Umgangston mit dem Hund

  • Anweisungen bekommen meine Hunde immer in einem ruhigen Tonfall und ich sage auch meistens gar nichts nebenbei, also z.B: nur „Balou/Mogli sitz“. Ich meine die Anweisungen aber immer ernst und erwarte, dass sie auch ausgeführt werden.

    Ich übe mit Mogli gerade das „platz“ aus der Bewegung und in der Lernphase „darf“ es da schon ein paar Sekunden dauern bis er sich auf den Bauch schmeißt.

    Balou, mein Dackel-Mix hat seine Pubertät ziemlich ausgelebt und ich habe viel Geduld mit ihm gebraucht. Aber auch da bin ich immer ruhig geblieben.

    In Gefahrensituationen wird meine Stimme lauter wie wohl bei den meisten hier. Ich habe den Eindruck, dass meine Hunde dann besser reagieren und mich nicht ausblenden.

  • Zitat


    Wär mir neu :D


    Meiner Meinung nach technischer Trainingsfehler. Es passiert sehr schnell, dass man nach einem normal ausgesprochenen Signal, dass der Hund einmal nicht ausführt (wofür es hunderte Gründe geben kann) lauter und schärfer in der Aussprache wird - der Hund reagiert und führt das Verhalten aus. Die Belohnung folgt - Gutes bekommen oder Schlechtes vermeiden. Damit wurde das "laute Signal" verstärkt, das Verhalten auf das normal gesprochene wird nicht mehr ausgeführt bzw. tritt seltener auf.


    Das Lernverhalten ist bei jedem Hund gleich, nur die Motivationen sind rassebedingt einfach anders. Bei einem selbständigen Hund mag die Erziehung einem mehr abverlangen als bei einem, der dem Halter jeden Wunsch von den Augen abliest ...


    Ich persönlich habe keine Lust meinen Hund im "Befehlston" anzusprechen/ansprechen zu müssen, ergo habe ich das auch nicht trainiert.

    QFT! :gut:

  • Wo ich grade mal so rüber nach denke, fällt mir auf, dass ich so gut wie immer ruhig aber bestimmt mit ihm rede.
    Laut werde ich so gut wie nie. bringt bei ihm auch absolut gar nix, da er dafür viel zu sensibel ist ^^
    Das einzige was ich mal lauter sage (bei großer ablenkung) ist sein name .. aber sobald ich seine aufmerksamkeit habe, rede ich wieder im normalton =)
    finds auch wirklich schrecklich, wenn leute ständig ihre hunde anbrüllen :muede2: :fear:

  • Meine Hunde kennen von mir keinen Befehlston – im Alltag bekommen sie freundliche, ruhige Kommandos und für Gefahrsituationen (die bei uns selten bis nie vorkommen) habe ich die Pfeife als "emotionsloses" Hilfsmittel.

    Dass es Hunderassen gibt, die automatisch einen härteren Ton brauchen, halte ich für Blödsinn. Einzelne Hunde, die falsch trainiert/motiviert werden, ja – aber alle Hunde einer Rasse? Nein.

  • Zitat

    Ich reihe mich ein. Im Alltag rede ich nett und freundlich mit ihm, bei Gefahrensituationen dann auch schon mal in einer strengeren Tonlage.

    Kein Hund hat es verdient so angebrüllt zu werden, ich brülle ja meine Mitmenschen auch nicht an. Klar ist es in einigen Situationen angebracht einen Hund strenger anzusprechen, aber auch nicht bei jedem Hund. Das ist natürlich abhängig vom Charakter und wie sensibel ein Hund ist und nicht welcher Rasse er abstammt.

    :gut:
    Sehr richtig. Ich rede sehr leise und freundlich mit meinen Hunden. Ich habe das Gefühl, sie hören dann besser zu. Meine Trainerin findet mich mit meinem Rüden in manchen Situationen zu nett (gestern noch hat sie das gesagt :ops: ). Er ist ein sturer Esel, wenn er eine Übung blöd findet (passiert mir öfter in längeren Unterordungssequenzen - findet er stinklangweilig). So ist er eben. Energischer werde ich dann zwar schon, aber werde ich zu streng oder gar zu laut, hat er meist garkeinen Bock mehr. Da läufts eigentlich nur über Motivation und Freundlichkeit, sonst macht der dicht und sperrt sich komplett. Ein kurzes Spiel zum Auflockern oder eine Übung die er gerne tut (zB mal eine Rolle machen) bringt wieder Schwung in die Arbeit mit ihm. Brüllen mit Hunden finde ich total bescheuert. Deren Ohren sind ja gut genug...

  • Hallo,

    also ich bin der Meinung mein Hund ist nicht taub, von daher spreche ich grds. leise und freundlich.
    Wir haben das Abbruchsignal was wirklich nur im Gefahrenfall angewandt wird schon lauter und "strenger" ausgesprochen geübt, denn man nutzt es in dem Moment ja auch genau so.
    Bei der Dummyarbeit flüstere ich sogar zu 98% mit meinem hund, weil ich feststellen konnte das sie dann viel aufmerksamer ist.

    LG

  • Ich rede grundsätzlich freundlich mit (meinen) Hunden. Bei meinem Vater wird der Terrier grundsätzlich angemault, egal ob er gerade was richtig macht, was falsch macht, beim Spiel, ach einfach immer. Das finde ich ziemlich ätzend, nicht nur für den Hund, sondern auch für mich in der Anwesenheit. Das verbreitet echt schlechte Stimmung und nervt.

  • Ich persönlich erlebe oft, dass ich recht freundlich mit meinem Hund spreche. Am Hundeplatz bekomme ich auch immer gesagt, dass ich meinen Hund doch nicht bitten soll, etwas zu tun. :D Kann aber auch daran liegen, dass sie gewohnt sind ihre Hunde entsprechend anzuherrschen. Ich versuche immer normal mit ihnen zu sprechen, denn so habe ich noch mehr Spielraum, um meine Stimme zu nutzen. Wenn die anderen, die nur im Befehlston ihre Hunde anherrschen können, schnell laut werden (müssen), kann ich halt noch mehr abstufen zwischen freundlich sprechen, streng, ect.
    Aber ich merke auch, dass es schon Gewöhnungssache ist, wie streng man mit einem Hund spricht. Unser Trainer beim THS zB wollte eine Trainingseinheit mal mit "netten" Kommandos probieren. Seine Hündin hat auf diese gar nicht reagiert. Fand ich schon irgendwie traurig.

  • Mich nervt ein ungerechtfertigtes Anbrüllen von Hunden genauso wie eine überhöfliche Ansprache ;)
    Gibt Leute, die werden lauter, weil sie meinen, dann hört der Hund besser. Aber das er nicht hört, ist ja meist kein akustisches Problem :lol:
    Aber ehrlich gesagt finde ich es auch absurd, den Hund mit Bitte oder Danke anzusprechen.
    Mir sind gestische Kommandos unter'm Strich viel lieber :D ZB ein Fingerschnippsen, um den Hund zu dirigieren (statt sie im Nahbereich zu rufen).

  • Ist doich auch eine Frage der Persönlichkeit...

    Wenn ich - meiner Meinung nach ruhig und freundlich - meinem Hund Befehle gebe, fragen mich andere schon, warum ich so einen Befehls- und Armeeton draufhabe. Liegt wohl auch immer im Auge des Betrachters... ich spreche halt sehr klar, deutlich und etwas lauter (schwerhöriger Freund und so...).

    Bilde mir aber auch ein, dass meine Kleine auf leise Ansprachen nicht wirklich gut reagiert. Ängstlicher Hund - viele Reize von außen - da muss man auch manchmal die anderen Reize übertreffen. Hätte ich einen "normalen", umweltsicheren Hund, würde ich wohl auch sehr leise (in der Wahrnehmung anderer: normal) mit ihr reden. Hab ich aber nicht, so I'll never know ;)

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