Richtig o. falsch reagiert - tägliche Situationen

  • Neues Problem:

    Hundehalter gibt seinen mittelgroßen Hund regelmäßig bei Freunden zum Sitten ab.

    Die Wohnung befindet sich ganz oben in einem 5 Stöckigen Mietshaus.

    Der Hund läuft ohne Leine hinter dem Halter hinterher, schreit bei der zweiten Etage auf und rennt den Rest der Strecke panisch hoch.

    Seit dem läuft der Hund nur noch bis zum ersten Treppenabsatz hoch und bliebt dort stehen.


    Was ist passiert? Und wie löst man das Problem?

  • Hätte da auch eine Situation von heute:

    Langer ausgedehnter Spaziergang schon fast am Ende, viel Sonne alles super entspannt...treffen ein paar Hundefreunde und laufen den Rest gemeinsam. Am Ende ist eine große Auslauffläche und da standen wir dann echt ne lange Zeit in der Sonne und Besitzer&Hunde (ca. 4-5, immer kam mal wieder ein anderer vorbei) alle total entspannt. :gut:
    Dachte mir dann schon so, naja ist ja nur ne Frage der Zeit, bis der ein oder andere Hund kommt und ich muss mich verabschieden :ops: . Es gibt 1-2 Hunde, den weiche ich aus, weil sie ihn massiv anpöpeln, oder er den anderen einfach nich "riechen" kann.
    Naja war natürlich auch so. Die besagte Bernersennenhündin kommt und ich denke mir gut, ich geh! Mein Freund wollte nicht so recht, er ist der Meinung, er kriegt das hin und er möchte nicht sofort "flüchten". Naja ich denk mir aber: Okay, die haben sich jetzt schon ein paar mal getroffen, und JEDESMAL verfolgt sie ihn mit bösen knurren und Zähne fletschen. Er rennt immer weg, wehrt sich aber nicht, ist eindeutig klar definiert und zugegeben der schwächerere (Parson-Mischling). Ich gebe zu, passiert ist NIE was. Aber mein Hund ist immer total verunsichert und mittlerweile auch bei Hündinnen viiiel vorsichtiger. (als würd er den Mädels nicht mehr trauen :lol: )

    Ich bin aus der Situation um ihm den Stress zu ersparen. Will ihm aber nicht das Gefühl zeigen, dass wir jetzt flüchten "müssen". Ich bin auch nicht gerannt oder so! Ich habe ihn ganz normal abgerufen, angeleint, mich verabschiedet und gegangen, mit einem großen Bogen um die Hündin. War alles ok. Ganz zum Schluss hat er sich umgedreht (schon weiter weg) und hat "zurückgeknurrt".

    Richtig oder falsch? Ergänzungen, Meinungen?!

  • Zitat

    Der Hund läuft ohne Leine hinter dem Halter hinterher, schreit bei der zweiten Etage auf und rennt den Rest der Strecke panisch hoch.

    Seit dem läuft der Hund nur noch bis zum ersten Treppenabsatz hoch und bliebt dort stehen.

    Klingt für mich nach der klassischen Fehlverknüpfung durch plötzlich auftretenden Schmerz (auf Pfote getreten, Stück Haut eingeklemmt, irgendwo reingetreten oder sowas).

    Ich denke ich würde erstmal probieren, ob sich der Hund ohne in Panik zu geraten mittels Leine über die Treppen führen lässt. Würde das gehen (auch unter leichter Gegenwehr), würde ich gar nichts machen außer den Hund bereits unten anzuleinen und einfach mitzunehmen. Wenn er beim Laufen in Panik gerät, würde ich ihn wohl über das "böse" Treppenstück tragen und versuchen, die Distanz, die ich trage immer weiter zu reduzieren.

    Viele Grüße
    Frank

  • Zitat

    Richtig oder falsch? Ergänzungen, Meinungen?!

    Finde ich prinzipiell ok. Wobei es mir persönlich wichtig ist, dass mein Hund lernt, sich auch in solchen Mobbingsituationen zu behaupten. Dazu finde ich es hilfreich, wenn man jemanden kennt, der einen Hund hat, der gerne mal den Bogen überspannt, wo aber auch der Halter ein Interesse hat dem ganzen einen Riegel vorzuschieben. Bei gemeinsamen Spaziergängen, lernen meiner Meinung nach beide Hunde im Laufe der Zeit wichtige Lektionen, wenn die Halter den entsprechenden Einsatz zeigen.

    Viele Grüße
    Frank

  • Ich hatte letztens auch eine Situation, in der ich nicht genau wusste, ob das was in instinktiv gemacvht habe auch richtig war.

    Mein Hundekind hat ein wenig Angst im Dunkeln bzw in der Dämmerung. So nun kam uns am frühen morgen bei der ersten Pipirunde ein Mann mit einer gelben Warnweste entgegen. Den fand Madam wohl unheimlig und hat sich hinter mir versteckt..so weit so gut, soll sie ja im zweifelsfall auch. Aber dann fing sie hinter meinem Rücken an, den Mann richtig anzuknurren und schließlich sogar anzubellen. Da bin ich zur Seite gegangen und habe sie dezent nach vorne geschoben, weil ich eben finde bei mir Schutz suchen ist das eine, hinter meinem Rücken rumknottern ist was anderes und will ich vermeiden. Sobald ich nicht mehr dazwischen war, hat das knurren aufgehört und wir sind normal weiter gegangen. Zwar hat sie ab und zu etwas misstrauisch zu dem Mann rübergeschielt, aber war weder in Panik, noch zeigte sie sich weiter angstagressiv

    Was hättet ihr gemacht?

  • Zitat

    Da bin ich zur Seite gegangen und habe sie dezent nach vorne geschoben, weil ich eben finde bei mir Schutz suchen ist das eine, hinter meinem Rücken rumknottern ist was anderes und will ich vermeiden. Sobald ich nicht mehr dazwischen war, hat das knurren aufgehört und wir sind normal weiter gegangen.


    Sowas mache ich anders. Erst sage ich "Quatsch" in einem abfälligen Tonfall, um ihr zu zeigen, dass da nix besorgniserregendes ist. Wenn sie mir nicht glaubt, gibts ein einfaches Kommando zum Ausführen, bei einem Mann mit Rollkoffer z.B. Sitz oder Guck, bei Angstauslösern, bei denen man besser nicht stehenbleibt (rennenden Kindern, Müllabfuhr o.ä.) eher sowas wie auf ein Mäuerchen hüpfen oder etwas heruntergefallenes (Minidummy, Taschentücherpackung) aufheben.
    Das klappt natürlich nur bei leichtem Grusel mit Bellen aus Unsicherheit. Bei mehr Angst/weniger Schutz hält meine auch die Klappe. Ich will aber ihre Angst nicht verstärken, bloß damit sie still ist. ich habe aber auch kein Hundekind, sondern einen Hund mit Vergangenheit.

  • Zitat

    Ich hatte letztens auch eine Situation, in der ich nicht genau wusste, ob das was in instinktiv gemacvht habe auch richtig war.

    Mein Hundekind hat ein wenig Angst im Dunkeln bzw in der Dämmerung. So nun kam uns am frühen morgen bei der ersten Pipirunde ein Mann mit einer gelben Warnweste entgegen. Den fand Madam wohl unheimlig und hat sich hinter mir versteckt..so weit so gut, soll sie ja im zweifelsfall auch. Aber dann fing sie hinter meinem Rücken an, den Mann richtig anzuknurren und schließlich sogar anzubellen. Da bin ich zur Seite gegangen und habe sie dezent nach vorne geschoben, weil ich eben finde bei mir Schutz suchen ist das eine, hinter meinem Rücken rumknottern ist was anderes und will ich vermeiden. Sobald ich nicht mehr dazwischen war, hat das knurren aufgehört und wir sind normal weiter gegangen. Zwar hat sie ab und zu etwas misstrauisch zu dem Mann rübergeschielt, aber war weder in Panik, noch zeigte sie sich weiter angstagressiv

    Was hättet ihr gemacht?

    wenns dezente nach vorn schieben gut ging, hätt ich das auch so oder ähnlich gemacht. nur nich bei nem regelrecht panischen hund.

    immer wenn meine hunde oder n gast zb schiss vor andren hunden hatten, dann aber meinten mit meiner unterstützung ma loslegen zu dürfen, hab ich die im regen stehn lassen. natürlich wär ich jedem geholfen, wenn was gefährlich geworden wäre, aber dieses vorn buckeln oder vor ehrfurcht ausweichen und von hinten dann stress machn, is einfach nich meins.

    ob das so richtig is, is mir nich klar, nehme an, dass nich unbedingt, aber mir gehts damit immer gut und gefunzt hats auch. :D

  • Zitat

    Wobei es mir persönlich wichtig ist, dass mein Hund lernt, sich auch in solchen Mobbingsituationen zu behaupten.

    Ja, das wäre mir persönlich auch lieber. Aber auch, wenn die Situation mit der angesprochenen Hündin schon mehrmals so lief? Mein Hund ist leider auf Grund einiger Beissvorfäller von früher oft bei größeren Hunden unsicher...das will ich nicht fördern :\

    Aber das kann ich auch nur bestätigen:

    Zitat

    Bei gemeinsamen Spaziergängen, lernen meiner Meinung nach beide Hunde im Laufe der Zeit wichtige Lektionen, wenn die Halter den entsprechenden Einsatz zeigen.

    Oft war es so, dass wenn man dann eine Weile lief, dass sich die Hunde gelockert haben und alles war in Ordnung.
    Aber bei so einem Hundewiesen-Treff, wo alle nur rumstehen, ist sowas schwer machbar. Zumal das ein Besitzer ist, der der Meinung ist, dazwischen gehen is nicht, die regeln das schon und sie ist sowieso ein tut-nix :roll:

  • Zitat

    Klingt für mich nach der klassischen Fehlverknüpfung durch plötzlich auftretenden Schmerz (auf Pfote getreten, Stück Haut eingeklemmt, irgendwo reingetreten oder sowas).

    Ich denke ich würde erstmal probieren, ob sich der Hund ohne in Panik zu geraten mittels Leine über die Treppen führen lässt. Würde das gehen (auch unter leichter Gegenwehr), würde ich gar nichts machen außer den Hund bereits unten anzuleinen und einfach mitzunehmen. Wenn er beim Laufen in Panik gerät, würde ich ihn wohl über das "böse" Treppenstück tragen und versuchen, die Distanz, die ich trage immer weiter zu reduzieren.

    Viele Grüße
    Frank

    Richtig!

    Der Grund war wahrscheinlich das er sich die Kralle an einer Leiste im Hausflur eingeklemmt hatte. Die Lösung war den Hund bis fast ganz nach oben zu tragen (den Rest lief er alleine) und dann jedes Mal ein bisschen früher abzusetzten. Anleinen, hoch rennen oder auch mit einem zweiten Hund hochgehen hat nicht geklappt.

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