kleinste Reize mit schnellen Entscheidungen ist das, wofür sie eigentlich gezüchtet sind.
Das heißt natürlich nicht, dass sie auf gar keinen Fall mit Kindern in einem Haushalt leben können, aber das Potenzial ist nunmal da und dementsprechend muss man ihnen den Umgang mit Kindern anders beibringen als einem Hund der eher "gemütlich" ist.
Hinzu kommt das bekannte Problem, dass viele nie gelernt haben Ruhe zu halten, eben auch wenn Bewegung in der Umgebung ist. Ein typisches Symptom hierfür ist oft das "hüten" der Kinder.
Natürlich kann das bei einem Hund mit guter Prägung und Erziehung wieder ganz anders aussehen, aber durch das Verhalten dieses Hundes gehe ich einfach mal davon aus, dass er beides nicht genug erhalten hat.
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Das ist ja furchtbar zu hören!
Nein, da würde ich mein Kind auch nicht lassen!
Wenn der Lebensgefährte nicht einsichtig ist, dann bliebe noch die Möglichkeit, ihn anzuzeigen. In Niedersachsen z.B. führt das dazu, daß - normalerweise - der HH den Sachkundenachweis erbringen muß, der Hund evtl. Wesenstest und er als gefährlich gilt, mit allem drum und dran.
Dann würde das Ganze nicht unter den Teppich gekehrt werden können.
Aber eine Anzeige ist halt immer ein wenig "blöd", wenn sie die Familie betrifft. Doch wenn es nicht anders geht...
Alles Gute! -
Ihr habt richtig Glück gehabt. Ein angreifender Aussie kann noch ganz, ganz anders und vermutlich wird er das auch zukünftig tun. Noch wohnt er da gefühlt ja nicht wirklich!
Mit derartigen Aussies habe ich in meiner Hundeschule wirklich viel zu tun und ich kann nur eins sagen: Bleibt weg, das ist richtig gefährlich.
Immer, wenn ein Aussie im Alter "nach der Welpenzeit bis noch nicht komplett sozial ausgereift" (dauert bei denen vier Jahre) abgegeben wird, dann klingeln bei mir die Alarmglocken. Zu 99% sind massive Aggressionsprobleme, die den Besitzerns aus dem Ruder gelaufen sind dahinter!
Scheint so, als ob das ein solcher Hund wäre... das ist traurig für den Hund, aber in dem Fall vor allelm gefährlich für die Umwelt.
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Das sehe ich auch so:
"Ihr habt richtig Glück gehabt. Ein angreifender Aussie kann noch ganz, ganz anders und vermutlich wird er das auch zukünftig tun. Noch wohnt er da gefühlt ja nicht wirklich!"
Ich verstehe daher wirklich nicht, wieso niemand der Erwachsenen auf die Idee kam, den Hund sofort (!) aus so einer Situation rauszunehmen und das Kind keiner weiteren Gefährdung auszusetzen.
Gut, man verschätzt sich schon mal, niemand ist perfekt, aber wenn's dann schief geht, sollte man bitte auch reagieren und nicht zugucken, wie sich die Situation erst richtig hochschaukelt. Laut Beschreibung war der Hund ja offensichtlich nach der 1. Attacke ziemlich nervös.
In Zeiten von Internet, Hundeflüsterer & Co. meint jeder, Hundeexperte zu sein, aber manchmal frage ich mich, wo der gesunde Menschenverstand bleibt.
Caterina
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Ach, hinterher weiß man immer mehr. In der Situation - mit wohl vielen guten Erfahrungen mit Hunden - kann man ernsthaft geschockt sein und mitunter nicht so schnell realisieren was passiert oder verzögert reagieren.
Also, ich kann das verstehen, auch das füttern lassen - lesen wir hier doch oft genug "schön füttern" - ich finde das Verhalten nicht ungewöhnlich. Bei all meinem Hundeverstand, ich hätte das möglicherweise auch probiert.
Grade wenn man nicht ausreichend über die Rasse und ihre spezifischen Probleme informiert ist. Ich kann auch die Nachfrage bei der Trainerin verstehen - wenn die "Großeltern" sich nicht äußern - wen bitte sollte man denn fragen, wenn man selbst so mitgenommen ist? Die Trainerin ist doch die allererste Anlaufstelle, nach der ursprünglichen Besitzerin (die ja abgetaucht ist, oder auch einfach nur umgezogen).
Ich kann kein fehlerhaftes Verhalten erkennen.... aber ich sehe Sorge und durchaus ein "nichtbegreifen" was da geschehen ist, das kann "unwirklich" scheinen. Informationen und entsprechendes Handeln sind der beste Weg für alle.
Sundri
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Ist es jetzt nicht auch so, dass der Hund nun ein kleines Feindbild hat, weil die "Zusammenführung" so schief gelaufen ist?
Charly reagiert jedenfalls scheinbar für alle Zukunft auf einen Artgenossen aggressiv, wenn da mal ein "Vorfall" war - und nimmt sogar explizit die Verfolgung auf, um ihn anzugreifen. Deshalb bin ich von bestimmten Situations-Konstellationen gar nicht begeistert und versuch sie zu vermeiden.
Ein Kind könnte einen ähnlichen Mechanismus im Kopf auslösen ... von daher nochmal: keine Experimente mit diesem Hund und meinem Kind. Never!
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Also, ich kann das verstehen, auch das füttern lassen - lesen wir hier doch oft genug "schön füttern" - ich finde das Verhalten nicht ungewöhnlich. Bei all meinem Hundeverstand, ich hätte das möglicherweise auch probiert.
Man testet einen fremden Hund, der soeben versucht hat ein kleines Kind zu beissen doch nicht indem man dem VIERJÄHRIGEN das Futter in die Hand drückt.
Das ist das Gegenteil von "Hundeverstand".
Sofort raus aus der Situation mit dem Kind und sich einen Sachverständigen hinzurufen! Das wäre hier die einzigste nachvollziehbare Reaktion gewesen.
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Ja natürlich, keine Frage - von außen ist man auch viel ruhiger, als in der Situation... .. da kann so etwas passieren. Mehr wollte ich damit nicht sagen.
Versteht mich bitte niemand falsch, aber wie man innerhalb einer Situation reagiert - ist ganz etwas anderes als die Reaktion die nach einigem Überlegen die angemessene wäre. Wer könnte sich denn davon frei machen?
Überraschung, Schock und langsames Begreifen sind durchaus etwas anderes als Besonnenheit von hier zu Hause aus.
Ich hab, wie gesagt auch einen Hund gehabt, der keine kleinen Kinder mochte, niemals hätte ich mit ihm an Kindern geübt - aber mitunter blieb uns, beim spazieren gehen, wenn uns welche entgegen kamen, nichts anderes übrig. Das ist aber etwas ganz anderes als die allererste Situation in der niemand mit so etwas gerechnet haben wird.
Sundri
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