Züchterin während der ersten LW des Welpen im Urlaub

  • Zitat

    Ich möchte nochmals klarstellen, dass hier keine Hetzkampagne gestartet werden sollte. Ich war bei der Züchterin zu Hause und ich kann nur nochmals wiederholen, dass sie äusserst sympathisch und kompetent gewirkt hat. Die Hunde leben keineswegs im Zwinger, sondern rennen alle bei ihr im Haus bzw. grossen Wohnbereich herum; sie nimmt ihre eigenen Hunde auch abwechselnd mit ins Bett etc. Als wir da waren haben die Nachwuchshündinnen auch Ihre Geschäfte im Haus verrichtet und die Söhne hatten direkt das nötige Werkzeug zur Hand, um sauber zu machen.


    Wie toll! Warum zur Hölle müssen die armen Tiere ihre Geschäfte im Haus verrichten?.. Ehrlich, je mehr ich lese, desto abschreckender wird's - ob du das nun hören willst oder nicht |)

  • Unabhängig von Homepage und Kleidchen finde ich es nicht ok wenn man bemüht ist immer kleinere Hunde zu züchten. Malteser sind doch schon nicht groß - warum muss es immer ins Extrem gehen (egal ob groß oder klein). Schwerer als 2-3 kg soll außer der Norm sein? Sicher? http://www.deutscher-malteser-club.de/
    Und bei einem Welpen kann man anhand des Gewichtes nicht sicher sagen, wie groß er später mal wird. Das finde ich nicht seriös.

  • Den Onlineauftritt kann und will ich nicht beurteilen, er ist mir egal, ich fahnde nicht nach ihm.

    Zu deiner Frage:

    Zitat

    ...

    Seht ihr darin ein Problem?
    Wie würdet ihr euch verhalten? Am Ende vielleicht doch davon absehen aus dem Wurf einen Hund zu nehmen?

    ...

    Persönlich würde ich nicht bei einem Züchter kaufen, der einen Grossteil der wichtigen Aufzuchtphase der Welpen nicht persönlich vor Ort ist. Klar, können besondere Umstände auch ein längeres Fernbleiben einer engen Bezugsperson mit sich bringen, aber das steht hier nicht zur Diskussion.

    Mein Verhalten sähe so aus, dass ich dort keinen Welpen abnehmen würde.

  • Wie schon gesagt, natürlich ist es möglich das die Kinder von ihr das auch gut machen, ich denke sie würde es sonst nicht so machen.
    Aber ob ich das machen würde wenn ich Züchter wäre weiß ich nicht!?
    Letzendlich mußt du das entscheiden!
    Wenn dein Eindruck gut war dann nimm den Welpen!
    Er muß meiner Meinung nach keinen Schaden haben wieso auch!

  • Mucci: Die Nachwuchshündinnen waren gerade 10 Wochen alt, als wir dort zu Besuch waren. Denke mal, dass sie in diesem Alter noch nicht 100% stubenrein sind, oder?

    Pirschelbär & Escha: Es gibt bei Maltesern eine amerikanische und eine englische Linie. Die in Deutschland verbreitete Linie ist die englische, diese Malteser wiegen meist um die 3,5kg und habe eine längliche, spitze Schnauze. Bei der amerikanischen Linie ist ein Gewicht um die 2 - 2,5kg normal und nicht extrem; diese Hunde sind auch viel kleiner und haben eine plattere Schnauze.

    network und 20hexe05: Danke für die Antworten!

    Für die Personen, die sich vllt. speziell mit Maltesern auskennen und mir sagen können ob folgendes gut oder schlecht ist?:
    Laut Information vom Züchter nutzen sie als Zuchtart das Outcross, da hier kein engeres Verwandtschaftsverhältnis zwischen Rüden und Hündin vorliegt und so Überzüchtung vermieden wird. Der Züchter nutzt hier zwei unterschiedliche FCI geprüfte Linien: der englischen Ansarah sowie der amerikanisch-italienischen Cinecitta/Forussi/Ta-Jon`s.

  • Zitat

    Ich möchte nochmals klarstellen, dass hier keine Hetzkampagne gestartet werden sollte. Ich war bei der Züchterin zu Hause und ich kann nur nochmals wiederholen, dass sie äusserst sympathisch und kompetent gewirkt hat. Die Hunde leben keineswegs im Zwinger, sondern rennen alle bei ihr im Haus bzw. grossen Wohnbereich herum; sie nimmt ihre eigenen Hunde auch abwechselnd mit ins Bett etc. Als wir da waren haben die Nachwuchshündinnen auch Ihre Geschäfte im Haus verrichtet und die Söhne hatten direkt das nötige Werkzeug zur Hand, um sauber zu machen. Ausserdem durften wir nicht mit Strassenschuhen herein und mussten uns vorher die Hände desinfizieren; es war also wirklich alles sehr gut. Wie ja bereits festgestellt wurde handelt es sich auch nicht um 10 Doggen die in dem Haushalt leben, sondern um kleine Malteser, die allesamt um die 2-3 kg wiegen.

    Wieviele der Hündinnen noch aktiv sind kann ich nicht sagen, ich schätze aber schon so um die 6-7. Allerdings muss man auch sagen, dass die Würfe nur 2-3 Welpen umfassen und nicht wie bei grösseren Hunden 6 oder mehr.
    Das die Welpen, welche voraussichtlich schwerer als 2-3kg und somit auch etwas grösser werden, günstiger sind, ist bei den kleinen Hunderassen nicht allzu ungewöhnlich. Die meisten Leute, die einen Malteser aus der englischen Linie kaufen, möchten dann auch, dass er den vorgegeben Normen entspricht; tut er das nicht kann der Züchter ihn doch problemlos etwas günstiger abgeben oder sehe ich das falsch?

    Ich finde die Homepage auch nicht sehr ansprechend, aber es ist bei vielen Malteser-Züchtern so dass die Homepages so aussehen und die Hunde angezogen werden. Etwas Hang zum Kitsch scheint wohl "Züchter"typisch zu sein. Unser alter Hund war weder vom Auftreten, noch von seinem Wesen her eine Modepuppe, sondern ein Hund durch und durch. Ich habe mich vorher mit vielen anderen "Anbietern" unterhalten, die allesamt inkompetent oder schlicht Massenvermehrer oder dubiose Händler waren - wovon ich sofort Abstand genommen habe - ich hatte bei der Züchterin ein sehr gutes Bauchgefühl, aber bin einfach unsicher wegen der Urlaubssache.

    In meiner Frage ging es primär auch nicht darum, eine Wertung über die Homepage der Züchterin oder über Ihren Urlaub zu erhalten; eigentlich ging es mir nur darum zu erfahren, ob es für die Hunde prinzipiell schädlich sein kann.

    Du hast natürlich Recht. Auf das Design der Homepage kommt es überhaupt nicht an, ich finde sie zwar mega-scheußlich aber die zieht bei Dir ja nicht ein. Aber wer macht da jetzt ins Haus? Die Welpen oder die älteren Hündinnen?

    Das Leben im Haus kennen die Hunde offensichtlich, das ist schon mal gut. Es stellt sich jetzt eher die Frage, ob die Hunde auch genug rauskommen, wenn ins Haus gek***t wird. Und ob die Züchterin mit Fachverstand züchtet oder nur Ihre Lieblinge vervielfältigt, das kann ich aber nicht beurteilen. Ich kenne auch die typischen Malteserkrankheiten nicht.

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    Es gibt bei Maltesern eine amerikanische und eine englische Linie. Die in Deutschland verbreitete Linie ist die englische, diese Malteser wiegen meist um die 3,5kg und habe eine längliche, spitze Schnauze. Bei der amerikanischen Linie ist ein Gewicht um die 2 - 2,5kg normal und nicht extrem; diese Hunde sind auch viel kleiner und haben eine plattere Schnauze.

    Aber der FCI-Standard besagt auf Seite 7 dass ein Gewicht von 3-4kg angestrebt wird. Leichtere Hunde dürfen also nicht mal zuchttauglich geschrieben werden. Was auch gut ist wenn man sie die Risiken und Nebenwirkung bei zunehmender Verzwergung anschaut.

    Zum Fang findet sich im Standard folgende Aussage : ´"Die Fanglänge entspricht 4/11 der Kopflänge; sie ist demnach ein wenig kürzer als dessen halbe Länge. Der Bereich unterhalb der Augen ist gut gemeielt. Seine Höhe ist um etwas mehr als 20 % geringer als seine Länge. Die Seiten sind einander parallel, dennoch darf der Fang von vorne betrachtet nicht viereckig erscheinen, da seine Vorderfront bogenförmig in die Seitenflächen übergeht. Der Nasenrücken ist gerade mit gut ausgeprägten Furchen in seiner mittleren Partie."
    (Quelle: FCI-Standard 65)

    also entspricht diese amerikanische Linie in keinster Weise dem Standard, der ja nunmal auch da ist um die Hunde gesund zu erhalten.


    Zitat

    Für die Personen, die sich vllt. speziell mit Maltesern auskennen und mir sagen können ob folgendes gut oder schlecht ist?:
    Laut Information vom Züchter nutzen sie als Zuchtart das Outcross, da hier kein engeres Verwandtschaftsverhältnis zwischen Rüden und Hündin vorliegt und so Überzüchtung vermieden wird. Der Züchter nutzt hier zwei unterschiedliche FCI geprüfte Linien: der englischen Ansarah sowie der amerikanisch-italienischen Cinecitta/Forussi/Ta-Jon`s.

    Outcross ist eben wie Linienzucht auch einfach eine Zuchtmethode. Nicht immer ist es nur von Vorteil 2 fremde Linien zu kreuzen. Genauso kann eine zu enge Linienzucht zu immensen Problemen führen. es kommt immer auf das Pedigree der Hunde an und auch auf das angestrebte Zuchtziel. Diese sollte dir die Züchterin auch darlegen können. Einfach nur ein niedriger Inzuchtkoeffizient ist kein Totschlagargument.

  • Eine "meiner" Zuechterinnen war auch waehrend einiger Zeit abwesend, als mein Welpe aufwuchs. Wenn fuer ebenso kompetenten Ersatz gesorgt ist, finde ich das nicht verwerflich. So genau lassen sich Wuerfe eben nicht immer planen, manchesmal sitzt der Zuechter mit Termindruck und wartet, dass Madame Huendin laeufig wird.
    Ebenfalls hat eine meiner Zuechterinnen sehr viele Huendinnen zuhause wohnen und Deckrueden im Besitz, die anderswo wohnen. Es gibt Menschen, die schaffen dann trotzdem noch spezielle Ausbildungen mit den Hunden, taegliche Auslastung und Bespassung. Auch die Deckrueden aus eigenem Besitz muessen nicht immer herhalten.
    Das sind Dinge, da kann man sich selbst einen Eindruck verschaffen und ggf. recherchieren. Das muss nicht zwangslaeufig schlecht sein.

    Zitat


    Pirschelbär & Escha: Es gibt bei Maltesern eine amerikanische und eine englische Linie. Die in Deutschland verbreitete Linie ist die englische, diese Malteser wiegen meist um die 3,5kg und habe eine längliche, spitze Schnauze. Bei der amerikanischen Linie ist ein Gewicht um die 2 - 2,5kg normal und nicht extrem; diese Hunde sind auch viel kleiner und haben eine plattere Schnauze.


    Das liest sich fuer mich ein bisschen "typisch amerikanisch", da muss alles etwas groesser oder eben kleiner sein. Ich kann nicht beurteilen, ob dieses "kleiner" beim Malteser schon in einen kritischen, gesundheitsgefaehrdenden Bereich geht. Wenn Du die Rasse kennst, hoffe ich, Du machst das moeglichst objektiv.
    Mischt diese Zuechterin nun amerikanische und englische Linien? Deine weiteren Ausfuehrungen lesen sich so. Ich weiss, dass es beim Collie z.B. auch solche Mischzuchten engl-amerik. gibt und diese teilweise sehr beliebt sind. Gibt sicher auch schlimmeres als das. Fuer mich sehen diese Collies dann aber oft weder nach Apfel, noch nach Birne aus und das gefaellt mir persoenlich ueberhaupt nicht. Da koenntest Du also auch noch mal drueber nachdenken.
    Bedenklich finde ich trotzdem, wenn geringeres Gewicht hochpreisiger angeboten wird. Dann draengt sich mir der Verdacht auf, dass die Zucht immer weiter in Richtung niedriges Gewicht getrieben wird und das kann nicht wirklich gesund sein. Das waere fuer mich ein Grund, ueberhaupt keinen Welpen aus dieser Zucht zu nehmen. Auch keinen "normal"gewichtigen.

  • Zitat

    Das kann ich mir vorstellen das das geht! :)
    Ich weiß nur nicht ob man wenn die alle in der Zucht sind sich um jeden Wurf so wirklich kümmern kann!?
    Wenn da jetzt 5 Hunde "Senioren" sind, die aus der Zucht raus sind, dann wäre es für mich was anderes.
    Es geht mir nicht prinzipiell darum das man keine 10 Hunde halten und versorgen kann, sondern um die Menge derer Hunde die auch noch zur Zucht eingesetzt werden.

    Die Züchterin meiner apricot GP Hündin hatte auch immer um die 8-10 aktive Zuchthündinnen gleichzeitig. Und zrotzdem nicht mehr als 3-4 Würfe im Jahr.einmal hatte sie 6 Würfe gemacht, da sie das Jahr zuvor krank war und gar keinen Wurf hatte. Sie kam dann etwas in Zugzwang, da zwei Hündinnen, von denen sie gern etwas behalten hätte, kurz vor der Altersgrenze waren. Genaugenommen war die eine Hündin bei Geburt der Welpen bereits einen Monat 8 Jahre alt, d.h.für den Wurf brauchte sie eine Ausnahmegenehmigung. Diese wurde vom Hauptzichtwart mit der Begründung erteilt: "die Hündin hatte bisher zwei Würfe, wurde also nicht exzessiv 'zur Zucht genutzt' und ist in hervorragender körperlicher Kondition". Das Kommentar des HZW war, hätte die Hündin mehr Würfe gehabt, wäre ihm die körperliche Verfassung völlig egal gewesen, er hätte die Ausnahme nicht genehmigt. Aber bei einer Hündin, die in über 6 Jahren gerade mal zwei Würfe hatte und in einer so guten körperlichen Verfassung ist, hat er keine Probleme damit, die Ausnahmegenehmigung zu erteilen, v.a, auch weildie Hündin gerade mal einen Monat über dem maximalen Alter liegt. Wäre sie deutlich älter, also eher Richtung 9 Jahre, hätter er allerdings auch nicht mehr sein Ja gegeben.

    Was ich damit sagen will ist mE klar. Nur weil jemand mehrere Zuchthündinnen hat, heisst das noch lange nicht, dass er viele Würfe hat.

    Im Gegenteil. Fast alle Züchter mit vielen Hündinnen in der Zucht die ich kenne haben im Verhältnis pro Hündin nicht mehr als 1-3 Würfe.
    Es gibt auch Zuchter mit nur 1-2 Hündinnen, die wenige Würfe pro Hündin haben. Aber das sind im Verhältnis deutlich weniger.

    Wie geschrieben, das sind meine Erfahrungen.

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