Vergiftung mit Todesfolge
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wuffidreams -
11. August 2014 um 06:44
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könnt ihr euch vorstellen dass die Anwendung von E X S P O T einen derart schweren Verlauf auslösen könnte ?? Auch wenn nach der Anwendung keinerlei Hautsymptome aufgetreten sind und die Anwendung bereits 2 Monate zurücklag ??
Definitiv: NEIN
(Auch wenn Du diverse anderer Meinungen lesen wirst von "Chemie-Hassern")
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Definitiv: NEIN
(Auch wenn Du diverse anderer Meinungen lesen wirst von "Chemie-Hassern")
Also, das kann ich mir jetzt wirklich auch nicht vorstellen, zumal das Exspot nach zwei Monaten auch gar nicht mehr gegen Zecken und co. wirksam wäre. Es muß ja alle vier Wochen erneuert werden.
Ich glaube, nach zwei Monaten hat der Körper das weitestgehend abgebaut. Wenn es eine Reakton gegeben hätte, dann hätte die sofort eintreten müssen. -
Ich kann es immer noch nicht verstehen, habe einen Brief an die Tierklinik verfasst, ich brauche Antworten.
Mal eine reine Annahme: haltet ihr es für möglich dass eine falsche Therapie (1 Woche lang unter stationärer Behandlung hochdosierte mehrfach wechselnde Antibiose, Doxiciclin) zu einer Gefässentzündung / DIC führen kann? Wisst ihr zufällig ob eine Antibiose bei einer Blutvergiftung greifen würde? Habt Ihr eine Idee weshalb eine hochdosierte Cortisontherapie inkl. Bluttransfusion bei einer angeblichen Vasulopathie / DIC absolut keine Wirkung gezeigt hat? Ich meine, sofern es sich um eine Entzündung gehandelt hat, warum hat das Cortison nicht angeschlagen?? Die einzige Möglichkeit ist für mich nach wie vor ein Gift, weil dies die Gefässwände zerstört haben kann, dann hilft auch kein Cortision.... oder mein Hund wurde einfach nur vollkommen falsch behandelt...Sorry, ich versteh es einfach nicht

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Ich kann es immer noch nicht verstehen, habe einen Brief an die Tierklinik verfasst, ich brauche Antworten.
Mal eine reine Annahme: haltet ihr es für möglich dass eine falsche Therapie (1 Woche lang unter stationärer Behandlung hochdosierte mehrfach wechselnde Antibiose, Doxiciclin) zu einer Gefässentzündung / DIC führen kann?
Eher unwahrscheinlich.ZitatWisst ihr zufällig ob eine Antibiose bei einer Blutvergiftung greifen würde?
Es kann im Zweifelsfall NUR die Antibiose greifen. Wenn man das "richtige" Antibiotikum findet, das beim speziellen Erreger wirkt. Von daher verstehe ich auch die Therapieversuche mit wechselnden Antibiotika. Wenn also auch nur der Verdacht besteht, dass eine Blutvergiftung vorliegt, dann ist die Antibiose der einzige Therapieversuch - ohne Garantien.ZitatHabt Ihr eine Idee weshalb eine hochdosierte Cortisontherapie inkl. Bluttransfusion bei einer angeblichen Vasulopathie / DIC absolut keine Wirkung gezeigt hat? Ich meine, sofern es sich um eine Entzündung gehandelt hat, warum hat das Cortison nicht angeschlagen??
Auch hier gilt, Cortisontherapie ist ein Versuch, leider gibt es keine "Heilungsgarantien"Zitatoder mein Hund wurde einfach nur vollkommen falsch behandelt...
Nein, glaube ich nicht zwingend. Es gibt einfach Fälle, bei denen auch die richtigen Wege der Mediziner trotzdem nicht greifen. Die Schlussfolgerung "es hat nicht geholfen, also muss es falsch gewesen sein" ist einfach nicht die richtige. Manchmal ist der Mensch richtig machtlos, auch wenn wir das nur schwer begreifen und akzeptieren können. Ich glaube einfach fest, dass Du als Halter, als auch die Behandler schlicht und einfach ihr Bestes gegeben haben - und dass es keine Schuldigen im klassischen Sinne gibt.ZitatSorry, ich versteh es einfach nicht

Das verstehe ich zu 100%, auch dass es Dir keine Ruhe lässt, aber ich glaube, es wird hier keine absoluten Gewissheiten geben. :/ -
Vielen Dank Schnaudel !!
Ich kämpfe immer noch mit meiner Trauer, Wut auf die behandelnden Ärzte und vor allem mit meiner Schuld dass ich meinen Hund so lange in der Klinik hab leiden lassen.
Ich hatte schon am ersten Tag den Verdacht einer Vergiftung und aus meiner Sicht hat die Klinik versäumt entsprechende Screenings zu veranlassen. "Mikey hätte nicht die passenden Symptome für eine Vergiftung gehabt, aber ausschliessen könne man das nicht" Die Klinik hat behauptet dass man Vergiftungen wenn überhaupt nur innerhalb weniger Tage nachweisen kann, auf meine Erkundigungen im Toxikologischen Institut in München habe ich die Antwort erhalten dass div. Gifte bis zu 1 Woche nachweisbar sind.
Angeblich hat der behandelnde TA keine Leberbiospie veranlasst weil mein Hund das nicht überlebt hätte. Da frage ich mich natürlich weshalb man dann 2 Wochen lang auf Verdacht behandelt hat.
Und eine Frage lässt mich nicht los - was wäre gewesen wenn ich ihn Zuhause an die Infusion gehängt und einfach abgewartet hätte ? Vielleicht hat die Antbibiose erst zur Katastrophe geführt, wenn es "nur" eine Vergiftung war... vielleicht hätte man ihn durch sofortige Bluttransfusionen noch retten können und es wurde einfach der falsche Weg gewählt.
Ich weiss nicht ob ich je wieder einen Hund in die Klinik bringen würde, aber was ist die Alternative wenn es um Leben und Tod geht ????
Vielleicht kannst Du es mir sagen..
ganz liebe Grüsse Claudia -
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Claudia, ich verstehe sehr gut, dass du Antworten suchst, aber du verrennst dich da in was. Das schlechte Gewissen, das dich plagt, wirst du auch mit Antworten nicht los werden, denn du kannst dir nie sicher sein, dass du alles getan hast. Immer wieder findet man "Kleinigkeiten", die man vielleicht hätte anders machen können und dann wäre der Verlauf vielleicht ein anderer gewesen, aber Gewissheit wirst du nicht bekommen.
Auch ich würde mich am liebsten täglich bei unserem verstorbenen Hund entschuldigen, denn ich denke, dass wir viel falsch gemacht haben und er deswegen so krank wurde, aber bringt ihn das zurück?
Nein!
Zermartere nicht weiter deinen Kopf, sondern versuche abzuschließen und an alles positive zu denken, das du mit deinem Hund erleben durftest. Schau vorwärts und verabschiede dich von ihm. In deinem Herzen wird er immer bleiben, das kann dir keiner nehmen. -
Claudia, so sehr ich verstehe, dass Du Antworten suchst: Du wirst keine finden!
DU hast alles getan, was in Deiner Macht stand, sei Dir sicher, auch die TÄ haben alles machbare getan, denn kein TA verliert nach so einem Kampf gerne einen Patienten!
Ein Gift-Screening... ja, wo hättest Du da ansetzen wollen, bei den tausenden Giften, die es in der Umwelt gibt? Was hätte es gebracht, selbst WENN irgendein Gift nachgewiesen worden wäre und die Folgen der Vergiftung trotzdem schon so weit fortgeschritten waren? Man hätte trotzdem weiter nur symptomatisch behandeln können.
"Nur Infusionen" hätten Deinen Hund aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht gerettet, höchstens sein Sterben beschleunigt.
Höre Dir selbst zu liebe auf, irgendwelche Schuld und irgendwelche Schuldigen zu suchen. Man kann den Lauf der Dinge nicht immer aufhalten oder verändern!
Versuch, Deine Gedanken eher auf die schönen Zeiten mit Deinem Hund zu richten. Freu Dich über die schöne Zeit, die ihr miteinander hattet und sei Dir sicher, dass Du der richtige Mensch für Deinen Hund gewesen bist.
Solange Du Dich mit Wut, Selbstvorwürfen und Schuldzuweisungen rumplagst, kannst Du Deine Trauer nicht wirklich verarbeiten.
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Ich kämpfe immer noch mit meiner Trauer, Wut auf die behandelnden Ärzte und vor allem mit meiner Schuld dass ich meinen Hund so lange in der Klinik hab leiden lassen.
Ich glaube hier gibt es kein Entkommen. Ich kann Dir garantieren, dass Deine Schuldgefühle nicht kleiner wären, wenn Du ihn zuhause gehabt hättest, und er wäre dann verstorben. Du würdest ebenso mit Dir hadern. Es gibt medizinische Situationen ohne "Gnade", alles, was man macht, endet im Fiasko. :|ZitatIch hatte schon am ersten Tag den Verdacht einer Vergiftung und aus meiner Sicht hat die Klinik versäumt entsprechende Screenings zu veranlassen. "Mikey hätte nicht die passenden Symptome für eine Vergiftung gehabt, aber ausschliessen könne man das nicht" Die Klinik hat behauptet dass man Vergiftungen wenn überhaupt nur innerhalb weniger Tage nachweisen kann, auf meine Erkundigungen im Toxikologischen Institut in München habe ich die Antwort erhalten dass div. Gifte bis zu 1 Woche nachweisbar sind.
Sie haben auf das behandelt, was nach den Symptomen am wahrscheinlichsten ist. Selbst wenn es eine Vergiftung gewesen wäre, wäre eine Behandlung vermutlich sehr schwierig gewesen. Wenn eine Vergiftung als unwahrscheinlich angenommen wird, eine Sepsis hingegen als wahrscheinlich - keine Antibiose zu starten wäre dann wohl ein sehr grober Fehler.
Nach Deiner Theorie müssten zwei Dinge zusammenfallen: eine nicht erkannte Vergiftung UND die Antibiose war "schädlich". Natürlich ist im Prinzip alles möglich und nichts unmöglich, aber die Wahrscheinlichkeit, dass beides zusammenfällt eher gering.ZitatAngeblich hat der behandelnde TA keine Leberbiospie veranlasst weil mein Hund das nicht überlebt hätte. Da frage ich mich natürlich weshalb man dann 2 Wochen lang auf Verdacht behandelt hat.
Gegenfrage: der TA hätte eine Leberbiopsie veranlasst - Dein Hund in der Folge gestorben.... dann würde es Dir hier an dieser Stelle besser gehen? Ganz ehrlich: sehr viel, auch in der Humanmedizin, wird, wie Du es nennst, "auf Verdacht" behandelt. Da orientiert man sich an Symptomen, äußerlichen Untersuchungen und Laborwerten - und geht auf diesen Daten vom Wahrscheinlichsten aus.
ZitatIch weiss nicht ob ich je wieder einen Hund in die Klinik bringen würde, aber was ist die Alternative wenn es um Leben und Tod geht ????
Vielleicht kannst Du es mir sagen..
Kann ich Dir nicht sagen, da bin ich ganz ehrlich. Aber wenn es meinem Hund sehr schlecht gehen würde, dann würde ich ihn glaube ich nicht zuhause behandeln lassen, sondern das Äußerste versuchen und ihn in die Hände einer Klinik geben. Wahrscheinlich würde ich ganz genauso hadern wie Du, wenn es dann einen schlechten Ausgang nimmt. Aber ich glaube, das Gefühl nicht alles zumindest versucht zu haben (gesetzt der Hund ist nicht schon sehr alt und auf seinem natürlichen Prozess), wäre für mich ganz schlimm. Etwas zu versuchen und dann zu scheitern, das ist schlimm, aber keinen Versuch zu starten - könnte ich mir wohl nicht verzeihen.
Vielleicht kannst Du diesen Prozess als etwas annehmen, was "dazu gehört". Eigentlich alle, die einen Menschen oder ein Tier nach einer langen medizinischen Behandlung verlieren, beginnen sich mit quälenden Fragen zu martern. Wenn hier, oder an dem Punkt das eine Medikament gegeben worden wäre, hätte ich gleich eine andere Klinik gewählt, wäre ich doch nie zum Hausarzt gegangen, wäre ich doch zu dieser oder jener Stunde persönlich anwesend gewesen, usw. usw.
Letztendlich sind wir doch als Menschen leider ganz begrenzt, auch wenn wir schon eine Menge bewirken können, wir sind ein kleines Lichtlein im Universum....
Vor der letzten Instanz stehe ich natürlich genauso hilflos da wie Du, es kann in Deiner Situation keiner wirklich helfen, es liegt in der Natur der Dinge, dass es immer ein letztes Zweifeln gibt, ein was wäre dann gewesen, was wenn ich so.... Ich kann Dir nur viel Kraft wünschen, dieses Ereignis irgendwann zu verarbeiten.
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Vielleicht kannst Du diesen Prozess als etwas annehmen, was "dazu gehört". Eigentlich alle, die einen Menschen oder ein Tier nach einer langen medizinischen Behandlung verlieren, beginnen sich mit quälenden Fragen zu martern.
Genau so ist es. Und ich kann dir aus Erfahrung sagen (mit einem Menschen): Du kannst es nicht mehr ändern. Aber du kannst ändern, dass es dich innerlich auffrisst, indem du es akzeptierst und anfängst "normal" zu trauern, ohne dir und den Ärzten Vorwürfe zu machen. Diese "war wäre gewesen, wenn..."-Fragen bringen dir nichts, außer dass sie dich daran hindern, wieder nach vorn zu schauen.Du hast dich nun einmal so entschieden damals. Nach bestem Wissen und Gewissen in diesem Moment. Du hast dir nichts vorzuwerfen! Natürlich kannst du dir vornehmen, beim nächsten Mal (wozu es hoffentlich niemals in dieser Form kommt!) Dinge anders zu machen. Aber an dem was passiert, kannst du nichts ändern und das wird sich im Nachhinein auch nicht klären lassen, ob irgendjemand ÜBERHAUPT etwas daran hätte ändern können.
Auch für mich klingt es so, als ob die Ärzte ihr Bestes getan haben. Und du hast den Ärzten vertraut, was in so einer Situation ja auch richtig ist. Wer, wenn nicht die Fachleute in der Klinik, sollen solche Entscheidungen treffen? Manchmal reichen die Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung eben nicht aus, so traurig und verzweifelt uns das auch macht :solace:
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Ich glaube hier gibt es kein Entkommen. Ich kann Dir garantieren, dass Deine Schuldgefühle nicht kleiner wären, wenn Du ihn zuhause gehabt hättest, und er wäre dann verstorben. Du würdest ebenso mit Dir hadern. Es gibt medizinische Situationen ohne "Gnade", alles, was man macht, endet im Fiasko. :|ICh glaube, Du würdest Dir noch viel mehr Vorwürfe machen, wenn Dein Hund zu Hause gestorben wäre (und das wäre er, so wie Du die Symptome beschreibst) und Du nicht in eine Klinik gefahren wärst.
Wuffidreams, Du hast Deinen Hund verloren und auf eine ziemlich furchtbare Weise. Natürlich trauerst Du und haderst mit dem Schicksal. Keiner von Euch beiden hat das verdient, aber leider ist das Leben ungerecht was das Austeilen von Schicksalsschlägen angeht.
Ich finde es wichtig, das Du anfängst normal um Deinen Hund zu weinen weil er tot ist. Diese Selbstvorwürfe sind nicht gesund. So wie Du den Krankheitsverlauf beschrieben hast und bei all den Möglichkeiten, die von Leuten mit Ahnung hier in thread diskutiert wurden wäre Dein Hund an dem was er sich eingefangen hat mit grosser Wahrscheinlichkeit gestorben. Da gibt es kein Szenario wo man sagen kann: 'Wenn wir das und das gemacht hätte, würde er heute noch gesund an meiner Seite laufen'
Ich hab mal ein schönes Zitat von einer Pastorin gelesen, dass Trauer am Anfang wie ein Felsblcok ist, der alles blockiert und unüberwindbar scheint. Mit der Zeit wird der Fels aber kleiner und am Ende tragen wir ihn als Kiesel in unserer Tasche. Das Loch, das der Verstorbene hinterlassen ist ist weiterhin da und wird es auch immer sein, aber in einer Grösse mit der wir weiterleben können.
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