Der Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung
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Hallo ihr Lieben,
ich muss mir jetzt mal ein bisschen Luft machen. Ich war schon in diversen Hundeschulen und immer und immer wieder ist der Begriff "positive Verstärkung" Nummer 1. Klar kann man seinen Hund damit super motivieren, aber die eigentliche Erziehung muss man doch in erster Linie anders erreichen. :denken:
Ich zitiere einfach mal aus der aktuellen "dogstoday"..
"Erziehung ist die Basis, die es dem Hund ermöglicht, in einer Gemeinschaft sozialverträglich zu leben. Erziehung hat viel mit Einschränkung zu tun, da das Erste, was der Welpe lernen muss, die Akzeptanz eines Verbotes ist. Ausbildung dagegen hat viel mit positiver Verstärkung zu tun, da der Hund etwas Erlerntes auf Abruf möglichst freudig zeigen soll.
Und Erziehungsprobleme kann man nur mit Erziehung lösen und nicht durch irgendeine Ausbildung."
Wolfsforscher Daniel WeigendMan merkt spätestens dann, dass er Recht hat, wenn man einen "Problemhund" herangezogen hat bzw. einen solchen bei sich aufnimmt...
LG Gina

- Vor einem Moment
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Hallo,
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?...irgendwie find ich eine Trennung unmöglich...
aber vielleicht steh ich auch nur aufm Schlauch...... 
Wenn mein Hund also auf seiner Decke bleibt, wenn Besuch kommt, ist das Ausbildung, weil ich ihn dafür belohne....
Und wenn er weg von der Tür bleiben soll, wenn der Paketbote kommt, ist das Erziehung ?

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Zitat
Ich war schon in diversen Hundeschulen und immer und immer wieder ist der Begriff "positive Verstärkung" Nummer 1. Klar kann man seinen Hund damit super motivieren, aber die eigentliche Erziehung muss man doch in erster Linie anders erreichen. :denken:Zwischen Erziehung und Ausbildung mache ich trainingstechnisch keinen Unterschied. Beide Bereiche enthalten einfach das Erlernen von Kommandos oder Verhalten, die/das ich, wenns gut war, belohne und somit ein "Wiederzeigen" fördere

Ich sag mir immer, auch die beste ERziehung und Ausbildung kann eine gute BEziehung nicht ersetzen

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Naja, "Hundeschule" heißt ja gar nix.
Jeder der möchte darf sich Hundetrainer nennen, egal, ob er Ahnung hat, jemals einen Hund hatte, Kenntnisse über Caniden hat oder einfach nur gelangweilte Hausfrau ist ...Da begegnen einem die seltsamsten Dinge !
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Moin,
ich für mich trenne zwischen Erziehung, das ist alles, was ein Hund im Alltag können muss und Ausbildung, wenn es sich um einen Gerbauchshund handelt.... die Wege dorthin sind allerdings die gleichen.
Positive Vestärkung sollte die erste Wahl sein und Freiwilligkeit, bei Hunden die einen großen will to please haben, ebenso. Verleiden gehört zu manchen Ausbildungen dazu, meiner Ansicht nach, geht es nicht ohne Verleiden und Beschränken. Aber, auch hier habe ich die Wahl, wie ich das meinem Hund beibringe, mit zumutbaren Grenzen oder mit Härte - was ich auch einmal tun musste und was mir unglaublich schwer fiel.
Ausbildung ist für mich, da ich einen Jagdhund habe, eben Fährte, Apport, Stöbern, Schußfestigkeit, Wasserarbeit und und und, überall gibt es Regeln und Linien, die es einzuhalten gibt - ich erwarte da, aus gutem Grund, z. B. ein anderes Apportieren am Wild als nur so zum Spaß - Erziehung ist das von mir gewünschte Benehmen, still liegen z.B. unterm Tisch....
LG Sundri
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Wie soll denn der erzieherische Teil gefördert werden, wenn nicht durch positive Verstärkung?
Natürlich wird bei der Erziehung ein Verbot durch den Hund akzeptiert. Und soll die Akzeptanz des Verbots dann nicht belohnt werden?
Das würde bedeuten, dass die Missachtung eines Verbots bestraft wird. Und wie wird dann bitte "richtig" bestraft?>Man merkt spätestens dann, dass er Recht hat, wenn man einen "Problemhund" herangezogen hat bzw. einen solchen bei sich aufnimmt...<
Soll ich es so verstehen, dass man einen Problemhund bekommt, wenn man den Hund durch positive Verstärkung erzogen hat?Für mich wirft die zitierte Aussage mehr Fragen auf als dass sie auch nur Ansätze von Antworten gibt. Oder fehlt dem Zitat der Zusammenhang und es wird in dem Artikel noch viel mehr erklärt?
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Ich denke, der Ausbildung liegt die Erziehung zu Grunde, wenn mein Hund nicht erzogen ist, kann ich ihn auch nicht ausbilden. Wenn es einen Unterschied dazwischen gibt, würde ich sagen, dass Erziehung mit allgemeinem Verhalten gleichzusetzen ist und Ausbildung mit Kommandos. Bsp. Erziehung: Der Hund soll nicht an Menschen hochspringen, er hat dies gelernt und brauch nicht erst ein Kommando um es nicht zu machen, sondern verhält sich einfach dementsprechend. Bsp. Ausbildung: Hm, ich sag ja auch schon, "ich bilde meinen Hund zum Jagdhund aus" und nicht " ich erziehe meinen Hund zum Jagdhund"
. Dazu würde für mich das Kommando "Apport" gehören z.B. - der Hund apportiert mir etwas auf Kommando, legt dieses erlernte Verhalten aber nicht ständig an den Tag und trägt mir alles hinterher, sondern eben nur auf meinen Wunsch hin. -
Ich kann mir vorstellen, dass hier gemeint ist, dass es einen Unterschied gibt dazwischen, ob der Hund etwas tun oder etwas lassen soll. Soll er etwas tun ("sitz"), dann sollte das belohnt werden und würde nach dieser Definition zur "Ausbildung" gehören. Soll er etwas lassen (zB nicht vom Halter weg gehen, aber nicht durch ein Kommando "sitz", "platz", sondern nur durch das Verbot, sich zu entfernen. Ob er beim Halter steht, sitzt oder liegt oder um ihn rumtapst wäre egal), dann wäre das ein Verbot, was eine Kosequenz braucht. Ein Verzicht würde nicht belohnt, sondern einfach akzeptiert. Das würde dann nach dieser Definition in den Bereich der Erziehung fallen.
So verstehe ich das, was da gepostet ist.
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Zitat
>Man merkt spätestens dann, dass er Recht hat, wenn man einen "Problemhund" herangezogen hat bzw. einen solchen bei sich aufnimmt...<
Soll ich es so verstehen, dass man einen Problemhund bekommt, wenn man den Hund durch positive Verstärkung erzogen hat??
So verstehe ich diese Aussage auch, doch der Mann, von dem sie stammt, ist ein Wolfsforscher
Erziehung ist für mich das, was man im Allgemeinen unter Gehorsam versteht. Ausbildung hingegen sehe ich in anderen Bereichen z.B. im Mantrailing, Dogdance etc; also Dinge, die eher im Bereich der sinnvollen Beschäftigung liegen. Der Weg ist der Gleiche und das Ziel wird ebenfalls über pos. Verstärkung erreicht.
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Bis zu einem gewissen Punkt kann ich die Unterscheidung in Erziehung (Regeln für das Leben in Gemeinschaft) und Ausbildung schon verstehen, aber eine klare Trennlinie gibt es meines Erachtens nicht. Und auch die These, dass Erziehung hauptsächlich über Strafe/Verbote läuft, kann ich nicht teilen. Sehr oft ist es für den Hund einfacher, wenn man ihm zeigt, wie er sich verhalten soll, statt unpassendes Verhalten einfach zu verbieten/bestrafen.
Und wo teile ich Grundgehorsam ein? Für den Hund sind Sitz, Fuss und Hier ebenso "Tricks" wie Pfötchen und Rolle, denn sie werden selten über sinngebenden Kontext erarbeitet. Trotzdem erleichtern sie das gemeinschaftliche Leben ungemein. Jede Grenzziehung in dieser Grauzone ist künstlich.
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