Beiträge von Sallychen

    Zweizylinder: Ja, die Art und Weise, wie die zwei gestorben sind, gibt mir wirklich ein kleines bisschen Trost. Beide hatten an ihrem letzten Tag unendliche Schmerzen und beide wurden in dem Moment, in dem ich sie in den Arm genommen und zum Auto getragen habe, völlig ruhig. Alle Schmerzen schienen weg zu sein, obwohl es von dem da bis zu ihrem Tod alles in allem sicher noch knapp eine Stunde gedauert hat. Es zeigt mir, wie unendlich mir beide vertraut haben. ...puh, mich zerreißt es gerade wieder...


    Terrorfussel: was für eine schöne Geschichte, vielen Dank dafür. Tatsächlich waren die zwei auch für mich das Beste, was mir je passiert ist (ebenfalls natürlich neben meinem Mann). Sie waren mein Rückhalt, meine Stütze. Egal, wie mies ein Tag war, wenn sie Abends neben mir im Bett angekommen waren, war wieder Frieden...

    Vielen Dank für all Eure Worte. Es tut gut, sie zu lesen. Wenn ich meinen eigenen Avatar hier links neben dem Eingabefeld sehe, kann ich es noch immer nicht glauben. Es ist so unerträglich irreal.... Und dann sehe ich meinen Usernamen und weiß vom Kopf her, dass man offensichtlich drüber hinweg kommt. Sally war mein erster Hund und ist nun schon seit fast 17 Jahren tot, und wenn ich an sie denke, ist da überhaupt kein Schmerz mehr sondern nur ein Lächeln.


    So wird es wohl irgendwann auch bei Jula und Molly sein. Nur wann, und wie schaffe ich nur die Zeit bis dahin....? Schritt für Schritt, Tag für Tag... :pleading_face:

    Vielen Dank noch einmal für Eure Worte. Sie alle bringen mich zum Weinen, aber die Tränen müssen ohnehin geweint werden, deshalb danke dafür.


    Ich weiß, dass ich dankbar sein kann für die vielen Jahre. Und beide waren bis zum Schluss fit und fidel. Selbst Jula ist an guten Tagen noch locker 10 Kilometer gewandert. Und wo es nicht mehr ging, ist sie halt in die Karre eingestiegen, die ich schon vor ein paar Jahren für sie gebaut hatte. Und Molly hat nur einen Tag vor ihrem Tod noch inbrünstig Fußball mit mir gespielt. Sie war definitiv der bessere Torwart als ich der Torschütze...


    Wahnsinn, wie sehr sie mir fehlen....

    Hallo zusammen,


    sehr lange habe ich nichts mehr hier geschrieben, meine letzten Beiträge stammen aus dem Trauer-Thread für Kathrin. Nun möchte ich aber doch noch einmal einen eigenen Beitrag öffnen, um mich von meinen Seelenhunden zu verabschieden. Vielleicht hilft mir das, es endlich zu begreifen....


    Jula und Molly sind nicht mehr bei mir. Innerhalb von nur 19 Wochen sind beide gegangen.


    Jula musste am 1. Oktober 21 gehen. 8 Wochen später wäre sie 17 Jahre alt geworden. Eigentlich war sie kerngesund, Blutwerte tiptop, keine Tumore irgendwo, Herz und Lunge kräftig. Eine Magenschleimhautentzündung hat ihr alter Körper dann aber leider nicht mehr verkraftet. Sie ist friedlich in meinem Armen im Auto vor der Tierarztpraxis eingeschlafen. Das Loch war tief, das mich da verschluckt hat. Mir war tatsächlich nicht bewusst, wie viel sie mir bedeutet hat, Molly war einfach zu "laut" neben ihr. Die Wochen danach waren schwer, aber ich hatte noch Molly, die mich abgelenkt hat und mit der ich lange Spaziergänge gemacht habe.


    Am 11.2.22 ist nun auch Molly gegangen. Relativ unerwartet. Vor drei Monaten fingen ihre Nieren an, ein wenig in die Knie zu gehen, die Nachkontrolle ergab, dass es rapide bergab ging. Ich hab noch alles versucht. Infusionen, Tierheilpraktikerin, Tabletten, Diät.... Es war einfach nicht aufzuhalten. Am Freitag vor einer Woche fing sie an, sich zu übergeben. Innerhalb weniger Stunden kam schließlich nur noch dickes, dunkles Blut vorne und hinten raus. Und ich habe getan, wovor ich mich seit Jahren am meisten gefürchtet hab. Auch sie ist friedlich in meinen Armen im Auto vor der Tierarztpraxis eingeschlafen.


    Und nun sitze ich hier und habe absolut keine Ahnung, wie ich das überstehen soll. Ich weiß, ich werde es überstehen, aber die Verzweiflung ist wirklich grenzenlos.


    Jula, Molly, ich danke Euch für 14 bzw. fast 17 wunderschöne Jahre, für Erinnerungen, die mich mein Leben lang begleiten werden. Es mag völlig pathetisch klingen, aber es war mir eine Ehre, Euch durch diese Zeit zu begleiten.

    Meine Seniorinnen gehen einmal jährlich zum Alters-Check-Up. Außerdem muss ich mit Jula alle sechs bis acht Wochen hin, um die Analdrüsen ausdrücken zu lassen. Kleinere Wehwehchen oder auch mal Verletzungen behandle ich aber gerne auch mal selbst.

    @frolleinvomamt: Grundsätzlich gebe ich Dir voll und ganz Recht und Du hast das auch sehr schön ausgedrückt. Ich sehe es aber im täglichen Leben bei meiner Mutter. Sie ist jetzt 80 und topfit. Ihre Hündin ist geschätzte 9 Jahre alt und zum Glück kerngesund. Aber natürlich kommt ihr häufig der Gedanke, dass es der letzte Hund sein wird. Und da Emma einen großen Teil ihres jetzigen Lebens einnimmt, ist dieser Gedanke für sie schon beängstigend. Sich mit 80+ Jahren noch einmal neu zu definieren, wird sicher nicht einfach werden.