Erziehung ohne Leckerlies

  • Zitat

    Um einen Hund zu Erziehen und positiv zu konditionieren, muss Du ihn belohnen. Und Leckerlies sind dafür am Anfang die denkbar beste Wahl. Natürlich kannst Du die Futterbelohnung auch mit dem Clicker oder einem Lobwort verknüpfen.

    Auch ausgelassene Spieleinheiten können für Deinen Hund eine schöne Belohnung sein ... nur für sich allein genommen, taugen diese für die Grundausbildung Deines Hundes nicht.

    Sagt wer?

    Komisch, ich habe ohne Leckerchen, übrigens auch ohne Clicker, 10 Hunden die Grundausbildung und mehr zu kommen lassen. Sie sind ja schließlich alle be imir alt geworden, bzw. aktuell sind drei da.

    Für alle war/ist Spiel und Spaß mit mir die tollste Sache.

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Ich kenne auch Hunde, für die Futter als Belohnung schlicht nicht taugt. Meine Beagles gehören nicht dazu :D . Allerdings kann ich meinen Rüden alternativ auch sehr gut über's Zergeln bestätigen, die Hündin gar nicht. Meine Hunde sind sehr verschmust, können aber rein gar nichts damit anfangen, wenn ich sie "bei der Arbeit" streichle. Lob und ein kleines Rennspiel sind da schon besser.
    Man muss einfach sehen, wie der Hund "tickt" und danach die Belohnung auswählen. Ich arbeite viel über Futter, weil es für meine Hunde ideal ist.

  • Zitat

    Sagt wer?

    Komisch, ich habe ohne Leckerchen, übrigens auch ohne Clicker, 10 Hunden die Grundausbildung und mehr zu kommen lassen. Sie sind ja schließlich alle be imir alt geworden, bzw. aktuell sind drei da.

    Für alle war/ist Spiel und Spaß mit mir die tollste Sache.

    Gaby und ihre schweren Jungs

    Jetzt machst Du sicher nicht nur mich neugierig: Wie hast Du Deinen Hunden den Sitz, Platz, Leinenführigkeit, Fuß, das auf dem Weg bleiben und vieles mehr, was zur Grundausbildung gehört, beigebracht?

    Das Spiel und Spaß für die meisten Hunde zu den schönsten Formen der Belohnung gehören, da stimme ich Dir zu.

  • Zitat

    Und Leckerlies sind dafür am Anfang die denkbar beste Wahl.


    Konditionieren über Futter ist am besten ERFORSCHT, ob's die beste WAHL ist legt der individuelle Hund fest :D


    *unterwegs mit Tapatalk*

  • Das Sitz, vermutlich so wie Du, bloß, daß ich kein Leckerchen in den Fingern hatte.

    Sitz, Platz als Hör- und Sichtzeichen. Die Welpen folgen auch den Fingern, wenn die ein Spielzeug halten.
    Leinenführigkeit trainieren heißt bei Zug stehen bleiben, kann man gleich mit Worten z. B. "Steh" bestätigen, Schlangenlinien laufen, Richtungswechsel, Kreise und Dreiecke (Übung für´s spätere Ausstellung laufen).

    Rückruf kommt der Hund, Party, kommt er nicht, wortlos abholen, anleinen, nichts mit lustig.

    Tausendundeinmal geübt, dann sitzt das :D

    Irgendwann, so kurz vor dem ersten Geburtstag blieb auch das Spielzeug weg. Meine Hunde hatten gelernt meinen Handzeichen zu folgen. Das klappt nicht nur bei auf dem Weg bleiben, sondern auch, ausweichen nach rechts oder links, wenn uns Jogger, Radfahrer, Nordic Walker entgegen kommen oder überholen wollen.

    Die Hand hinter meinen Rücken und "zurück" heißt hinter mir bleiben, die Hand ausgestreckt und "voraus" vor mir laufen.

    Ach, übrigens führe ich derzeit drei Neufundländer Rüden an einer Leine und Dreierkoppel :D

    Gaby und ihre schweren Jungs

  • Sofern das auf die beschriebene Weise bei Dir geklappt hat, dann ist das aller Ehren wert. Nur wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe, hast Du für die Lernziele sehr lange gebraucht. Du sprichst selbst von "kurz vor dem ersten Geburtstag blieb auch das Spielzeug weg."

  • Maja erarbeitet sich ihr normales Futter über den Tag. Leckerlies (hier Entenbrust) gibt es ausschließlich für den "Superpfiff" der vllt. mal alle 1-2 Wochen einmal passiert.
    Sie ist, würde ich sagen, weder nur über "positive Bestätigung" noch über Meideverhalten erzogen.
    Bestechung gibt es hier schonmal gar nicht.
    Zieht sie, bleib ich wortlos stehen. Orientiert sie sich gut an mir und läuft an der lockeren Leine, gibt's ab und an mal 'n Stück Futter.
    Wenn sie im Freilauf nicht hört: Anleinen, Ende.
    Kommt sie, gibt's ihr Futter.
    Ist - wie bereits mehrmals gesagt wurde - immer vom jeweiligen Hund abhänging.
    Und ja, Maja hört auch, wenn ich kein Futter dabei habe, weil ich auch dann konsequent bin.
    Sie muss nicht mit Begeisterung "arbeiten" (und dazu gehören die Grundkommandos für mich ausdrücklich NICHT), wenn sie dafür nichts bekommt.
    Grundkommandos (Nein, Aus & der Rückruf sowie ein paar wenige andere) müssen auch ohne Futter sitzen.

  • Bei uns ist es so, das meinem Labrador-Mix Rüden Leckerlies draußen wumpe sind. Er nimmt sie zwar, aber sie sind keine verstärkende Maßnahmen für ihn. Verstärkende Maßnahmen bei ihm sind tatsächlich wenn ich mich freue oder wenn es Dummys zur Belohnung gibt.

    Meine Hündin findet Leckerlies als Belohnung super. Warum also nicht? Das Belohnungssystem und die Art ist für mich stark vom Hund abhängig. Mein Paulinchen war gut mit knuddeln und "knutschen" zu belohnen. Die fand das einfach suuuuper. Bei meinem Rüden brauch ich mit sowas nicht kommen. :ka:

    Mittlerweile ist es so, dass wichtige Kommandos nur noch verbal und nicht mehr jedesmal gelobt werden. Ein knackiger Rückruf (Pfiff, Hunde sind bei mir) wird allerdings IMMER belohnt. Ein normaler Rückruf (per Namen) verbal.

    Es ist so unterschiedlich, dass ich gar nicht sagen kann, welche Art der Erziehung mehr fruchtet.

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