Umgangston mit dem Hund
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Ich habe eine reine Interessensfrage
Ich habe eine junge Sheltie Hündin. Mein Umgangston (bei Befehlen wir Sitz, Platz, etc.) ist sehr ruhig und nett würde ich sagen. Sobald ich strenger mit ihr rede, macht sie eher dicht, führt also nicht wirklich zum Ziel.
In der Hundeschule habe ich bemerkt, dass das unterschiedlich gehandhabt wird. Da gibts einen Aussi, der immer sehr streng und im Befehlston angesprochen wird.Gibt es wirklich Rassen, die nur hören, wenn man sie im Befehlston anspricht? Eine Freundin von mir hatte einen DSH-Mix, der laut ihren Angaben nur gefolgt hat, wenn er im Befehlston angesprochen wurde. Ein nett ausgesprochenes "Sitz" wurde einfach ignoriert.
Ist das von Rasse zu Rasse unterschiedlich oder Erziehungssache?
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Ich akzentuiere meine Stimme je nach Bedarf. Meistens ist es alltags freundliches Gebrabbel. Wenn Anweisungen dazwischen sind, wird die Stimme bestimmter und abgesetzter, aber nicht böse. Muß ja aus dem Durchschnittsblabla herausgefiltert werden können. Lob wird deutlich stimmlich variiert, genauso Tadel oder ein Abbruchsignal. "Laut werden" hebe ich mir für seltenste Gelegenheiten auf, da weiß mein Hund dann, daß die Luft brennt. Aber genauso kann ich überschwänglich loben, wenn er etwas Schwieriges gemeistert hat.
Mein Hund ist sehr selbstbewußt und nervenstark, es gibt für mich keinen Grund, nicht sehr viel mit der Variation der Stimme zu arbeiten.
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gutes thema
ich rede so gut wie immer freundlich und ruhig mit meinem Hund. Außer wenn nun wirklich ein Notfall is, werde ich automatisch lauter. Bis jetzt fahren wir gut damit.Ich finde es immer nicht so schön, wenn der Hund im militärischen Kommandoton zu irgendwas aufgefordert wird. Würde mir und dem Hund sicher keinen Spaß machen.
Mir fällt aber sehr häufig auf, dass die Leute so mit Hunden reden, sobald es um Kommandos geht. Also z.B. so: "utschi dutschiii, ja wer is der Süße, ja wooo ist der Süüüße, ja priiiima, ja suuupiiii - und jetzt SITZ! PLATZ!"
machen übrigens auch viele Nichthundebesitzer so. Ich denke das liegt daran dass man sich durchsetzen möchte gegen das wilde Tier, vielleicht haben viele unbewusst auch brüllende Hundetrainer von früheren Zeiten im Kopf oder man unterstellt dem Hund eine solch mangelnde Intelligenz, dass er Kommandos nicht versteht wenn sie nicht so deutlich ausgesprochen werden?!?Ich persönlich finde es völlig unnötig - und mal ehrlich, es zeigt doch auch meine Einstellung zum Hund (und zur Welt?
) wie ich mit ihm spreche. Ist er mein Freund, Kumpel oder Befehlsempfänger? Achte ich seine Bedürfnisse, Gefühle, Befindlichkeit oder erwarte ich bedingungslosen Gehorsam? Gestehe ich meinem Hund zu, dass er eigendständige Entscheidungen treffen kann oder möchte ich der Big Boss sein? Möchte ich, dass mein hund eine spaßige und freudige Zeit mit mir hat oder ist mir das egal solange das Vieh gehorcht?
oder: hab ich es wirklich nötig mich wie der oberste Befehlshaber aufzuführen oder arbeitet mein Hund auch so gerne mit mir? -
Ich sabbel meine Hunde voll als wären es die süssesten Kleinkinder aller Zeiten
Mein Mann meint immer "hach wenn Du mal mit mir..." ( Scherz ^^ )Ausser ich erwarte in einer Gefahrensituation 100% sofortige Ausführung, dann werd ich laut ( nicht hysterisch) und man könnte meinen ich habe nen Kurs bei nem Drill Sergeant belegt.
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Wenn ich Sheltie jetzt mal mit Collie in eine Schublade stecke - dann dürfte leise und lieblich bis freudig säuselnd in aller Regel genau die richtige Tonlage sein. Flüstern kommt auch oft sehr gut an.
Ich glaub auch, dass die allermeisten Hunde da sehr gut drauf reagieren, wenn sie nicht von Haus aus Kasernenton gewöhnt sind.Werd ich aber sauer, weil die Reaktionsgeschwindigkeit in wichtigen Situationen gegen 0 tendiert... dann nehm ich mir meine Herzchen kurz zur Brust. Ich glaub, da würd so mancher den Kopf drüber schütteln, wenn ers hört. Gibt dann eine ernsthafte Ansage mit den üblichen Drohungen: Leine, kastrieren, Tierheim. Aber die wissen schon, was das heißt und in Folge kann ich dann wieder trällern.
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Zitat
Gibt es wirklich Rassen, die nur hören, wenn man sie im Befehlston anspricht?
Wär mir neu
ZitatEine Freundin von mir hatte einen DSH-Mix, der laut ihren Angaben nur gefolgt hat, wenn er im Befehlston angesprochen wurde. Ein nett ausgesprochenes "Sitz" wurde einfach ignoriert.
Meiner Meinung nach technischer Trainingsfehler. Es passiert sehr schnell, dass man nach einem normal ausgesprochenen Signal, dass der Hund einmal nicht ausführt (wofür es hunderte Gründe geben kann) lauter und schärfer in der Aussprache wird - der Hund reagiert und führt das Verhalten aus. Die Belohnung folgt - Gutes bekommen oder Schlechtes vermeiden. Damit wurde das "laute Signal" verstärkt, das Verhalten auf das normal gesprochene wird nicht mehr ausgeführt bzw. tritt seltener auf.ZitatIst das von Rasse zu Rasse unterschiedlich oder Erziehungssache?
Das Lernverhalten ist bei jedem Hund gleich, nur die Motivationen sind rassebedingt einfach anders. Bei einem selbständigen Hund mag die Erziehung einem mehr abverlangen als bei einem, der dem Halter jeden Wunsch von den Augen abliest ...Ich persönlich habe keine Lust meinen Hund im "Befehlston" anzusprechen/ansprechen zu müssen, ergo habe ich das auch nicht trainiert.
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Zitat
Gibt es wirklich Rassen, die nur hören, wenn man sie im Befehlston anspricht?
Nein.
Es ist schlicht antrainiert.
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Zitat
Ist das von Rasse zu Rasse unterschiedlich oder Erziehungssache?
Ich denke es kommt nicht auf die Hunderasse an, sondern auf den individuellen Hund und die Umstände. Meine "hören" z. B. in entspannten Situationen auf den erhobenen Finger oder die flache Hand, ich muss nicht mal flüstern. In anderen Situationen, wenn sie erregter sind, muss ich auch mal deutlicher werden. Dabei werde ich nicht laut, sondern die Befehle werden nur härter ausgesprochen. Wenn ein Hund was fressen will sage ich auch nicht freundlich "nein", sondern der Hund weiss dann schon anhand meiner Stimme, dass er was da liegt besser nicht in den Mund nehmen sollte.
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@ WolfArthas
Was hat meine Stimmlage bei Anweisungen damit zu tun, ob ich die Bedürfnisse meines Hundes achte? Wenn ich meinen freilaufenden Hund vor Betreten einer Straße mit einem deutlichen Sitz! bremse, achte ich seine Bedürfnisse sicherlich besser, als wenn ich ihm den Freilauf streiche, weil ich mich nicht auf ihn verlassen kann, da er aus blablablasitzblablabla den Befehl nicht rausfiltern kann. Und ich möchte mich auch nicht darauf verlassen, daß mein Hund die Einsicht hat, daß das Kräfteverhältnis Auto/Hund eher zu seinen Ungunsten ausfällt und mein Kommando an ihn demnach Berechtigung hat.
Je besser der Gehorsam ist, desto größer kann ich den Rahmen abstecken, innerhalb dessen mein Hund sich nach Lust und Laune bewegen kann. Und meine Stimme ist dabei ein Werkzeug, das ich ganz gezielt einsetze.
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Ich spreche auch eigentlich ruhig mit dem Hund in einem netten Ton.
Aber wenn er nicht hört, werde ich dann auch mal lauter und er kriegt eine Ansage... Ist aber in der Regel selten
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