Rücksichtnahme auf kleinen Hund
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EIGENTLICH sollte man den Hund nicht in Schutz nehmen müssen. EIGENTLICH sollten diejenigen mit den lebhafteren Hunden (ich habe auch so einen, der ist lammfromm und auch nicht riesig, 20 kg / 58 cm, aber eben jung und stürmisch), ihren Hund entsprechend unter Kontrolle, nötigenfalls auf Abstand halten.
Klar müssen alle Hunde lernen, miteinander umzugehen.
Aber ich denke, seinen Hund vor anderen schützen zu müssen sollte immer der Schritt zwei sein, Schritt 1 ist Aufgabe der anderen.
Was mir zu dem Thema aber auch noch einfällt: Mein Hund hat vieles gelernt durch Kontakt mit der einzigen kleinen Hündin, deren Besitzer Kontakt mit Hunden jeder Größe wünschte (hier im Umkreis). Natürlich lässt man seinen größeren Hund nicht auf kleinere stürmen, aber auch nicht jeder größere Hund ist eine Art Godzilla.

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...Hund ist Hund - ob groß oder klein, beide haben "normalerweise" - d.h. bei guter Sozialisation und vernünftiger Erziehung - ein hündisches Verhalten, ihre Instinkte, ihre Wahrnehmung und ihre Reaktionen auf Provokationen oder ähnliches. Wir Menschen nehmen davon leider nur einen Bruchteil wahr, wodurch auch oft schwierige Situationen entstehen. Dies gilt es möglichst zu vermeiden.
Jeder - ob Groß- oder Kleinhundhalter - sollte seinen eigenen Hund lesen können (d.h. fixiert er gerade den anderen, ist er irgendwie angespannt, in welcher Stimmung uvm) und auch andere Hunde einschätzen können. Wenn alle ein klein wenig bewusster und mit gegenseitiger Rücksichtnahme agieren, gäbe es weit weniger Ärger. Ein Wunschtraum... leider sind nicht alle Hundehalter so und nicht alle Hunde haben das Glück, gut gezogen u. sozialisiert worden zu sein und in veranwortungsbewussten Händen zu sein.
Ich habe einen kleinen aber robust gebauten Hund, Rüde... auch ich muss auf ihn achten. Ich versuche wachsam zu sein, dass er sich angemessen anderen Hunden gegenüber benimmt und nehme ihn aus Situationen, in denen er sich "machomäßig" benimmt (aufrechte Körperhaltung, besonderer Gang, direkter Blick, scharren usw) bereits vorzeitig raus, bevor sich ein anderer Hund provoziert fühlt.
Sehe ich einen großen Hund bedrohlich, fixierend, vielleicht sogar mit Bürste auf uns zu kommen, stampfe ich zunächst laut und mit entsprechender Körperhaltung (meiner ist dann hinter mir) mit dem Fuss auf, mache einen Ausfallschritt auf den anderen Hund zu und sage bestimmt "Ab", Hau ab oder was auch immer mir gerade einfällt... in den meisten Fällen reicht das zum Glück, sonst gehe ich auch weiter (Kette, Schlüsselbund werfen, sogar meinen auf den Arm nehmen oder den anderen versuchen am Halsband zu greifen, da entscheidet die Situation... ich muss zugeben, dass ich sogar einmal einen Schäferhund mäßig getreten habe
aber die Hundehalterin hat sogar gesagt, dass das richtig gewesen wäre, sie schon einen Vorfall hatte und keinen zweiten gebrauchen könnte... (toll, hätte sie auch vorher anders verhindern können. Seit dem läuft sie an der Leine und achtet auf alle anderen Hunde und arbeitet mit der Hündin.))Toll finde ich einen Hundehalter bei mir in der Nähe, er hat einen wirklich beeindruckenden Rottweilerrüden, der immer mit Drahtmaulkorb und doppeltgesichert läuft. Er meidet jeden Hundekontakt, wechselt sofort die Strassenseite und ist mit Adleraugen unterwegs. Wir wohnen in der Innenstadt, das ist echt ein Spießrutenlauf für ihn. Er macht das mit einer Fürsorge und Gelassenheit, so dass ich nur den Hut ziehen kann. Als ich ihn das erste mal sah, rief ich ihm zu, er bräuchte nicht die Strassenseite wechseln, meiner wäre verträglich und wir hätten keine Angst. Er freute sich zwar, hat jedoch zunächst trotzdem gewechselt. Mittlerweile - rund 1 Jahr später - wechselt er bei uns nicht mehr die Strassenseite, ist zwar sehr wachsam aber mit jeder Begegnung entspannter :-) Hund und Halter... darüber freue ich mich. Er nimmt extreme Rücksicht auf seine Umgebung und seinen Hund - ich habe Verständnis für ihn und die Sorge, die er hat, und versuche auch von meiner Seite Rücksicht walten zu lassen und ihnen trotz "Erscheinungsbild" positiv zu begegnen. Sollte jetzt kein "Wort zum Sonntag" sondern nur ein Erfahrungsbericht sein ;-)
Liebe Grüße
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Zitat
EIGENTLICH sollte man den Hund nicht in Schutz nehmen müssen. EIGENTLICH sollten diejenigen mit den lebhafteren Hunden (ich habe auch so einen, der ist lammfromm und auch nicht riesig, 20 kg / 58 cm, aber eben jung und stürmisch), ihren Hund entsprechend unter Kontrolle, nötigenfalls auf Abstand halten.
Klar müssen alle Hunde lernen, miteinander umzugehen.
Aber ich denke, seinen Hund vor anderen schützen zu müssen sollte immer der Schritt zwei sein, Schritt 1 ist Aufgabe der anderen.
Zu deinem Schritt 1 gehört aber auch, dass wenn ich meinen Hund kontrolliere, indem ich ihn ran rufe und festhalte um Kontakt abzuklären, dass dann der Kleinhund nicht auf meinen zustürmt und ihn belästigt

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Zitat
.................. aber auch nicht jeder größere Hund ist eine Art Godzilla.

Das hat jetzt wirklich niemand behauptet.
Auch ich als Kleinhundehalter mag Großhunde. Und ich mag Hundehalter die Vorsicht walten lassen und nachfragen. Damit ist beiden Seiten sehr geholfen.
Was den überfürsorglichen Rottweilerbesitzer betrifft: Alleine durch das Listenhundegesetz müssen Halter diverser Listenhunde sehr aufpassen, dass sie nicht in Verruf kommen. Wie schnell sind sie Stigmatisiert. Ich finde diesen HH sehr vorbildlich, aber auch traurig, dass er so handeln muss!
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Ich verlasse mich nicht (mehr) auf andere Hundehalter. Ich verlasse mich auf meine Beobachtungsgabe und darauf, dass ich Hunde in den jeweiligen Situationen gut einschätzen kann und dann adäquat handle. Ein Restrisiko besteht immer. Aber wenn die anderen Hundehalter nicht handeln (und manchmal einfach nur reden) mach ich das, auch wenn den Anderen das Ergebnis dann nicht passt.
Ein "hätte, könnte, würde, sollte", nützt im Endeffekt wenig, weil nur das "Jetzt" zählt. -
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Ich meide inzwischen weiträumig Gebiete mit vielen Hunden.
Wenn ich das Pech habe welche zu treffen ist es dann auch meistens richtiges Pech.
Letztens verteidigte mein Freund tapfer den Zwerg vor irgendeinem abgehauen mittelgroßen Hund der ihn bedrohte, der Besitzer klammerte am Zweiten. Als mein Freund den Besitzer zum x-Ten mal aufforderte seinen Hund von unserem Hund wegzunehmen wurden wir beschimpft wir hätten keine Ahnung von Hunden und man müsste seinen Hund von der Leine lassen und und und.... Es ging bis zu dem Punkt, dass wir mit der Polizei drohten, da eine Einsicht des Besitzers nicht in Sicht war und wir nicht weiter konnten, da der Hund sich nicht abschütteln lies. Dann wurden noch unsere Pferde beschimpft, die da standen wie in Stein gemeißelt, sonst hätte sein Hund mit Sicherheit ein Problem bekommen denn zwischen den Pferden rannte er auch einfach rum.
Ich denke ich brauche nicht sagen, dass er seinen Hund nicht eingesammelt hat, sondern irgendwann einfach in die andere Richtung gelaufen ist bis der Hund sich doch irgendwann entschied mit Herrchen mitzugehen. Ich denke ich brauche auch nicht sagen, dass er uns nicht irgendwie hat kommen sehen und trotzdem abgeleint hat.
Ich bin es satt meine Hunde (groß und klein) vor anderen zu verteidigen. Sie wollen halt nicht mal bei jedem xy schnüffeln und sie wollen schon dreimal nicht spielen. Wenn sie an der Leine sind sowieso nicht.
Tsja was soll ich sagen- hat mein Bild von Hundebesitzern nicht grade gehoben, was mich noch mehr dazu bewegt in noch hundeärmeren Gegenden zu laufen.
Wobei man die freundlichen rücksichtsvollen Hundebesitzer auf keinen Fall vergessen sollte. Ja und manchmal leine ich dann sogar ab.
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Es wurde ja schon erwähnt, Rücksichtnahme - egal warum, wieso und weshalb - sollte eigentlich jeder Hundehalter zu Tage fördern.
Wenn ich sehe, dass mir ein Hund angeleint entgegen kommt, leine ich auch meinen an und es muss sich mir gegenüber niemand rechtfertigen, warum man keinen Kontakt will (ich finde es mehr als ärgerlich, wenn ich anderen Hundehaltern sage, dass sie ihre Hunde ran rufen sollen und die es ignorieren oder mir erklären wollen, wie so Hundebegegnungen "funtkionieren").
Blocken finde ich oft genug schwierig, weil man selber sehr unter Druck gerät. Es ist selten, dass man Hunde tatsächlich stoppen kann. Ich werfe gerne ein paar Leckerlies, das freut nicht nur den fremden Hund, sondern empört auch noch den dazugehörigen Halter in den meisten Fällen - und sie rufen dann erstaunlich schnell ihren Hund ab oder sammeln ihn ein. Man selber bleibt in so einem Fall entspannt und wenn man es gut timt, dann kann man den anderen Hund damit auf Abstand halten.
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Zitat
Zu deinem Schritt 1 gehört aber auch, dass wenn ich meinen Hund kontrolliere, indem ich ihn ran rufe und festhalte um Kontakt abzuklären, dass dann der Kleinhund nicht auf meinen zustürmt und ihn belästigt

Das wollte ich nicht an dieser Stelle erwähnen, aber dazu habe ich auch sehr vielfältige Erfahrungen gemacht.
Auch gern mit kleinen Rudeln. -
Ich halte gegenseitige Rücksichtnahme für sehr wichtig. Mein Hund (ein Beagle) darf, nach Absprache, gerne Kontakt zu Hunden jeglicher Größe haben. Allerdings achte ich sehr darauf wie der Kontakt abläuft und das beide Hunde sich wohlfühlt. Hat er Kontakt zu wesentlichen kleineren Hunden schaue ich darauf, daß er nicht zu wild oder gar gemobbt wird (was ich bei ihm allerdings noch nie erlebt habe) Als er, im Alter von 6/7 Monaten das erste Mal einen 3 Kilohund traf habe ich ihn zunächst an der Leine gelassen um zu schauen wie er mit der Situation umgeht. Mittlerweile kann er das sehr sehr gut selbst einschätzen.
Wenn er Kontakt mit wesentlich größeren Hunden hat schaue ich ebenfalls genau hin ob sich Beide noch wohlfühlen. Aber mein Hund ist da recht selbstbewusst und tobt und spielt gerne auch mal körperbetont. Von daher kommt er auch mit wilderen Großhunden in aller Regel gut klar. Sollte ich das Gefühl haben, daß ein Jagdspiel ins Mobben zu kippen droht löse ich die Situation in aller Regel so in dem ich mich verabschiede und dann einfach weiter gehe. Dann gibt es keine unnötigen Diskussionen und alle Halter sammeln ihren Hund ein und wir gehen weiter.LG
Franziska mit Till
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Also, als ich Yuki bekommen habe (2 kg) war mir die Problematik gar nicht bewusst... Erst, als mein Hund zum wiederholten Male von einem großen Hund fast zu tode gehetzt wurde - der will nur spielen - habe ich eine recht agressive Verhaltensweise gegenüber Großhundebesitzern aufgebaut. Es ist im Agility kein Problem, die Hunde mit großen Hunden zusammen laufen zu lassen, mit Gassi zu gehen etc... Wir gehen auch mit anderen Großhundebesitzern Gassi, kein Thema wenn sich die Hunde kennen und nicht gejagd wird.
Problem sind Hundebegegnungen mit Hundebesitzern, die die allgemeinen Benimmregeln nicht kennen. Wenn ich meine Hunde an die Leine mache oder großzügig auf eine Wiese ausweiche und absitzen lasse, erwarte ich das der andere Hundebesitzer seien Hund nicht zu meinen lässt. Vergiss es als Kleinhundebesitzer
Für den großen Hund besteht ja offensichtlich keine Gefahr - also warum abrufen? Und auf pissige Kleinhundebesitzer reagieren? Die haben ja alle was an der Waffel, die Kleinhundebesitzer und die Köter sind ja immer auf Krawall aus.... Ja, warum denn nur???? Yuki und Coffee knurren jetzt schon prophylaktisch die großen Hunde an, weil diese weder auf Calmingsignale oder auf sonst was reagieren. Und Frauchen stellt sich zwar vor die Hunde, aber der Großhund will nur spielen und hüpft fröhlich um einen drumherum. Ich möchte nicht, dass meine Hunde knurren - aber ganz ehrlich? Ich unterbinde es zwar, kann es aber nicht wirklich verdenken! Ich knurre mittlerweile auch schon von weitem - sprich, ich bin immer auf Habacht, wenn am Horizont ein anderer Hund auftaucht
Mir ist es fast nicht mehr möglich, entspannt Gassi zu gehen wenn ich in Gebieten mit vielen Hunden unterwegs bin.Und ich mache sie mittlerweile immer an die Leine oder weiche großzügig aus, die Gefahr das sie gehetzt werden ist sehr groß. Wenn man pro Woche mind. 3 solche Begegnungen hat, ist man nicht mehr nett - auch nicht zu seinen Mitmenschen. Es nervt einfach nur...
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