Rücksichtnahme auf kleinen Hund

  • Zitat

    Dabei kann es dir passieren, dass der andere Hund dich dann anspringt. Gar nicht mal in böser
    Absicht sondern aus purer Neugier. Meine finden Hunde auf dem Arm auch immer super
    spannend.

    Dafür hab ich ein Knie, dass wird dann ausgefahren, ggf. auch heftiger. Kein Hund hat mich anzuspringen, auch nicht in Neugier.

  • Wir waren dieses Jahr wieder in Spanien und dort gab es sehr viele Kleinhunde, gerade Malteser und Yorkis sind dort anscheinend sehr beliebt.
    Begegnet man sich ohne Leine, wird der Kleine hoch genommen (die kennen das und verhalten sich entsprechend still!) und wenige Meter nach der Begegnung wieder abgesetzt zum Weiterlaufen.
    Meine Hündin hat den Kleinen meistens gar nicht groß registriert, weil es einfach so unaufgeregt abläuft. So haben wir das mehrere Male erlebt.
    Warum Risiken eingehen, die keiner wirklich abschätzen kann?

  • Meiner hat leider keine Angst vor den großen Hunden.
    Wenn er merkt, dass der Große sich den Kleinen gegenüber
    vorsichtig verhält, dann tobt er mit dem.
    Letztens hat er mit nem großen Ridgebackrüden getobt und die
    Initiative ging von meinem Kleinen aus.

    Der große Hund in dem eingangs beschriebenen Fall war ja auch
    korrekt angeleint, also alles unsere eigene Schuld.
    Fand es aber doof, dass die Halterin ihren nicht gemäßigt hat.
    Juristisch war alles einwandfrei für den Großen, verhaltenstechnisch
    frage ich mich, ob man nicht einwirken sollte als Großhundhalter.

  • Naja, wenn ne Toberei vom Kleinhund ausgeht, dann weiß ich halt auch nicht, was der Großhundhalter noch machen soll. Wenn nem Kleinhundhalter sowas zu risikoreich ist, dann muss er auch dafür sorgen, dass der Kleinhund nicht tobt und nicht hingeht.

    Was hätte sie denn tun sollen? Warum denn überhaupt Leinenkontakt?

  • zwei Beispiele aus meiner Hundeschule am Montag - Training in einem kleinen Dorf, alle Hunden an der Leine. 5 Minihündchen, also glaub nicht dass einer was zweistelliges gewogen hat, und dann mein Riese mit fast 80cm in der Schulter. Ich war bei dem Training schon eine Weile nicht mehr (Sommerferien etc) und der Blick der Hundehalter sagte alles aus als wir ankamen. Vorher spielten alle kleinen Hunde ohne Leine auf der Strasse, als sie uns sahen wurde alles in Panik zurückgepfiffen und an die Leine genommen. Ja klar, kann ich gut verstehen.. Beim Training an sich wurde mein Rüde dann mehrmals von einem Chihuahua angepöbelt, also kläffend, zähnefletschend, in die Leine springend Richtung meinen Hund. Meinem war es zum Glück vollkommen egal und die Leine wäre auch zu kurz gewesen, dass er dem Chi nahe kommen hätte können. Aber ich kann verstehen, wenn große Hunde kleine Hunde aufgrund von diesem Verhalten wirklich einnorden, weil in so einem Fall ist es einfach nur ein anderer pöbelnder Hund. Anderer Fall, kleine Hündin ohne Leine, die meinen gesehen hat, kläffend auf ihn zu gesprintet ist, einen Scheinangriff gestartet hat und wieder weg gerannt ist. Hat sie dann im Laufe der Stunde noch mal gemacht. Denke das war einfach nur aus Unsicherheit, weil dann kam sie zu meinem, hat erst hinten heimlich geschnüffelt und dann haben sie sich freundlich vorne beschnüffelt. Meiner hat auf das ganze Theater zum Glück auch nicht reagiert. Aber ich kann auch Hunde verstehen, die sich das nicht gefallen lassen und es gibt leider sehr viele größenwahnsinnige Kleinsthunde.. Ich lass auf Prinzip meinen nicht zu Kleinsthunden, außer er ist an der Leine, wobei er sich idR im Freilauf sogar ablegt und sich dann von ihnen beschnüffeln lässt, aber ich vertrau den Kleinsthunden einfach nicht. Und egal was der kleine Hund macht, wenn es doch mal eine Antwort von meinem gibt - egal wie berechtigt oder unberechtigt - dann hab ich einfach ein Problem und davor kann ich meinen Hund nicht beschützen. Meiner spricht eine sehr deutliche Sprache, ist sehr klar und sehr vorsichtig, aber bei manchen Hunden kann ich verstehen, dass er einfach nur mal drauf hauen möchte und das geht mir auch so. Dafür kann der Hund nichts, das weiß ich und deswegen ist meiner eben auch an der Leine.. So wird einem von allen das Leben schwer gemacht.. von manchen Kleinsthundebesitzern und von manchen Großhundebesitzern..

  • Das mit dem Ridgeback war eine andere Begegnung. Der HA meinte, sein
    Ridge kenne den Umgang mit Kleinen und verhält sich entsprechend vorsichtig,
    er achte darauf und habe es mit ihm geübt.
    Das ging ja auch alles gut, waren beide nicht angeleint.
    Habe das nur als Positivbeispiel angeführt.
    Übrigens geht es allermeistens gut.

  • Die Bezeichnung größenwahnsinnig finde ich unpassend weil zu vermenschlichend.

    Die kleine Hündin hat einen Scheinangriff gestartet, schreibst du.
    Das hat meine Hündin (vor jahrzehnten gehalten) auch gelegentlich gemacht.
    Normales Hündinnenverhalten würde ich sagen, der Rüde wendet sich dann linkisch ab.
    Meistens geht dem eine "Anmache" voraus, wir Menschen nehmen das nicht
    immer wahr.

    Generell ist meine Frage, kann und sollte man große Hunde lehren, die kleinen Hunde
    als nicht gleichwertige Partner mehr oder weniger zu ignorieren?
    Ich spreche nicht von pöbelnden Kläffern, sondern von friedlichen, normal höflichen
    Hundekontakten zwischen groß und klein.

  • Zitat

    Generell ist meine Frage, kann und sollte man große Hunde lehren, die kleinen Hunde
    als nicht gleichwertige Partner mehr oder weniger zu ignorieren?
    .

    Wie sollte man das einem großen Hund beibringen? Und wieso?

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