beständige vs. unbeständige Auslastung

  • Was mir bei den Überlegungen hier völlig fehlt, sind ein paar Worte zu den Lebensumständen:

    Bei reiner Wohnungshaltung, wo der Hund nur dann in Kontakt mit seiner Umwelt kommt, wenn der Mensch es ihm ermöglichen will und kann, finde ich es Sünde, nur 2 Std. täglich rauszugehen. Und in der Zeit kommt man auch nicht weit.

    Kein noch so raffiniertes Tricksen und Auslasten in der Wohnung und kein Hundeplatz kann Umwelterfahrungen ersetzen, und körperlich fit ist ein Hund nur, wenn er sich ausreichend bewegt.

    Ich persönlich habe Hunde, weil ich gerne draußen in der Natur unterwegs bin, und je länger ich das kann, desto lieber ist es mir.

    Caterina

    Das finde ich auch.
    Ich meinte auch nicht einen Dauerzustand mit weniger Gassizeit.

    LG, Friederike

  • Da der Aussie erwähnt wurde...
    Hier gibt es kein fest geschriebenes tägliches Programm. Hier gibt es Tage, da gehe ich mit ihr nur 3 x 15 Minuten, weils gar nicht anders geht. Dann gibt es wieder Tage, da hab ich frei und gondel mit ihr drei Stunden durch die Gegend. Wir fahren Fahrrad, tricksen ein bisschen oder machen Unterordnung, wenn es mir grade in den Sinn kommt und ich Zeit hab.
    Egal wies läuft, Hazel ist immer entspannt. Hauptsache sie ist dabei und wird ab und zu mal gekuschelt. Dann ist die Welt in Ordnung für sie.
    Ich seh da absolut kein Problem und denke sogar, es ist gefährlich, wenn man den Hund an ein immer gleich starkes Programm gewöhnt. Denn dann wird er es irgendwann auch einfordern.

    Achso, das einzig Geplante bei uns ist, dass wir zwei Mal die Woche auf dem Hundeplatz sind.

  • Ich kann schon mal das Wort "Auslastung" nicht ausstehen.
    Darin liegt schon die ganze bleierne Schwere der Hund-Mensch-Beziehung.
    Der Hund ist zwar ein Gewohnheitstier und wird beständiges gleiches Arbeiten und Gassigehen schätzen, stellt sich aber auch auf seinen Menschen ein und wenn weniger angesagt ist, gibt es eben weniger.

    Zu stundenlangen Wegen gibt es zahlreiche Beschäftigungen, die den Hund im Haus fordern.

    LG, Friederike

    Du hast Recht, das Wort war nicht zu unrecht schonmal in der Auswahl df-unwort des Jahres.. =)
    Es geht ja nur darum was es für einen bedeutet.
    Für micht heißt es dem Hunde Geistige und körperliche Beschäftigung und Herausforderung anzubieten aber nicht aufzuzwingen.

    Smilla trägt und apportiert nicht übermäßig gern. Sie kannte es gar nicht, hat das Prinzip aber jetzt verstanden und bringt Dinge auf Anweisung. Mir wurde geraten, 5-7 Wochen nur aus dem Futterbeutel zu füttern, "Triebaufbau", dann würde sie schon Interesse an Dummys bekommen...
    Nennt mich Wattebauschwerfer, aber wenn mein Hund lieber über Agility Geräte turnt zwinge ich ihr bestimmt kein Dummytaining auf um sie "auszulasten", das ist für mich nicht Sinn des ganzen :ka:
    Aber wir machen auch keinen HundeSPORT in dem Sinne. Da ist das vielleicht was anderes wenn man als Halter Erfolge erreichen möchte.

  • Was mir bei den Überlegungen hier völlig fehlt, sind ein paar Worte zu den Lebensumständen:

    Bei reiner Wohnungshaltung, wo der Hund nur dann in Kontakt mit seiner Umwelt kommt, wenn der Mensch es ihm ermöglichen will und kann, finde ich es Sünde, nur 2 Std. täglich rauszugehen. Und in der Zeit kommt man auch nicht weit.

    Kein noch so raffiniertes Tricksen und Auslasten in der Wohnung und kein Hundeplatz kann Umwelterfahrungen ersetzen, und körperlich fit ist ein Hund nur, wenn er sich ausreichend bewegt.

    Ich persönlich habe Hunde, weil ich gerne draußen in der Natur unterwegs bin, und je länger ich das kann, desto lieber ist es mir.

    Caterina

    Dann können wir dieses Beispiel nehmen :
    Was ist, wenn der Hund der in der Wohnung gehalten wird, 4 Tage die Woche nur eine Stunde raus geht und sonst nichts mit ihm gemacht wird, und er dafür am Wochenende mehre Stunden draußen rennen kann. Können die wenigen Tage die ruhigen ausgleichen?

  • Ich muss zugeben ICH finde es nicht schön so.
    Ganz und gar nicht ehrlich gesagt.
    Und ich bin alles andere als ein Auslastungsjunkie der täglich seinem Hund stundenlanges Programm bietet.
    Bei meinem Hund gibt es ganz durchwachsene Tage, und mehrmals die Woche geht sie nicht mehr als eine Pipirunde mit mir. Aber sie ist dennoch mehrere Stunden mit mir draußen am Stall, auf den Weiden bei den Pferden und anderen Aktivitäten wo sie mich begleitet und was anderes sieht und sich bewegt.
    Zwischendurch schiebe ich eine Einheit Obi oder tricksen ein und am WE haben wir unsere Gruppentraining.
    Mein Hund ist absolut zufrieden und ausgeglichen.
    Wäre sie nun in der Woche stets 23 Stunden zuhause in der Wohnung würde ich mich schon fragen, ob das so angenehm für den Hund ist.
    Das ist aber nur meine Meinung.

  • Aber an deinem Beispiel verstehe ich nicht, wieso sich mit dem Hund nicht innerhalb der Wohnung beschäftigt werden kann.
    Bisschen tricksen oder kleine Haushaltshilfen einbauen sollte doch jeder können. Und wir sprechen hier vielleicht von 10-15 min am Tag. Das wäre vielleicht ein kleiner Ausgleich zur sonstigen Wohnungshaltung.
    Obwohl es meiner Meinung nach auch nicht die Abwechslung draußen ersetzt, aber zumindest für einige Zeit für mich vertretbar wäre.

  • Kann man doch nicht so einfach sagen. Mein "alter" Hund (schon lange tot *snief*) war mit eineinhalb Stunden Spazierengehen nicht kaputt zu kriegen. Da musste ich schon härtere Geschütze auffahren. Kopftraining, Gehorsamsübungen, Spuren legen, ect. - der Hund meiner Schwester dagegen ist mit 1 Stunde gemütlichem Spazierengehens platt.
    Er hat gar keinen Drang nach mehr Input. Klar macht sie mal die normalen Komandos mit ihm - aber das wars auch schon. Was er dafür braucht: schmusen ohne Ende.

  • Also kurz geantwortet ja.

    Es kommt auch bei kurzen Inputs nicht auf die Länge sondern die Qualität an.
    z.B. Meiner ist kein Schlechtwetterhund das heißt er will bei Regen oder Schneefall oder Hitze nicht wirklich raus.(muss er auch nicht).

    Dafür wird dann eben Zuhause gespielt oder was für den Kopf gemacht.
    Wenn das Wetter wieder passt darf es dafür a mehr sein finden wir beide.
    Bei z.B, 3 Tagen also Wochenende würde ich nicht 3 Tage volles Programm machen sondern Freitag mehr, Samstags wieder weniger, Sonntags viel.
    Das betrifft aber nur meine Einschätzung ob das perfekt past..How nows.

  • Dann können wir dieses Beispiel nehmen :Was ist, wenn der Hund der in der Wohnung gehalten wird, 4 Tage die Woche nur eine Stunde raus geht und sonst nichts mit ihm gemacht wird, und er dafür am Wochenende mehre Stunden draußen rennen kann. Können die wenigen Tage die ruhigen ausgleichen?

    Kommt drauf an wie viel Frust da aufgebaut wird und das sieht man nur am Hund.Wenn der Hund eh nur pennt und es nimmt wie es kommt ist es kein Problem, wenn er permanent wartet das endlich was passiert dann schon. Ausgleichen kann ich meinen Haushalt, 3 Tage nicht putzen und dann einen Tsg richtig, dann ist sauber oder nicht.. :D Bei Hunden ist das glaub ich der falsche Denkansatz.

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