Umgangston mit dem Hund
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Ich würde auch sagen es kommt auf das Individuum Mensch und das Individuum Hund drauf an. BRAUCHEN tut es keine Rasse im Allgemeinen. Nehme ich nur Sitz und Platz und gehe davon aus dass der Hund mit seiner Konzentration eh schon bei mir ist braucht das auch keiner meiner Hunde. Gehe ich aber spazieren und der Basset ist mal wieder zurückgeblieben und schnüffelt sich irgendwo fest, dann versuch ich es einmal in normaler Lautstärke (testen wo die Konzentration ist) und wenn er dann nicht reagiert muss ich laut werden (wenn ich nicht weiß wo er ist, ansonsten könnte ich ja hingehen) weil er mich schlichtweg vor lauter anderweitiger Konzentration nicht hört. Anfangs dachte ich er würde mich absichtlich überhören, mittlerweile bin ich mir sicher es kommt nicht an. Genauso wenn er mal wieder einen Anfall hat und auf fremde Leute zustürmen will, damit er stehen bleibt reicht kein leises "Halt" das muss schon laut sein. Sobald er steht kann man ihn freundlich zu sich rufen oder bestätigen dass er da stehen bleiben soll, aber während des Rennens ist er mit seinen Gedanken schon bei der möglichen Streicheleinheit.
Es ist also sehr situations- und individuenbedingt. - Vor einem Moment
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Hallo,
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Zitat
Anfangs dachte ich er würde mich absichtlich überhören, mittlerweile bin ich mir sicher es kommt nicht an. Genauso wenn er mal wieder einen Anfall hat und auf fremde Leute zustürmen will, damit er stehen bleibt reicht kein leises "Halt" das muss schon laut sein. Sobald er steht kann man ihn freundlich zu sich rufen oder bestätigen dass er da stehen bleiben soll, aber während des Rennens ist er mit seinen Gedanken schon bei der möglichen Streicheleinheit.
Kenn ich! Kenn ich gut... Arren kann auch nur höchstens 3 Dinge gleichzeitig und 1 davon ist schonmal das Atmen!
Stehenbleiben ist für Herrn "Die Welt ist toll und jeder streichelt mich!" überhaupt nicht existent, ich muss wirklich sehr, sehr laut werden ehe da was im Hirnchen ankommt. Der Moment des Zögerns "Hat sie da grade was geflüstert? Meinte sie mich?" muss ich dann nutzen um ihn weiterhin sehr laut zurückzulotsen.
Sobald ich leiser werde reißt der Faden und er ist wieder weg. *seufz*
(Der Faden reißt auch so noch, wenn die Menschen zu verlockend sind... Wer ihn anlächelt muss ihn mögen meint Arren)Schön zu wissen das ich nicht alleine so einen Hund habe!
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Ich rede sehr leise mit den Hunden und war beim Anton erstaunt, auf welche Distanz er dies noch wahrnimmt und darauf reagiert
Das hat mich anfangs echt geflasht
Man hat ja irgendwie immer das Bild des laut rufenden HH im Kopf
, aber dieser Hund reagiert auf das noch so kleinste Geräusch, genial 
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Wow, so viele Kommentare

Eigentlich machen wir es eh alle gleich. Grundsätzlich ein normaler, netter, ruhiger Umgangston. Wir das ignoriert oder ist die Situation brenzlig, wird ein schärferer Ton genommen.
Aber man kann nicht sagen, dass manche Rassen das brauchen bzw. nur mit Befehlston gehorchen. -
Ich möchte schon einen netten Umgangston mit meinem Hund pflegen. Das klappt auch oft. Aber es gibt so Situationen, da kommt mein Stop oder Nein automatisch schroffer, weil ich Hund vor meinem inneren Auge schon die alte Dame mit Krückstock umspringen sehe. Das ist im richtigen Moment auch hilfreich, normaler Tonfall kommt dann zwar an, aber wird "überhört".
Und dann gibt's noch Momente, wo bei mir die Selbstbeherrschung einfach völlig flöten geht, weil Madame das Flitzen oder Toben mit anderen Hunden gerade so lustig findet, während ich sie ranholen will, weil da jemand des Weges kommt, der eher nicht mitspielen will oder aber die Stimmung zu kippen droht.
Dann steh ich sehr unsouverän wirkend in der Gegend, vorneüber gebeugt und aus vollem Halse brüllend, dass es jetzt reicht, verdammt nochmal.Ich weiß es eigentlich besser. *seufz*
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Meine Hunde schauen eher auf meine Körpersprache, also z.B. hochgehobener Zeigefinger = Sitz, ansonsten spreche ich leise mit ihnen. Wenn sie mal nicht hören, dann steh ich nicht so wie immer, oder die Wiese ist nass

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Ich habe jetzt nicht alle Antworten gelesen und hoffentlich wiederhole ich nun nichts...
Zu diesem Thema kann ich Patricia McConnell empfehlen. Sie hat die verbale Kommunikation meines Wissens sogar zum Thema ihrer Promotion gemacht. Wenn man ihr Ergebnis liest, würde ich sagen, ist der Ansatz des Umgangstons freundlich/unfreundlich bzw. laut/leise schonmal falsch.
Denn es kommt auf die TonHÖHE an:
Hohe, helle, schnelle Laute haben eine animierende Wirkung auf Hunde (auch Pferde, Schafe, Kühe, etc.) und tiefe, dunkle, lange Laute bewirken eher das Gegenteil.
Dh. für ein "SITZ", "WARTE" oder würde sich eine tiefere Stimme eignen und für ein "HIER" eigentlich ein hohes, helles "Hier, hier, hier."
Ich habe mir zum Beispiel ein tiefes "laaaaaangsaaaam" angewöhnt, wenn mein alter Hund die Treppe runter sausen möchte. Das war gar nicht so einfach, weil ich zu einem aufgeregtem "langsam, langsam" neige 
Bei youtube gibt es ein Video von McConnell, wo der Unterschied in ihrer Stimme deutlich zu hören ist. Sie regelt gerade die Reihenfolge ihrer vier Hunde, wie sie nacheinander zur Tür raus gehen sollen

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Zitat
Eigentlich machen wir es eh alle gleich. Grundsätzlich ein normaler, netter, ruhiger Umgangston. Wir das ignoriert oder ist die Situation brenzlig, wird ein schärferer Ton genommen.
Aber man kann nicht sagen, dass manche Rassen das brauchen bzw. nur mit Befehlston gehorchen.Wird ein Kommando ignoriert muss ich nicht lauter werden, sondern überlegen, woran es liegt.
Arashi ist einfach der: "wenn es etwas spannendes gibt, bin ich mal weg" Typ. Alle Menschen und Hunde sind toll und er muss Hallo sagen. Wenn ich da brüllen würde, hätte es den gleichen Effekt, wie wenn ich mit einem Schnitzel winken würde.
Bei den Damen muss ich auch nicht lauter werden. Warum auch?
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@ Cattahum:
Genauso ist es bei Bandit auch. Ich hatte schon Sorge, er hat was an den Ohren ( also jetzt wirklich) , wenn der z.b. in seinem " Trabmodus " ist und vorne her trabt , ist das für den einfach total lästig anzuhalten, und da wird das Stop überhört. Ich bin mir sicher, er hört es, aber irgendwie sieht er keine Veranlassung zu reagieren.
Sicher hätte ich das viel sauberer aufbauen müssen
, weil er es nämlich schonmal besser konnte.
Aber der hat dann genau DEN Baum da vorne im Sinn, der sich bestens zum Markieren eignet.Vorhin am Kanal war der Weg eng und die Hunde müssen zu mir, wenn
Spaziergänger kommen." Bandit, Stop! " ...Bandit läuft weiter, schön brav rechts, wie wir das immer machen bei Gegenverkehr, die Spaziergänger werden ja von ihm ignoriert, die meisten kriegen trotzdem leichte Schnappatmung wenn der so angetrabt kommt...
Lauter: " Stohohop! Bandit wird langsamer...schaltet vom 2. in den 1. Gang runter...läuft nun ganz langsam...
Noch lauter: " EY!!"
Bandit steht und bewegt sich nicht mehr. Und dann steht der wie ein Baum, und da können 20 Mountain Biker mit 50km/h an dem vorbei brettern, der Hund steht.
Naja,..für den WtP hab ich ja den Anton

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Ich schließe mich da auch schon der geäußerten Meinung an - es kommt auf den Hund an.
Eine Bekannte von mir hat drei Hunde, alle völlig unterschiedlich. Die eine, ein Schäferhundmischling, ist so ein quietschvergnügtes Wesen und für sie ist es super, wenn man sie eben genau so "vollquietscht". Mit ihr kann man relativ hoch bzw. leise reden und sie reagiert darauf.
Dem Podenco- Mix dagegen scheint es lieber zu sein, wenn man einfach in normaler Tonlage mit ihm redet, streng wird die Stimme nur, wenn er irgendeinen Mist baut und auch dann hört er darauf.
Der Knaller ist aber ihr Großer (keine Ahnung, was da alles drin ist, auf jeden Fall ist er riiiiiesig!). Der hört wirklich fast nur dann auf einen, wenn man mit ebenso tiefer und etwas lauterer Stimme mit ihm redet, die man sich auch für den Hund selbst vorstellen würde. Anders steht er nur vor einem und scheint zu denken "Was willst du von mir...?".Also wie gesagt, je nach Hund dürfte die Tonlage denke ich bei vielen variieren.

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