Immer die selbe Runde

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    Hallo zussammen,


    wir wohnen direkt am See und dort laufe ich mit meinem Hund auch ab und zu. Die Strecke ist sehr entspannt, man trifft viele andere Hunde, kein Wild und kein Verkehr. Sie ist allerdings in den Sommermonaten wegen den Badegästen gesperrt.


    Nun treff ich dort immer einen HH mit einem Riesenschnauzer. Er hat mir erzählt, daß er immer diese Runde geht. Im Winter jeden morgen dort am See und nachmittags eine Runde über eine riesen Wiese, wo auch immer Hundetreffpunkt ist. Im Sommer geht er dann beide male nur an die große Wiese.


    Sein Hund spielt extrem gerne mit anderen Hunden (ist jetzt knapp 2,5 Jahre alt) und macht eigentlich einen ausgelichenen Eindruck.


    Jetzt hab ich von der Fährtenarbeit erzählt, die ich mit meinem Hund angefangen habe und er meinte, nö, sowas würde er nicht tun, da würde man die Hunde ja trainieren zum jagen. Meine Aufklärung darüber, daß dies eigentlich das Gegenteil bewirken soll, hat er glaub nicht verstanden. Er würde nicht in den Wald gehen, sein Hund solle gar nicht anfangen Spuren zu verfolgen.


    Ich hab die absolute Schnüffelnase, Oskar spielt zwar auch noch gerne, aber nicht dauerhaft und keine 1,5 Stunden lang. Der Riesenschnauzer ist jetzt sicherlich keine Jagdsau, aber verblödet der nicht bei immer nur derselben Strecke. Wenn der keinen zum spielen findet, dann wirds dem langweilig und er fängt bischen an bei Herrchen zu stänkern. Was der Typ mit dem Hund zuhause macht weiß ich natürlich nicht.


    Jetzt frag ich mich, kann ein Hund wirklich dadurch lernen nicht zu jagen? In dem ich ihm nie die Gelegenheit biete mal was anderes zu erschnüffeln? Ich denke eher, das ist in den Genen drin. Wenn wir den Riesenschnauz treffen animiert er ständig meinen Hund zum spielen (passen ja größenmäßig gut zusammen), aber Oskar ist teilweise schon genervt, weil er eben auch gerne seine Nase am Boden hält und mal hier und da schnüffeln will. Der Riesenschnauz läuft ihm dann wie ein Schatten hinterher und weiß nicht so recht was mit sich anzufangen.


    Wie sehr Ihr das? Lauft Ihr verschiedene Runden? Ich mache jeden Tag was anderes, mein Hund ist recht schnell territorial und ich finde immer die gleichen Strecken ätzend langweilig, für mich selbst und für meinen Hund.


    LG Sabine

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  • Ich kenne viele HH, die das so machen, mir wäre das zu langweilig.


    Gegen das Jagen nützt das sicher nix - wenn er mangels Gelegenheit nicht jagt, heisst das nicht dass er es bei Gelegenheit nicht tun würde. Wenn man den Hund allerdings die Gelegenheit gibt und nicht einwirkt, dann verfestigt sich das Verhalten natürlich.


    Ich hab schon auch meine "heute will ich nur entspannt latschen" Runde, und die gehen wir auch öfter. Mein Hund mag das, weil man da rennen kann, andere Hunde trifft - und ihn stört es nicht, dass er sich da gut auskennt, im Gegenteil.

  • Jo, eben! Total ätzend! :dead:
    Jeden Tag denselben Weg, wo es immer
    gleich aussieht (und riecht)... total öde
    und langweilig. Mein Hund jagt nix, deswegen
    kann ich dazu nix sagen. Aber wenn ich
    aus irgendwelchen Gründen doch mehrmals
    die selbe Strecke laufe, nervt es MICH auf jeden
    Fall und dem Hund wird es ähnlich gehen. :hust:

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  • unter der Woche laufen wir hier immer eine von 4 möglichen Runden und am Wochenende gibt es Touren in unbekanntere Gefilde. Zwei und Vierbeiner genießen das gleichermaßen.


    Allerdings gehe ich das mit dem Jagen kopfmäßig ebenso an wie der Schnauzerhalter. Was sie nie machen, machen sie auch nicht falsch. Also versuche ich schon beim Welpen sehr sehr genau darauf zu achten dass eben kein Jagdverhalten gezeigt wird. Hier durften zum Beispiel nicht mal Blätter gejagt werden. Jeglicher Adrenalinschub der durch Jagdverhalten ausgelöst wird war und ist tabu und dafür habe ich zu sorgen. Wild darf sich ruhig angeguckt werden oder ist der Auslöser für wildes Spiel mit mir. Gut, nun hab ich auch nicht die Jagdjunkies schlechthin aber es steckt nun mal drinnen im Grosspudel darum bin ich da recht konsequent.

  • Ehrlich, das hört sich für mich nach einem entspannten Hundehalter und entspannten Hund an.
    Ich beneide solche Leute eigentlich und hab mir auch schon einiges an Gelassenheit von solchen HH abgeschaut (oder versuche es zumindest). Ich selber neige dazu, mir dauernd ein schlechtes Gewissen zu machen. Eben z.B., weil ich abends schon wieder die gleiche Runde oder in der gleichen Gegend laufe wie morgens :headbash:
    An Meiner hab ich auch noch nicht festgestellt, dass sie besonders viel Quatsch machen würde beispielwese jagt, wenn wir wo laufen, wo sie sich bestens auskennt.
    Meine liebt es auch mit Kumpels zu rennen und zu spielen. Diese Kumpels trifft man eben auf den bekannten Wegen. Da bin ich auch total entspannt, weil ich weiß, wer und was da so unterwegs ist.
    Mal was Neues ausprobieren ist aber auch immer mal wieder drin :smile:

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Ich wohne in einem der Wohnblocks innerhalb einer recht großen Grünanlage, daran grenzt eine Sportanlage an.
    Ich bin seit ein paar Jahren schwerbehindert und am Rollator und kann nur befestigte Wege laufen. So gehen wir bei Jahr und Tag die gleichen Wege an der Sportanlage entlang und durch die Grünanlage, wobei Frau Schmitt nie angeleint ist und immer über Wege, über Wiesen, um Bäume und durch Büsche turnt. Nur zwei/dreimal pro Woche holt sie mein Bruder und geht mit ihr durch den Odenwald.
    Ich habe nicht das Gefühl, dass Frau Schmitt das langweilig wird, die hat immer gut zu schnüffeln und geht von sich aus routiniert unseren Rundweg. Treffen wir Hunde, die wir kennen, ist ihr das eh meistens herzlich egal, da sie sich nicht besonders für andere Hunde interessiert. Ich glaube, dass Hunde die Welt eher olfaktorisch erleben und zu schnüffeln gibt es ja immer etwas neues. Ich glaube auch, dass Hunde diese täglich gleichen Gassirunden gewissermaßen wie ein Abschreiten des Reviers empfinden und nicht darunter leiden.
    Leiden tue eher ich, den mir ist oft ätzend langweilig (ich habe immer ein Hörbuch auf den Ohren)...

  • Ich stimme da Osiris zu - vor der Arbeit hab ich z.B. keine Zeit, große Stundenrunden zu drehen, daher ist das oft morgens dieselbe Runde. Aber auch wenn die Hunde das Gebiet kennen - da laufen so viele Menschen mit ihren Hunden durch, da gibt´s jedes Mal neue Markierungen zu entdecken, Brötchenreste zu finden *hust...., Enten zu gucken oder Hundefreunde zu begrüßen, und sie können ohne Leine rennen, da ist kein Wild, sodaß ich entspannt gehen kann.


    Und wenn ich meine, dem Hund ist langweilig, dann kommt halt mal der Ball oder ein Futterdummy oder sonstiges Spieli mit und geht unterwegs "verloren", sodaß die Hundis was zum Suchen haben. Das liegt halt mal in der Wiese, steckt in nem Zaun oder in einem Busch. Oder es gibt ne Runde Unterordnung mit viiiielen Leckerli als Bestätigung, oder Tricks, die die beiden zusammen machen können: Bossi sitzt, Biene umrundet ihn, und so nen Quatsch halt. Oder man kann den Hund über Baumstämme hüpfen lassen, Gebüsche umrunden lassen, unter ner Bank durchschicken, oder Buzeln hinterherrennen lassen (Achtung, das könnte natürlich den Jagdtrieb fördern, je nach Hund). Da gibt es so viele Möglichkeiten, so langweilig kann die Umgebung gar nicht sein, daß meine Hunde sich dort langweilen würden. Kommt also immer drauf an, was der HH daraus macht.

    Biene, Zwergpudelmix, *7.02.2007, Flächensuchhund - Bossi, DJT-Fox-Mix, *4.06.2006

    Faro, DJT, *14.08.2013 - Moritz, roter Kater, * 2008

    Frieda, DJT, 2001-30.07.2019 - Mogli, Norweger-Mix, Aug. 2010 - 29.05.2019

  • Ich glaube nicht, dass es irgendeinen Einfluss aufs jagen hat, aber wir haben auch "nur" zwei feste Gassistrecken.
    Langweilig wird es den Hunden dennoch nicht.
    Zum einen verändert sich die Umwelt ja bei jedem Besuch, auch wenn Mensch das nicht wahrnimmt und zum anderen soll ja auch nicht der Weg meine Hunde beschäftigen, sondern dass ist meine Aufgabe.

    LG Raphaela


    The problem is not the problem, the problem is your attitude about the problem - Cpt. Jack Sparrow

    Dolor hic tibi proderit olim. - Ovid

    Schön ist, was dem Gebrauch dient

  • Also ich kann mich aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen nur an zwei Bänken im sitzen mit Frau Schmitt beschäftigen. Aber der Weg beschäftigt sie dennoch, sie ist gut am schnüffeln, verfolgt Spuren und setzt überall Duftmarken.

  • Zitat von "Osiris"

    ....Leiden tue eher ich, den mir ist oft ätzend langweilig (ich habe immer ein Hörbuch auf den Ohren)...


    Hey, dann geh die Runde doch einfach rückwärts..... Also halt andersrum, meinte ich..... *gg


    Und Du könntest Leckerli in die Wiese werfen zum Suchen für den Hund - das ist nix, wofür Du Dich bücken müßtest oder so, kannst stehenbleiben, und hast dann die Hände frei zum Werfen.

    Biene, Zwergpudelmix, *7.02.2007, Flächensuchhund - Bossi, DJT-Fox-Mix, *4.06.2006

    Faro, DJT, *14.08.2013 - Moritz, roter Kater, * 2008

    Frieda, DJT, 2001-30.07.2019 - Mogli, Norweger-Mix, Aug. 2010 - 29.05.2019

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