Rücksichtnahme auf kleinen Hund

  • Zitat


    Problem sind Hundebegegnungen mit Hundebesitzern, die die allgemeinen Benimmregeln nicht kennen. Wenn ich meine Hunde an die Leine mache oder großzügig auf eine Wiese ausweiche und absitzen lasse, erwarte ich das der andere Hundebesitzer seien Hund nicht zu meinen lässt. Vergiss es als Kleinhundebesitzer :mute:

    Vergiss es auch als Mittelgroßhundbesitzer (20 kg / 58 cm). Ich will jetzt nicht die Großer Hund/Kleiner Hund-Diskussion aufkommen lassen, aber ich glaub, das von Dir angesprochene Problem hat nichts mit der Größe zu tun. Seit ich gezielt mit meinem an Begegnungen arbeite (er muß noch etwas seine Begeisterung bremsen, aber er ist immer angeleint wenn ein anderer, fremder Hund in Sicht- oder Hörweite gerät) - fällt es mir verstäkrt auf - ich erlebe es auch oft, dass auch kleine Hunde einfach so zu meinem angerannt kommen und ihn beschnüffeln. Er ist absolut harmlos, aber so kann ich "Kontaktaufnahme erst nach meinem OK" auch nicht trainieren. ;)

    Ich denke, das liegt an vielen merkwürdigen Besitzern eher als an der Größe des Hundes. Mir brettern Hunde aller Größen rein.

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    Vergiss es auch als Mittelgroßhundbesitzer (20 kg / 58 cm). Ich will jetzt nicht die Großer Hund/Kleiner Hund-Diskussion aufkommen lassen, aber ich glaub, das von Dir angesprochene Problem hat nichts mit der Größe zu tun. Seit ich gezielt mit meinem an Begegnungen arbeite (er muß noch etwas seine Begeisterung bremsen, aber er ist immer angeleint wenn ein anderer, fremder Hund in Sicht- oder Hörweite gerät) - fällt es mir verstäkrt auf - ich erlebe es auch oft, dass auch kleine Hunde einfach so zu meinem angerannt kommen und ihn beschnüffeln. Er ist absolut harmlos, aber so kann ich "Kontaktaufnahme erst nach meinem OK" auch nicht trainieren. ;)
    Ich denke, das liegt an vielen merkwürdigen Besitzern eher als an der Größe des Hundes. Mir brettern Hunde aller Größen rein.


    Warum nicht? In diesem Falle müsstest du die Freigabe nur rechtzeitig genug geben. Also sobald du siehst, daß der fremde Hund nicht zu bremsen ist. Wenigstens machst du dir so dein Training nicht kaputt.

    LG

    Franziska mit Till

  • Na ja, er is immer schon ganz freudig aufgeregt wenn er andere Hunde sieht. Dann müßte ich sofort freigeben, aber eigentlich will ich, dass er sich erst etwas beruhigt, aufhört rumzufiepen oder zu -jaulen, nicht zieht und dann - wenn es für alle okay ist - Kontakt aufnimmt und nich mich von sich aus hin zieht. Wenn andere schon zu ihm laufen, kriegt man den "gewünschten" Zustand aber (noch?) nicht hin.


    Nachtrag:

    Rücksichtnahme ist bei vielen glaub ich ein allgemeines Problem.

    Da laufen nicht abrufbare läufige Hündinnen in den Stehtagen im Haupt-Auslaufgebiet vor den Rüdennasen und das is doch süß, wenn der rumfiept (passiert öfter als man denkt, liest man aber seltener als die notgeiler-Rüde-nervt-arme-Hündin-Sachen)

    Da wird der unangeleinte Hund nicht mal zu sich gerufen, wenn ein Jogger / Radfahrer entgegenkommt - den sieht man doch eh nie wieder, is doch egal was der von einem denkt.

    Da wird mit den Hunden auf dem Spielplatz rumgetobt, is ja grad keiner da - die Hundewiese aber nur wenige Meter entfernt.

    Nachts darf hund auch auf den Spielplatz kacken, sieht ja grad keiner.

    Hund hetzt Rehe - er fängt die ja eh nich, aber dann isser nachher schön ausgetobt.

    Es gibt doch etliche Beispiele, wie viele einzelne Hundehalter den Ruf ALLER beschädigen.

  • Heute habe ich auch meine 1. Erfahrung mit einem Großhund gehabt. Mein Hund (Bolonka, 3 Mon.) beschnuppert den Labbi. Soweit so gut. Der HH sagte der macht nix. Ich habe aber Respekt vor Großhunde. Nicht dass ich ängstlich bin, aber man weiss ja nie wie die Hunde an diesem Tag so drauf sind. Ich nahm Loki an die kurze Leine, so dass er nicht ganz in die Nähe des Hundes kam. Ich konnte nicht so schnell reagieren auf einmal biss meiner dem Labbi in den Schwanz. Das fand dieser dann nicht so gut. Es ist zum Glück nichts passiert, aber es war für mich eine heikle Situation, zumal ich noch nicht soviel Hundeerfahrung habe. Mein kleiner gerade mal ein 3-Käse hoch beisst einen Großhund. Zum Glück war der andere HH rücksichtsvoll und hat vorher seinen Hund angeleint. Ich finde, jeder sollte rücksichtsvoll sein egal ob Großhund oder Kleinhund. Kommt aber selten bei HH die inen Großhund haben vor.

    LG


  • Ja, da hast du schon Recht. Aber so machst du dir wenigstens deinen Trainingserfolg nicht kaputt; auch wenn es bei Leibe nicht optimal ist.

    LG

    Franziska mit Till

  • Ich will nochmals auf den Eingangspost zurückkommen. Wäre ich an Stelle der Großhundhalterin gewesen wäre ich selbst ausgeflippt bevor es mein Hund tun muss. Beide Parteien waren sich durch die informelle Geste des Anleines klar darüber das kein Kontakt erwünscht ist. Wie kann es dann aber sein dass der Kleine dann doch ohne Leine vor dem Großen rumhopsen muss. Mal ganz abgesehen davon das anderen diesen Kleinen scheinbar hetzten (was ich auch nicht nachvollziehen kann) sollte man doch dann mal seinen Hund abrufen. es war klar es ist kein Kontakt erwünscht, da kann man sich ja auch mal dranhalten, bricht einem ja nicht gleich ein Zacken aus der Krone.

    Ich hatte selber ein Kleinteil. Zwergschnauzer mit der Vorstellung sie sei ein Riesenschnauzer und genauso wurde sie erzogen und so hat sie dann auch gehört wenn ich es wollte aber das macht eben viel Mühe. Und bei ihr wars schwer weil sie eben 5 Jahre lang überhaupt nichts gelernt hatte ausser dass sie ein Sofakissen mit Zähnen ist aber auch das ging.

    Heute mit den 3 großen Jungs bin ich regelmäßig völlig entnervt von Kleinhundehaltern. Sind ja nur Pudel sag doch mal Hallo oder am Besten völlig ohne Vorwarnung in uns reinbrettern lassen. Andiamo hasst solche Attacken wie die Pest und würde gerne mal so einen Zwerg einatmen (und er ist eben mit meiner Kleinen großgeworden und kann durchaus super gut mit Kleinteilen) bevor es dazu kommt gibts von mir eine sehr deutliche Ansage. Ich bitte einmal darum den Zwerg abzurufen wird nicht reagiert dann verjage ich ihn. ich kann es mir nicht erlauben knapp 75kg geballte Pudelpower in Wallung kommen zu lassen, denn das würde auch wenn sie es nicht böse meinen für die meisten Hunde ein sehr prägendes Erlebnis sein. Und die Schuldige bin natürlich ich. Nee, lieber bin ich die böse Grosshundehalterin und verjage aufdringliche Zwerge vehement.

    Ich muss aber sagen es gibt durchaus tolle Kleinhunde, erzogen und somit wirklich alltagstauglich. Mit denen gehen wir spazieren, treffen sie auf Strassen und es gibt kein Problem.

    Ich frage mich allerdings häufig was wäre wenn der Zwergpinscher der uns täglich vehement angreifen will ein Dobermann wäre. Würde sein Fraule dann auch noch achselzuckend und telefonierend weitergehen? Würde sie ihn erziehen oder würde sie ihn schon lange nicht mehr haben, da vom Ordnungsamt eingezogen?
    Oder die Oma mit dem Yorkie die ihn täglich säuselnd erklärt dass meine nichts tun und er bitte aufhören kann zu bellen. Klar der Hund ist winzig aber er hat ein Gehirn und sollte erzogen werden.

  • Zitat

    Ich habe aber Respekt vor Großhunde. Nicht dass ich ängstlich bin, aber man weiss ja nie wie die Hunde an diesem Tag so drauf sind.

    Und Kleinhunde können auch schlecht drauf sein :ka: Jeder Hund kann gut oder schlecht drauf sein. Ich respektiere jeden Hund, aber mittlerweile verlass ich mich darauf, dass wenn meiner (angeleint) erlaubterweise an kleinen mal schnuppert, dass nach spätestens 3 Sekunden mit kläffen und schnappen reagiert wird. Und er is schon vorsichtig, legt sich oft auch schon hin usw - dabei ist er gar kein Riese. Aber wie gesagt - ich bin da mittlerweile tolerant und is einfach so.

  • Zitat

    Ich frage mich allerdings häufig was wäre wenn der Zwergpinscher der uns täglich vehement angreifen will ein Dobermann wäre. Würde sein Fraule dann auch noch achselzuckend und telefonierend weitergehen? Würde sie ihn erziehen oder würde sie ihn schon lange nicht mehr haben, da vom Ordnungsamt eingezogen?
    Oder die Oma mit dem Yorkie die ihn täglich säuselnd erklärt dass meine nichts tun und er bitte aufhören kann zu bellen. Klar der Hund ist winzig aber er hat ein Gehirn und sollte erzogen werden.

    Ganz genau. Begegnet mir auch sehr oft. Wenn ich mir dann vorstelle: Wenn der wie irre ziehende Kleinhund jetzt ein etwas größerer wäre? Würde das doch bedrohlicher wirken und nicht mehr "ach der freche Kleine" sein. Wenn ich den Kleinen hätte, und zwei unangeleinte Große würden ihn zusammenkläffen - käme auch anders. Aber viele Leute sind halt so - klein = braucht nicht erzogen zu werden, groß = beißt. Alle sollten was tun, um diese Klischees auszuräumen.

    Und von den säuselnden Omas gibt es auch viele hier. Eine mit nem Mix in Bassetgröße, der bei anderen Hunden tierisch in die Leine geht und völlig ausrastet "Och Püppi, jaaaa, das ist ein Großer, ne? Och Püppi, der tut dir nix, ich pass auf dich auf, Püppi..." und eine jenseits der 80 mit einem Bullmastiff, den sie nicht anleint, weil sie sich mit Leine schon mehrfach mit ihm langgelegt hat, der höchst unverträglich ist und schon auf 40 m fixiert und losstakst, der wird gerufen, beschworen und mit Wurststücken beworfen, wenn ein anderer Hund kommt. :hust:

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