Angst vor Wölfen in D - was ist mit den Herdenschutzhunden?
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Ich würde mal an diese beiden Verbände schreiben und nachfragen, wie man sich in dieser Situation zu verhalten hat.
Deren offizielle Verhaltensanweisungen kenne ich, aber mal sehen, ob sie bei direkter Ansprache noch was Praktikableres draufhaben. Ich will ja nur den offiziell ausgeschilderten Wanderweg benutzen, ohne für Leib und Leben von mir oder meinen Hunden fürchten zu müssen. - Vor einem Moment
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Hi,
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ich hab mal inner reportage aufgeschnappt das die schäfer wohl entschädigungen für gerissene schafe bekommen.
im gegensatz zu toten schafen durch hunde oder dumme menschen.auch haben die dort ne dorfversammlung gezeigt bei denen übern wolf aufgeklärt wurde, ich hab mich da wie ins 16/17 jahrhundert versetzt gefühlt.
da wurde was von kinder fressen usw. gesprochen und zwar in nem ton...da war nicht an aufklärung zu denken.und die tage wurde doch ein wolfskadaver gefunden, von nem jäger der ihn erschossen hat, weil er ihn für nen wildernden hund hielt.
mal ernsthaft wie glaubwürdig ist es das ein 70 jähriger jäger einen hund von nem wolf nich unterscheiden kann.ich finds traurig das man in der heutigen zeit mit wildtieren nicht seite an seite leben kann.
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Hab ich. Find ich auch gut. Vor allem nicht nur vom Hörensagen/ wenigen Gesprächen wie bei mir. Trotzdem kann ich mir vorstellen, daß spielende Kinder - die ja manchmal echt "komische Ideen" haben - auf der Weide vielleicht evtl. gefährdet sind. Sind sie sicher auch durch den Schafbock aber man muß halt auch darauf achten. Für Eltern eine "neue Gefahr" für's Kind, mit der man erzieherisch umgehen muß und über die man informieren muß. Ich bin einfach der Meinung, daß man mit allen Gefahren, die von Wolf und Schutzmaßnahmen ausgehen, sehr offen umgehen muß. Und wenn sie noch so gering sind. Wenn ein Zusammenleben das Ziel ist, darf man nicht aus Angst vor Anti-Wolf-Stimmung evtl. Gefahren verschweigen. Nicht nur Kinder machen manchmal echt abwegige Sachen.da hast du völlig recht. darum hab ich ja auch geschrieben, dass es bei uns in unserem doch recht dicht besidelten lebensraum wohlüberlegt sein muss. es wird nicht überall funktionieren.
ich hab selber einen herdi hier und weiss, was ich an verantwortung übernommen habe - auch ohne, dass mein herdi schafe schützen muss.
wird er zum schutze der herden gehalten, dann ist das nochmal einen andere nummer - und da hast du dann völlig recht: offenheit und aufklärung ist da oberste pflicht!
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Der von dem Schäfer, mit dem ich geredet habe, hat ordentlich was verputzt. Und ich find es gut, daß er ordentlich gefüttert wurde. Aber darum ging es mir nicht. Es ist eine Anschaffung und kostet Unterhalt (auch Tierarzt etc.) und die tätigt man nicht einfach so. Das kommt obendrauf auf die Betriebskosten. Ich denke einfach (aus dem einen Gespräch heraus was ich hatte), daß man da lieber in ein gutes Tier investiert als sich den nächstbesten Fiffi auf die Weide zu setzen. Und das ist vermutlich gar nicht schlecht, daß die Kosten einige Leute von der Haltung abhalten! "Dann hol Dir doch 'nen Herdenschutzhund" ist halt keine Pauschallösung.nein, als pauschallösung würd ich das auch nicht sehen. aber als individuelle möglichkeit jederzeit.
ZitatAnsonsten denke ich, daß den Wolfsbüroleuten sehr daran gelegen ist, "Mord durch Hund" als solchen aufzuklären.
Und mir auch - mit ordentlich Ärger für die Hundebesitzer!Was die Krafteinschätzung angeht: Ich glaube, wir als Hundebesitzer vertun uns da eh. Ich hab mal 'nen Neufundländer 'nen Rinderbein knacken sehen. War beeindruckend! Genauso beeindruckend sind die Bilder von Wolfsrissen im Netz. Ich will es gar nicht so genau wissen aber vermutlich spielt Taktik und Erfahrung und "Gruppengröße/-zusammenspiel" auch eine große Rolle.
oh ja, unbedingt! normalerweise sind sie, wenn man sie effektiv einsetzen will, immer in einer gut organisierten gruppe - zumindest aber zu zweit.
und ja, natürlich - ein einzelner oder zwei haben gegen ein ganzes wolfsrudel weniger chancen.
dass in ländern wie rumänien ect. auch immer wieder herdenschutzhunde den wölfen zum opfer fallen, ist richtig. meist aber dann, wenn sie nicht in der gruppe agieren und die wölfe in der überzahl sind.
es ist nicht die regel - ansonsten gäbe es sie nicht. da hat björn völlig recht.
ZitatZurück zu den Herdenschutzhunde: Jemandem, der Schafe hat und Hunde nicht leiden kann, kann man nicht sagen "dann hol Dir doch 'nen Herdenschutzhund!". Genausowenig jemandem, der mit seiner Schafhaltung am Existenzminimum rumkrebst und keinen Cent überhat. Herdenschutzhunde gehören - meiner Meinung nach - nur in die Hände von Leuten, die sich damit auseinandersetzen und sie nicht durch unsachgemäße Haltung zu einer Gefahr werden lassen. Den Menschen, den Hunden und den Wölfen zuliebe!
Ich hab Schafe, ich wohne am Rand des Wolfsgebietes (mit vereinzelten Sichtungen und auch Rissen gar nicht so weit weg) und ich wünche mir, daß der Wolf hier wieder heimisch werden kann. Dauerhaft.
den dick markierten satz unterschreib ich sofort.
edit:
was das umdrehen oder nicht erreichen eines zieles in den bergen betrifft: das passiert mir auch dann und wann völlig ohne dass mir ein herdi begegnet. vom bergrutsch und plötzlichen wetterumschwüngen angefangen bis hin zu gesperrten steigen, kleineren verletzungen oder einfach unpassierbaren stellen. das sollte man als bergsteiger aber immer einkalkulieren - wer am ende seiner kräfte grad noch so eben sein ziel erreicht, sollte unbedingt umdenken und darauf achten, seine kräfte gut einzuteilen. das kann auch ohne unliebsame begegnungen mit hunden böse enden.
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Habe vor 2 Wochen noch bei uns in Dortmund einen Herdi bei seiner Schafsherde gesehen.
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also bei all den Berichten, wo es mir zu Ohren kam, dass Wölfe wieder Schafe oder andere Tiere gerissen haben, kam bei mir auch sofort der Gedanke :
Warum setzt man hier keine Herdenschutzhunde ein ?
gut - jetzt nach all den Antworten, muß ich gestehen, da habe ich auch zu kurzweilig mein Augenmerk auf die Ansiedlung des Wolfes gelegt. Denn ich fände es schon gut, wenn sich auch längst ausgerottete Tierarten wieder heimisch fühlen.
Ich glaube auch, dass der Mensch nicht immer mehr Territorium für sich allein beanspruchen sollte, sondern eher im Einklang mit Mutter Natur leben muß, denn wir sind nicht die Alleinherrscher.
Da wo es sich anbietet, finde ich kann man über den Einsatz von Herdern nachdenken, der Halter muss dann allerdings auch wirklich zu 100 % sich der Gefahr bewußt sein und im Vorfeld sein Umfeld informieren. Auch der naturbewußte Mensch sollte über Informationsmaterial in der Lage sein zu entscheiden, ob er nun unbedingt in dieser Gegend spazieren will und was unter Umständen auf ihn zukommt.
Wir können nun mal nicht auf Teufel komm raus verlangen, dass sich alles uns zu unterwerfen hat.
Kinder, Erwachsene, Tierhalter - alles eine Frage der Kommunikation und der Achtung seinem Gegenüber.
Susanne und Xena
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Gehst du vorbei,wirst du nur beobachtet, näherst du dich in auffälliger Weise dem Zaun, kommen sie heran und verbellen dich...das sollte als Warnung reichen...rübersteigen würde ich jetzt nicht...ich fühle mich von den Hunden aber auch nicht bedroht...
In der Schweiz werden Herdenschutzhunde doch sogar freilaufend auf Almweiden eingesetzt...Und genau so handeln die HSH. Bevor sie zu beißen, wird der "Feind" erst verbellt. Wenn diese Warnung ignoriert wird, dann setzt der Herdi zu Schritt 2 an. (es gibt auch hier Ausnahmen, aber die Regel sollte so sein)
Aaron z. B. hat eine große Hemmschwelle Kindern gegenüber. Die könnten alles mit ihm tun.
Letztens kamen zwei ungefragt auf unser Grundstück. Aaron schoss erst nach vorn, als er jedoch bemerkte dass es "nur" Kinder waren, bremste er ab und beobachtete nur. Einen Erwachsenen hätte er sicher vehementer verwarnt. -
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Übrigens kommen Herdenschutzhund mit einer proteinreduzierten Ernährung mit viel Eiweiss und Calcium sehr gut zurecht!
Das versteht ich jetzt nicht

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Das versteht ich jetzt nicht

Ja kennst du das nicht, das große Oxymoron der Herdenschutzhundfütterung
.Björn, worauf ich hinauswill? Es reichen eben keine zwei, drei Herdenschutzhunde, es müssen wesentlich mehr por Herde sein. Und dementsprechend sehen dann die Futterkosten aus, von den Problematiken mit Spaziergängern ganz zu schweigen.
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mo,
man sagt im allgemeinen, dass man HSHs eher proteinreduziert ernähren sollte. sie reagieren auf ein "zuviel" gern mal mit haut- und fellproblemen oder entwickeln allergien.
die meisten herdenschutzhundrassen vertragen dagegen milchprodukte sehr gut: yogurt, kefir, käse usw, usw und auch kohlehydrate in form von getreide wird gern und gut angenommen.
im vergleich zur grösse ist ihr "futterbedarf" erstaunlich niedrig.
natürlich muss man das auch immer individuell sehen - jetzt einfach zu sagen, man lässt protein weg und ernährt seinen hund mit alten semmeln ist natürlich auch käse.
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Weil der HSH PROTEINREDUZIERT ernährt werden muss, kippt man viel Proteine von Milchprodukten (Käse enthält regulär mehr Eiweiss als Fleisch) in ihn rein?
Wie sieht eine proteinreduzierte Ernährung mit viel Protein und Calzium aus??
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