Wie viele Hunde sind händelbar?

  • Hunde, mit denen man richtig umgeht und ihnen den richtigen Weg zeigt, braucht man nicht im Auge zu behalten sondern sie halten den HH im Auge.
    Ich habe zwei Hunde und ich muss nicht auf meine Hunde achten sondern nur auf die fremden Hunde. Je nach entgegenkommendem Hund ruf ich meine halt ran.
    Das Argument, wenn der andere aber ... ist, dann hat er Pech gehabt ;)

    Unsere Trainerin - Hundeschule - hat vier Border und hat alle während der Stunde dabei. Auch hier gilt: die Hunde achten auf den HH.

    Für mich ist der Mensch, der sich ständig Sorgen um Hü und Hot macht das Problem. Man muss klare Regeln setzen und eine klare Sprache sprechen, dann klappt auch das Zusammenleben mit einem und mehreren Hunden. :smile:

  • Also meine sind echt nicht gut erzogen - aber wenn ich die anleine und Leute mit Hund, Radfahrer oder Fußgänger passieren lasse (für letztere zwei Gruppen lege ich auch nur ab oder schick sie auf die Seite, wo sie nicht laufen, je nach Situation) nen Hallo oder Guten Tag kriege ich immer unter.

  • Das kann man doch gar nicht pauschal beurteilen.

    Wenn ich einen Übernahme-Spinner hier habe, dann geht genau dieser eine Hund draußen. Da muss ich u. U. aufpassen, dass ich ihn auch wirklich halten kann.
    Gut erzogen gehen auch 10.

    Das ist doch bei der Zuwendung nicht anders. Wenn die Hunde viel untereinander agieren und alle brav zusammen laufen, dann kommt auch in einer großen Gruppe keiner zu kurz.
    Haben die Hunde extrem unterschiedliche Ansprüche, dann können schon zwei fast mehr sein, als ein Mensch leisten kann.

  • Ich hab drei und hab mich immer an den Grundsatz gehalten, dass der oder die schon verhandenen Hunde problemlos problemlos im Alltag funktionieren sollten, auch wenn ich mich mal nicht 100% auf sie konzentrieren kann oder was unerwartetes passiert, bevor der nächste kommt.
    Ich hab ehrlich gesagt mit meinem Trio (zusammen bringen die übrigens über 80 kg auf die Waage, ich etwas unter 70 kg) weniger Probleme z.B. was die Leinenführigkeit oder den Rückruf angeht, als die aller, aller, allermeisten Einzelhundehalter hier in der Gegend.

    Meine haben auch ihre Baustellen, aber wie andere schon schrieben, da weiß man drum und dann das geht. Wie bei einem einzelnen Hund auch. Klar hat man eine gewisse Rudeldynamik, aber gegensätzlich die Probleme des anderen übernehmen tun sie nicht, da hat und bleibt jeder bei seinen eigenen Marotten. Kann einem sicher auch passieren, ist hier aber nicht so.


    Wo nach oben die Grenze ist von der Anzahl her, da würde ich jetzt keine harten Zahlen nennen wollen. Mit dem Gewicht hat es schonmal nix zu tun - man kontrolliert auch einen 30 kg Hund nicht primär über den Bizeps und erst recht kein 600 kg Pferd.

    Das Alter und der Beschäftigungsanspruch ist schon eher ein Argument. Ich hab z.B. einen Senior, einen älteren, aber noch frischen, und einen quicklebendigen Jungen. Der mittlere kann noch fast alles mitmachen, der ältere und der junge brauchen auch mal ihr eigenes Programm.
    Viel Kopfarbeit brauchen meine nicht, außer netten, abwechselungsreichen Spaziergängen mit mal ein bisschen Leckerliesuchen und der einen oder anderen Gehorsamsübung gibts da bei mir nix und auf mich wirken meine Hunde nicht unglücklich. Wenn ich nun aber einen dabei hätte, der ohne seinen Sport nicht glücklich wäre, das würde schon schwieriger werden. So einen werde ich mir aber nicht anschaffen.

    Aber hängt halt alles davon ab, was man für einen Alltag hat, was für ein Energielevel usw. Unter meinen momentanen Bedingungen fände ich einen vierten Hund super, will ich schon ewig und ich bin mir absolut sicher, dass das in Sachen Erziehung/Führbarkeit sehr gut gehen würde. Aber kommt finanziell und von der Wohnsituation her nicht hin.
    Das wäre dann aber jedenfalls auch wieder ein Hund gleichen Rasse- und Charaktertypes, der eben von den Bedürfnissen und von ganzen Temeprament gut in meine bestehende Truppe und in meine Situation reinpasst.

    Kenne einige Leute mit 3-8 Hunden die mit allen gemeinsam laufen und wo das wunderbar klappt. Darüber hinaus kenn ich einfach niemanden, der mit so vielen Hunden noch gemeinsam geht, da kann ich nix zu sagen.

  • Zitat

    Dazu fällt mir nur ein eins ein, WOW!!! :gut:
    Tolles Video, wo kann man den Herrn als Trainer buchen damit ich mein Rudel aufstocken kann?

    Einen Trainer, der die Hunde mit Gerte (Peitsche?) nach links und rechts bringt und sie auf der Wiese auf den Rücken legt? Nein danke. Bevor ich zu solchen Mitteln greife, belasse ich es dabei, erst einen neuen Hund anzuschaffen, wenn er erste (erzieherisch) fertig ist...

  • Oh bitte... Böse, böse Gerte. Die ist da eine Verlängerung des Arms und mehr nicht. Den Hund damit zu schlagen ist was anderes!
    Auf den Rücken drehen? Die schmeissen sich da hin und werden gekrault.

    Man kann es echt übertreiben und sich künstlich aufregen..

  • Zitat

    Einen Trainer, der die Hunde mit Gerte (Peitsche?) nach links und rechts bringt und sie auf der Wiese auf den Rücken legt? Nein danke. Bevor ich zu solchen Mitteln greife, belasse ich es dabei, erst einen neuen Hund anzuschaffen, wenn er erste (erzieherisch) fertig ist...

    Hab ich da etwas übersehen? Ich sehe da nur dass er die Gerte als Anzeige für die Hunde nimmt, ich sehe keine Schläge oder sonstiges. Wo bitte legt er die Hunde auf den Rücken? Meine Hunde kommen wenn ich auf dem Boden sitzte genauso angerannt, geben Küsschen und schmeißen sich auf den Rücken zum kuscheln und bisschen raufen.
    Aber vielleicht bin ich auch wirklich zu doof das richtig zu erkennen . . . ! :???:

  • Ich laufe mit bis zu 12 Hunden gleichzeitig - und das ohne Spaziergänger, Hundehalter und Reiter zu stören.

    Allerdings muss ich schon sehr konzentriert laufen, um wirklich alle führen zu können: Fremdhundekontakte werden unterbunden und meine eigenen, sowie meine Kundenhunde müssen auf Signal an allen Außenreizen geschlossen vorbei gehen.

    Ich denke schon, dass es sehr viel schwieriger ist, eine große Meute zu führen als einen einzelnen Hund. Und ich denke auch, dass man die Hundegruppe schon sehr sorgfältig zusammenstellen muss, um verantwortungsbewusst mit seinen Hunden durch die Welt zu gehen.

    Dabei entscheidet für mich persönlich nicht primär der Erziehungs- und Sozialisationsstand des Hundes darüber, ob er in die Gruppe passt oder nicht, sondern vor allen Dingen die Tatsache, ob die Hunde zu einander passen und wie die Chemie zwischen mir und den Hunden passt.

    Wenn man hier sehr sorgfältig und genau arbeitet, kann es durchaus sein, dass man seine Hundegruppe sehr viel verantwortungsbewusster führen kann, als mancher Einzelhundehalter ;)

    Wieviel Hunde händelbar sind, würde ich immer von der Gruppenkonstellation, dem Hundeführer, sowie den Situationen abhängig machen - niemals von einer Zahl.

    Einige Leute hier in meiner Gegend bekommen es nicht mal auf die Kette, einen einzigen Hund vernünftig zu führen. Im Gegenzug dazu kenn ich mittlerweile viele Menschen, die 15 Hunde leinenlos an pöbelnden Fremdhunden vorbeilotsen können, ohne, dass hier irgendwer zu Schaden kommt.

    Es steht und fällt mit demjenigen, der die Gruppe anführt - nicht primär mit der Anzahl der Hunde.

  • Ich habe selbst drei Hunde. Momentan habe ich noch zwei weitere Urlaubshunde hier (bin auch schon mit 9 auf einmal gelaufen). Heute Mittag war ich mit allen fünf im Wald spazieren - natürlich fordert das mehr Konzentration von mir, als wenn ich mit meinen dreien spazieren gehe. Aber das liegt daran, dass die anderen beiden hier nicht reingehören eigentlich. Das fordert von mir mehr Management und Konzentration. Das hat auch viel mit Routine zu tun. Zumindest ist es hier bei uns so ;-)

    Wenn mein Youngster mal 'fertig' ist, könnte hier auch ein vierter Hund dazu kommen. Theoretisch. Ich mache mir da wegen Gassi gehen etc. keine Sorgen - allerdings vielmehr wegen Auslastung. Es wäre mir zu zeitaufwändig.


    Bzgl Rudeldynamik möchte ich noch sagen, dass es einem sehr viel erleichtert, wenn man weiß, welcher Hund im eigenen Rudel der 'Leithund' ist (nennt es, wie ihr wollt). Dieser Hund ist in schwierigen Situationen mein Ansprechpartner, und die restlichen Hunde richten sich danach.

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