Vergiftung mit Todesfolge

  • Ich hätte meinen Hund in dieser Situation auch impfen lassen. Ich bin nun mal absoluter Impfbefürworter. Stell dir mal vor, dein Hund hatte irgendeine Krankheit bekommen, gegen die du hättest impfen können, was hättest du dir dann für Vorwürfe gemacht. Und dem TA.

    Auch glaube ich nicht, dass dein Hund in der Klinik absichtlich gequält wurde. Die Ärzte sind auch nur Menschen, keine Halbgötter in weiß. Ich verstehe dein schlechtes Gewissen. Jeder, der schon mal einen Hund verloren hat oder einschläfern lassen musste, quält sich mit der Frage, ob der Zeitpunkt der richtige war. "Hab ich ihn zu früh gehen lassen? Hätte man noch mehr tun können?" oder "Hab ich zu lange gewartet? Hätte ich ihn früher erlösen müssen?". Beides ist gleichermaßen quälend. Wie man es macht, macht man es falsch. Es ist halt einfach scheiße. Was ich damit sagen will, hättest du ihn nicht in die Klinik gebracht, würdest du dir genau das jetzt vorwerfen. Hättest du ihn früher gehen lassen, würdest du dir jetzt genau das vorwerfen. Ich glaube es gibt einfach kein Szenario, in dem du kein schlechtes Gewissen hast. Lass dich von deinem schlechten Gewissen nicht kaputt machen. Niemand hat in dieser Geschichte was falsch gemacht. Das Schicksal hat es einfach nicht gut gemeint mit euch.

  • Zitat

    Ach ja, mein Mann, da bin ich mir ganz sicher, wird die Scheidung einreichen.
    Er kommuniziert nicht mehr mit mir... sehr nett.
    Aber wisst ihr was - das Leben geht auch ohne ihn weiter !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    That's the spirit!! :gut:
    Da werden noch einige sehr harte Monate auf Dich zukommen, beiss Dich durch so gut Du kannst. Irgendwann wird es etwas leichter.
    Und such Dir einen guten Anwalt.

  • Denke mal darüber nach, dass der Tod Deines Hundes und Deine Trauer um ihn vielleicht weniger der Grund für die Trennung sein könnte, sondern eher Dein Selbsthass und Dein Hass auf alle anderen, die damit zu tun haben (Klinikärzte), ihn überfordert!

    Halte einfach mal einen Moment inne und überlege, ob nicht Dein Verhalten Deiner Umwelt gegenüber für ihn ein Problem sein könnte......

    Gegen die Klinik wirst Du nicht angehen können, damit schaffst Du Dir zusätzlichen Frust und Du wirst nichts erreichen!
    So, wie Du geschildert hast, hat die Klinik alles menschenmögliche getan, um Deinen Hund zu retten, leider hat es nicht geklappt.

    Wozu brauchst Du eine Stellungsnahme?

  • Eine kleine Geschichte:

    Ein kleiner Junge sitzt mit seinem Grossvater am Lagerfeuer. Der Grossvater erzählt seinem Enkel:

    In meinem Herzen leben 2 Wölfe. Der eine ist gütig, freundlich, hilfsbereit und verzeihend. Der andere ist wütend, rachsüchtig, unversöhnlich und verbittert. Diese beiden kämpfen miteinander.

    Der kleine Junge fragt den Grossvater: Und welcher der beiden Wölfe gewinnt den Kampf?
    Der Grossvater antwortet:

    Der, dem ich Futter gebe.....

    in diesem Sinne
    freundliche Grüsse Eva

  • Zitat


    So, wie Du geschildert hast, hat die Klinik alles menschenmögliche getan, um Deinen Hund zu retten, leider hat es nicht geklappt.

    So sehe ich das auch.
    Wie hätte der Klinik vom ersten Tag an klar sein sollen, dass es nicht möglich ist, deinen Hund zu retten?
    Ich verstehe, dass du ein ganzes Repertoire an Emotionen auffährst und auch das "hätte, könnte, würde, ..." empfinde ich als ganz normal. Weniger nachvollziehbar ist für mich, dass du es zu brauchen scheinst, der Klinik unbedingt an den Karren zu fahren. Vielleicht hat die Klinik irgendwann und irgendwo im Verlauf der Behandlung des völlig Unbekannten einen Fehler gemacht, das kann niemand von uns beurteilen, aber wenn man deine Beiträge so liest, könnte man meinen, sie hätten deinen Hund bewusst zu Tode gequält.
    Welchen Fehler hat die Klinik ganz konkret gemacht, der deinen Hund (nachweislich!) das Leben gekostet hat?

    Keiner kann dich daran hindern, rechtliche Schritte gegen die Klinik einzuleiten. Außer zusätzlichen Ausgaben und noch mehr Frust wirst du aber nichts davon haben. Es bringt dir deinen Hund nicht zurück... und Chancen hast du wohl eher keine.

  • :gut:

    Zitat

    Denke mal darüber nach, dass der Tod Deines Hundes und Deine Trauer um ihn vielleicht weniger der Grund für die Trennung sein könnte, sondern eher Dein Selbsthass und Dein Hass auf alle anderen, die damit zu tun haben (Klinikärzte), ihn überfordert!

    Das möchte ich auch noch mal hervorheben. Du wirkst im Moment zerfressen von (Selbst)hass, Wut, Trauer, Ärger etc. Lass nicht zu, dass diese Gefühle dich zerfressen, trauer um deinen Hund und dann Blick nach vorne. Ich habe auch schon einen Hund verloren, Leberkrebs, ich musste ihn einschläfern lassen. Nachdem er tot war, dachte ich, ich hätte mehr tun sollen um ihn zu retten. Dann kam die Phase wo ich dachte, vielleicht hat er mehr gelitten, als ich ihm angesehen habe und ich hätte ihn früher erlösen sollen. Ich war wütend auf mich selber, ich war wütend, weil ich überhaupt diese Entscheidung treffen musste. Ich hab nicht geschlafen, wenig gegessen und viel geweint. Aber irgendwann kam der Punkt, da wusste ich, er ist tot, aber das Leben geht weiter. Weißt du was ich dann gemacht habe, ich bin im Tierheim gassi gegangen. Ich wollte mit meiner Zeit was sinnvolleres anstellen als in Selbstmitleid zu versinken. Ich war gar nicht auf der Suche nach einem neuen Hund, war eigentlich noch gar nicht bereit dazu und doch hab ich ihn gefunden.

    Ich will damit auf keinen Fall sagen, ein neuer Hund muss her. Ich will damit sagen, trauer angemessen aber leb nicht in der Vergangenheit.

  • Zitat

    Danke !!

    Ich kann der Klinik den Vorwurf machen meinen Hund trotz bekannt schwachen Immunsystems jährlich geimpft zu haben. Mir wurde gesagt gerade dann wäre das nötig !! Heute mache ich mir natürlich die grössten Vorwürfe dass ggf. genau das zum Zusammenbruch des Immunsystems geführt hat. Die Impfung lag 3 Monate zurück als mein Hund so schwer krank wurde. Und man muss sich mal vorstellen dass ich in genau dieser Klinik alle 3 Monate den Leishmaniose-Check hab machen lassen. Blut/Urin alles war super, 3 Monate später war mein Hund tot.

    Dass sie ihn 2 Wochen stationär gequält haben, obwohl den Ärtzen vom ersten Tag klar gewesen sein muss dass er das niemals überleben wird, das finde ich unfassbar. Mir immer wieder Hoffnung zu geben wo längst keine mehr war. Und die haben hervorrangend an mir verdient (8000,-EUR !!!) ohne mir letztlich eine Stellungnahme abzugeben, die ich immer noch einfordere.

    Nun es ist vorbei, mein Hund ist tot.

    Ganz ehrlich, diese Aussage ist von Dir unfassbar. Du unterstellst den Ärzten, Deinen Hund wissentlich gequält zu haben. Das ist echt ganz dünnes Eis, wäre ich der betreffende Arzt und könnte Deine Aussage zuordnen, würde ich sicherlich rechtliche Schritte einleiten.
    Wolltest Du ihn denn gleich zu Beginn der Krankheit einschläfern lassen? Hätte sich ein Nicht-Probieren ethisch rechtfertigen lassen (zumal wenn von einer Sepsis ausgegangen wurde)?

    Ich finde auch, dass Du es Dir in diesem Punkt etwas zu leicht machst. Du hast anscheinend damit gar nichts mehr zu tun, alles haben nur die Ärzte verbockt, und das auch noch kollektiv und über Jahre.
    Wobei ich ausdrücklich sagen möchte: ich persönlich glaube weder, dass die Impfung vor 3(!!) Monaten ursächlich ist, auch hätte ich ebenso wie Du Heilungsversuche unternommen.

    Was für eine Stellungnahme meinst Du eigentlich? Zu welchem Punkt?

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