beständige vs. unbeständige Auslastung
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Hallo
Ich hab mich in letzter Zeit eine Frage bezüglich der Auslastung des Hundes gestellt, und würde gerne eure Meinung dazu hören:
Wir alle sorgen dafür, dass unsere Hunde immer ein Mindestmaß an Auslastung haben. Dieses Mindestmaß ist natürlich von Hund zu Hund und von Lebensumstand zu Lebensumstand verschieden. Nehmen wir als Beispiel, dass jemand jeden Tag mindestens 2 Stunden mit seinem Hund geht. Natürlich gibt es Tage wo man mehr geht, z.B am Wochenende oder in seltenen Fällen wo man weniger geht(wenn z.B jemand krank ist, es stürmt, etc.)
Was ist aber, wenn sich die Lebensumstände ändern und man aus verschiedenen Gründen täglich nur mehr eine Stunde gehen kann? Als zusätzlich Auslastung für den Hund hat man z.B an drei Tagen einen Hundesitter und der geht dafür 3 Stunden mit dem Hund. Kann so ein System klappen oder leidet der Hund sehr darunter? Kann man Tage mit zu wenig Auslastung mit Tagen mit sehr viel Auslastung ausgleichen?
Ich weiß es nicht, anderseits, werden/wurden Gebrauchshunde auch nicht jeden Tag gleich ausgelastet anderseits, denke ich mir, dass sich der Hund ja sehr langweilen muss.
Was denkt ihr darüber, ist so ein System möglich (an ein paar Tagen viel Auslastung, restliche sehr wenig) oder sollte sich die Besitzerin in dem Fall nach einem besseren Platz für den Hund umsehen?
Bin gespannt auf eure Antworten!
PS: Für den Titel ist mir nichts Besseres eingefallen, falls jemand eine Idee hat nur her damit!
- Vor einem Moment
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Hi,
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Wie viel welcher Hund wovon braucht, ist individuell.
Mir fällt kein Hund ein, der drei Stunden am Tag spazierengehen muss. Ich gehe mit meinen ca. 1,5 Stunden insgesamt am Tag.
Natürlich ist es so, dass ein Hund nach einem anstrengenden Tag danach Erholungszeit braucht. Allerdings sollte es nicht das System "Überlastung - Erschöpfung" werden.
Was mir in Deiner Überlegung völlig fehlt, ist die rassetypische Beschäftigung...
Viele Grüße
Corinna -
Also ich glaube schon, dass das ein Durchschnittshund gut wegstecken kann.
Bei uns ist es ab Spätherbst so, wenn es schon ab 19h finster ist, denn meiner hält von der Hundeschule gar nichts und so hat er an 3 Tagen die Woche dann weniger Auslauf zu Hause tricksen und ein bissi UO gibts ja trotzdem.
Und die anderen 4 Tage sind dann normale Auslastung.
Aber vielleicht ist meiner auch nur sehr pflegeleicht, denn man merkt ihm überhaupt nichts an.

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Das hängt finde ich auch viel von jedem Hund individuell ab.
Es gibt Hunde die hätten kein Problem damit wenn an einigen Tagen die Woche die Auslastung geringer ausfällt als an anderen.
Auslastung funktioniert ja auch nicht nur über Bewegung.
Solange es keine sehr Bewegungsfreudige Rasse ist, geben sich doch die meisten Hunde damit zufrieden wenn der Hauptspaziergang bei einer Stunde liegt (ich nehme an mit einer Stunde meinst du den Hauptspaziergang und nicht auf den Tag verteilt?) plus daheim noch etwas Kauzeug, Suchspiele oder andere Intelligenzspiele.1 Stunde kann man sehr gehaltvoll verpacken (mit anderen Hunden spielen, Suchspiele, Ball spielen, Gehorsamkeitstraining) die kann anstrengender sein als 3 Stunden reines Gassi gehen.
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Mein Hund musste durch meinen Unfall neun Monate zurückstecken. Ich hatte Gassigänger, die grössere Runden liefen - aber nicht regelmäßig. Ich habe meinen Hund mehr geistig ausgelastet und auch mehr im Garten gespielt.
Ich glaube nicht, dass er unter dem weniger "rennen und schnüffeln" gelitten hat. Und mehr wie 1,5-2h Std. wird hier im Normalfall auch nicht gelaufen. Wogegen mein Hund im Sommer 4-5h im Garten ist. Da ist er anschließend richtig platt (Spielplatz daneben, Ballspiele, 1000 Vögel, die den Garten annektieren...)
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Hier ist es so, dass Charlie und ich jeden Tag ca. eine Stunde spazieren gehen und zweimal die Woche auf dem Hundeplatz sind zum trainieren. Das reicht ihm völlig und er ist zufrieden und entspannt.
Auch wenn das Programm mal weniger ist, weil ich beispielsweise krank bin oder in der Prüfungsphase an der Uni, dreht er nicht durch und gibt sich damit zufrieden.
Mit Caja gehe ich momentan ca eine halbe Stunde am Tag spazieren und bin mit ihr einmal die Woche auf dem Hundeplatz zur Welpen-/Junghundestunde.
Momentan reicht ihr das auch und auf den Spaziergängen üben wir ja auch zwischendurch ein bisschen, wie beispielsweise den Rückruf und auch Sitz und Platz.
Aber auch Caja ist schon mal mehrere Tage nebenher gelaufen und hat kaum Programm bekommen, als Charlie in der Tierklinik war.
Ich denke es ist einfach wichtig, dass die Hunde lernen, dass nicht immer Action angesagt ist und dass sie auch lernen Langeweile zu ertragen. -
Und ein bißchen ist das Ganze, meiner Meinung nach, auch von der eigenen Erziehung abhängig.
Ich finde, wenn man schon seinem jungen Hund beibringt, daß es auch mal "langweilige" Tage gibt, wo eine Runde nur, sagen wir mal 15 min, ausfallen kann, daß der Hund erst gar nicht in die "Ich will meine übliche Runde" - Forderungsituation rein kommen kann.
Schließlich kann es leider mal vorkommen, daß man sich als Mensch nicht so gut fühlt, krank wird, oder sogar der Hund sich nicht allzuviel bewegen darf.
Dann ist es praktisch, wenn der Hund schon mal gelernt hat, daß es auch andere Tage geben könnte.Schöne Grüße noch
SheltiePower -
Ich möchte auch mal behaupten das es hier keine Grundsatzentscheidung geben kann, jeder Hund ist anders und brauch entsprechend mehr oder weniger "Auslastung".
Unser Sem bekommt morgen 45min Gassi, mit schnüffeln und Hundebekanntschaften sofern man welche trifft. Mittags gibt es dann auch noch mal so 45min Spaziergang, und gegen Abend dann meistens eine Runde im Wald mit Hundewiese 1- 1.5 Std.
Wir haben das Gefühl das er damit sehr gut zurecht kommt, er ist aber auch ein gemütlicher, quasi das was wir auch gesucht haben.
Es gab aber auch schon Tage da wollte er Abend gar keine große Runde mehr machen, da konnte man ihn rufen wie man wollte, er ist liegen geblieben. Zwingen tun wir ihn nicht... -
Danke für eure Ausführungen. Ich denke auch , dass ein Hund auch mehre Tage mit weniger auskommt, aber was ist, wenn es von z.B Montag - Donnerstag nur wenig gibt und dann dafür am Freitag - Samstag volles Programm?
Machen wir ein fiktives Beispiel, was sicher so vorkommen kann. Ein Pärchen nimmt einen Australien Shepard auf. Die Frau arbeitet zu Hause und geht mit ihm 1 Stunden spazieren (insgesamt mit Pipirunden 11/2 Stunden), der Mann arbeitet in einer Firma und lastet ihn kopfmäßig, durch z.B Unterordnung eine halbe Stunde täglich aus.
Nun trennt sich das Paar und der Mann zieht weiter weg. Die Frau kann eine Stunde mit ihm Spazieren gehen, macht aber keine Kopfarbeit. Dafür ist sie immer bei ihm, also bleibt der Hund bei ihr.
Der Mann unternimmt am Freitag - Sonntag etwas mit ihm, z.B lange Spaziergänge, Hundeverein, Unterordnung. Dabei kommt er auf 3 Stunden Beschäftigung.
Ist dieses Konzept praktikabel und im Sinn des Hundes, oder wird er eher Freitag - Sonntag überfordert,während er sich die restlichen Tage langweilt? Oder kann der Hund in den ruhigen Tagen seine Batterie aufladen? Oder soll er gleich an weniger Programm gewöhnt werden.
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Danke für eure Ausführungen. Ich denke auch , dass ein Hund auch mehre Tage mit weniger auskommt, aber was ist, wenn es von z.B Montag - Donnerstag nur wenig gibt und dann dafür am Freitag - Samstag volles Programm?
Machen wir ein fiktives Beispiel, was sicher so vorkommen kann. Ein Pärchen nimmt einen Australien Shepard auf. Die Frau arbeitet zu Hause und geht mit ihm 1 Stunden spazieren (insgesamt mit Pipirunden 11/2 Stunden), der Mann arbeitet in einer Firma und lastet ihn kopfmäßig, durch z.B Unterordnung eine halbe Stunde täglich aus.
Nun trennt sich das Paar und der Mann zieht weiter weg. Die Frau kann eine Stunde mit ihm Spazieren gehen, macht aber keine Kopfarbeit. Dafür ist sie immer bei ihm, also bleibt der Hund bei ihr.
Der Mann unternimmt am Freitag - Sonntag etwas mit ihm, z.B lange Spaziergänge, Hundeverein, Unterordnung. Dabei kommt er auf 3 Stunden Beschäftigung.
Ist dieses Konzept praktikabel und im Sinn des Hundes, oder wird er eher Freitag - Sonntag überfordert,während er sich die restlichen Tage langweilt? Oder kann der Hund in den ruhigen Tagen seine Batterie aufladen? Oder soll er gleich an weniger Programm gewöhnt werden.
Da grad von der Rasse meiner Wahl gesprochen wird (wird Australian Shepherd geschrieben btw:P ), kann ich dazu mal was sagen.
Meine Aussies bekommen echt unterschiedlich viel Programm. Mal wird nur Spazieren gegangen (das sind alles in allem etwa 1,5 bis maximal 2 Std pro Tag), mal gibt es zusätzlich Kopfarbeit, mal nicht. Jeder von beiden hat unter der Woche regelmäßig seinen Hundesport und zusätzlich werden beide longiert (aber nicht regelmäßig zu festen Zeiten sondern je nach gusto, Wetterlage, Anlass).
Dazu kommt, dass beide Hunde ein unterschiedliches Pensum brauchen. Mein Rüde ist nach ner Stunde THS glücklich uns zufrieden, packt sich in den Hausflur und pennt, meine Hündin geht nach dem Agi gerne noch ne Runde spazieren, um sich mal frei zu bewegen und "auszurennen". Mit der geistigen Beschäftigung ist es ähnlich. Mit der Hündin könnte ich rein theoretisch jeden Tag Unterordnung machen...fänd die immer gut. Mache ich aber nicht, weil ich das persönlich nicht für sinnvoll halte. Jeden zweiten Tag strukturiertes Training reicht vollkommen. Für den Rüden gäbe es nicht Blöderes, als wenn ich ihn jeden Tag mit Training nerven würde. Da wäre auch jeden zweiten tag zu viel. Zweimal die Woche reicht^^.Dazu muss ich auch sagen, dass meine Hunde nach ner halben Stunde "durch" sind, wenn ich richtig intensiv mit ihnen arbeite. Gerade beim Longieren.
Ich finde, man darf das mit der Auslastung nicht an Stunden festmachen. Wichtig ist für mich, so wie flying-paws geschrieben hat, dass die Hunde rassegerecht und an die Aktivität und Aufnahmebereitschaft des Hundes angepasst ausgelastet und dabei nicht überbelastet werden. Man sieht doch sehr gut, ob ein Hund ausgeglichen ist, oder nicht. Solange ich merke, dass meine Hunde einen zufriedenen Eindruck machen, gerne mit mir etwas tun, keine Erschöpfungszustände zeigen oder Fehlverhalten entwickeln, das aus zu wenig Action resultiert, ist doch alles tutti.
Zur oberen Frage: Ich würde schon sagen, dass das für den Hund so machbar ist und dass Hunde ihre "Aufladephasen" brauchen. Gerade nach anstrengenden Trainings,-oder Turniertagen. Aber auch hier ist vom Hund abhängig, wie solche Tage dann genau aussehen sollten.
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