Eure Erziehungsgrundlagen
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Mich würde interessieren, was eure Methode in der Erziehung ist. Das wird quasi eine qualitative Umfrage

Mir gehts vor allem um:1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Damit ist nicht gemeint, dass ihr nach Trainer xy trainiert, sondern eher ob ihr z.B. nur positiv trainiert und unerwünschtes Verhalten ignoriert oder ob ihr schon mal straft und der Meinung seid, das gehört dazu. Interessant wäre dann in welchen Situationen oder Trainingsstadien ihr was für nötig haltet.
Die Grundlage meiner Erziehung ist positives trainieren von erwünschtem Verhalten, anbieten von lohnenswertem Alternativverhalten bei unerwünschtem Verhalten und vor allem Konsequenz. Das aller Wichtigste ist mir aber die Freude am gemeinsamen Tun/Training und Arbeit. Strafen tue ich nicht. Es ist bei meinem Hund, auf Grund seines Wesens, einfach absolut kontraproduktiv. Bei ihm kommt man mit einem ruhigen Ton am Weitesten.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass euch die richtige ist?
Ich bin nicht schwankend und zweifle nicht daran. Es hat sich im Alltag einfach gezeigt, daß es für uns der absolut richtige Weg ist. Meiner Meinung nach sind wir ein gutes Team, ich bin absolut zufrieden und mein Hund macht ebenfalls einen glücklichen und ausgeglichenen Eindruck.
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Gibt es bestimmt.
Momentan ist mir aber keine bewußt.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Wir sind von Anfang an durch den Besuch unserer Hundeschule von vornherein auf diesen Weg gebracht worden.
5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Aktuell habe ich einen 4 jährigen Beagle, der bei uns lebt seit dem er 8 Wochen alt ist. Davor hatte ich knapp 17 Jahre lang einen Golden Retriever.
Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!
Und ob man vielleicht Parallelen ziehen kann. (Z.B. Leute mit Windhunden erziehen nur positiv
) Nein, so einfach wird es sicher nicht sein.
Dann legt mal los
LG
Franziska mit Till
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1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Ich habe so als Grund-Hintergedanken, dass ein Hund immer das für ihn sinnigste tut (und das ohne böse Absicht, ohne provozieren zu wollen, ohne die Weltherrschaft an sich reißen zu wollen...). Ich versuche also im Zweifelsfall, das Grundgefühl beim Hund zu ändern, die Motivation. Ich arbeite in erster Linie damit, dass ich versuche, das erwünschte Verhalten zu bestärken, bzw. Unsicherheiten dadurch zu lösen, dass der Hund sich auseinandersetzt und positiv damit abschließen kann. Aber ich sage durchaus auch "nein, so nicht" und verhindere unerwünschte Verhaltensweisen dadurch, dass der Hund möglichst keinen Erfolg damit hat. Ignorieren tu ich nichts, was mir wichtig ist.2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Bei den momentanen Hunden schwanke ich nicht. Ich würde sagen, so grob zu einem Hütehund-Typ passt es ganz gut. Meine Hunde wollen alle mitarbeiten. Wenn was nicht funktioniert, tu ich gut daran, den Fehler bei mir zu suchen
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Wenn Grisu einen Fremdhund fressen will (bzw. wenn ein Fremdhund auf uns zu gestürmt kommt) geht es nur noch ums sichern und dass alle halbwegs entspannt durch die Situation kommen. Da zählt sonst kein Erziehungsversuch mehr.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Ganz früher ja. Da war ich 11 Jahre alt und bekam meinen ersten eigenen Hund und habe zu viel auf die falschen Menschen mit Weltübernahmetheorien durch Hunde geglaubt
. Was würde ich bei Aicha alles gerne wieder gutmachen wollen... Warum heute so? Ich habe den Eindruck, wir alle mögen es so und fühlen uns wohl damit.
5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?Aicha war ein Dackel-Terrier-Pudel-Mix, die Hündin meiner Jugend und tatsächlich in erster Linie mein Hund. Jetzt sind es Lucy, Grisu und Smilla, siehr Signatur.
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1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?Zuckerbrot und Peitsche. Lernen mache ich rein positiv über Motivation und bei 'Freizeitkommandos' bleibt das auch so, da ist es mir ja grundsätzlich egal ob er es macht oder nicht. Bei Kommandos wie 'Komm her', 'nein' oder 'Straße' aber eben nicht. Und ja, da strafe ich auch. Wobei strafen bei Koda heißt laut werden oder irgendwas auf den Boden werfen, aber das ist bei ihm auch schon ziemlich das Maximum, normalerweise reicht ein warnender Tonfall.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Sie ist für mich die Richtige. Zum einen, ganz simpel, weil sie funktioniert, zum anderen weil ich ja komplett nach Hund anpassen kann was nötig ist. Im Endeffekt verlange ich bei manchen Kommandos, bei denen es eben um meine/seine oder die Sicherheit unserer Umwelt geht, dass sie befolgt werden. Ende. Mir egal ob er gerade Lust darauf hat oder nicht, ich habe auch auf vieles keine Lust und muss halt. Was dann konkret nötig ist den Hund davon zu überzeugen, dass er tut was ich sage hängt vom Hund ab.3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Ja, wenn andere Hunde da sind. Koda bezieht immer alles auf sich und zB unsere Althündin schert sich ja grundsätzlich einen Dreck darum was eines der minderwertigen weiblichen Familienmitglieder von ihr will, aber wenn ich ihr auch nur scharf die Meinung geigen würde, würde Koda geknickt zwischen meinen Beinen hängen während das Miststück noch nicht mal ein Ohr nach mir drehen würde. Insofern nehme ich andere Hunde einfach immer wortlos an die Leine wenn sie nicht hören bzw lasse sie gar nicht erst runter, weil mir mein Hund einfach wichtiger ist.4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Wie es dazu kam? Durch oben erwähnte Dame...
Und meine Lebenseinstellung, wie gesagt, ich mache auch nicht alles weil ich gerade so positiv motiviert bin, sondern weil ich eben meine Pflichten habe und die hat mein Hund eben auch.
Ich gehe arbeiten, weil ich dafür Geld kriege, aber ich kann auch nicht einfach daheim bleiben, wenn ich mir denke, och ne, heut schlaf ich lieber aus und verzichte auf das Geld. Mein Hund bekommt alles von mir was ich ihm guten Gewissens innerhalb der Grenzen unserer Umwelt ermöglichen kann und dafür erwarte ich aber auch, dass er die Grenzen die ich ihm setze(n muss) einhält.
Und ich habe keine Lust meinen Hund, meine Umwelt und mich ggf zu gefährden nur weil mein Hund gerade der Meinung ist, das irgendwas wichtiger ist als was ich sage. Ich mache das ja nicht grundlos.
Und ja, ich hab keine Lust die ganze Zeit an der Leine zu laufen, nur weil mein Hund nicht hört.5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Ich habe meine ersten Hund mit 12 oder 13 bekommen, seitdem war ich eigentlich nie ohne.
Momentan habe ich einen Hüte-/Schäferhundmix und was anderes kommt mir auch nicht mehr ins Haus. Sture, eigenwillige Hunde sind nichts für mich. In ihrem und in meinem Interesse. -
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1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?Damit ist nicht gemeint, dass ihr nach Trainer xy trainiert, sondern eher ob ihr z.B. nur positiv trainiert und unerwünschtes Verhalten ignoriert oder ob ihr schon mal straft und der Meinung seid, das gehört dazu. Interessant wäre dann in welchen Situationen oder Trainingsstadien ihr was für nötig haltet.
Ich erziehe meine Hunde mit positiver Vestärkung auf Grundlage der Lerntheorie. Strafe gibt es nur negative (z. B. den Ball nicht geben, weil Hund ihn bellend fordert). Ignorieren tue ich selten etwas, weil man damit, meiner Meinung nach, oft nicht weiter kommt. Wenn ich z. B. Bellen ignoriere, wird meine Hündin nicht damit aufhören, denn für sie ist bellend selbstbelohnend. Stattdessen biete ich ihr eine Alternative an. Meistens gebe ich ihr ein Signal, welches sie gut beherrscht und für die Ausführung gibt es dann Click und Leckerlie.
Bei uns sind nicht immer Leckerlies die richtige Belohnung. Das kommt auf die Situation an. Manchmal ist das Hindürfen zu anderen Hunden die Belohnung, manchmal Buddeln, manchmal Schnüffeln, je nachdem.Ich clickere meine Hunde und das im kompletten Alltag. Ich bin immer dafür, dem Hund erstmal alles positiv zu "erklären". Der Clicker ist mir dabei eine große Hilfe.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?Ich weiß, dass meine Form der Erziehung die richtige für uns ist. Ich fühle mich damit viel besser und meine Hunde ebenfalls. Leider habe ich meine Hündin anfangs anders erzogen. Habe sie auch mal ausgeschimpft. Zu der Zeit hatte sie nicht das Vertrauen zu mir, wie heute, wo ich clickere.
Und mein Rüde kam mit 2,5 Jahren zu uns. Er kommt von der Straße und ist sehr schnell eingeschüchtert. Mit dem Clicker arbeitet er immer freudig mit. Wir haben ihn seit einem Jahr und 4 Monaten und in meinen Augen hört er so perfekt, wie es nur gehen kann bei einem Lebewesen.3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Ja, in Gefahrensituationen. Da würde ich dann mal an der Leine ziehen, um den Hund vorm Überfahren werden zu retten oder sowas.
Ansonsten: Nein.4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Ja, leider. Es gab zwar auch Lob, aber eben auch Schimpfen mit lauterer Stimme.
Ich war nie richtig zufrieden damit, wusste aber auch keinen besseren Weg.
Hier im Forum fand ich sozusagen die Erleuchtung. Eine Forumsteilnehmerin, die leider gesperrt ist, hat mir die Augen geöffnet. Dabei hat sie mich gar nicht angeschrieben oder so. Aber ich habe ihre Beiträge gelesen, wie sie mit ihren Hunden umgeht und da hat es bei mir "click" gemacht. Das war der richtige Weg, das wusste ich plötzlich. Und seitdem gehe ich mit meinen Hunden so um und ich habe es noch nie auch nur einen Tag bereut.5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Derzeit habe ich 2 Chihuahuamischlinge. Eine Hündin, 3 Jahre alt und ein Rüde, fast 4 Jahre alt.
Ich bekam mit 9 Jahren meinen ersten eigenen Hund. Da hat meine Mutter aber natürlich bei der Erziehung geholfen. Trotzdem war ich auch eigenverantwortlich für sie. Ich war ja ständig alleine mit ihr spazieren. Lady (so hieß sie) war aber auch einfach unkompliziert. Sie lief einfach so im Alltag mit. War ne ganz schöne Umstellung, als ich vor 3 Jahren meine Pia geholt habe, die ein sehr unsicherer Hund im Umgang mit Menschen und anderen Hunden ist. -
Zitat
"böser böser Pudel"
hihi, lustig
Wenn ich wirklich mal 'schimpfen' sollte, sag ich genau das gleiche.
Ich kenne nicht mal einen Pudel, keine Ahnung warum ich meine Hunde so nenne! Aber ich sag ja auch 'sooo ein toller Dackel' wenn sie was gut gemacht haben
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1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Damit ist nicht gemeint, dass ihr nach Trainer xy trainiert, sondern eher ob ihr z.B. nur positiv trainiert und unerwünschtes Verhalten ignoriert oder ob ihr schon mal straft und der Meinung seid, das gehört dazu. Interessant wäre dann in welchen Situationen oder Trainingsstadien ihr was für nötig haltet.Ich trainiere die Hunde kleinschrittig und "biete" Alternativverhalten an (z.B. beim Antijadgtraining).
Wird das erwünschte Verhalten nicht gezeigt, gehe ich trainingsmäßig einen oder mehrere Schritte zurück und setze neu an, wenn ich denke bzw. der Hund zweigt, dass das Lernziel einfach noch nicht erreicht ist. Sehe ich, dass der Hund sich einfach nur frech über die erlernten Regeln hinwegsetzt, setze ich diesem verhalten ruhig, aber konsequent einen Riegel vor, d.h. ich ignoriere Fehlverhalten nicht. Je nach Hund und "Straftat" kann das verbal durch Abbruchkommando, körperlich durch Blocken bzw. Anrempeln oder auch mal richtig "deckeln" sein.
Ich bin jedoch nicht nachtragend und sofort nach Verhaltenskorrektur seitens des Hundes sind wir wieder beste Freunde
Ich denke, dass Feedback generell fairer für den Hund ist, weil er dadurch sofort wieder die Chance hat, das Verhalten zu korrigieren.
Trainermäßig habe ich keinen Guru, ich picke mir überall das raus, was ich für gut und bei meinen Hunden als sinnvoll erachte. Durch viele Jahre Vereins- und Hundesportleben über den eigenen Verein hinaus weiss ich immerhin auch ganz viele Dinge, die ich nie tun möchte . . .
Hat man für einen Hund erstmal das richtige Lob / die richtige Motivation gefunden, läuft der Rest fast wie von alleine.2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Ich denke, dass wir für unsere Konstellation den richtigen Weg gefunden haben und alles gut läuft. Bei einem neuen Hund würde ich erstmal nichts ändern, sondern das Hauptaugenmerk wieder auf Berechenbarkeit meinerseits und Motivation des Hundes legen werde.
Ich sehe mir gerne Trainer an, beobachte andere Leute mit ihren Hunden - im Zweifelsfall weiss man dann wieder, was man unschön findet und dass man bei aller Selbstkritik seine Sache garnicht so schlecht macht.
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?Nein.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Angefangen hat man klein und im Nachhinein für den Hund sehr unschön. Aber je älter man wird desto eher hinterfragt man Methoden und ist fähig andere Wege zu gehen.
Gesehen hat man Hundeführer, die mit Spaß so trainiert haben, dass nichts klappte. Dann gab es die harte Fraktionen, bei der das Ausbleiben von Strafe schon Lob genug war.
Entschieden habe ich mich im Laufe der Jahre für einen Mittelweg, der zu sehr konstanten Erfolg geführt hat und die Kritiker verstummen liess
5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Seit mehreren Jahren haben wir ein Dreierrudel:
Malinois / DSH - Mix, extrem arbeits- und beutegeil, sehr führerweich und dabei temperamentvoll, ideal für den Sport (damals, jetzt ist er fast 16)Hollandse Herder, unsicherer Typ mit tendentiell wenig Impuls- und Frustkontrolle, schwieriger zur Mitarbeit zu motivieren als der alte Rüde, was aber sicherlich am langweiligen Training die ersten beiden Jahre lag, danach motiviert und leicht lenkbar
Tibet Terrier, als Junghund aufgrund sehr schlechter Aufzucht sehr ängstlich und unsicher, später ein Hund, der sehr viel mitdenkt und in Frage stellt, aber bei richtigem Training echt toll geworden ist
Hunde gab es irgendwie schon immer in meinem Leben - von mir als Baby / Kind gibt es kaum Fotos ohne Hund.
Der erste halbwegs eigene zog mit 8 Jahren ein. Viel falsch gemacht, aber eigentlich eine ganz tolle Hündin, die für ihr Fehlverhalten nichts konnte, weil die Menschen es verbockt hatten. -
1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Ich arbeite mit meinen Hunden weitestgehend Belohnungsbasiert und mit positiver Verstärkung. Wir klickern viel und arbeiten mit Markerwort, einfach weil es den Hunden und mir Spaß macht und schnell Resultate bringt. Strafen tue ich, zumindest bewusst und absichtlich, nicht, wenn man mal von einem Schade-Wort, Wegdrehen/Ignorieren absieht, was ja eng genommen auch Strafe ist. Viel mehr versuche ich so mit den Hunden zu arbeiten, dass ich nicht in die Verlegenheit komme strafen zu müssen. Klappt das nicht, dann liegt es zu meist daran, dass ich nicht aufgepasst oder zu spät reagiert habe, und da fände ich es unangebracht und unfair, jemand anderen für mein „Fehlverhalten“ zu bestrafen. Solche Situationen versuche ich dann möglichst zügig zu verlassen und mit positiver Verstärkung weiterzuarbeiten, sobald mein Hund wieder in der Lage ist etwas zu lernen.
Bei uns ist es das konkrete Beispiel Leinenpöbelei, das leider mit dem zweiten Hund eingezogen ist, und woran wir mit Zeigen & Benennen erfolgreich arbeiten und vor kurzen mit BAT angefangen haben, was scheinbar noch besser funktioniert, aber auch ähnlich aufgebaut ist. Die zweite Baustelle ist der Jagdtrieb, den ich aber eher als rassetypische Eigenschaft statt als Baustelle erachte. Im Traum würde ich nicht darauf kommen den Hund dafür anzugehen, dass er so ein Verhalten zeigt. Vielmehr versuche ich den Hunden zu zeigen, dass sich Kooperation, Ersatz- & Alternativverhalten für sie lohnen und auch das scheint gut zu funktionieren.Körperliche Gewalt lehne ich als Form der „Erziehung“ grundsätzlich ab.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Je mehr ich mich darüber informiere und lese, umso sicherer bin ich, dass das für uns der richtige Weg ist.
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Ja die gibt es auf jeden Fall, wenn auch eher unbewusst und reflexartig in Gefahrensituationen, wenn z.B. einer meiner Hunde versucht nach einer Wespe zu schnappen, einer meiner Hunde geht einen anderen an oder wird angegangen, da gibt’s schon mal ein etwas lauter gerufenes „Hey!“ – das fällt bei mir aber schon unter mittelschwerer Anschiss und eigentlich kommen wir mit unserem positiv Aufgebauten Abbruchkommando gut zurande. Wirklich körperlich eingeschritten und richtig laut geworden bin ich bis jetzt einmal, als mein Rüde sich auf unseren Kater gestürzt hat, weil der so „dreist“ war, an seinem Kauknochen vorbeizulaufen… aber auch das schiebe ich mehr auf den Schreck den es mir eingejagt hat, als darauf, dass ich ernsthaft versucht habe in dieser Situation zu erziehen. Dem hätte ich im Vorfeld mehr Beachtung schenken müssen, aber hinterher ist man halt schlauer. Jetzt wird jede Form von positiver Kontaktaufnahme zwischen den beiden gelobt, ich achte besser auf die beiden, wenn sie zusammen sind und so ein Vorfall hat sich nicht mehr wiederholt.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Jein. Ich wollte von Anfang an auf jeden Fall ohne körperliche Gewalt erziehen, und obwohl ich mich schon vor der Hundeanschaffung im Rahmen meines Studiums mit der Lerntheorie auseinandergesetzt habe, fand ich es am Anfang in der Praxis schwierig genau zu differenzieren. Während ich Alpharollen-Quatsch, „touchen“ a la Cesar Milan und co. schon immer fürchterlich fand, war ein kleiner verbaler Anschiss oder den Hund an der Leine weiterzuziehen für mich immer noch im Rahmen dessen was ich als OK erachtet habe. Genau bis ich gemerkt habe, dass es weder mir noch meinen Hunden was bringt, außer dass ich davon richtig schlechte Laune bekomme und jeglichen Spaß an der Hundeerziehung verliere. Und je schlechter meine Laune, desto weniger scheint zu klappen und dann geht es immer so weiter. Meiner Hündin sind Anschisse jeglicher Art eher egal, zumindest bringen sie rein gar nichts, der Rüde ist ein Huscher vor dem Herrn, da ist eigentlich jedes laute Wort eines zu viel. Hat aber auch eine Weile gedauert, bis ich selbst in gewissen Situationen etwas ruhiger und gelassener geworden bin, statt immer lauter.
5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Mein Freund und ich haben seit September 2012 eine Whippethündin die mit 13 Wochen bei uns eingezogen ist, im Januar 2014 kam ein Whippetrüde im Alter von 10 Monaten dazu.
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Katrina, vielen Dank!
Ich hätte von Punkt 1 - 3 haargenau das gleiche geschrieben! Sehr, sehr praktisch, jetzt erspare ich mir das
.4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Ich habe meinen ersten Hund 1994 bekommen. Da war noch nix mit positiv verstärken.
Nicht, dass ich das nicht gewollt hätte, aber ich wusste schlicht u einfach nix davon!
Es gab auch nicht, so wie heute, die Möglichkeit 1.047 Dinge innerhalb von Minuten im Internet zu finden. Nicht mal die entsprechenden Bücher gab es. U selbst wenn es welche gegeben hat, hätte man ja erstmal überhaupt wissen müssen das es sie gibt, um dann von Buchhandlung zu Buchhandlung zu rennen, in der Hoffnung, dass es in irgendeiner davon bestellt werden kann.
Ich hatte genau 1.Buch, 'mein Mischling' oä hieß das. Sitz lernt der Hund indem man mit der rechten Hand das Hb fest hält u mit der linken das Hinterteil nach unten drückt, u wie er 'Platz' lernt wird so beschrieben: 'Er wird gerufen, gelobt, gestreichelt, dann kommt das Kommando 'Platz'. Der Hund wird derart zu Boden gesrückt, dass die rechte Hand auf dem Nacken u die linke auf dem Rückenende liegt. Es gelingt nicht auf Anhieb den Hund so zu Boden zu drücken, er wird sich anfangs dagegen wehren. Gelingt uns das nicht, werden mit der rechten Hand seine Vorderbeine vor gezogen, u mit der linken auf das Rückenende gedrückt. Liegt er, wird er gelobt, dann darf er wieder aufstehen.'
U das war eines der guten Bücher!!
In der Hundeschule wurde mir gesagt ich darf ihm kein normales Hb mehr rauf geben, er muss ab sofort eine Zugkette tragen (wir waren in einem Welpen-/Junghund-kurs, er war ca 1/2j alt!), weil er sonst 'durch das normale Hb so viele Muskeln am Hals bekommt, das man ihn nicht mehr halten kann wenn er erwachsen ist'..
Wozu dann aber das Leinengerucke gut sein soll, wenn er als erwachsener dann doch zieht (sonst müsst's ja wurscht sein wie viele Muskeln er dort hat
), konnte mir aber niemand erklären.
Ich hab meine Hunde zwar nie getreten od alphagerollt, aber an der Leine gezogen wenn sie nicht ordentlich gegangen sind/sie angeschrien wenn sie was (in meinen damaligen Augen) falsch gemacht haben uä hab ich schon.
Ich weiß noch wie stolz ich war als ich zum 1.x drohend u 'knurrend' auf ihn zu gerannt bin als er nicht auf mein rufen reagiert hat (also nicht zu mir zurück gekommen ist), sondern stattdessen gaaanz langsam auf mich zu gekommen ist, u dabei immer wieder am Boden geschnuppert hat. Weil schließlich hatte ich ja gelernt, dass das von ihm total respektlos ist, u endlich konnte ich ihn in richtiger Hundesprache korrigieren, so das er mich wirklich verstehen kann..
Ich könnte heulen u mich durchgehend bis morgen früh treten wenn ich jetzt dran denke!! !!
Ich hab das nie, nie, nie mit böser Absicht gemacht, sondern weil ich es so gelernt hab, weil 'Hunde das auch so machen'. U weil ich 'richtig' mit ihm/ihnen umgehen wollte, so das sie mich verstehen, so wie es 'ihre Natur' ist.
Wie gesagt, ich könnte heulen wenn ich dran denke!! !!Irgendwann wusste ich dann mehr, u war eine von denen, die meinten 'positiv ist super, aber bei manchen Hunden geht's halt leider nicht anders'.
Bis ich den ersten 'bei manchen geht's halt nicht anders '-Hund bekommen hab, u die mir ganz deutlich gezeigt hat 'SO behandelst du mich sicher NICHT!!'. Da musste ich mir dann was einfallen lassen. 4 Möglichkeiten hatte ich:
1.so weiter machen wie bisher u den Hund regelmäßig im Arm hängen haben -> nicht besonders ratsam bei einem erwachsenen Rottweiler
2.: Hund weg geben -> wer nimmt so einen? Das tut sich doch (verständlicherweise) keiner freiwillig an! (U die, die es tun, haben selbst schon genug mit denen zu tun die sie haben)
3. Also einschläfern?
Einen jungen gesunden Hund, der nur so war, weil er genau das gemacht hat was er bis dahin gelernt hatte?
od, Möglichkeit 4.:
'Es gibt Leute die trainieren Wale, Löwen u Hyänen mit einer Pfeife. Das gibt's ja nicht, dass das bei Hunden nicht funktioniert!'
Das war mein Gedanke.
Helfen konnte mir keiner (od sie wollten nicht, wer weiß das schon..), darum musste ich mich selbst kümmern.
U seit ich mit dem Hund gearbeitet hab, u sie einer der tollsten Hunde wurde, die ich in meinem ganzen Leben je kennen gelernt habe, seit dem denke ich 'wenn es bei IHR funktioniert hat, ohne zwicken, anschreien, Leine reißen uä, dann ist es bei einem zb Plüsch, dass Katzengacke isst, schon überhaupt nicht notwendig!!'5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Eine Rottweilerin, wird im Sommer 7. Zu mir gekommen ist sie mit knapp 3j. Sie hatte ein MASSIVES 'aggressions-Problem' mit anderen Hunden, u auch mit Menschen.
Mein Plüsch, ein Mix aus Mops-Border Terrier-u-Malteser (?).
Das hat sich durch genau 3 'Tut nix'e leider momentan grad 'Angriff ist die beste Verteidigung' als Strategie ausgesucht (u es wäre sicher schon um einiges besser wenn die Leute mal endlich ihre Viecher bei sich behalten würden, aber es wird.. ).
Wie gesagt, meinen ersten hab ich bekommen 1994 (Anfang Mai). -
1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Ich gebe mir Mühe, meinen Hunden Spaß an der Erziehung und der Zusammenarbeit mit mir zu vermitteln. Ziel ist für mich, dass der Hund gerne mit mir arbeitet, schnell reagiert und für mich - so gut das bei einem selbstständig denkenden Tier abschätzbar ist - "vorhersehbar" agiert. Am zielführendsten finde ich für mich und meine Hunde die Erziehung über positive Verstärkung.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Ich bin mir sicher, dass die ungefähre Richtung für uns richtig ist; ich find's aber auch wichtig, sich selbst immer mal wieder kritisch zu hinterfragen: Warum mache ich das so? Gibt's da auch noch andere Wege? Ist dieser Weg wirklich für diesen konkreten Hund der beste? Daran angepasst findet dann das "Feintuning" statt.
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Nein.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Mit unserem allerersten Familienhund war ich damals (als jüngste Teilnehmerin; 11-jähriges Mädel unter lauter Rentnern
) Mitglied in einer BHP-Vorbereitungsgruppe des Teckelklubs. Trainiert haben wir auf einem Schäferhundplatz der ganz, ganz alten Schule und den Anblick fanden wir, d.h. meine Eltern und ich, so abschreckend, dass wir nach Alternativen gesucht haben.5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Ich habe 2 eigene Hunde und betreue in unregelmäßigen Abständen Sitterhunde aus dem Familien- und Freundeskreis. Meinen ersten eigenen Hund, für dessen Erziehung ich ganz alleine verantwortlich war, habe ich mit 15 Jahren bekommen.
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1. Welche Grundlagen/Systeme/Methoden wendet ihr in der Erziehung eurer Hunde an?
Bei mir hat es erst vor kurzem Klick gemacht und ich habe die aufgeregten Stimmungen meiner Hündin durch Ruhe und Konsequenz besser im Griff. Vorher habe ich ihr aufgeregtes Verhalten ignoriert. (Z.B. wenn sie vor mir aus der Tür gestürmt ist weil es raus ging). Jetzt korrigiere ich dieses Verhalten ruhig und bestimmt und lasse sie auch erstmal sitzen bis sie runterkommt. Fährt sie hoch, gehe ich wieder einen Schritt zurück und sorge dafür das sie sich auf mich konzentriert. Ich belohne mit Leckerlis wenn sie Kommandos befolgt. Ich beanspruche inzwischen auch mal Raum für mich und schicke sie z.B. solange in ihren Korb bis sie nicht mehr zu mir kommt sondern ruhig liegen bleibt. Einfach damit sie lernt meine gesetzten Grenzen zu akzeptieren. Diese auch räumlichen Grenzen hatte sie vorher nicht. Mit diesem Vorgehen hat sich auch das "an der Leine laufen" erheblich verbessert.
Ich bleibe ruhig wenn sie ihren Dickkopf hat und nicht hört und bestehe auf das gegebene Kommando mit Nachdruck bis sie es ausführt. Egal wie lange es dauert oder wie unverständlich sie mich anguckt. Wie "miamaus2013" werde ich auch ab und zu körperlich indem ich Molly anstupse wenn sie sich z.B. in etwas reinsteigert. Oder wenn sie total am Rad dreht und gar nichts mehr mitbekommt, halte ich sie auch davon ab wie eine verrückte rumzurennen, um sie zur Ruhe zu zwingen.
2. Seid ihr noch schwankend mit eurer Form der Erziehung oder sicher, dass das für euch die richtige ist?
Es funktioniert ganz gut. Aber ich halte die Augen immer nach zusätzlichen Ideen offen.
3. Gibt es Ausnahmesituationen in denen ihr Punkt 1 über Bord werft?
Wenn ich mal keinen Nerv habe sie draußen beim spazieren an der Leine zu korrigieren wenn sie vor mir herlaufen will, bekommt sie Geschirr und Flexileine dran statt Halsband und kurze Leine. Ich denke die Unterscheidung kann auch der Hund verstehen.
4. Habt ihr früher anders erzogen, bzw. wie kam es dazu, dass ihr jetzt so erzieht?
Unser erster Familienhund kam als ich 11 Jahre alt war. Ich war mit ihm zwar viel Unterwegs (so ab ca. 14 Jahren) aber er wurde von meinem Vater erzogen. Ich hatte kein wirkliches Erziehungskonzept außer belohnen für erwünschtes Verhalten.
Dann kam Molly. Und umso älter sie wurde, umso mehr merkte ich das ich mir in der Erziehung was überlegen muss. Ich habe sie zwar im kleinen Maß erzogen (hauptsächlich durch belohnen) und sie hört auch sehr gut auf Kommandos aber ich habe ihr in anderen Bereichen nicht konsequent eine Richtung vorgegeben. Z.B. habe ich es versäumt als sie jünger war ihre "Aufgeregtheit" wenn wir draußen unterwegs sind zu unterbinden. Wäre sie ein anderer Hund hätte ich vermutlich heute große Probleme sie im Griff zu behalten. Ich habe Glück das sie ein so toller Hund ist und so super mitmacht. Meistens.
5. Welche Hunde habt ihr aktuell? Wie lange habt ihr (eigenverantwortlich) schon Hunde?
Molly, Franz. Bulldogge, 1 1/2 Jahre
Arthus, Berger de Pyrenees, 16 Jahre (eigenverantwortlich erst seitdem er ca. 8-9 Jahre alt ist) - Vor einem Moment
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