Richtig o. falsch reagiert - tägliche Situationen
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TwoBullys -
21. Dezember 2012 um 13:53
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Zitat
Ja, das wäre mir persönlich auch lieber. Aber auch, wenn die Situation mit der angesprochenen Hündin schon mehrmals so lief? Mein Hund ist leider auf Grund einiger Beissvorfäller von früher oft bei größeren Hunden unsicher...das will ich nicht fördern :\
Nein, mit der Hündin, mit der es Probleme gab, würde ich das auch nicht machen.
ZitatOft war es so, dass wenn man dann eine Weile lief, dass sich die Hunde gelockert haben und alles war in Ordnung.
Ich sehe das sogar längerfristig. Es ist nicht nur so, dass sich die Hunde während des Spaziergangs lockern, sondern auch über einen Zeitraum von mehreren Spaziergängen eine Menge lernen können (Ich mache soetwas mit meiner kleinen Mobbingziege bereits seit über einem Jahr einmal die Woche und es gibt immer noch Dinge zu optimieren). Aber wie du auch sagst, setzt das meiner Meinung nach voraus, dass sich die Halter beider Hunde einbringen. Der eine, indem er seinen Hund immer wieder ausbremst und der andere in dem er seinen Hund unterstützt, wo es nötig ist. Ein "Hundewiesen-Treff" eignet sich dafür in meinen Augen gar nicht. Da entsteht sehr schnell durch viele Hunde und die fehlende gerichtete Bewegung eine Dynamik, die man kaum mehr in den Griff bekommt.
Viele Grüße
Frank - Vor einem Moment
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Zitat
schnappi42 hat geschrieben:
Oft war es so, dass wenn man dann eine Weile lief, dass sich die Hunde gelockert haben und alles war in Ordnung.
Das kann ich so bestätigen.
In unserer Nachbarschaft gabs eine neue Hündin. Blue ist sehr territorial veranlagt. Ich merkte, dass sich zwischen den Hündinnen von Blue ausgehend schnell, etwas negativ entwickelte.
Daraufhin fragte ich die Besi, ob sie Lust hätte auf einen gemeinsamen Leinenspaziergang. Wir verabredeten uns an einem neutralen Punkt.
Nach einem ganz kurzem "Gerotze" von Blue, konnten wir bereits 10 Meter weiter ganz ruhig nebeneinanderhergehen. Nach weiteren, schätzungsweise 300 Metern liefen die Hündinnen Seite an Seite. Während die andere Hündin ab und zu auffordernd stubste, blieb Blue die meiste Zeit ignorant.
Bis jetzt war das der einzige gemeinsame Spaziergang und das nur 20 min. lang.
Aber seitdem können wir ruhig und gelassen aneinander vorbeigehen.
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Mir ist noch etwas eingefallen:
Blue hatte sich ihre Erzfeindin vorgenommen.
Es ist eine Hündin die sie seit dem Welpenalter kennt und von der sie immer mal wieder hefig angezickt und verbellt worden ist.
In den letzten 2 Jahren sind sie sich im Freilauf nicht mehr begegnet. Die Zickerei, die Blue sich inzwischen ihr gegenüber auch angefangen hatte fanden an der Leine auf die Distanz statt.Wir waren auf der einen Seite der Wiese, während die andere Hündin von der anderen Seite kam. Die beiden sahen sich und noch bevor ich die Situation erkannt hatte, preschte Blue in Richtung der 'Feindin' los. Diese hatte sich 'hingelegt' und wollte im letzen Moment den Rückzug antreten. Nach einem ganz kurzen Geraufe, welches ich leider optisch nicht mitbekam weil es außerhalb meiner Sichtweite war, kam Blue fast genau so schnell zu mir zurück, wie sie hingelaufen war.
Ich habe sie kommentarlos angeleint und sah dann auch schon wie die andere Hündin mit Frauchen im Schlepptau in unsere Richtung kam. Die Hündin sollte scheinbar nicht angeleint werden.
Da es für mein Gefühl nicht gut schien, die Hunde noch einmal miteinander zu konfrontieren
(wir mußten aneinander vorbei),
hab ich die Dame gefragt ob wir das Ganze wirklich wiederholen sollten.
Sie hat dann ihren Hund angeleint, meinte sowas wie: Jetzt hat sie geschnappt, aber dann war es wieder gut!? (Was immer sie auch damit meinte)
Es ging mir danach mir so einiges durch den Kopf.
Welche Entwicklung könnte es bei weiteren Begegnungen dieser Art geben.
Hätte ich auf die Leine verzichten sollen und versuchen sollen SO daran vorbei zu gehen?
Was hätte ich besser machen können? Was kann ich in der Zukunft besser machen?Was meint ihr?
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Zitat
Okay, ich habe auch einen:
Bin heute auf der großen Runde an einem Pferdestall vorbeigekommen, an dem ein unangeleinter Hund ohne Besitzer in Sichtnähe uns angepöbelt hat und uns bellend ein Stück verfolgt hat.
Wegen ihrer Neigung zum Pferdeäppelfressen war meine schon vorher an der Leine. Ich wollte sie auch in der Situation nicht losmachen, obwohl sie es üblicherweise ganz gut hinkriegt, mit anderen Hunden angemessen zu interagieren. Der andere war ja auch kein Höllenhund mit Tötungsabsichten, sondern einfach einer, der die ganze Zeit gebölkt hat "Geht weg! Ich finde Euch scheiße! Geht weg!" Aber 50 Meter neben einem Reitplatz finde ich das nicht so geschickt, wenn zwei Hunde eine kleine Hatz veranstalten.Der andere Hund ist auf ca. 3m Distanz geblieben, daher habe ich nicht weiter auf ihn reagiert, mich auf böse gucken beschränkt und bin stramm weitergegangen. Mein gesträubter, verunsicherter und sich ständig umguckender Hund musste an der kurzen Leine mitstolpern. 100 Meter weiter war alles wieder gut.
Gut, der andere Hund hat also sozusagen gewonnen, denn wir haben uns ja wunschgemäß vom Acker gemacht. Und es geht mich ja auch nichts an, ob es wirklich "sein" Stall ist, den er da verteidigt und ob der Weg davor noch dazugehört. Aber was habe ich meinem Hund in dieser Situation vermittelt? "Der Klügere gibt nach?"

Was hättest du denn vermittelt, wenn du ihn abgeleint hättest? Was wäre dann passiert? Wäre dein Hund dann entspannter gewesen? Hätte es ein Risiko einer Prügelei gegeben?Ich persönlich mache es ähnlich, wie du es gemacht hast: ich hoffe meinen Hunden damit zu vermitteln: da ist ein provozierender Hund, aber der interessiert uns nicht. Wenn möglich, gibt es ein wenig Beschäftigung meiner Hunde bei mir, kleine Übungen/Spiele direkt bei mir, so dass der andere Hund möglichst unwichtig wird (kommt halt drauf an, wie der andere Hund darauf reagiert). Aber zumindest ein Fuß und Seitenwechsel hinter meinem Rücken, ein Slalom durch die Beine mit Futterbelohnung ist ja meist möglich, ohne dass der andere Hund sich dadurch noch mehr provoziert fühlt. Meine Grundfrage bei allem ist: was lernt mein Hund aus der Situation für die nächste ähnliche Situation? Und auseinander setzen sollen sich meine Hunde mit einem solchen Hund nicht, ich wüsste nicht, was das bringen sollte, wenn der Gegenüber eh keinen freundlichen Kontakt will...
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Zitat
Da es für mein Gefühl nicht gut schien, die Hunde noch einmal miteinander zu konfrontieren
(wir mußten aneinander vorbei),
hab ich die Dame gefragt ob wir das Ganze wirklich wiederholen sollten.Hahahaha, echt gut reagiert ^^
Also ich finds komisch, dass Blue gleich zurück gekommen ist....

Und ich hätte nach so einem Überfall meinen Hund auch erstmal an die Leine genommen.
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Zitat
Hahahaha, echt gut reagiert ^^
Also ich finds komisch, dass Blue gleich zurück gekommen ist....

Und ich hätte nach so einem Überfall meinen Hund auch erstmal an die Leine genommen.
Ja, für mein erstes Gefühl konnte ich nicht anders handeln.
Im Nachhinein kann ich mir vorstellen, dass es Sinn gemacht hätte, Blue nur unter Kommando zu nehmen um zu sehen wie sich die beiden daraufhin verhalten.
Oder, an der Leine gesichert, ein Stück gemeinsam laufen. Dabei hätte man schauen können ob es den Hündinnen möglich gewesen wäre, sich mindestens zu dulden.
Aber wie das oft so ist, war ich vor Aufregung ziemlich blockiert in dem Moment.
Außerdem habe ich die Halterin als etwas "schwierig" kennengelernt.
Dass Blue gleich zurückkam, lag vermutlich daran, daß sie der Hündin nur mal "bescheid sagen" wollte und diese sich entsprechend zurücknahm.
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