Unterordnung zu stressig? Ständige Stänkereien

  • Huhu,
    ich frage mich manchmal ob Unterordnung zu stressig für meinen Hund ist. Das Probleme sind die Stänkereien. Wir haben eigentlich immer ein paar Hunde dabei, die rumstänkern, bellen, etc. Den schlimmsten Pöbler sucht sich mein Hund dann aus und das ist dann für die 60min Unterordnung sein Erzfeind. Sprich: Dieser Hund wird ständig fixiert, er will ständig drauf los gehen und wartet nur darauf, dass dieser Hund sich bewegt oder bellt, damit er gleich mitmitschen kann. Und er meint es dann auch wirklich ernst und will diesen Hund attakieren. Folglich bin ich viel damit beschäftigt das Fixieren zu unterbinden oder ihn ruhig zu stellen. Bei vielen Übungen kann ich dann auch nicht mitmachen, weil der Abstand zwischen meinem und dem anderen Hund dann zu gering wäre. Auch die Leine kann ich dann nie locker lassen.

    Viele Halter kommen nur ein paar Mal zur Unterodnung, sodass alle paar Wochen wieder neue Hunde dazu kommen. Dann findet mein Hund meist ein neues Opfer. Teilweise, weil sein altes Opfer nicht mehr kommt oder sich nicht mehr auf das Gepöbel von meinem Hund einlässt oder weil ein neuer Hund dazu kommt mit dem man besser rumstänkern kann.

    Ich frage mich ob das vielleicht zu viel Stress für meinen Hund ist? Er arbeitet ja total gerne und soll ja auch den Umgang mit anderen Hunden lernen und da fällt mir jetzt keine bessere Idee ein als möglichst viel Hundekontakt zu suchen. Oder kann es vielleicht sein, dass ihm das zu viel Hundekontakt ist? Ich mache aber nur 1x die Woche Unterordnung und 1x die Woche Stadttraining. Wir sind immer maximal 10 Hunde bei der Unterordnung.

    LG TF

  • Ich denke das Problem hat nichts mit der UO zu tun oder mit dem "Stress" der UO (die sollte eigentlich gar nicht stressen, sondern Spaß machen), sondern damit, dass dein Hund mit anderen Hunden, vor allem energetischen, auf eingezäuntem Raum an der Leine nicht umgehen kann und das stresst ihn. Ob nun UO, Obi, Tricks, DogDance oder sonstwas wäre sicherlich - wenn o.g. Voraussetzungen gleich wären - genau das selbe für ihn.

  • Meist ist es so, dass der andere Hund deutlich mehr pöbelt als mein Hund. Bzw., dass der andere Hund auch alle Hunde anpöbelt. Dann macht der andere Hund meist am Rand mit. Ist mein Hund aber schlimmer, dann soll ich in erster Linie das Fixieren unterbinden und mehr Abstand halten oder mit dem Clicker arbeiten.

  • Im Grunde hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst da nicht mehr hin und meidest diese Situation, damit dein armes Hundi nicht so viel Stress (oder was auch immer?) hat.
    Ausrede hast du ja schon geliefert, die anderen sind Schuld und noch viel schlimmer.
    Oder aber du übernimmst die Führung und forderst von deinem Hund, dass er sich auf
    dich konzentriert. Dazu müßte er dich allerdings erstmal ernst und für voll nehmen und
    dir die Verantwortung überlassen.

  • Schreibst du hier von diesem Hund?

    Zitat

    Mein Rüde geht auch auf andere Hunde los sobald diese in seiner Reichweite sind. Ich denke schon, dass viele Hunde nicht richtig sozialisiert sind.


    (Quelle: https://www.dogforum.de/post9765756.html#p9765756)

    Dann denke ich auch, dass die UO an sich nicht das Problem ist, sondern die Nähe der anderen Hunde. Wenn er anderen Hunden gegenüber aggressiv reagiert, aus welchem Grund auch immer, ist es bestimmt stressig für ihn, wenn er in einer Hundegruppe sein und dabei noch gesittet mitarbeiten soll. Vielleicht wäre es besser, erst an der Reaktion auf andere Hunde zu arbeiten?

    Gruss, jente

  • Hallo,

    macht er das denn "nur" auf dem Platz oder generell mit anderen Hunden,wenn er an der Leine ist?
    Ich glaube eher,dass das ein grundsätzliches Erziehungsproblem ist und nichts mit der Situation zu tun hat.
    Allerdings finde ich es etwas komisch,wenn dort fast alle Hunde so rumstänkern.Ist das normal bei Unterordnung?Ich kenne mich da nicht so aus,aber eigentlich dürfte das doch nicht sein oder?
    Was hast du eigentlich für einen Hund und wie alt ist er?

    LG

  • Zitat

    Im Grunde hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du gehst da nicht mehr hin und meidest diese Situation, damit dein armes Hundi nicht so viel Stress (oder was auch immer?) hat.
    Ausrede hast du ja schon geliefert, die anderen sind Schuld und noch viel schlimmer.
    Oder aber du übernimmst die Führung und forderst von deinem Hund, dass er sich auf
    dich konzentriert. Dazu müßte er dich allerdings erstmal ernst und für voll nehmen und
    dir die Verantwortung überlassen.

    Super geschrieben, dem brauche ich nichts hinzuzufügen. :gut:

  • Das Problem haben wir nur auf dem Platz, bzw. nur bei der Unterordnung. Unterordnung wird speziell für Aggressions-Hunde angeboten und dient eben genau dazu, dass der Umgang mit Artgenossen geübt wird. Das heisst, dass alle Hunde dort ein bisschen aggro sind. Die einen mehr die anderen weniger. Beim Agility oder Longieren haben wir das Problem nicht. Da sind halt ganz andere Hunde und die Gruppen sind kleiner, bzw. hat er da auch mehr zu tun und ist somit abgelenkter und kann super ohne Leine arbeiten. Natürlich ist er nicht top erzogen. Deswegen gehe ich ja auch zur Unterordnung.
    Ich habe einen 6 jährigen Schäferhund.

  • Ui, das finde ich ein gewagtes Unterfangen, just die Krawallhunde zusammen in eine Gruppe zu stecken.

    Normal sagt man ja, dass eine Gruppe grundsätzlich "dämpft", also die Verhaltensspitzen eher abgeschnitten werden. Aber in einer Gruppe von eher "aggressiven" Hunden, schaukelt sich das ja wohl eher hoch.

    Wäre es nicht sinnvoller, die aggressiven Hunde auf "normale" Gruppen aufzuteilen? Denn in der jetzigen Gruppe dürften die Hunde auf die gegenseitigen Provokationen voll einsteigen - wo in "normalen Gruppen" ein provozierender Hund mit seinem Verhalten eher aufläuft.


    Ich würde die Trainerin in die Pflicht nehmen und mich noch mal mit ihr austauschen, ggf. auch außerhalb der Trainingszeiten, um Zeit zu haben. Ich würde von ihr wissen wollen, wie sie sich das vorstellt, was ihr Konzept zu der Gruppe ist, wie sie die jetzigen Lernerfolge sieht, was sie denkt, was ich optimieren könnte und was sie denkt, wie mein Hund drauf ist und sich entwickelt.
    Und danach würde ich entscheiden, ob es diese Gruppe für meinen Hund und mich bringt oder ich mich nach was anderem umsehe.
    Ich würde auf keinem Fall aufhören, an dem Problem zu arbeiten! Nur ggf. in einem anderen Rahmen.

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