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Hund ist aggressiv, schnappt und knurrt - brauchen Hilfe!

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    Hallo Leute,


    kurz zur Situation:



    Unser Hund Monty ist ein Kangal-Mix und wie viele sicherlich wissen sind Kangals nicht die einfachsten Hunde.So auch Monty.


    Er ist jetzt 4 Jahre alt und wir hatten eine extrem schwierige Pubertät mit ihm, doch nach diversen Einzelstunden bei einer Hundetrainerin, Hundeschule, Kastration und unserem generellen Anstieg an Erfahrungen mit ihm haben wir bisher die Situation gut gemeistert.


    Leider hat er seit ca. einer Woche nun die Angewohnheit uns ab und zu anzuknurren und sogar nach uns zu schnappen wenn er meint zu wenig Futter zu bekommen. Das klingt teilweise schon sehr bedrohlich und darf natürlich jetzt auf keinen Fall Alltag werden. Ich packe ihn dann meißtens am Halsband und bringe ihn mit einem scharfen "NEIN" in einen freien Nebenraum bis er sich wieder beruhigt hat (wobei er dabei natürlich total aggressiv wird, aber was soll ich in dieser Situation sonst machen :verzweifelt: ?).



    Nun die Frage: Was kann man da weiterhin tun damit er sich das schnell wieder abgewöhnt? Wir füttern ihn nur 2 mal tägl. da er nach der Kastration ziemlich zugenommen hat. Ist das wohl doch zu wenig und seine Reaktion, wenn auch inakzeptabel, einigermaßen begründet?



    Ich hoffe ihr habt hilfreiche Tipps für uns!



    Lieben Dank! :)


    trisimonty

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  • Hallo,


    der Hund ist vier Jahre alt, ihr habt ihn mindestens seit der Junghundphase oder schon als Welpen bekommen?
    Seit wann ist er kastriert?
    Dieses Verhalten zeigt er nun seit einer Woche.
    Wie muss man sich das Ganze vorstellen, wenn du meinst, er knurrt, weil er zu wenig Futter erhält.
    Ihr füllt den Napf mit seiner Ration, was passiert genau und wann fängt er an, zu knurren?


    Einem schon aggressiven Hund würde ich nicht noch ins Halsband fassen und mit einem scharfen "Nein" in einen Nebenraum schaffen.
    Du läufst Gefahr, gebissen zu werden und das Problem löst du so nicht.


    Aber beschreibe die Situation etwas genauer, damit man sich ein Bild machen kann.


    LG Themis

  • woher weißt du, dass er knurrt, weil er findet er bekommt zu wenig zu fressen? In welchen Situationen passiert es? Wie sieht eure fütterungssituation aus?


    du bestrafst ihn ja momentan für sein knurren. Die Gefahr dabei ist, dass er diese Warnung irgendwann überspringt und beisst.


    ich würde einen guten Trainer hinzuziehen, ich denke übers Internet ist es schwierig (und manchmal auch gefährlich) Tipps zu geben, da wir die Situation ja nicht genau kennen.

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  • Wenn ihr schon eine Trainerin hattet, die euch helfen konnte, dann holt sie wieder dazu.


    Wie läuft das Füttern ab?

  • Hallo Leute,


    also wir hatten ihn damals aus dem Ausland geholt - er war damals 4 Monate alt. Kastriert ist er seitdem er ca. 1 Jahr alt ist, zu dieser Zeit sind wir dann auch regelmäßig mit ihm in die Hundeschule gegangen.


    Also es ist so, dass er seine Rationen bekommt und bei der Futtergabe auch garnicht aggressiv ist. Er bekommt sein Futter in den Napf, sitzt dann kurz davor ab und geht auf mein Zeichen zum Napf. Dabei ist er auch total friedlich. Es kommt dann nur vor, dass er nach ca. 1-2 Stunden wieder Hunger bekommt und anfängt bei uns zu betteln. Vorher hat er dann nach einiger Zeit einfach resigniert. Jedoch ist es jetzt so, dass er dann urplötzlich anfängt nach einem zu schnappen und aggressiv knurrt wenn er (über etwas längere Zeit) bettelt und merkt dass er wohl nichts bekommt.


    Natürlich ist das gefährlich aber was soll ich in der Situation sonst tun? Ich möchte ihm ja auch zeigen, dass das was er tut von mir nicht geduldet wird denn ich habe Angst, dass es sonst schlimmer wird.



    Liebe Grüße u. danke für die Hilfe!


    trisimonty

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Einfach den Futtercheck ausprobieren - ich bin sehr glücklich, auf diesem Weg nun das richtige Futter gefunden zu haben.


    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Er ist ja schon vor längerer Zeit kastriert worden, daher vermute ich, dass dieser Hunger wahrscheinlich ganz andere Ursachen haben könnte, die du unbedingt tierärztlich ausschließen lassen solltest.
    Mir ist das jetzt einfach zu "plötzlich", dass er in diesem Zusammenhang so reagiert.
    Also solltest du schnellstmöglich einen Tierarzttermin machen und eine Blutuntersuchung veranlassen, großes Blutbild, Nieren - Leberwerte usw.


    Wie andere schon schrieben:
    Hundetrainerin hinzuziehen - dieses "plötzliche" Verhalten muss eine Ursache haben.


    Wenn er so aggressiv wird, rate ich, einfach wegzugehen und auf keinen Fall die "Auseinandersetzung" zu suchen, indem du ins Halsband fasst...

  • Puh, schwierig ... übers Internet ist das natürlich schwer und außerdem hab ich keine Ahnung von HSH.
    Aber so ausm Bauch raus, würde ich auch 1. kompletten Check beim TA vorschlagen und 2. das Betteln im Ansatz unterbinden. Also sobald er irgendwie anfängt, zu betteln und nervig zu werden, klar und deutlich weg/auf seinen Platz schicken.

  • Kangale sind Ressourcensicherer. Plötzliches (!) Bewachen und Verteidigen vom Futternapf ist eine bekannte Erscheinung und resultiert OFT aus falscher Haltung und Bindungsproblemen. Suche bitte bitte nicht die Konfrontation! Und nein, Kangale(mixe) sind nicht per se schwierig, sie haben nur Eigenschaften, die man kennen und händeln muss - bei richtiger Haltung sind das normale, sehr sensible Hunde!

    "Wir sind ebenso verantwortlich für das Übel, das wir zulassen, wie für das Übel, das wir begehen." – Elton Trueblood


    Viele Grüße
    Claudi mit Vanillekipferl Bokey, Magyar Keverék, *01.01.2005

  • Für den Moment: mach ihm eine Hausleine dran (das sind so dünne Schleppleinen, bekommst du im Tiergeschäft, ggf. abschneiden und einfach auf dem Boden schleifen lassen) - daran kannst du ihn kommentarlos weg führen, ohne ihm ins Halsband fassen zu müssen. Ansonsten würde ich auch dringend mit einem Trainer der die Rasse kennt arbeiten, manchmal führen nur kleine Rädchen, die falsch laufen zu großen Auswirkungen. Bitte wartet nicht bis euer Hund zugebissen hat, denn dann wird es für alle Beteiligten nicht leichter.


    LG Betty

  • Das Problem mit dem Halsband kannst Du durch eine Hausleine lösen. Dadurch hast Du nicht den direkten Kontakt und entschärfst die Situation etwas.


    Eine passende Lösung kann Dir per Internet niemand guten Gewissens nennen, aber eventuell einen Trainer, der sich mit HSH auskennt. Von wo kommst Du? Gern auch per PN.


    Edit: Entschuldigt Doppeltes, man sieht leider nicht, wenn jemand zwischendurch neues schreibt.

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