Suche einen großen, gesunden Familienhund

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    Hallo liebe Community,
    Ich habe vor ca. 1 Monat den Hund einer Bekannten kennen gelernt und er hat mich sofort verzaubert :D
    Er ist ein 4 Jahre alter Bearded Collie und sehr verspielt
    Nach 15 Minuten mit ihm war mir klar: Ich will einen Hund !
    Nun, nach langwieriger Bearbeitung ist mein Vater eingeknickt und stimmt dem Hundewunsch zu.
    Dann erst einmal die allgemeinen Informationen:
    Ich wohne mit meinen Eltern und meinen beiden Schwestern (18 und 10) in einem großen zwei Stöckigen Haus mit großem Garten.
    Das Haus liegt am Stadtrand und ist eine Minute von einer großen Wiese und schönen Spazierwegen entfernt.
    Der Hund wäre täglich ungefähr 4 Stunden allein aber das Wochenende würde ihm gehören.


    So, jetzt zu dem Hund^^
    Wir wollen auf jeden Fall einen großen Hund, das heißt 60cm und größer, mit mittel langem bis langem Fell, der von Natur aus etwas sanfter ist (ja, ich weiß, dass das auf den Hund an sich ankommt aber es gibt ja schon einige Rassen die schnell aggressiv werden weil sie früher als Kampfhunde eingesetzt wurden) und nicht allzu viel sabbert.
    Wir haben zwei Katzen und zwei Kaninchen, deswegen müsste er sich mit denen verstehen
    und mit gesund meine ich, dass er nicht schon überzüchtet ist und von Natur aus irgendwann krank wird (wie bei Möpsen mit ihren Atemproblemen).
    Als erstes war der Leonberger unser großer Favorit aber dann haben wir von den Hüftproblemen gehört und fragen uns ob das bei allen Leonbergern so ist ?
    Außerdem sind in die engere Auswahl noch der Landseer, der Neufundländer und der Golden Retriever gekommen.
    Natürlich fragen wir uns noch ob es ein Welpe oder ein ausgewachsener Hund werden soll.
    Wir haben an einen Welpen gedacht und ich wollte wissen was ihr davon haltet.
    Sind die Krankheiten bei dem Leonberger schon vorprogrammiert, könnt ihr uns andere Rassen empfehlen und habt ihr noch andere Tipps ??


    MfG Yoshi

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  • Im Grunde haben alle großen Hunderassen eine Neigung zu HD-Problemen. Dem kann man am besten vorbeugen, in dem man auf eine gute Zucht achtet, den Welpen so füttert, dass er schön langsam wächst, er nicht überlastet wird, aber auch vielfältige Bewegungsmölichkeiten hat seine Muskulatur und Koordination zu entwickeln...


    Bei großen gutmütigen Hunden seid Ihr bezüglich der Rassewahl wohl schon auf dem richtigen Dampfer, denke ich. Wie sieht es mit Wacheigenschaften aus? Da unterscheiden sich die genannten Rassen schon ein wenig...


    Erwachsener Hund oder Welpe... nunja, das hat beides Vor- und Nachteile. Ein erwachsener Hund ist in seinem Charakter vielleicht schon fertig, man könnte vor dem Kauf auf HD röntgen etc... Es könnte aber sein, dass da einige Dinge bei der Erziehung schief gelaufen sind, die man kitten muss. Das weiß man dann aber vorher.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Bei so extrem großen und schweren Hunden (Landseer, Neufundländer...) schreckt mich immer ein bisschen die durchschnittliche Lebenserwartung ab. Es gibt natürlich immer mal ausnahmen, aber wenn die durchschnittliche Lebenserwartung bei einer Rasse bei 5-7 Jahren liegt, dann wäre das nichts für mich. Dazu kommt eben, was auch häufig Grund für frühe Einschläferung ist, die HD- und ED-Problematik, bzw. allgemein verschleiß der Gelenke. Ich will dir die Rassen jetzt nicht komplett ausreden, ich finde die auch toll und mag "bärige" Hunde total gerne, aber ich würde den Züchter sehr genau auswählen und auch eine eher kleinere Linie wählen. Allgemein entsprechend die Rassen von denen du schreibst ja euren Vorstellungen. Ich persönlich würde aus den oben genannten Gründen eher mal in der Größenordnung "ab 50cm" und nicht ganz so schwer gucken.


    Was wollt ihr eigentlich so mit dem Hund machen?


    Wenn dir der Bearded Collie so gefallen hat dann informier dich doch mal ein bisschen mehr über die Rasse. Vielleicht kann deine Bekannte dir sogar Kontakt zum Züchter vermitteln, der euch sehr genaue Auskunft über die von ihm gezüchtete Rasse geben können sollte.

    Elli,
    mit
    Etti (Terriermix, geb.: 2012)
    & Alf (Boxermix, geb.: 2014)


    +++++im Hundehimmel++++++++
    Luna (Schäferhundmix)
    Hucky (Mischlingsmix)
    Sharek (Pudel)

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  • Ich habe eine Weile lang mit einer Tierärztin in Neufundland gearbeitet, deren Familie schon seit Jahrzehnten (im kanadiachen Club) Neufundländer züchtet.
    Die meinte, man könne zwar auf Hüftgesundheit achten, aber am Ende ist die Chance doch recht hoch, einen Hund mit Gelenksproblemen zu bekommen. Sir war der Ansicht, dass es keine Neufundländer-Linien gibt, die keine Probleme mit HD/ED haben. Einzelne Hunde ja, aber ganze HD freie Linien gab es ihrer Meinung nach nicht.

  • Hallo,


    sind alles sehr schöne große Hunde, die ihr euch da überlegt habt. :) Wie schon erwähnt, können alle großen Hunderassen mit HD und evtl auch ED Probleme bekommen. Da würde ich auf jeden Fall immer über den Zuchtverband gehen und dort einen Züchter heraussuchen. Manchmal haben die auch ältere Hunde abzugeben, wenn ihr nicht unbedingt einen Welpen wollt.


    Wenn ihr euch unter Umständen auch für einen Welpen interessiert, solltet ihr euch gut informieren, was da auf euch zukommt. Meiner war vor nicht allzu langer Zeit auch noch Welpe und das verlangt einem schon einiges ab. Vor allem braucht ein Welpe nahezu rund um die Uhr Betreuung. Noch heute, wo Newton "schon" 6 Monate alt ist, lasse ich ihn nie länger als vier Stunden (insgesamt und/oder am Stück) alleine und das auch nicht regelmäßig. Aber da kann man ja vllt die Sommerferien mit einplanen und den Urlaub der Eltern. So bis fünf Monate wären vier Stunden alleine schon happig für einen Welpen.


    Natürlich müsst ihr bei der Erziehung des Kleinen alle an einem Strang ziehen, aber einer von euch sollte sich bereit erklären, die komplette Ausbildung von der Welpengruppe ab bis zum Ende zu übernehmen. Das könnten zum Beispiel auch du oder deine Schwester (die 18jährige) übernehmen. Ich habe mit 14 mit unserem ersten Hund auch die komplette Ausbildung gemacht und das hat mir sehr viel Spaß gemacht und der Hund war natürlich dann nicht perfekt, weil ich selbst noch recht jung war, aber die ganze Familie ist gut mit ihm durchs Leben gekommen. Ich glaube, ich muss nicht anmerken, dass eine gute Ausbildung für so einen großen Hund unerlässlich ist.


    Wegen den anderen Haustieren würde ich mir da gar keine Sorgen machen. Wenn man den Welpen da richtig ranführt, funktioniert das sicher. Bei einem erwachsenen Hund müsste man konkret gucken, ob es klappt.


    Was ich euch auch noch raten würde. Vllt testet ihr erstmal mit einem Betreuungshund, wie das Leben mit einem Hund so ist. Manche haben da sehr romantische Vorstellungen und stellen dann unter Umständen fest, dass es doch nicht so toll ist. Ich persönlich finde das Leben mit Hund super klasse. Man ist viel draußen, sieht viel von der Natur, hat einen tollen Kumpel und allgemein einfach viel Spaß an ihm. Andererseits kommt man fast nie sauber von einem Spaziergang zurück, z.B. Dann heißt es Hund abbürsten, abduschen und abtrocknen, die Handtücher und Klamotten waschen, das Bad putzen, das Halsband sauber machen. Ich mache das zur Zeit fast täglich. Gut, habe auch einen "Wasserhund" (Labrador), aber wenn ihr euch für einen Neufundländer entscheidet, wird es euch genauso gehen.


    Also zusammenfassend: Die Anschaffung eines Hundes will gut überlegt sein. Besonders bei einem Welpen muss man sich im Klaren sein, dass es, bis er ca. 8 Monate alt ist, deutliche Einschränkungen geben wird. Hunde sind tolle Haustiere, die viel Zeit und Aufmerksamkeit fordern und auch verdienen.


    Wünsche euch schon mal ein gutes Händchen bei der Entscheidung und der Auswahl.


    Lg,
    Rafaela

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


    Aber ehrlich, welcher Hunde- oder Katzenhalter blickt bei den vielen Herstellern, Marken und Inhalten wirklich durch? Ich nicht - zum Leidwesen meiner Hunde. Daher habe ich es mit einem unverbindlichen Futtercheck versucht der übrigens nicht nur für Hunde ist, sein Katzenfutter kann man dort auch finden.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • ich denke , ein bearded collie ist eine ganz gute Wahl . sie sind so mittelgroß ( was schon Vorteile hat gegen die größe Neufundländer.... so im alltag ) , sind aber trotzdem keine Zwerge an der leine.
    ich finde sie sehr hübsch und charmant und vom wesen nicht zu viel oder zu wenig aufgedreht.
    wenn du spaß an haarspflege hast - ( was mir abgeht :ops: ) dann ist das ganz bestimmt eine tolle rasse.
    vor allem - du hast dich ja schon verliebt.....

    viele grüße louisa

  • Ich finde, die angedachten Rassen passen gut zu Euren Vorstellungen, aber Du hast es ja selbst schon geschrieben, nicht jeder Hund einer Rasse passt ins Schema der Rassebeschreibung. Damit müsst Ihr evtl. rechnen. Ich habe mir einen Lebenstraum erfüllt und mir einen Neufundländer als Hausgenossen angeschafft. Der ist 1. etwas zierlich geblieben (69 cm, 50kg), 2. ein Temperamentsbolzen (ist jetzt 8 1/2 Jahre und noch nicht ruhiger), 3. hat ausgeprägten Wach- und Schutztrieb (den ich nur durch Management kontrollieren kann) und 4. frei von jeglichen Gelenkproblemen. Kinder liebt er allerdings über alles, lernt gerne kleine Tricks und ist beim Mantrailing kaum zu halten.


    Auch wenn ich mir ursprünglich etwas anderes vorgestellt hatte, bin ich total glücklich mit diesem "untypischen" Neufi. Aber zieht ins Kalkül, dass auch Euer Hund nicht so ausfallen könnte, wie die Rasse beschrieben wird.


    LG Appelschnut

    Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!
    (Sprichwort der Dakota Indianer)

  • Wow du hast ganze 15 Minuten mit den Hund verbracht und dann wolltest du ihn? Hast du dich schon mir allem "negativen" Seiten auseinander gesetzt? Und ein wenig mehr informieren solltest du dich. Kampfhunde sind nicht schneller aggressiv nur weil sie früher als Kampfhund eingesetzt wurden. In der USA sind es Kindernannys

  • Hallo lieber Themenstarter,


    zur geeigneten Rasse kann ich dir weniger sagen, aber hier mal ein paar Denkanstöße in puncto Hundehaltung:


    => ein Hund kostet zunächst einmal Geld (Futter, Steuer, Versicherung, Hundeschule), im Krankheitsfall eventuell auch sehr viel Geld, deswegen müsstet ihr in der Familie mal das Budget ausrechnen, was denn so monatlich für einen Hund übrig wäre (auch für eventuelle Sparrücklagen für Kranheitsfälle oder Krankenversicherung)


    => ein Hund, vor allem ein Welpe, macht Arbeit, je nach Rasse und Veranlagung sehr viel Arbeit in puncto Erziehung, sinnvolle Beschäftigung und Auslastung
    - dazu gehört neben normalem Gassigehen und Füttern des Hundes auch voraussichtlich der Besuch einer Hundeschule (Grunderziehung, Hundesport, anderweitige Beschäftigungsarten wie Nasenarbeit etc.), ihr müsstet dann in der Familie klären, wer was mit dem Hund macht (wobei die grundsätzlichen Dinge ja alle Familienmitglieder betreffen sollten) und wer welche Aufgaben regelmäßig übernimmt


    => weitere Punkte:
    - wer geht morgens/mittags/abends mit dem Hund raus (ganz normales Gassi/normale Löserunden)?
    - wohin mit dem Hund bei Krankheit/Urlaub? Gibt es Personen, die im Notfall wirklich einspringen können, oder besteht ggf. die Möglichkeit eines Sitters/einer Hundetagesstätte/Hundepension (=> Kostenfaktor beachten)? Soll der Hund mit in der Urlaub (=> Reiseziele und Unterbringungsmöglichkeiten sind vor allem mit einem großen Hund stark zu beachten)?
    -ein Hund kann natürlich, wenn er es gelernt hat, stundenweise alleine bleiben. Aber könnt ihr gewährleisten, ihn nicht stundenlang alleine zu lassen? Was ist mit Familienfeiern, Freunden, Partys, Disco, Kino, etc.?
    - ein Hund wird alt (und eventuell auch krank => vermehrte Tierarztbesuche = Kostenfaktor), ihr müsst euch im Klaren sein, dass sich Dinge im Leben ändern (z. B. der Auszug von Zuhause, Ausbildung, Studium, Beruf) und ob das für euch alle mit dem Hund auch in Zukunft machbar bleibt; also, bei wem bleibt der Hund letztenendes/wer ist bereit den Hund dauerhaft bei sich zu behalten, wenn die Kinder ausziehen? Sind ggf. die Eltern bereit, den Hund komplett zu übernehmen?


    Äh ja, das nur schon mal so für den Anfang :D


    Fazit: ein Hund braucht Zeit und Platz, nicht nur in eurem Alltag, sondern in eurem Leben!

    LG, Kathrin


    "Wer Tiere quält, ist unbeseelt und Gottes guter Geist ihm fehlt,
    mag noch so vornehm drein er schaun, man sollte niemals ihm vertraun." (Goethe)

  • Also ich nehme an, dass die Eltern wohl das letzte Wort bei dieser Entscheidung haben werden, und ich denke, dass diese die wichtigsten "organisatorischen" Dinge wie Finanzen, Betreuung, etc. selbst gut einschätzen können. Und ich denke ihnen wird auch klar sein, dass die meiste Arbeit wohl an ihnen hängen bleiben wird, auch wenn die Kinder jetzt sagen, wir gehen jeden Tag Gassi, etc. Wobei ich sagen muss, dass meine Mutter das konsequent eingefordert hat... Sie hatte keine Hemmungen mich um 7 zu wecken (am Samstag, nachdem ich um 5 Uhr heimgekommen war) damit ich mit dem Hund rausgehe... Also macht euch auf was gefasst, Kiddies... :D

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