Angst vor Wölfen in D - was ist mit den Herdenschutzhunden?
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In der Schweiz werden Herdenschutzhunde doch sogar freilaufend auf Almweiden eingesetzt...
Jepp, und ich habe ordentlich Fracksausen bei der Vorstellung, denen mit meinen zwei Hunden zu begegnen....
"Umgehen sie die Herde weiträumig", heisst es in Flugblättern - bloss, was mach ich, wenn die Herde den Weg blockiert, und das Gelände zu ausgesetzt und steil ist, um mit zwei verunsicherten angeleinten Hunden da weglos rumzukraxeln? - Vor einem Moment
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Hi,
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Ja...ob die nun wirklich freilaufend eingesetzt werden sollten weiß ich auch nicht...
andererseits...wie soll man das auf Sommerweiden (in Wolfsgebieten) anders regeln?
Ich kenne es aus Rumänien und Serbien...
Da laufen die auch frei an den Herden mit...
Die verbellen dich mit Hund...kommen aber eigentlich nicht nah an einen heran...ein großes Problem würde es nur dann geben, wenn ein Fremdhund in die Herde läuft.Zitatbloss, was mach ich, wenn die Herde den Weg blockiert, und das Gelände zu ausgesetzt und steil ist, um mit zwei verunsicherten angeleinten Hunden da weglos rumzukraxeln?
Entweder abwarten oder zurückgehen würd ich sagen. -
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Entweder abwarten oder zurückgehen würd ich sagen.
Joah - toll, wenn du auf einer Bergwanderung kurz vor dem Ende bist, es ist schon späterer Nachmittag, und der Rückweg kostet dich 7 Stunden, deine Erschöpfung und den Effekt der hereinbrechenden Dunkelheit nicht gerechnet... Ich hoffe einfach, dass ich die Erfahrung nicht machen muss. -
na na na - reissende bestien sinds jetzt nicht, die herdis.
und ja, herdenschutzhunde können auch heute noch zum bewachen des viehs eingesetzt werden - werden sie ja auch noch oft - wieso auch nicht?
allerdings, eines stimmt: in DE ist es - zumindest in dicht besiedelten gebieten - wohl nicht so ganz das wahre.
allerdings, dort, wo schafe tatsächlich noch wölfen begegnen - da ist das auch hier machbar. ein HSH rennt ja nicht los und verspeisst harmlose spaziergänger mal eben so - das ist ein falsches bild, was die leute im kopf haben.
ein maremmano, ein kuvacz oder ein pyrenäenberghund, der eine gute "ausblindung" hat, lernt durchaus zu unterscheiden zwischen dem wanderer und dem wolf.
ausserdem - um einem irrtum entgegenzutreten:
ein herdi schützt nicht nach dem motto: hinrennen - reinbeissen - auffressen.
ein guter herdi wird erstmal abwägen, ob es sich überhaupt "lohnt" einzugreifen, dann wird er sich zeigen, dann wird er in ein paar abstufungen warnen und erstmal versuchen, die vermeidliche gefahr zu vertreiben -wenn das alles nix nützt dann kommt erst der "angriff".
allerdings, ein problem dürften tatsächlich spaziergänger mit hund sein - insofern der hund die deutliche warnung des herdis nicht versteht und doch "nur mal spielen will"..
auf der brandl-alm hier in der nähe hat der senner 2 wunderschöne pyrenäenberghunde mit dabei, den ganzen sommer über. die wissen genau, dass sie keine touristen verspeisen dürfen - menschen, die über die alm wandern interessieren die nicht die bohne - solange die nicht mitten durchs vieh spazieren.
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Jepp, und ich habe ordentlich Fracksausen bei der Vorstellung, denen mit meinen zwei Hunden zu begegnen....
"Umgehen sie die Herde weiträumig", heisst es in Flugblättern - bloss, was mach ich, wenn die Herde den Weg blockiert, und das Gelände zu ausgesetzt und steil ist, um mit zwei verunsicherten angeleinten Hunden da weglos rumzukraxeln?Ich würde mal an diese beiden Verbände schreiben und nachfragen, wie man sich in dieser Situation zu verhalten hat.
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In Deutschland fressen die Wölfe so gut wie gar keine Haustiere also das ist die absolute Ausnahme.Na ja, 67 Schafe alleine in Sachsen alleine in 2011 und dieses Jahr schon 18 würde ich nicht als "so gut wie keine bezeichnen". Das Wolfsgebiet Sachsens ist ja nun auch nicht soooo groß. (2005 wurde übrigens auch ein Hund gerissen.)
Ich bin für den Wolf aber ich bin auch für die Schafhaltung und die Erhaltung alter Kulturlandschaften/ Heiden.
In der Lausitz und in Brandenburg haben einige Schäfer Herdenschutzhunde. Anfangs gab es Informationen/Anleitung und "Besuche/Versuche" mit Schweizer Herdenschutzhundexperten.
Nur kostet so ein Hund Unterhalt (und macht bei Kleinhaltungen sicher keinen Sinn), genau wie die etwas sicheren Zäune kosten - und das Umkoppeln wird auch aufwändiger und teurer.
Wenn "die Gesellschaft" den Wolf willkommen heißt, muß sie sich meiner Meinung nach mehr an den Kosten beteiligen als sie das tut. Und die Herdenschutzhunde sind sicher nicht für jede Haltung - und jeden Halter (!) - eine Option.Die Wölfe lernen. Wenn man beim Hund einmal den Mülleimer offen gelassen hat, versucht er es beim nächsten mal am geschlossenen. Und wird immer geschickter. Ich habe den Eindruck, die Schäfer rüsten hinterher. Weil es eben teuer ist und Zeit kostet und sich der Aufwand mit der Schafhaltung kaum wieder einbringen läßt. Erst recht nicht, wenn man eine Kleinhaltung neben anderer Landwirtschaft hat. Ich hoffe, daß ein Zusammenleben möglich ist und aus dem krassen Pro und Contra ein konstruktiver Dialog wird. Ich denke, man muß in die Prävention - quasi die Wolfserziehung - viel Geld und Energie stecken. Und vielleicht muß auch mal ein Wolf, der "zuviel" gelernt hat, geschossen werden. Auf der anderen Seite gehören die Schafhalter, die ihre Schafe immer noch tüdern (also anbinden) ordentlich belangt. BEVOR sie den Wolf angefüttert haben (wie letzten Winter zweimal hier in der Gegend passiert).
Aber die Schäfer mit denen ich hier und im Brandenburger Wolfsgebiet gesprochen habe, schienen mir recht entspannt im Umgang mit dem Wolf. Einer von denen hat auch junge Herdenschutzhunde. Ist aber auch sonst ein "Hundefan". Und neulich habe ich sogar mit einem Jäger (und Landwirt) gesprochen der mir vorgeschwärmt hat, wie gesund der Wald geworden ist. Bis dahin schienen mir die Jäger die größten Wolfsgegner zu sein!Jau und als Wanderer auf den Almen - da bin ich Gast und fahr dahin wegen des Naturerlebnises und der wunderbaren, alten Kulturlandschaft. Ich würde da akzeptieren, daß die Welt dort nicht meiner Freizeitplanung folgt. Keine Frage: Ich möcht keinem Herdenschutzhund begegnen und würde mich gruseln. Mit eigenen Hunden erst recht. Und ich würde auch ordentlich schimpfen, wenn ich kurz vor der Hütte umkehren muß und die ganze Tagesetappe zurücklaufen!
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Ich kenne auch 2 Schäfer, die Herdenschutzhunde einsetzt.
Einer in NRW, der allerdings gegen Vieh Diebe und einen in Sachsen.
Bei keinem von beiden ist der Hund je über den Zaun gegangen! Auch beim Ziehen und Hüten sind die Hunde in der Herde, ohne zu "stören".
Wenn niemand da ist, sollte man sich der Herde vorsichtshalber aber nicht nähern -
Sleipnir, hast du den Artikel gelesen?
Nochmal....die Herdenschutzhunde haben schon ihre Herde "beschützt", wenn auch indirekt, da die Wölfe ja, nachdem sie die Herdenschutzhunde gefressen haben, satt waren und die Schafe in Ruhe gelassen haben.
Dennoch denke ich, dass der Wolf von vielen in Hinsicht seiner Kraft unterschätzt und der Herdenschutzhund überschätzt wird.
http://fotogaleri.haberler.com/kurt-saldirisi…-kaldi/resim-2/
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Und...weißt DU was in Rumänien...darum ging es doch in dem Artikel, oder?...so als Herdenschutzhund eingesetzt wird?
Eigentlich ALLES was bellen kann!
Da würd ich mich als Wolf auch kaputtlachen!
Du hast doch für alles irgendwelche Links...irgendwelche Studien wieviele 60-kg-Maremmanos oder Pyrenäen-Berghunde in der Schweiz oder der Lausitz schon von Wölfen gerissen wurden??? Ich glaube nicht ein einziger! -
Oh, hier haben wir ein besonders "kleines" Exemplar von Herdenschutzhund...http://www.montanacattlemen.org/sites/www.mont…/025_2_copy.gif
In anderen Ländern werden natürlich auch nur Tiere eingesetzt, über die sich die Wölfe kaputtlachen..
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