Erziehung ohne Leckerlies
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Hallo,
ich mache beides. Mit und ohne Leckerchen. Beim Aufbau eines Kommandos benutze ich häufig Leckerchen und schleiche sie dann langsam aus. Wenn die Kommandos sitzen wird nur noch sporadisch Lecker gegeben. War beim Sitz z.b so: Hund Kommando Sitz gegeben, abgewartet bis ers macht, dann Lecker rein. Klappte super schnell und Hundi hatte Spaß dran. Platz genauso. Heute setzt er sich sofort hin wenn er das Kommando hört oder auf Entfernung das Handzeichen sieht. Er erwartet dafür aber mittlerweile keine Belohnung mehr. Kriegt er hin und wieder aber trotzdem. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft
Beim Dummytraining komme ich ganz ohne Lecker klar. Für meinen Hund ist das arbeiten im Team anscheinend Belohnung genug. Da wird viel über verbales Lob gemacht und anschließende Spiel- und Quatschminuten.Ich finde das kann man halten wie man will. Wenn es ohne klappt gut, wenn es mit klappt auch gut. Ob nun das eine oder andere Besser ist?? Wen juckts, Gemacht wird was funktioniert,passt und keinen Schaden anrichtet.
LG
Andrea - Vor einem Moment
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Hi,
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Zitat
Konditionieren über Futter ist am besten ERFORSCHT, ob's die beste WAHL ist legt der individuelle Hund fest
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Wie war :-)
Meinem Labi zeige einfach nur was leckres und er spult wenns sein muss alles ab wofür er immer mal belohnt wurde .
Sitz ,Fuß,Platz,Laut....Und da gibts noch unsern ausergewöhnlichen Bernhardinerrüden.
Leckerlis " pfui" Spielzeug"mag ich nicht" aber ein Ruf , den Striegel zur Fellpflege gezeigt und schon hört man perfekt
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Zitat
Sofern das auf die beschriebene Weise bei Dir geklappt hat, dann ist das aller Ehren wert. Nur wenn ich Deine Ausführungen richtig verstehe, hast Du für die Lernziele sehr lange gebraucht. Du sprichst selbst von "kurz vor dem ersten Geburtstag blieb auch das Spielzeug weg."
Mich hetzt doch keiner. Ich habe alle Zeit der Welt.
Außerdem habe ich Hunde deren geistige und körperliche Entwicklung am 3. Geburtstag abgeschlossen ist.Wann hast Du denn aufgehört mit Leckerchen zu winken?
Gaby und ihre schweren Jungs
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Für mich ist Spielzeug in der Erziehung mit Leckerchen quasi gleichzusetzen, ich dachte es wäre hier im allgemeinen ohne Hilfsmittel gemeint. Denn ob mein Hund Leckerchen oder Spielzeug bekommt macht für mich keinen großen Unterschied, es ist das was ihm gefällt, für die Befürworter ist es einfach die Superbelohnung, für die Gegner die Bestechung.
Je nach Art des Hundes würde ich übrigens nicht mit Spieli bestätigen auch wenn es das Größte für ihn ist, denn triebige Hunde können dadurch schnell kopflos werden und falsch angewendet erreiche ich nur dass mein Hund gaga wird. Die Gefahr besteht bei solchen Hunden mit Futter nicht. Dafür gibt es natürlich andere die sich für Futter vollkommen vergessen. -
Bin ich nun unfähig, wenn ich sage, dass alle meine Hunde (9 Monate, fast 2 Jahre, 4,5 Jahre und 8 Jahre) auch heute noch bestätigt werden (je nach Hund, Situation und Ausbildungsstand öfter oder weniger)?
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Zitat
Bin ich nun unfähig, wenn ich sage, dass alle meine Hunde (9 Monate, fast 2 Jahre, 4,5 Jahre und 8 Jahre) auch heute noch bestätigt werden (je nach Hund, Situation und Ausbildungsstand öfter oder weniger)?
Meine auch.
Und das wird auch ihr ganzes Leben so bleiben. -
Neeeee, meine definitiv auch. Wenn ich den Basset beim Rückruf nicht bestätige macht der sich irgendwann ganz schnell auf den Heimweg...nur als Beispiel...und der ist VIER
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Hallo zusammen,
ich suche Erfahrungen und Tipps zum Erziehen ohne Leckerlies. Wer ´von Euch hat das praktiziert, wie sind die Erfahrungen?
Viele Grüße
Annika
Meine Gedanken dazu:
Für den Aufbau würde ich Leckerchen oder Beute benutzen je nachdem worauf der Hund abfährt. Später kann man es ausschleichen. Meine bekommen nicht immer etwas, aber zu Trainingseinheiten immer. Es gibt durchaus Hunde, denen reicht es wenn der Hund durch Spiel mit dem Hundeführer oder durch ein sich freuenden Hundeführer bestätigt werden.
Aber ein Gedankenanstoß: Schau dir mal Rettungshundestaffeln oder Polizeihundestaffeln an: Dort werden die Hunde IMMER nach / während dem Training oder der Trainingseinheit bespaßt bzw gelobt. Dadurch funktioniert der Ablauf auch im Ernstfall. In der Prüfung darfst du zB. erst nach Beenden der Prüfung deinen Hund loben und es klappt. Soll heißen: Wenn du am Anfang deinen Hund für jeden Pups belohnst und das über einige Wochen, kannst du dennoch mal einen Spaziergang rausgehen und der Hund wird zu 90% noch hören, da er einfach die Erwartungshaltung hat, das er gelobt wird.
Im Alltag würde ich einfach Tage einlegen wo der Hund für jeden Pups was bekommt und dann einen TAg wos mal nur für alle 2-3 mal was gibt und an manchen Tagen mal eben nichts. Auch relativ wichtig ist das du dich spannend machst. Meine bekommen man Futter (billig Trofu oder Wurst oder Käse), dann man Spielzeug oder eben mal ne Streicheleinheit oder nur Stimme. Und es klappt.
Warum soll man es sich schwer machen. :)
Grüße
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Bin ich nun unfähig, wenn ich sage, dass alle meine Hunde (9 Monate, fast 2 Jahre, 4,5 Jahre und 8 Jahre) auch heute noch bestätigt werden (je nach Hund, Situation und Ausbildungsstand öfter oder weniger)?
Natürlich, ich bin auch unfähig.
Arthos kriegt sein "Feiner Junge", mit seinen fast 9 Jahren genauso gesagt, wie Woody mit 6 und Otto mit 1 1/2 Jahren.
Allerdings hören alle drei das für Selbstverständlichkeiten, wie z. B. "Steh" am Straßenrand, nicht.
Gaby und ihre schweren Jungs
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Für meine Straßenhündin war Futter die einzige Ressource, über die ich überhaupt einen Bindungsaufbau beginnen konnte. Spiele waren und sind ihr noch heute (nach drei Jahren) ziemlich egal...zu Hause spielt sie manchmal, aber draußen ist ihr das Wurscht. Suchspiele findet sie fein, aber was sucht sie...Leckerchen (bzw. Trockenfutter). Aber das ist auch eine andere Geschichte, denn Straßenhunde können sehr autonom sein - so wie unsere; sie war schon zugewandt, aber zu jedem, frei nach dem Motto: Andere Rudel sind auch nett! Als sie mich beim Spaziergang zum ersten Mal nach Wochen angeguckt hat, hätte ich fast geheult vor Glück! Das ist bei Welpen natürlich total anders, insofern kann man ja individuell sehen, was zu dem Hund bzw. dem Halter passt. Ich belohne jetzt sporadisch mit Leckerli oder loben und rumkaspern, und eine Bindung haben wir jetzt natürlich auch...aber tatsächlich entsteht die auch im Alltagsgeschehen.
- Vor einem Moment
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