beständige vs. unbeständige Auslastung

  • Wenn es nicht zu warm ist, gehe ich 3x täglich je 1 Std. pro Tag mit meiner Dackelhündin Gassi.
    Mit meinem damaligen Dackelrüden hab ich es genauso gemacht. Damals habe ich allerdings 1 Jahr lang halbtags arbeiten müssen. In diesem Jahr ging ich morgens 10min., mittags 30min. und abends auch nur ca. 30min, wenn überhaupt. Mehr ging damals leider nicht, da ich alleinerziehend mit kleinem Kind und Hund und Halbtagsjob war. Am Wochenende hatte ich mehr Zeit für meinen Hund. Ich konnte nicht feststellen, dass es ihm irgendwie geschadet hätte. Er war damals gerade mal 1 Jahr alt, als ich arbeiten gehen musste.

  • Danke für eure Ausführungen. Ich denkeBeschäftigungdass ein Hund auch mehre Tage mit weniger auskommt, aber was ist, wenn es von z.B Montag - Donnerstag nur wenig gibt und dann dafür am Freitag - Samstag volles Programm?

    Machen wir ein fiktives Beispiel, was sicher so vorkommen kann. Ein Pärchen nimmt einen Australien Shepard auf. Die Frau arbeitet zu Hause und geht mit ihm 1 Stunden spazieren (insgesamt mit Pipirunden 11/2 Stunden), der Mann arbeitet in einer Firma und lastet ihn kopfmäßig, durch z.B Unterordnung eine halbe Stunde täglich aus.

    Nun trennt sich das Paar und der Mann zieht weiter weg. Die Frau kann eine Stunde mit ihm Spazieren gehen, macht aber keine Kopfarbeit. Dafür ist sie immer bei ihm, also bleibt der Hund bei ihr.

    Der Mann unternimmt am Freitag - Sonntag etwas mit ihm, z.B lange Spaziergänge, Hundeverein, Unterordnung. Dabei kommt er auf 3 Stunden Beschäftigung.

    Ist dieses Konzept praktikabel und im Sinn des Hundes, oder wird er eher Freitag - Sonntag überfordert,während er sich die restlichen Tage langweilt? Oder kann der Hund in den ruhigen Tagen seine Batterie aufladen? Oder soll er gleich an weniger Programm gewöhnt werden.

    In meinen Augen beides überlastend für den Hund, von der Beschäftigung her.
    Einmal täglich, das andere stoßweise.

  • Ist es nicht eigentlich eher unnatürlich, ein immer gleiches Pensum zu haben? Es gibt sicher Hunde, denen das Sicherheit gibt, aber generell?! Hunde sind doch auch gewissen Zyklen unterzogen, haben mal gute und mal schlechte Tage, vom Besitzer mal ganz zu schweigen. Man trainiert und lastet den Hund doch nicht nur aus, man lebt doch auch ganz normal zusammen. Ich schau jeden Tag, wie ist mein Hund drauf, wie viel Zeit (und manchmal Lust..) habe ich und was muss für übergeordnete Ziele getan werden, und dann gehts los =)

    Es gibt auch mal Tage, da langweilt sie sich offensichtlich, aber da muss sie dann halt durch, das gehört für mich genauso zu Schwankungen im normalen Leben wie mal extralange Wanderungen oder besondere Spielgruppen etc.

    Wir haben also kein tägliches Pensum, das eingehalten werden "muss", damit der Hund zufrieden ist. ;)

  • Unser Sem bekommt morgen 45min Gassi, mit schnüffeln und Hundebekanntschaften sofern man welche trifft. Mittags gibt es dann auch noch mal so 45min Spaziergang, und gegen Abend dann meistens eine Runde im Wald mit Hundewiese 1- 1.5 Std.
    Wir haben das Gefühl das er damit sehr gut zurecht kommt, er ist aber auch ein gemütlicher, quasi das was wir auch gesucht haben.
    Es gab aber auch schon Tage da wollte er Abend gar keine große Runde mehr machen, da konnte man ihn rufen wie man wollte, er ist liegen geblieben. Zwingen tun wir ihn nicht...

    DAS ist für Dich das Pensum für einen GEMÜTLICHEN Hund...?

  • Ist es nicht eigentlich eher unnatürlich, ein immer gleiches Pensum zu haben? Es gibt sicher Hunde, denen das Sicherheit gibt, aber generell?! Hunde sind doch auch gewissen Zyklen unterzogen, haben mal gute und mal schlechte Tage, vom Besitzer mal ganz zu schweigen. Man trainiert und lastet den Hund doch nicht nur aus, man lebt doch auch ganz normal zusammen. Ich schau jeden Tag, wie ist mein Hund drauf, wie viel Zeit (und manchmal Lust..) habe ich und was muss für übergeordnete Ziele getan werden, und dann gehts los =)

    Das halte ich für eine gute Herangehensweise.
    An manchen Tagen mache ich auch nichts, außer stumm mit denen rumzulaufen, weil ich zu angespannt bin, um mit ihnen zu trainieren, oder ich selbst merke, dass es den Hunden jetzt einfach mal gut tut, einfach nur "sein" zu können. Das ist auch eine Bauchsache, finde ich.

    Aktuell trainiere ich mit Bliss ja für die BH. Ich habe ein Lernziel und einen Termin. Ich trainiere zwar strukturiert, ziehe aber mein Pensum nicht knallhart durch, sondern orientiere mich immer daran wie wir beide so drauf sind...

  • Ich mache mit meiner Hündin so gut wie nie was außer Gassigehen und da kann es sogar vorkommen, dass ich außer 1x "hier" und 3x "warte" 1 Std. lang nichts sage. Ein paar Mal die Woche spiele ich mit ihr für ein paar Minuten im Garten, das war es.
    Ansonsten ist sie überall dabei wo sie mitkann, das reicht ihr vollkommen. 1 Std. in der Stadt ist für sie anstrengender als 1 Std. auf den Feldern Gassigehen. Je nachdem was für den Tag geplant ist, gehen wir mehr oder weniger Gassi. Wenn nichts geplant ist, dann 3x täglich je ca. 1 Std.

  • Ich gehe täglich max. 1,5 bis 2 Std. täglich mit meinem Hund. Manchmal weniger selten mehr. Ich habe da keine Zeitvorgaben, da er auch viel im Alltag mitläuft. Er geht z.b. mit auf den Golfplatz (da werden es schon mal 3Std+), in Restaurants usw. Da braucht er keine Extra- Gassigänge oder Beschäftigung, solche Tage sind für ihn anstrengend. Darum gibt es auch Tage, da kommt er nur in den Garten. Ab und zu baue ich auf den Spaziergängen etwas Dummyarbeit ein, aber auch nur unregelmässig.
    Schaden tut ihm dieses System nicht.

  • Es hängt ja auch viel davon ab, ob der Hund allein ist, wenn er NICHT aktiv beschäftigt wird. Regelmäßig viele Stunden alleine in der Bude hocken, emfinde ich für mein Hundeverständnis viel "schlimmer", als "nur" ein, zwei Stunden am Tag Gassi zu gehen.

    Wir gucken, dass unser Hund im Schnitt mindestens um die drei Stunden am Tag draußen ist - damit kann er gut leben, es darf auch mal etwas mehr aber auch weniger sein. Aber ansonsten ist er so gut wie nie alleine.

  • Es ist liegt für mich aber ein klarer Unterschied zwischen Auslastung und Anstrengung.
    Letzteres tut mMn nix für die Lebensqualität. Kennt man doch selber, 2 Stunden Horrorshopping in der Innenstadt macht kaputt, aber nicht zufrieden.. =)
    Also da achte ich schon drauf, dass es grade nach einem anstrengenden Mitlauftag noch mal ne Viertelstunde auf die Wiese geht oder was auch immer. Der Hund soll ja im Durchschnitt eben ]nicht nur kaputt sondern zufrieden sein.

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